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Fall Timoschenko: Kiew wirft Berlin Methoden aus dem Kalten Krieg vor
AFPDer Fall Julija Timoschenko sorgt für Misstöne zwischen der Ukraine und Deutschland. Das Außenministerium in Kiew reagierte scharf auf Erwägungen von Kanzlerin Merkel, der Fußball-EM fernzubleiben: Berlin mache den Sport zu einer Geisel der Politik.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...830549,00.html
- #120 30.04.2012 13:53 von
Ach, Mutti
Das ist mal wieder typisch für die planlose Politik unserer Mutti.
Sie setzt sich für die eine Kriminelle (Timoschenko) ein, um einen anderen Kriminellen (Janukowitsch) loszuwerden. Die gehören einfach beide ins Gefängnis.
Ich finde es erst einmal auch grundsätzlich sympathisch, wenn raffgierige Politiker, welche sich durch ihr Amt auf Kosten der Bevölkerung bereichern, deswegen verurteilt werden anstatt mit einem Ehrensold in den vorzeitigen Ruhestand geschickt zu werden.
Ich kann nur hoffen, dass Janukowitsch die nächste Wahl verliert und ihm dann das gleiche blüht wie Frau Timoschenko.
Schade nur, das die beiden nicht im selben Gefängnis Quartier beziehen könnten. Die Beiden hätten sich bestimmt viel zu erzählen, wie man die Machtmittel eines Politikers am besten zur persönlichen Bereicherung missbraucht.
Aber bis dahin würde ich unserer Bundeskanzlerin aber raten, besser lieber zu schweigen. Bei ihren Äußerungen kommt sowieso selten etwas Gutes dabei heraus. - #121 30.04.2012 13:58 von
- #122 30.04.2012 14:00 von
Keine Fans in die Ukraine
Das Argument, Sport und Politik streng zu trennen, funktioniert
nicht. Die Sportler und Fans sind Teil der Gesellschaft, also werden
auch die gesellschaftlichen Themen tangiert.
Niemand von den Foristen, die Julia Timoschenko als gerecht
verurteilt, ansehen, haben stichhaltige Nachweise darüber. Insge-
samt kann man sich kaum ein Urteil erlauben.
Es geht um die demokratischen Strukturen und die Rückwärtsge-
wandtheit des Despoten der Ukraine. Die gesamte Opposition
dieses Landes wird drangsaliert und viele sind eingesperrt. Man
regt sich über die Despoten in Nordafrika und sonstwo auf,
findet es klasse, wie diese weggebomt werden und die "Sieger"
oft sich als noch größere Menschenrechtsfeinde (s. Ägypten, Libyen)
erweisen, und will den Menschenverachter in der Ukraine auch noch
durch ein Fußballfest hofieren?
Das NOK spricht sich gegen einen Boykott der Politiker und Fans
aus und hat 1980 bei den Olympischen Sommerspielen in Moskau
für den Boykott insgesamt gestimmt! Hallo?
Liebe Fußballfans, bleibt dem Land fern. Weder die politischen noch
die strukturellen (Hotels - Mafia, Kriminalität etc.) Voraussetzungen
sind dort für ein unbeschwertes Fußballfest gegeben. Die deutsche
Mannschaft gewinnt (oder verliert) auch, wenn man es sich zu
Hause gemütlich vor dem Fernseher anschaut. - #123 30.04.2012 14:00 von
findsch och zum kotzen, aber...
nun, die "ökonomische einschätzung" ist aber der springende punkt.
menschenrechte haben sich schon immer den realpolitischen gegebenheiten unterzuordnen gehabt - der zwerg ukraine ist keine gefahr.
noch haben wir angeblich hochkonjunktur, während viele unserer europäischen "partner"-länder immer tiefer in die krise rutschen.
da ist es sehr riskant, es sich mit starken ökonomien wie china zu verderben.
denn die nächste rezession ist so sicher wie das amen in der kirche - auch für deutschland. - #124 30.04.2012 14:01 von
Was ist mit der deutschen Presse passiert! Es ist erschreckend, das in einem kurzen Schweizer Bericht mehr Information als in 3 SPON-Artikel stecken. Keine Info über die Verbrechen der Frau T. Keine Info wieso (oder für wieviel!!) der Charite-Chef in der Ukraine Gefangene untersucht.... Guter Journalismus geht anders!
Inzwischen überfliege die Artikel und lese intensiver den Austausch im Forum, da die wichtigen Hintergrundinformationen leider nur dort zu finden sind. - #125 30.04.2012 14:03 von
Nur zu klar..
.. und vor allem, dass die öffentlich verordnete Solidarität einer mutmaßlichen Kriminellen gilt, die "unsere" gewählten "Volksvertreter" mit ihrer perfiden Medienkampagne ohne weiteres vor ihren Karren spannen kann. Und klar ist eben auch, dass es den "Volksvertretern" keineswegs um die KLösung von Problemen geht, sondern allein darum den strategischen Interessen von EU, Nato und den USA das Feld zu bereiten, ganz gleich, was das Volk hier und drüben in der Ukraine davon hält.
- #126 30.04.2012 14:13 von
nie mehr heucheln - die kalte schulter zeigen ist noch keine erpressung
sie unterschätzen die fähigkeit "der welt" zu unterscheiden zwischen politikerverlautbarungen und den einstellungen und meinungen der vielen menschen "draußen im lande".
aber, wer erpresst hier wen rechtswidrig durch gewalt oder durch androhung eines empfindlichen übels, um sich zu lasten eines dritten zu bereichern? - #127 30.04.2012 14:20 von
Da wird gar nichts verweigert. Wenn hier jemand verweigert, dann Frau Timoschenko. Und zwar die Behandlung durch ukrainische Ärzte. Sie will in Deutschland behandelt werden um dann hier Asyl zu beantragen und dem nächsten Prozess und einer weiteren Haftstrafe zu entgehen. Das ist alles! Ihr werter Gatte hat sich doch bereits nach Tschechien abgesetzt und Blondchen soll nun folgen.
Barbarisch - das ich nicht lache! Hämatome kann man sich übrigens auch prima selber zufügen. Wenn Sie doch angeblich so schlecht behandelt wird, wieso lässt man dann Fotos der "Verletzungen" zu?
Wachen Sie auf und riechen Sie den Braten. Wenn sich Deutschland in dieser Schmierenkomödie instrumentalisieren lässt, dann ist unsere Führungsriege noch dümmer als befürchtet. - #128 30.04.2012 14:20 von
ich frage mich nur, wie man kurz bevor tausende deutsche in die ukraine fahren, dort noch antideutsche ressentiments schüren kann!
sollte ich während meines aufenthaltes in der ukraine ärger wegen meiner deutschen herkunft bekommen, werde ich mich direkt bei herrn gauck und frau merkel bedanken. - #129 30.04.2012 14:27 von
Was ist mit Chodorkowski??
Nun, wo man wieder von gesicherter Plattform medial beleuchtet unueberlegt im Chor bloeken kann, sind alle Politbonzen wieder da. In Krasnokamensk sitzt Chodorkowski, ein russischer Oligarch, der vielleicht unter nicht ordentlichen Methoden zu einer maroden Oelfirma kam (Yukos), diese aber im Laufe weniger Jahre durch gute Fuehrung und mit modernen Managementmethoden (in Yukos bekamen die Geologen und Ingenieuere modernes technisches Training) in einen gut funktionierenden, straffen Betrieb umgebaut hatte. Putin hat einen seiner faehigsten Manager brutal abserviert. Niemand regte sich auf, keien Frau Merkel war zu sehen oder zu hoeren. Wenn man sich fuer Menschenrechte einsetzt, dann gefaelligst konsequent. Timoshenko hat zig-mal mehr Dreck am Stecken als Chodorkowski.
Sieh link: Hintergrund: Um Demokratie geht es nicht - News Ausland: Europa - tagesanzeiger.ch
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