Fall Dominique Strauss-Kahn: Schlussakt in zwölf Minuten

Das US-Kriminalverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist offiziell eingestellt. Das Schlusskapitel verlief ähnlich bizarr wie der Anfang. Zurück bleiben ein entthronter Ex-Banker, eine erniedrigte Klägerin - und ein blamiertes Justizsystem.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...782023,00.html
  1. #1

    Blamiertes Justizsystem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das US-Kriminalverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist offiziell eingestellt. Das Schlusskapitel verlief ähnlich bizarr wie der Anfang. Zurück bleiben ein entthronter Ex-Banker, eine erniedrigte Klägerin - und ein blamiertes Justizsystem.

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...782023,00.html
    Kann man auch auf die Mannheimer Staatsanwaltschaft anwenden.

    So viel fehlgeleitete Selbstherrlichkeit wie in diesen beiden "Verfahren" habe ich selten gesehen. Normalerweise müssten Kachelmann und Strauss-Kahn mit hohen Geldsummen entschädigt werden; nicht von den Klägerinnen, sondern von den Justizbeamten ...
  2. #2

    Mission accomplished

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das US-Kriminalverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist offiziell eingestellt. Das Schlusskapitel verlief ähnlich bizarr wie der Anfang. Zurück bleiben ein entthronter Ex-Banker, eine erniedrigte Klägerin - und ein blamiertes Justizsystem.

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...782023,00.html
    Mission accomplished, Strauß-Kahn entmachtet...
    Um Nichts Anderes ging es der US-Regierung, die diese Schmierenkomödie in Auftrag gegeben hat.
    Und die Medien haben eifrigst mitgespielt.

    Unser westliches Rechtssystem ist eine Farce ohne Ende, von Rechtsstaat kann keine Rede mehr sein, die Strafe hat Strauß-Kahn schon lange ereilt.
  3. #3

    Rechthaber

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Kann man auch auf die Mannheimer Staatsanwaltschaft anwenden.

    So viel fehlgeleitete Selbstherrlichkeit wie in diesen beiden "Verfahren" habe ich selten gesehen. Normalerweise müssten Kachelmann und Strauss-Kahn mit hohen Geldsummen entschädigt werden; nicht von den Klägerinnen, sondern von den Justizbeamten ...
    Wenigstens haben die Amis noch vor der förmlichen Anklageerhebung gemerkt, dass sie damit nicht durchkommen. Die Mannheimer Staatsanwalt mit ihrer Juristen-typischen Halsstarrigkeit hat den Fall ja bis zum bitteren Ende durchgezogen. Wie bei Harry Wörz. Lieber einen Menschen ruinieren und sich am Ende eine Klatsche von Deutschlands höchsten Richtern holen, als mal zugeben, dass man sich vielleicht tatsächlich geirrt haben könnte (allein dieser Konjunktiv ist den Mannheimer Staatsanwälten schon zu viel).

    Wieder einmal zeigen uns die Amis, dass sie mit ihrer Flexibilität und Einsichtsfähigkeit den deutschen Rechthabern überlegen sind.
  4. #4

    Erinnerung

    Die Anwaltsserie "Boston legal" hatte ja ähnliche bizarre Fälle gezeigt. Das Leben schreibt immer noch die besten Drehbücher. Auf solche Stories wie die Fälle Strauss Kahn oder Kachelmann muss erst mal jemand kommen, meine Fantasie reicht dazu nicht aus.
  5. #5

    "I had no sexual relationship with this woman"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das US-Kriminalverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist offiziell eingestellt. Das Schlusskapitel verlief ähnlich bizarr wie der Anfang. Zurück bleiben ein entthronter Ex-Banker, eine erniedrigte Klägerin - und ein blamiertes Justizsystem.

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...782023,00.html
    Der Medienzirkus wird immer bizarrer. Früher hat man Beweise gesammelt und ist dann vor Gericht gezogen. Heute reicht es, wenn irgendjemand irgendetwas behauptet und eine Filmkamera ist gerade in der Nähe.
  6. #6

    Ist ja leider nicht der erste Fall von "XY == Schuldig"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das US-Kriminalverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist offiziell eingestellt. Das Schlusskapitel verlief ähnlich bizarr wie der Anfang. Zurück bleiben ein entthronter Ex-Banker, eine erniedrigte Klägerin - und ein blamiertes Justizsystem.

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...782023,00.html
    das ein Chromosomenfehler, der Männer wohl vor Gerichten grundsätzlich zum Schuldigen stempelt, in die Hose ging. Im waren Sinn des Wortes.
  7. #7

    Schuldig, bis Unschuld nachgewiesen

    Das Erpressungspotential für Frauen ist einfach unerträglich. Wenn man nicht enthaltsam leben will, kann einem derartiges angetan werden, ohne das man sich je rehabilitieren könnte. Aus meiner Sicht gehört alles sofort eingestellt, wenn nur Aussage gegen Aussage steht und keine objektiven (physischen) Beweise für (grobe) Gewaltanwendung vorhanden sind. Es heißt "im Zweifel für den Angeklagten" und das muß auch tatsächlich so funktionieren, nicht nur nominell. Aber der Feminismus treibt halt seine zerstörerischen Blüten. Logisch, was die Konsequenz ist - neue Gewalt.
  8. #8

    Schadensersatz?

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Kann man auch auf die Mannheimer Staatsanwaltschaft anwenden.

    So viel fehlgeleitete Selbstherrlichkeit wie in diesen beiden "Verfahren" habe ich selten gesehen. Normalerweise müssten Kachelmann und Strauss-Kahn mit hohen Geldsummen entschädigt werden; nicht von den Klägerinnen, sondern von den Justizbeamten ...
    Das frage ich mich ohnehin, denn eigentlich - da das Verfahren ja noch vor Eröffnung eingestellt wurde - ist DSK rechtlich unschuldig. Also gibt es auch rückwirkend keinen Grund für die hohen Summen, die er a) hinterlegen und b) für seinen Hausarrest ausgeben musste.

    Mich würde interessieren, ob es hier eine Möglichkeit gibt, eine Zivilklage gegen die Staatsanwaltschaft einzureichen. Sie hätte schliesslich die Möglichkeit gehabt, diese Kosten zu vermeiden. Zumindest einen Teil der Kosten, da die Zweifel an der Glaubwürdigkeit ja schon relativ früh kamen, und spätestens seit diesem Zeitpunkt kein Grund mehr für einen Hausarrest gegeben war.
  9. #9

    Falsch

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Kann man auch auf die Mannheimer Staatsanwaltschaft anwenden.

    So viel fehlgeleitete Selbstherrlichkeit wie in diesen beiden "Verfahren" habe ich selten gesehen. Normalerweise müssten Kachelmann und Strauss-Kahn mit hohen Geldsummen entschädigt werden; nicht von den Klägerinnen, sondern von den Justizbeamten ...
    Die NY-Staatsanwaltschaft hatte mehr "Eier" als die Mannheimer. Oltrogge hätte auch diesen Prozess bis zum Ende durchgezogen, um den Angeklagten zu beschädigen.