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Fall Kevin: Ex-Jugendamtschef soll Ehrentitel bekommen

2006 wurde die Leiche des zweijährigen Kevin im Kühlschrank seines drogensüchtigen Ziehvaters gefunden. Über den Skandal stürzte damals auch der Leiter des Bremer Jugendamtes. Jetzt soll der Mann einen Ehrentitel bekommen: Die Hochschule Bremen will ihn zum Honorarprofessor machen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...805893,00.html
  1. #10

    Zitat von leser_81 Beitrag anzeigen
    Der Mann hat einen Fehler gemacht ! Keine Frage !
    Er hat eine Situation falsch eingeschätzt und falsch gehandelt.
    Aber ! Wer von uns kann den bitteschön sagen, er hat in seinem Leben immer die richtigen Entscheidungen getroffen hat und unfehlbar ist ?

    Was soll diese Aufregung nun nach all den Jahren ?
    Soll er sich für den Rest seines Lebens in einen Keller verziehen und still vor sich hin trauern ?

    Menschen machen Fehler (auch wenn hier der Fehler schlimme Auswirkungen hatte), genauso müssen Mitmenschen in der Lage sein, Fehler eines anderen zu verzeihen und der Person wieder einen Chance zu geben !
    Ich wünsche dem Herrn viel Glück für seine neue Stelle, und dass er den Wirbel um seine Person gut verkraftet hat.
  2. #11

    man könnte sich übergeben....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2006 wurde die Leiche des zweijährigen Kevin im Kühlschrank seines drogensüchtigen Ziehvaters gefunden. Über den Skandal stürzte damals auch der Leiter des Bremer Jugendamtes. Jetzt soll der Mann einen Ehrentitel bekommen: Die Hochschule Bremen will ihn zum Honorarprofessor machen.

    Fall Kevin: Ex-Jugendamtschef soll Ehrentitel bekommen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    .... es ist zum kot...... die Sitten in der Politik werden immer mieser. Wer soll da noch an unsere "Vertreter" glauben. Man muss sich "Fremdschämen". Kein wunder bei solchen Vorbildern... "Guttenberg, Wullf und viel mehr".
  3. #12

    Eignung!

    Zitat von leser_81 Beitrag anzeigen
    Menschen machen Fehler (auch wenn hier der Fehler schlimme Auswirkungen hatte), genauso müssen Mitmenschen in der Lage sein, Fehler eines anderen zu verzeihen und der Person wieder einen Chance zu geben !
    Es scheint in Vergessenheit geraten zu sein, dass Professoren durch ihr Vorbild und die Vermittlung ihrer Erfahrungen der nächsten Generation einen Weg zeigen sollen - ins Leben und in den Job.

    Was versprechen Sie sich denn auf diesem Gebiet von jemandem, der mit seiner Arbeit wirklich fahrlässig den Tod eines Kindes mit zu verantworten hat und als Reaktion einzig ein Verfahren zu seiner Entschuldung einleitet?

    Darf man Fehler machen? Aber klar! Können einen eben Fehler zum Lehrer qualifizieren? Ganz sicher, wenn man daraus lernt und diese Erkenntnisse anderen zugänglich macht. Das aber lässt sich - vielleicht auch nur mangels ausreichender Information - hier nicht erkennen.
  4. #13

    Naja, auf dem Boden bleiben...

    Ob er wirklich versagt hat oder wie ich viel mehr glaube den Vorgaben der Vorgesetzten, beauftragt durch den Wähler nach immer mehr Sparmaßnahmen, gefolgt ist kommt nach den Aussagen des Artikels nicht herraus. Alle wollen überall sparen und vergessen, dass irgendjemand dabei verlieren wird. Da nicht klar ist, ob er im Thema Erziehung versagt hat, oder ob es strukturelle Ursachen hatte, dass der Junge sterben musste lässt sich ohne Akteneinsicht nicht ermitteln und somit bleibt jedes Geschwafel über Unfähigkeit oder nicht reines Stammtischgebrabbel. Wenn der Fall strukturelle Ursachen hatte, wird er als Sachgebietsleiter weniger Einfluss darauf gehabt haben als viele glauben mögen und dann bleibt auch seine Eignung als Lehrkraft bezüglich Erziehung vollkommen unberührt. Es wäre vielleicht schlimmer auf diese Ressource zu verzichten und eine weniger geeignete Kraft vorzuziehen nur weil diese noch keine Fehler begangen hat.
  5. #14

    ...nun mal langsam...

    Wohl kaum jemand hat das tragische Schicksal des Jungen vergessen können und viele haben sich gefragt, wieso Warnungen ignoriert wurden.
    Aber der Jugendamtsleiter hat das Kind nicht getötet. Sein Mitarbeiter gab Überlastung durch gestiegene Fallzahlen an. Das ist Alltag in Deutschlands Behörden, leider. Es werden Sparvorgaben gemacht, die von denen, die diese Vorgaben machen, selten bis gar nicht gewichtet werden, sondern üblicherweise nach einem allgemein gültigen Schlüssel festgelegt werden.

    Das Umdenken muss bei denen ansetzen, die es sich zu leicht machen und kurzsichtige Sparvorgaben entwickeln und durchsetzen. Der Einfluss eines einzelnen Amtsleiters ist hier leider recht gering. Es werden kaum Konzepte zu einer grundlegenden Veränderung eingefordert, die gerade in solchen Fällen mehr als notwendig wären.

    Mich beschleicht bei diesem Bericht schon das Unbehagen, dass auf der völlig falschen Person herumgetrampelt wird.
  6. #15

    Kevin

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2006 wurde die Leiche des zweijährigen Kevin im Kühlschrank seines drogensüchtigen Ziehvaters gefunden. Über den Skandal stürzte damals auch der Leiter des Bremer Jugendamtes. Jetzt soll der Mann einen Ehrentitel bekommen: Die Hochschule Bremen will ihn zum Honorarprofessor machen.

    Fall Kevin: Ex-Jugendamtschef soll Uni-Titel bekommen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Leider wird in unserem Land von den öffentlichen Bediensteten niemand mehr persönlich für Fehlentscheidungen zur Rechenschaft gezogen, außer einem zeitlich befristetem Rücktritt/Rausschmiss passiert da nichts, auch nicht wenn ein zweijähriger mit Knochenbrüchen tot im Kühlschrank gefunden wird - kein Schuldiger auf der Seite der zuständigen Staatsorgane. Daran gewöhnt will ich dennoch meinen Unmut und meine Wut darüber zum Ausdruck bringen, dass ich als Homosexueller immer noch schlechter gestellt werde als diese "Eltern". Seit 12 Jahren lebe ich in meiner Beziehung und oft stellten wir uns schon die Frage nach Kindern, aber der Gesetzgeber in Deutschland lässt Kinder lieber bei solchen drogenabhängigen Personen verrecken, als uns ein Addoptionsrecht zu gewähren. Gequält und ungeliebt, jeglicher Hoffnung auf eine Zukunft beraubt, am Ende ermordet und abgelegt im Kühlschrank. Ich war zutiefst geschockt und enttäuscht vom deutschen Gesetzgeber als ich vom Fall Kevin erfuhr. Kevin ist für mich DAS Beispiel des Versagens in der Frage, ob wir nicht doch Verantwortung für ein sonst ungeliebtes Kind übernehmen dürfen. Wir dürfen es nicht - weil wir so schlechte Menschen sind? Schlechter als diese "Eltern" des kleinen Kevin? Das macht mich immer noch sehr nachdenklich und traurig. Ich würde mich so sehr freuen, wenn ich einem Kind Liebe und Fürsorge geben dürfte. Was mußte Kevin erleiden? Und dennoch war es besser als ein Leben bei uns? Ich kann das nicht verstehen...
    Ruhe in Frieden kleiner Kevin, sehr oft denke ich an Dich!
  7. #16

    Ehre, wem Ehre gebührt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2006 wurde die Leiche des zweijährigen Kevin im Kühlschrank seines drogensüchtigen Ziehvaters gefunden. Über den Skandal stürzte damals auch der Leiter des Bremer Jugendamtes. Jetzt soll der Mann einen Ehrentitel bekommen: Die Hochschule Bremen will ihn zum Honorarprofessor machen.

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    Herzlich willkommen im Land der Erbsenzähler und Korinthenkacker.
  8. #17

    Keine Ahnung, aber feste Behauptungen aufstellen

    Zitat von emden09 Beitrag anzeigen
    Sie haben vergessen, dass der Keller Gitter haben und die Nahrung Wasser und Brot sein sollte. Begünstigung von Straftaten ist strafbar - gerade im Amt. Wie dieser Mann davonkommen und der Justiz durch die Lappen schlüpfen konnte ist eh ein Rätsel. Eines das sich wahrscheinlich mit dem gleichen Sumpf aus Begünstigungs- und Korruptionswirtschaft erklären lässt, der ihn jetzt zum Honorarprofessor machen will.

    Der einzige Mensch der hier, wie von Ihnen gefordert "verzeihen" könnte ist tot. Wer tötet oder Tötungsdelikte begünstigt, wird wohl damit leben müssen, dass ihm im Diesseits nicht mehr verziehen werden wird.
    Bevor man behauptet, andere haben Straftaten begannen und seien nur auf krummen Wegen straffrei geblieben, sollte man sich erst einmal im Strafrecht sachkundig machen, was strafbar ist und was nicht. Sie haben offensichtlich überhaupt keine Ahnung, aber wissen ganz genau, dass wahrscheinlich Begünstigungs- und Korruptionswirtschaft die Straffreiheit erklärt. Aber seien Sie beruhigt, Inkompetenz ist nicht strafbar.
  9. #18

    ---

    Zitat von leser_81 Beitrag anzeigen
    Der Mann hat einen Fehler gemacht ! Keine Frage !
    Er hat eine Situation falsch eingeschätzt und falsch gehandelt.
    Aber ! Wer von uns kann den bitteschön sagen, er hat in seinem Leben immer die richtigen Entscheidungen getroffen hat und unfehlbar ist ?
    Was soll diese Aufregung nun nach all den Jahren ?
    Soll er sich für den Rest seines Lebens in einen Keller verziehen und still vor sich hin trauern ?
    Menschen machen Fehler (auch wenn hier der Fehler schlimme Auswirkungen hatte), genauso müssen Mitmenschen in der Lage sein, Fehler eines anderen zu verzeihen und der Person wieder einen Chance zu geben !
    Ich wünsche dem Herrn viel Glück für seine neue Stelle, und dass er den Wirbel um seine Person gut verkraftet hat.
    hier geht es nicht um die gefälschte bewirtungsquittung irgendeines beamten, sondern um die wiederholte fehlentscheidung eines amtsleiters, die zum tod eines kleinkind führte.
    einen fehler kann man machen, davor ist niemand gefeit, aber den gleichen fehler mehrmals zu wiederholen und mit den konseqenzen, ist unentschuldbar. die von ihnen gewünschte zweite chance hat er mehrfach gehabt, die folgen sind bekannt - armer kevin!
  10. #19

    naja...

    ... nach dieser Meldung hier dürfte sich das für den Mann erledigt haben. Spätestens wenn die Zeitung mit den 4 grossen Buchstaben 'Skandal' schreit...


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