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Fall Timoschenko: Empörungsmeister Deutschland

dapdIn der Ukraine beginnt in Kürze die Fußball-EM, und an der Situation der inhaftierten Oppositionellen Julija Timoschenko hat sich trotz aller Boykott-Aufrufe kaum etwas verbessert. Machthaber Janukowitsch hat die Affäre einfach ausgesessen. Peinlich, auch für Deutschland.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837534,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Ukraine beginnt in Kürze die Fußball-EM, und an der Situation der inhaftierten Oppositionellen Julija Timoschenko hat sich trotz aller Boykott-Aufrufe kaum etwas verbessert. Machthaber Janukowitsch hat die Affäre einfach ausgesessen. Peinlich, auch für Deutschland.

    Julija Timoschenko und EM 2012: Empörung in Deutschland verebbt - SPIEGEL ONLINE
    Der Punkt ist nun mal dass Machthabern in zig Tausend Kilometer Entfernung die Deutsche Presse, ja sogar SPON, echt piepegal sind. Uns kümmert es ja auch nicht, wenn die westliche Welt ob ihres gotteslästerlichen Lebenswandel in Al Jasiera oder im iranischen Staatsrundunfung abgestraft wird.
  2. #2

    Grundlage der Situation

    Ist auf westlicher Seite eindeutig bewiesen, dass sie unschuldig ist und keinerlei Korruption begangen hat, oder geht es mehr um einen politischen Hebel, um die Situation in der Ukraine von außen ändern zu können?

    Das die Haftbedingungen nach unseren Verständnis unmenschlich sind, ist keine Frage, aber das betrifft alle Inhaftierten. Das der Prozeß eindeutig politische Züge hatte, steht ebenso außer Frage. Aber ohne bewiese Unschuld von Frau Timoschenko hat die Entrüstung für mich einen fahlen Beigeschmack.
  3. #3

    tja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Ukraine beginnt in Kürze die Fußball-EM, und an der Situation der inhaftierten Oppositionellen Julija Timoschenko hat sich trotz aller Boykott-Aufrufe kaum etwas verbessert. Machthaber Janukowitsch hat die Affäre einfach ausgesessen. Peinlich, auch für Deutschland.

    Julija Timoschenko und EM 2012: Empörung in Deutschland verebbt - SPIEGEL ONLINE
    da sieht man mal das sich die deutsche Politik zu wichtig nimmt
    Ich finde es gut das Ihre PR kampagne nicht geklappt hat, sie ist ein verurteilter Verbrecher, und so sollte man mit allen Korrupten Politikern ungehen.

    Nur weil die bei uns noch Zapfenstreich und pension is astronomischer hoehe bekommen muss das ja nicht ueberall so sein.
    Und das Aussitzten hat wohl von Frau Merkel erlernt die ist ja Meiserin im Aussitzten, was man auch an der veraenderung Ihrer figur sehen kann, sie geht halt immer mehr in die breite..;-)
  4. #4

    Vielleicht ise Empörung nicht gerechtfertigt

    Zitat von ColynCF Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist nun mal dass Machthabern in zig Tausend Kilometer Entfernung die Deutsche Presse, ja sogar SPON, echt piepegal sind. Uns kümmert es ja auch nicht, wenn die westliche Welt ob ihres gotteslästerlichen Lebenswandel in Al Jasiera oder im iranischen Staatsrundunfung abgestraft wird.
    und die Deutschen (wer das auch immer sein mag) sind der freien Presse nicht aufgesessen, die mal wieder "eine Sau durchs Dorf getragen" hat.
    Es gab ja dann die ein oder andere Zeitung, die aufgewacht ist und sich darauf besonnen hat, dass eine Presse nicht nur frei, sondern vor allem auch unabhängig sein sollte, sich mit der blonden Dame mal etwas näher befasst hat.

    Fazit:
    Vielleicht sind die Deutschen doch nicht so blöde, wie die Presse sie gerne hätten.
  5. #5

    Die Empörungswelle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Ukraine beginnt in Kürze die Fußball-EM, und an der Situation der inhaftierten Oppositionellen Julija Timoschenko hat sich trotz aller Boykott-Aufrufe kaum etwas verbessert. Machthaber Janukowitsch hat die Affäre einfach ausgesessen. Peinlich, auch für Deutschland.

    Julija Timoschenko und EM 2012: Empörung in Deutschland verebbt - SPIEGEL ONLINE
    schwappte nicht durch Deutschland, sondern wurde von den Qualitätspolitikern und Qualitätsmedien durch Deutschland geschwappt.
    Angesichts der Erfahrungen hierzulande sowie des in kürzester Zeit aus dem Nichts erworbenen Reichtums von Frau T. sahen viele Bürger dieses Schauspiel durchaus differenzierter.
  6. #6

    Eigenartige Sache...

    ... nachdem der von Deutschland entsendete Onkel Doktor Frau Timoschenko besucht hatte, war der Fall offensichtlich vergessen. Keine Äusserungen mehr dazu. Irgendwas ganz peinliches muss da wohl passiert sein, selbst die Feministinnen Fraktion hat das Thema abgehakt. Timoschenkos konstruierte Pressekampagne war ein Schuss in den Ofen.
  7. #7

    Desinteressiert

    Zitat von Chamar Beitrag anzeigen
    Fazit:
    Vielleicht sind die Deutschen doch nicht so blöde, wie die Presse sie gerne hätten.
    Die Deutschen sind - genau wie alle anderen Völker dieser Erde auch - gänzlich desinteressiert daran, was außerhalb ihres direkten Lebensbereiches passiert. Das ist menschlich verständlich.

    Täglich prasseln auf uns Meldungen ein. Tsunami. Fukushima. Timoschenko. Obama. Lady Di. Schweinegrippe. Schafskrankheit. Riesenspinnen in Indien.

    Man liest es, man kommentiert es, man vergisst es wieder. Was zählt, ist die eigene Gesundheit. Eventuell noch die Gesundheit der Angehörigen oder der Haustiere. Alles andere ist doch nebensächlich.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Ukraine beginnt in Kürze die Fußball-EM, und an der Situation der inhaftierten Oppositionellen Julija Timoschenko hat sich trotz aller Boykott-Aufrufe kaum etwas verbessert...
    Wenn die ihre Strafe abgesessen hat, kann sie ja immer noch in die BRD emigrieren und kann dann explizit darüber referieren, dass die Knastverhältnisse unter ihrem Regime geradezu paradisisch waren.
  9. #9

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    Ist auf westlicher Seite eindeutig bewiesen, dass sie unschuldig ist und keinerlei Korruption begangen hat, oder geht es mehr um einen politischen Hebel, um die Situation in der Ukraine von außen ändern zu können?

    Das die Haftbedingungen nach unseren Verständnis unmenschlich sind, ist keine Frage, aber das betrifft alle Inhaftierten. Das der Prozeß eindeutig politische Züge hatte, steht ebenso außer Frage. Aber ohne bewiese Unschuld von Frau Timoschenko hat die Entrüstung für mich einen fahlen Beigeschmack.
    Die Schuldsprechungg von Julia Timoschenko erfolgte auf der Basis von Unterlagen einer amerikanischen Anwaltsgruppe, die Beweise für ihre Schuld vorlegten. Damit muss man sich ja doch fragen wer von den beiden Parteien nun wirklich versucht dem Prozeß politische Züge zu verpassen. Was die Situation Timoschenkos im Gefängnis angeht, auch da hält sich mein Mitleid in Grenzen, unter ihr wurden Gefangene genauso behandelt wie sie jetzt und dies fand sie gar nicht schlimm ansonsten wäre ja mal ein Reförmchen gekommen.








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