Fahrrad-Trends 2013: Retro-Bikes für die Zukunft

KettlerWorauf radelt man im kommenden Jahr? Auf der weltgrößten Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen glänzen die Hersteller mit extravaganten Formen und raffinierter Technik. Sie zeigen, dass originelles Design und Alltagstauglichkeit immer besser zusammenpassen.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...851690,00.html
  1. #30

    Zitat von dirsch Beitrag anzeigen
    Na ja, es wird z.B. gern mal mit "xx-Gang-Shimanoschaltung" geworben. Das hört sich ja erstmal gut an - aber das sind oft Modelle von keinen Ahnung wann. Irgendwas, was bei der Produktion vom Band fällt - falls es überhaupt noch produziert wird nicht nicht irgendwelche Jahrealten Restposten sind... ;-)
    Jedenfalls sind das Schaltungen, die einzeln wohl nur noch ei Resterampen angeboten werden.... Mich wundert da nur, das da noch teilweise Shimano drauf steht....
    Ansosnten lehnen sich die Namen oft an Markennamen an, klingen ähnlich. ("Fischer" statt "Garry Fisher" o.ä.)

    Wer wirklich nur mal im Monat zum Briefkasten rollt, dem genügt sicher ein Baumarktrad - wer etwas mehr fährt.... der sollte wirklich mal Probefahrten beim Händler machen.
    Sagen wir mal so, ich sehe mir nicht gerade regelmäßig die Baumarkträder an, aber de facto gibt es keine Hersteller außer den namhaften die Komponenten herstellen. Was soll an denen schlechter sein als an einem Markenfahrrad der untersten Preisklasse ?

    Das ist etwas das gerne übersehen wird. Gohst war z.B. so eine Marke, die (auch meiner Meinung nach) estmal einen Haufen Schrott im MTB-Look verkaufte. Das war eben das was ich häufig sah. Auf Bike-Festivals bin ich aber Probegefahren was sich greifen ließ, und die höherpreisigen Modelle mußten sich hinter einem Porsche-Bike auch nicht verstecken.
    Aber, grundsätzlich bieten so gut wie alle Qualitätshersteller auch im untersten Preissegment was an, schon ziemlich lange. Da ist der Unterschied zu den Baumarkträdern zwar auch vorhanden, aber die Komponenten dran, sind keine anderen. Die sind nicht "veraltet" oder "vom Band gefallen" sondern die sind für das Marktsegment gemacht und funktionieren auch wie bei einem Markenrad und machen auch alle regelmäßigen Modifikationen durch.
    Das Problem ist die teilweise unterirdische Montage.

    Naben und Lager sind des Öfteren No-Name Teile, wobei es da bei Inennlagern schon fast schwierig wird, also auch die oft nur unterstes Preisegment von bekannten Herstellern, und V-Brake nachbauten sind auch der Einfachheit halber kaum "schlecht" kopierbar.

    Das A und O um ein Rad zusammenzustellen, ist nun mal der Rahmen an den alles dran muß. Da ist die Kenntnis der Hersteller um die Qualität der Produktion von deren Rohmaterialien ein Qulatätsmerkmal, quasi bei der Verhüttung angefangen. Das nicht so genau zu nehmen, bringt bei Massenfertigung auch gut eingespartes Geld.

    Der "Rest" ist wirklich nur eine Frage um die Qualität der Montage aller Teile, deren Einstellung und der Kenntnis drum, daß es sehr unterschiedliche Komponenten für verschiedene Einsatzbereiche, sprich Belastungsansprüche, gibt.

    Die teuerste Shimano, weil's schon genannt war, unterscheidet sich von der billigsten nicht durch ein anderes Funktionsprinzip, wenn nicht gerade deren Kettenschaltungen mit der Nabenschaltung verglichen wird.

    Aber Ihr Hinweis zum Probefahern, am besten alles was sich finden lässt, dem kann ich nur gänzlich zustimmen.
  2. #31

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    [...]
    [...]
    Aber, grundsätzlich bieten so gut wie alle Qualitätshersteller auch im untersten Preissegment was an, schon ziemlich lange. Da ist der Unterschied zu den Baumarkträdern zwar auch vorhanden, aber die Komponenten dran, sind keine anderen. Die sind nicht "veraltet" oder "vom Band gefallen" sondern die sind für das Marktsegment gemacht und funktionieren auch wie bei einem Markenrad und machen auch alle regelmäßigen Modifikationen durch.
    Das Problem ist die teilweise unterirdische Montage.
    [...]
    Die teuerste Shimano, weil's schon genannt war, unterscheidet sich von der billigsten nicht durch ein anderes Funktionsprinzip, wenn nicht gerade deren Kettenschaltungen mit der Nabenschaltung verglichen wird.
    Aber Ihr Hinweis zum Probefahern, am besten alles was sich finden lässt, dem kann ich nur gänzlich zustimmen.
    Man muß sich erstmal drauf einigen, was ein Baumarktrad eigentlich ist. Ghost ist für mich schon ein Markenrad - vielleicht war es früher mal anders.
    Auch wenn es nach Marken-Fanatismus aussieht: Marken wären z.B.
    Ghost, Spezialized, Scott, Wheeler, Garry Fisher u.v.m.
    Ees gibt Preisunterschiede auch bei/innerhalb der Marken. Weil sich nicht jeder das teuerste leisten kann und auch, um z.b. Leute erstmal an die Marke heran zu führen und weil nicht jeder das teuerste benötigt. Sie haben auch Recht, dass die Komponenten nach den selben Prinzipien funktionieren.

    Der Unterschied liegt im Detail. Auch Autos/Motoren funktionieren nach den selben Prinzipien - trotzdem hätten viele lieber Audi/BMW/VW als Tata oder Dacia - wenn man es sich leisten kann.
    Das wichtigste bei einem Fahrrad ist der Rahmen. Es lohnt nicht, an einem billigen Rahmen teure Komponenten zu montieren oder andersrum. Also muß ein guter Rahmen z.B. sauber geschweißt sein. Gute Rahmen sind konifiziert - das Rohr an den "langen" strecken oft nur 1mm stark (Alu), nur an den Schweißstellen/Verbindungen stärker. Sieht man von außen nicht - aber spart Gewicht - und ist teuer. Das werden sie bei einem No-Name-Baumarktrad so nicht finden. Stahlrohre, schnell zusammengeschweißt - fertig. Wer achtet da auf's Gewicht? Aber die Masse eines Rades muß (mit-) beschleunigt werden - das kostet Kraft.

    Die Komponenten: auch Unterschiede im Detail. (billige) Scheibenbremsen mit Bowdenzug sind im Grunde Augenwischerei - die wirklich guten funktionieren hydraulisch. Gangschaltung? zumindest die guten haben bei Shimano Eigennamen (XTR, XT, LX, Alivio bei MTB). Die aus dem Baumarkt nur Nummern. Der Unterschied ist weniger im Stadtverkehr als im Gelände spürbar: Gewicht, Präzision auch nach 1000 km im Dreck, gedichtete Lager am Schaltwerk, präzisere Schalthebel.

    Apropos Lager: es gibt halt die "guten" gedichteten Industrielager und die billigen ungekapselten...
    Bei den anderen Komponenten geht es weiter: Bowdenzüge/Ketten die bei den besseren Rädern/Herstellern vorgelängt sind bzw. sich nicht mehr längen...
    DDadurch ist ein gutes Markenrad 5 kg leichter und fährt sich (länger) leichter als eins mit erfundenem Markennamen aus dem Baumarkt.

    außen vor lasse ich dann mal "Spezial-Räder" von Porsche oder Mercedes o.ä.
    Das sind (/oder waren) z.T. mal von "Marken" hergestellte Räder, die man unter dem eigenen Namen verkauft, um den Kunden was zu bieten. Da bekommt man für 1500 € nicht mehr, als bei anderen für 1000 @ - außer natürlich den exclusiveren Namen.
  3. #32

    1. @dirsch

    Zitat von dirsch Beitrag anzeigen
    Auch Autos/Motoren funktionieren nach den selben Prinzipien - trotzdem hätten viele lieber Audi/BMW/VW als Tata oder Dacia - wenn man es sich leisten kann.
    Der alte Dacia, noch zu Ostblockzeiten, war eine pure Umbenennung. Die Franzosen hatten den Rumänen einen kompletten Peugeot Nachbau zukommen lassen, mit allem drum und dran zur Herstellung, aber fragen Sie mich nicht nach dem genauen Modell von Peugeot, kann sein 208 oder so.
    Wie sich das zu den heutigen Autos verhält, weiß ich aber nicht. Sollte nur ein Beispiel sein.

    Zitat von dirsch Beitrag anzeigen

    ...Unterschiede im Detail. (billige) Scheibenbremsen mit Bowdenzug sind im Grunde Augenwischerei - die wirklich guten funktionieren hydraulisch. Gangschaltung? zumindest die guten haben bei Shimano Eigennamen (XTR, XT, LX, Alivio bei MTB). Die aus dem Baumarkt nur Nummern.....
    Alles in allem, möcht ich Ihnen kaum widersprechen, aber Sie scheinen doch die Currywurst mit Pommes und Mayo, partout mit einem 4 Gänge Menü in einem Restaurant vegleichen zu wollen, in dem der Koch min. 2 Sterne bei Michelin hat.

    Ich habe ein geschenktes Rad mit Seilzug-Scheibenbremse und bin über Canti.,V-Breaks, hydraulische Scheiben-und Felgenbremsen, alles gefahren, auch mit verschiedenen Belägen und Felgen, aber schlecht ist das auf keinen Fall.
    Nur die Bremsen, würde ich sogar in den Bergen fahren. Ich bin ja, wie sehr viele andere auch, ebenso mit anderen Seilzugbremsen runtergefahren. Wenn die richtig verbaut ist, fehlt sich da nix. Im Flachland ist sie extrem verschleißarm und bieten auch alle anderen Vorteile einer Scheibenbremse.
    Das diese Bremse original gefährliche,in den Bergen sogar lebensgefährliche Maken hatte, will ich nicht verschweigen. Die waren aber sehr leicht zu beheben. Das so zu verkaufen, halte ich aber auch ganz gelinde gesagt, für eine Schweinerei.

    Seitlich, unter dem linken Knie, habe ich seit fast genau 4 Wochen, eine ca. 8 cm lange Schnitt- oder Risswunde die die Blutkruste immer noch noch nicht abstoßen will, also auch einigermaßen tief war. Die auch einigermaßen tiefe Schürfwunde am Ellenbogen, hat sich an die üblichen 14 Tage gehalten die Haut zu erneuern.
    Weil mir unter der Fahrt der Sitzdom abgebrochen ist. Blöde Situation, ich kenne ja einiges an Stürzen, aber der war sehr eigen. Bin gerade freihändig gefahren und einfach nach hinten weggekippt.

    Was soll ich sagen, die Schweißraupen sehen richtig gut aus, aber das Alu selber weist innen setsame Einschlüsse auf. Das ist also gut verarbeitet, aber schon bei der Herstellung der Rohre muß was unsaubereres passiert sein.
    Ist selbstverständlich kein genormtes Aluminium in Flugzeugbau-Qualität wie es bei namhaften Rahmenherstellern zum Einsatz kommt. Aber für 8 Jahre gibt da auch kaum einer eine Garantie, daß sich keine Materialemüdung einstellt.
    Da wird viel extern getestet und kommuniziert, und, bis auf ganz wenige Ausnahmen ist nichts dergleichen bekannt.
    Allerdings hatte Mavic auch schon zu verschiedenen Felgen Rückrufaktionen, weil da was mit dem Material nicht stimmte.

    Das sich sowas, wobei ich nicht weiß ob es vom Baumarkt oder vom Lebensmitteldiscounter ist, eher grundsätzlich nicht für Sport oder stärkere Beanspruchung eignet, sollte aber wirklich beim Kauf verpflichtend lesbar gemacht werden. Mir ist das allerdings auf der ebenen Straße passiert. ;)


    Das mit den "Nummern" an den Schaltungen, sagt mir allerdings gar nichts, hätten Sie da ein Beispiel ?
  4. #33

    2 @dirsch

    Zitat von dirsch Beitrag anzeigen
    außen vor lasse ich dann mal "Spezial-Räder" von Porsche oder Mercedes o.ä.
    Das sind (/oder waren) z.T. mal von "Marken" hergestellte Räder, die man unter dem eigenen Namen verkauft, um den Kunden was zu bieten. Da bekommt man für 1500 € nicht mehr, als bei anderen für 1000 @ - außer natürlich den exclusiveren Namen.
    Die sind nicht "Spezial" sondern die Rahmen werden von denen gefertigt die's wohl nicht nur der Papierform nach auch können.
    Von Maserati über die von Ihnen genannten, bis, weiß ich wen.
    BMW wollte vor über 10 Jahren eine komplette Eigenentwicklung und Eigenproduktion starten, hat's dann aber doch recht schnell wieder aufgegeben, obwohl das wohl eindeutig nicht als PR zu verstehen gewesen war, was da angekündigt wurde.

    Also, die müssen Sie nicht außen vor lassen. Die werden auch ganz normal verglichen und in diversen Tests im passenden Marktsegment anderen Rädern mit ähnlichen oder gleichen Komponenten gegenüber gestellt.

    Aber das die Namen extra kosten steht ziemlich zweifelsfrei fest, denn andere kamen auch mit Unterstüzung und Zusammenarbeit mit der Formel 1 nicht auf solche Preise, auch nicht bei Verwendung neuester High Tech Materialien, die ja eigentlich bei solchen Herstellern, die "nebenbei" auch noch 10 000 Autos produzieren, billger sein müßten. ;)
  5. #34

    Moderne leichte Räder sind teuer

    Die leistung eines Radlers ist begrenzt, um gut Berge fahren zu können braucht man eine leichtes Rad.
    In den letzten 125 Jahren gab es einige Leichtbauwellen.

    1) Mannesmannrohre : Nahtlose Stahlrohre Gewichte von ca. 11,5 kg für ein RR ohne Schaltung. Es war bereits für Profis möglich Berge zu fahren.

    2) Endverstärkte Chrom/Molybdän-Stahl Rohre, Erfinder Reynolds in den 30er Jahren, Rahmen teilweise unter 2kg. Bis in die 90er Jahre Standard bei Profirennen.

    3) Geschweißte Alurahmen z.B. Klein etc bis ca. 1,2kg

    4) Carbonrahmen in Tube zu Tube Bauweise Erfinder Peter Denk vor ca. 10 Jahren mit unter 900g, heute im Extremwert teilweise um 700gr.

    Es gibt eine Faustregel: 1kg weniger verdoppelt den Preis eines Rennrades.

    Wenn man ein Rad selbst zusammenstellt, kann man schnell in Preisregionen eines Einstiegs-Dacias kommen.
  6. #35

    Zitat von radfahrer66 Beitrag anzeigen
    Die leistung eines Radlers ist begrenzt, um gut Berge fahren zu können braucht man eine leichtes Rad........
    Es gibt eine Faustregel: 1kg weniger verdoppelt den Preis eines Rennrades.
    Haben Sie Olympia gesehen ?
    Die Bronze Medaille im Männer MTB war wohl richtig teuer. Der Kommentator hatte dem guten Fontana, der in Tränen aufgelöst zu sehen war, einfach mal pure Freude unterstellt, ohne überhaupt bemerkbar wahrgenommen zu haben, daß dem, etwa nach der Hälfte der Runde, in dem leichten Geschlängel zwischen Drei gößeren felsigen Brocken, die Sattelstütze samt Sattel davongefolgen ist.
    Das für ein Team, das wegen der extra solide Bauweise des Herstellers, nicht nur einen guten Ruf, sondern ein ganz unbestrittenen und nachprüfbar guten Ruf hat.

    Ob Fontana jetzt Silber verloren oder doch Bronze so verteidigen konnte, wird der in dem Moment wohl auch nicht zu unterscheiden gewußt haben. Aber "Grammfetischismus" hat seinen Preis. Ob man den im Freizeitbereich zahlen will ist sicher auch Geschmackssache. Ist mir, ganz sicher nicht alleine, auch schon so ergangen, aber eher wegen billiger Sattelstütze und nicht wegen teurer "wiegt-nichts-Bauweise".

    Also nur auf's Gewicht zu schielen ist sicher kein guter Ratschlag, auch bei Rennrädern.
  7. #36

    Fehlentwicklungen durch Lemmingverhalten

    Das Bedürfnis, immer dem neuesten Trend hinterherrennen zu müssen hat im Fahrradsektor bereits recht bizarre Blüten getrieben. Mich persönlich stört etwa der Trend zu immer mehr Ritzeln pro Kassette bei einer Kettenschaltung. Dadurch wird der Verschleiss drastisch erhöht, weil Ritzel wie auch Kette immer dünner werden müssen, um auf die immer noch gleich breite Kassette wie schon zu Zeiten des 8-Gangzahnkranzes zu passen (man ist hier immerhin schon bei 11-fachzahnkränzen angelangt). Irgendwelche Sonntagsfahrer, die ihr Rad mehr putzen und fotografieren als damit zu fahren, werden das kaum bemerken. Aber als verschleissintensiver Ganzjahresfahrer ist das für mich ein absolutes no go! Das ganze wäre ja egal, wenn man die Teile für 8-Gang noch kriegen würde. Aber ein gleichmässig abgestufter 8fach Zahnkranz von 11 - 34 Zähnen ist heute bereits nicht mehr erhältlich!
    Vielen Dank an der Stelle an alle Trendlemminge!
  8. #37

    da haben Sie sehr recht!

    Zitat von olgaw. Beitrag anzeigen
    ...Die Hersteller sollten sich mal um eine vernünftige Verkabelung mit wasserbeständigen und abreißfesten Anschlüssen kümmern. Das ist die größte Fehlerquelle bei der Beleuchtung. Ich bin jedesmal genervt, wenn wir einen Familienausflug machen wollen und ich erstmal bei mindestens zwei Rädern irgendwelche Kabel flicken muss. Dafür würde ich auch gerne mehr Geld ausgeben, nicht für irgendein Gedöns. Aber das treibt ja erstmal den Preis in die Höhe und der Fahrradkäufer im Laden sieht nicht den Unterschied.
    Grüße
    Dazu mein Ärger und meine Erfahrung mit einem führenden Rad-Hersteller. Weil die bedampften Schutz"bleche" als Leiter verwendet werden und die Verbinder nach spätestens 2 Jahren so korrodiert sind, dass man neu verkabeln muss, habe ich mal angefragt, ob ein 1000-Euro-Rad nicht besser gebaut werden kann.
    Und die Abfuhr war glänzend: Thema - seien Sie froh, dass wie überhaupt eine Beleuchtung mitliefern. Mehr geht nicht.

    Das ist wirklich übel.
  9. #38

    Zitat von monoman Beitrag anzeigen
    ...Mich persönlich stört etwa der Trend zu immer mehr Ritzeln pro Kassette bei einer Kettenschaltung. Dadurch wird der Verschleiss drastisch erhöht, weil Ritzel wie auch Kette immer dünner werden müssen....
    22 echte Gänge sind doch nicht schlecht ?

    Ich hab's zwar gar nicht mit Rennrädern, aber für Berge stelle ich mir das schon praktisch vor. 10-fach gab's schon vor über einem Jahrzehnt auch für MTB, mit vorne nur zwei großen Blättern, also auch echte 20 Gänge.
    Der "Verschleiß" kommt hauptsächlich von der Schaltweise. Die Zehntel Milimeter machen bei Kette und Ritzel wohl wenig aus. Das ist immerhin Werkzeugstahl Qualität. Die kann menschliche Kraft, bei den Hebelverhältnissen, sicher nicht an dessen Stabilitätsgrenze bringen.

    Ob eine zahlenmäßig "gleichmäßige" Abstufung der Zähne aber eine angenehm zu fahrende ist, weiß ich nicht zu beurteilen. Vorne lässt sich ja variiren, und dann stimmts insgesamt vielleicht auch nicht mehr so ganz. Die Rohloff Nabenschaltung, mit 14 Gängen, wird beispielsweise mit der "gleichmäßigen Lastabstufung" beschrieben, was sich aber nicht unbedingt in den Zahlenverhältnissen des Getriebes findet.
    Das ist eine ziemlich persönliche Angelegenheit, denn auch wenn ich das Heute erstmalig gelesene Zitat von Indurain nicht ganz passend an der Stelle fand, stimmt es nun mal doch eindeutig, daß es mehr an den Beinen als am Rad liegt.
  10. #39

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    [...]
    Alles in allem, möcht ich Ihnen kaum widersprechen, aber Sie scheinen doch die Currywurst mit Pommes und Mayo, partout mit einem 4 Gänge Menü in einem Restaurant vegleichen zu wollen, in dem der Koch min. 2 Sterne bei Michelin hat. [...]
    Ich möchte keinesfalls behaupten, dass jeder ein sau-teures Rad benötigt, komplett XTR mit allem pi-pa-po, man muß schon abwägen, was man braucht...
    Ich selbst habe vor Jahren kurze zeit nach Kauf eines Rades auf die nächst höhere Schaltgruppe umgesattelt - hätte beim Kauf aber nicht gedacht, dass ich mal so viel ("damals") fahre.
    XTR brauch ich aber nicht - nur um sagen zu können, das ein paar ritzel aus Titan sind... ;-)
    Ein Phänomen ist ja auch: je leichter um so teuerer - allerdings auch sensibler. Einen extrem dünnen Alu-Rahmen mal an eine Hausecke anstoßen lasse, kann schon extrem teuer werden. Bei Carbon-Rahmen ähnlich. Das mag für Profis, die damit Geld verdienen (und denen das Rad gestellt wird) egal sein - privat eher übertrieben. Vielleicht vergleichbar mit den Klein-Serien-Super-Sportwagen die mit Formel 1 - Technik oder ähnlichem aufwarten können. Wer es sich leisten kann - bitte schön...
    Auf jeden Falls ist extremer Leichtbau nicht unkritisch. Bei solchen "Tuning"-Teilen wird oft sogar empfohlen, Lenker und Sattelstütze alle 2 Jahre auszuwechslen. Also dann lieber doch ein paar Gramm mehr...

    Selbst fahre ich auch V-Brakes, ohne Probleme. Manche machen das sogar aus Gewichtsgründen, bei meinem Rad lohnt ein Umrüsten nicht da keine Befestigung für Scheibenbremse ;-)
    Muß halt jeder für sich ein Kompromiss aus Preis-Leistung finden.

    zum VErgleich kann man mal einfach bei den Rädern in den verschiednene Geschäften am Rad drehen oder an den Pedalen. Man wird meist feststellen, dass ein Baumarkt-Rad bei gleichem Schwung weniger Umdrehungen schaft - ein Zeichen für schlechtere Lager. Bei Pedalen ist das nicht ganz so einfach wg. der unterschiedlichen Größe.

    Zu den Schaltgruppen: sowohl bei Baumarkt-Rädern als auch bei Markenrädern wird ja oft mit "SRAM" oder "Shimano" geworben. Zumindest in den hiesigen Prospekten (Baumarkt) ist dann bei Shimano nur eine Nummer für die Schaltung angegeben, am Rad selbst steht dann nur Shimano auf der Schaltung. Die "richtigen" Schaltungen bei Shimano haben aber Namen, die auch auf Schaltwerk/Umwerfer stehen. Selbst auf der Webseite findet sich nicht unterhalb von Acera. Es sind entweder absolute "billig-Schaltungen" oder aber ältere Modelle die ohne Namen weiter produziert werden. Das muß nicht schlecht sein - wie immer muß man wissen, was man benötigt. In der Stadt braucht man wohl kaum XTR, XT auch nicht... Wer wirklich im Gelände unterwegs ist, fragt sich schon irgendwann, ob bessere und vor allem besser gedichtete Lager nicht von Vorteil wären.
    Ansosnten tricksen oft alle Hersteller: Geworben wird oft z.B. mit XT-Schaltung - was für das Schaltwerk auch stimmt. Umwerfer und Schalthebel sind aber oft 1 - 2 Klassen darunter angesiedelt. Vom nicht so ohne weiteres überprüfbaren Tretlager ganz zu schweigen.