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Fall Strauss-Kahn: Anatomie eines Absturzes

Erst*vorverurteilt, dann rehabilitiert, jetzt*erneut in Ungnade gefallen:*Die*enorme Dynamik im*Fall Dominique Strauss-Kahn*hält*ganz Frankreich in Atem. Kaum ein anderes Thema bestimmt die Agenda im Land derart wie*diese Polit-Soap*mit immer neuen Staffeln.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...772735,00.html
  1. #10

    Man muss nicht jeden Blödsinn glauben

    Zitat von candide08 Beitrag anzeigen
    Ist es eigentlich üblich, das bereits die Ermittler in einem Rechtstaat so öffentlich die Glaubwürdigkeit einer verletzten Zeugin erörtern? Dürfen sie dabei auch diskreditierende Tatsachen anführen, die zeitlich und sachlich in keinem Zusammenhang mit der Tat stehen?

    Auch einvernehmlicher Sex mit einem (untergeordneten) Zimmermädchen ist kein "Kavaliersdelikt" für eine Persönlichkeit wie DSK. Und sagte das Zimmermädchen ihm nicht, sie habe Angst ihren Job zu verlieren?
    Das Zimmermädchen ist nicht untergeordnet den sie arbeitet bei einer andern Firma. Aber sie nutzt die Postion für einen Nebenverdienst.
    Wer Afrika kennt weiß das, dass Zimmermädchen sicher schon in der Heimat dieser "Nebentätigkeit" nachgegangen ist. Bei dieser Herkunft hätte sie nie das Geld für den Flug zusammen bekommen. Ein Visum wäre unerreichbar gewesen. Nur durch extrem gute Beziehungen konnte dies klappen. Aber sie ist sehr hübsch und damit wertvoll in diesem Job.
  2. #11

    Zurück zur Sachlichkeit

    http://www.nytimes.com/2011/07/06/ny...1&ref=nyregion

    Der Artikel in der NYT schildert u.a. dass DSK und das Zimmermädchen sich nicht kannten, die Begegnung nur 20 Min. gedauert hat und sie jedenfalls Sperma von ihm am Kragen hatte.

    Schliesslich sagt ein Jura-Professor der Uni Fordham, dass Ankläger einen Fall nicht einfach zu den Akten legen dürfen, weil es mit der Vergangenheit der Zeugin Probleme gibt.
  3. #12

    In keinem Zusammenhang???

    Zitat von candide08 Beitrag anzeigen
    Ist es eigentlich üblich, das bereits die Ermittler in einem Rechtstaat so öffentlich die Glaubwürdigkeit einer verletzten Zeugin erörtern? Dürfen sie dabei auch diskreditierende Tatsachen anführen, die zeitlich und sachlich in keinem Zusammenhang mit der Tat stehen?

    Auch einvernehmlicher Sex mit einem (untergeordneten) Zimmermädchen ist kein "Kavaliersdelikt" für eine Persönlichkeit wie DSK. Und sagte das Zimmermädchen ihm nicht, sie habe Angst ihren Job zu verlieren?
    Tatsache ist, dass das Zimmermädchen unter Eid gelogen hat. Sie hat zunächst behauptet, sie habe nach der Tat in einem Nebenraum gewartet. Nachdem DSK seine Suite verlassen hat, hat sie den Vorfall dem Management gemeldet.

    Später sagte sie dann, dass dies die Unwahrheit war. In Wirklichkeit hat sie erst einen anderen Raum gereinigt. Als DSK gegangen ist, hat sie dann auch dessen Suite noch gesäubert und erst dann das Management eingeschaltet.

    Spätestens ab hier war der Fall kaputt. Ab hier ist die einzige zulässige Reaktion: DSK kann nach Frankreich zurückkehren, da kein dringender Tatverdacht mehr besteht. Denn das sog. Opfer hatte reichlich Gelegenheit, den Tatort zu präparieren. Vielleicht hat es zunächst einen Blow-Job gegen Bezahlung gegeben. Als er dann gegangen ist, hat sie das Kondom aus dem Badezimmerkorb geholt und sich das Zeug über die Bluse gekippt.

    Tut mir leid, aber es ist einfach absolut ungezogen, diesen Fall in der Weise fortzuführen. An der Frau ist nichts glaubwürdig, jedenfalls im Vergleich zu einem IWF-Direktor. Haben wir denn wirklich alle Maßstäbe verloren?

    Ach ja, was die Aussage "sie habe Angst, den Job zu verlieren angeht": Woher wissen wir denn das? Sie behauptet vielleicht, dies gesagt zu haben. Vielleicht hat es aber auch nur irgendein Revolverblatt erdichtet. An dem ganzen Fall stimmt nämlich nichts. An dem ist praktisch alles erstunken und erlogen.

    Ich bin dafür, dass die GSG9 den DSK dort heraushaut.
  4. #13

    .

    Zitat von Malshandir Beitrag anzeigen
    ......
    Es ist die Sache in den USA, die sollte sich erledigt haben und das Sex zur Politik gehört wissen wir spätestens seit Bill Clinton.......
    Das ist jetzt aber sehr eng gefasst. Vergewaltigung gehört seit tausenden von Jahren zu den Unterwerfungsmethoden den den Besiegten angetan wurde. Dabei ging es nicht um Lustgewinn, sondern um ihnen den Nachwuchs einzupflanzen, den sie als einigermaßen Zivilisierte Menschen nicht mehr los wurden.

    Im Tierreich hat der König der Löwen, diesen unerwünschten Nachwuchs aufgefressen. Der Schrecken des Krieges wurde durch die Vergewaltigungen der russischen Armee deutlich, die die Erlaubnis bekamen, sich eine Woche, auszuleben, mit allem, was die Rechtlosigkeit der Besiegten deutlich machte.

    Und auch heute noch wird von Massenvergewaltigungen durch Gaddafis Soldaten berichtet. So sehe ich da auch den DSK. Der zwar in der Lage war sich das zu kaufen, was er wollte, aber das war wohl zu wenig, das Lustgefühl wird erhöht, wenn man nicht bezahlt.

    MfG. Rainer
  5. #14

    Anatomie eines Abschusses

    müsste die Überschrift eigentlich lauten. Selbst wenn an den Vorwürfen nichts dran ist, bekommt er in den nächsten Jahren kaum ein Bein auf die Erde. Sollte etwas dran sein, ist der Abschuss natürlich berechtigt.
  6. #15

    +1

    Zitat von mirrorcola Beitrag anzeigen
    Vor dem Hintergrund, dass hier ein Schwerstverbrechen oder schwerste Verleumdung u. mittelbare langjährige Freiheitsberaubung im Raum steht, eine höchst geschmack- und taktlose Formulierung. Ein Vergleich mit Unterhaltungsserien sollte die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit verbieten.
    Danke, das war auch mein erster Gedanke.

    Davon abgesehen befindet sich DSK mit seinem angeblichen französischen Opfer jetzt an derselben Stelle wie zuvor mit seinem angeblichen amerikanischen: Es werden Vorwürfe erhoben, die noch nicht bewiesen sind.

    Allein der Unterschied, daß DSK offenbar in Frankreich zum Gegenangriff bläst, spricht Bände. Zusammen mit der Tatsache, daß die zweite Anschuldigung erst im Windschatten der ersten an die Öffentlichkeit kam, halte ich das vorzeitige Ende der Ermittlungen wie in den USA für nicht unwahrscheinlich.
  7. #16

    Läßt Dürrenmatt grüßen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst*vorverurteilt, dann rehabilitiert, jetzt*erneut in Ungnade gefallen:*Die*enorme Dynamik im*Fall Dominique Strauss-Kahn*hält*ganz Frankreich in Atem. Kaum ein anderes Thema bestimmt die Agenda im Land derart wie*diese Polit-Soap*mit immer neuen Staffeln.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...772735,00.html
    Vielleicht ist Herr Strauss-Kahn ja ein zweiter Gastmann, der zur Zeit vor Gericht steht wegen einer Tat, die er womöglich(?) aktuell nicht begangen hat, wohl aber moralisch zu Recht bezogen auf frühere Taten. Das wär was!
    Es würde bedeuten, dass er den Absturz wegen seiner sexistischen "Aufdringlichkeit" Frauen gegenüber (Diskussion in Frankreich!) grundsätzlich verdient. Ich hätte nichts dagegen.
  8. #17

    hm

    Zitat von lena65 Beitrag anzeigen
    Ich gehe davon, dass diese Frau bezahlt wird, und zwar für Wahlkampfdienste. Im Übrigen war das, was sie erzählt, keine versuchte Vergewaltigung, sondern bestenfalls Belästigung, was ohnehin verjährt ist.
    Da wir wohl beide keine Glaskugel haben und auch keine Anwälte sind, bleibt es bei dem Vorwurf der Vergewaltigung. Und die verjährt nach 20 Jahren. Gut möglich, dass im Prozess "nur" eine Belästigung übrig bleibt. Aber das ist dann eine andere Geschichte.








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