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Fall Bettina Wulff: Google misst mit zweierlei Maß

dapdGoogle will weiter Gerüchte über Bettina Wulff verbreiten. Der Konzern argumentiert, man orientiere sich an "objektiven Faktoren". Doch so einfach ist es nicht: In anderen Fällen hat der Konzern populäre Suchvorschläge durchaus gestrichen - wenn mächtige Lobbygruppen Druck machten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...854772,00.html
  1. #1

    Von wegen Suchmaschine...

    Wenn Google eine Suchmaschine wäre, könnte man es nicht für seine Taten verantwortlich machen, denn eine Maschine kennt keine Moral. Da Google aber ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, das von seinen Werbekunden lebt, handelt es eben so, wie es seinen Profitinteressen am besten entspricht. Das ist legitim, man muss nur bei der Verwendung dieses Dienstes immer daran denken, dass das, was man angezeigt bekommt, sich ebenfalls dieser Maxime unterordnet...
  2. #2

    spon?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Google will weiter Gerüchte über Bettina Wulff verbreiten. Der Konzern argumentiert, man orientiere sich an "objektiven Faktoren". Doch so einfach ist es nicht: In anderen Fällen hat der Konzern populäre Suchvorschläge durchaus gestrichen - wenn mächtige Lobbygruppen Druck machten.

    Google: Diese Treffer und Vorschläge streicht die Suchmaschine - SPIEGEL ONLINE
    Könntet ihr vielleicht mal dieses Pushen für das Buch sein lassen? Ist ja ätzend, wie viele Artikel es auf SPON nun gibt, um den Verkauf des Buches voranzutreiben. Neuigkeiten sind das in den Artikeln nämlich alles keine!!!
  3. #3

    Immerhin wird Google verklagt

    Bing zeigt exakt dieselben Suchvorschläge, scheint aber zu egal zu sein, als das Bettina Wulff dagegen vorgehen würde. Das ist viel schlimmer...
  4. #4

    Ich wette, Google knickt ein, denn ....

    es gibt bereits einige Hinweise darauf, dass die Haltung von Google auch von Gerichten nicht akzeptiert wird. http://fachanwalt-fuer-it-recht.blog...nd-google.html Wenn ich es richtig verstehe, hat das OLG München schon mal eine solche Sache entschieden - aber ist wohl fälschlicherweise davon ausgegangen, dass Google keine Verantwortung für die Auto-Vervollständigung trage. Warum streicht Google nicht einfach gleich klar erkennbare ehrverletzende Kombinationen?
  5. #5

    wo sind das zweierlei maß?

    auf der einen seite steht die verleitung zu kriminellen handlungen, auf der anderen seite steht eine gekränkte eitle persönlichkeit, die sich wichtiger nimmt, als sie ist. bei aussagen wie "Google tut im Fall Wulff so, als sei die Präsentation der Suchergebnisse quasi naturgegeben", kann man nur mit den augen rollen. offenbar hat der autor trotz sicherlich gewissenhafter recherche nicht wirklich verstanden, wie google funktioniert und wie es zu den suchvorschlägen kommt.

    bettina wulff fürt nur gewissenhaft die tradition der wulffs fort: ohne zu arbeiten billige kohle abzustauben, wo es nur geht. das was die jetzt an "schmerzensgeld" eingestrichen hat, hat sie in ihrem leben nie selber verdienen können. da langt sie getreu der wulffschen tradition natürlich jetzt hin, wo es nur geht.
  6. #6

    Äpfel und Birnen

    Der Vergleich ist, mit verlaub, unzuverlässig. Das Verhindern von Voreschlägen wie "Keygen" oder "torrent" ist eine generelle Regel, die nicht auf eine spezifische Suchanfrage, sondern allgemein für alle Begriffe gilt, also genz normale Qualitätskontrolle im Vorschlagsalgorithmus.Das Andere ist das Verhindern EINES Voreschlags bei EINEM Suchbegriff. Zweierlei Maß kann ich da nicht erkennen, Lobbygruppe hin oder her..
    Das ist zwar unschön für Frau Wulff, aber nur ein Spiegel der Presse, die das schon vorher fleissig gerüchtet hat. Und ihre Entscheidung, gerichtlich dagegen vorzugehen, kann man auch als Schuss in den Ofen betrachten. Jetzt prangt das Gerücht auf allen Titelseiten und Google schlägt mir "Bettina Wulff Prostituierte" vor, wenn ich nur "b" in die Suchzeile eingebe! Streisand-Effekt ahoi!
    Ich habe eher das gefühl, da will jemand ihr Buch promoten...
  7. #7

    Und da nun, lt. Spiegel-Recherche, ...

    ... die unterschiedliche Vorgehensweise von Google bekannt ist, sollte das Gericht auf eine halbe Million Schmerzensgeld an Bettina Wulff und auf eine weitere Millarde Euro an gemeinnützige Organisationen urteilen.
  8. #8

    Wie gesagt:

    Google zensiert bereits! Und weitgehender, als das hier (aber dankenswerter Weise) beschrieben wurde.

    Ich bin wirklich kein Experte, aber wenn man sich nur 'ne Stunde mit der Thematik beschäftigt, sieht die Eingriffe u.a. in die "Autocomplete"-Funktion.
    Und nicht nur, was sachliche "Anstößigkeit" betrifft.

    Google nutzt auch bestimmte personenbezogene Filter.
    Und das ist jetzt ohne Wertung dargestellt, denn u.a. "Verleumdung" ist eben auch übel, vieles andere auch. Bedeutet aber im Umkehrschluss, dass das bei Bettina Wulff ganz bewusst in Kauf genommen wurde. Aus welchem Hintergrundmotiv hinaus bleibt aber offen.
  9. #9

    Titel:Lobby

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Google will weiter Gerüchte über Bettina Wulff verbreiten. Der Konzern argumentiert, man orientiere sich an "objektiven Faktoren". Doch so einfach ist es nicht: In anderen Fällen hat der Konzern populäre Suchvorschläge durchaus gestrichen - wenn mächtige Lobbygruppen Druck machten.

    Google: Diese Treffer und Vorschläge streicht die Suchmaschine - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    ist doch nix neues! So kann man zb. bei ebay in den USA sachen einstellen die die ebay grundsätze in D verbieten JA welche ebay grundsätze NUE die in D!? Ah ja. Also DA hat in D eine ganz mächtige lobby einfluss und paßt auch penibel auf. Wenn was zu groß wird wird druck gemacht bis es in D verboten ist. Hie rhat zb. das auktionhaus hood seien grundsätze "angepaßt".


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