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Fahrprüfung im Alter: Warum Senioren zum Führerschein-Check sollten

DPAAuf deutschen Straßen fahren immer mehr alte Menschen Auto, und sie bauen immer mehr Unfälle. Helfen könnte ein Gesundheitscheck für Senioren, doch Regierung und Verkehrclubs sträuben sich - aus teilweise bizarren Gründen. Warum eigentlich?

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...853994,00.html
  1. #400

    Willkür

    Zitat von Stefan_G Beitrag anzeigen
    Passivrauchen bedeutet Aufnahme von Rauch, demzufolge hat das Cannabis auch berauschende Wirkung. Sonst wäre ja auch das THC nicht im Körper nachweisbar. Passivrauchen heißt ja nur, dass man nicht selbst der ist, der die Glut nicht anfacht...
    Nein, es ist reine Willkür. Der Test findet THC in so geringer Dosis, dass es ausreicht, wenn Sie eine Kneipe besuchen, in der irgend jemand raucht. Wenn das für Sie ein Grund ist, jemandem den Führerschein zu entziehen, wäre ich verwundert. In jedem ICE findet sich heute ein Kiffer.

    Mein Hinweis zum Passivtrinken bedeutet analog ein Test, in der Kleidung von Autofahrern auf Spuren von Alkohol untersucht wird. Da findet sich doch sicherlich ein Molekül...

    Aber all das hat wenig mit dem Problem von alten Menschen zu tun. Es sind unabhängige Dinge die unabhängig verhindert werden müssen. Oder glauben Sie, dass mit verbesserten Fahrkünsten der Jungen die Alten automatisch besser werden? Sie lenken ab, es ist ein Fingerzeigen, anstatt eine Problemverringerung.
  2. #401

    Antidepressiva

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Sie wissen aber schon das diese 'Tests' auch auf Abbauprodukte ansprechen und eine Fehlerquote von bis zu 50% haben?
    Sind diese 39 Faelle schon gerichtlich und medizinisch bestaetigt?
    Bei wievielen der älteren Verkehrsteilnehmer finden sich Antidepressiva im Blut? Autofahren sollte bei Depression vermieden werden....
  3. #402

    Gesundheitscheck UND Fahrfähigkeitsprüfung

    Es ist doch offensichtlich, dass die Gesundheit eines Menschen sich ändert, also ein regelmäßiger Gesundheitscheck müsste selbstverständlich sein. In Ungarn zB. ist er jedes 5. Jahr fällig und für Senioren, über 60 Jahren jährlich.
    Ein Fahrtüchtigkeitstest (unabhängig von Gesundheitszustand) wäre auch sehr wünschenswert – im Zeitalter von Fahr- und Flugsimulatoren würde so etwas keinen großen finanziellen Aufwand verursachen. Für viele Sehr-Wenig-Fahrer ist es nicht mal bewusst wie schlecht sie in einer brenzligen Situation reagieren würden. Diese Überprüfung könnte auch bereits für jüngere Jahrgänge vorgeschrieben sein, dann fühlt sich niemand diskriminiert.
    Und nur am Rande vermerkt: ich gehöre langsam zu denen die öfters geprüft werden sollen...
  4. #403

    Schon klar ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf deutschen Straßen fahren immer mehr alte Menschen Auto, und sie bauen immer mehr Unfälle.
    Senioren-TÜV: Gesundheitscheck für Senioren könnte Unfälle verhindern - SPIEGEL ONLINE
    ... wenn es um die Rente geht, dann ist man bis 67 voll arbeitsfähig. Es wird aber bezweifelt, ob man mit 65 noch Auto fahren kann.

    Wie groß ist dann die Chance als 67 jähriger Kraftfahrer noch Arbeit zu haben?
  5. #404

    zwei Sichtweisen

    Zitat von Frank N. Stein Beitrag anzeigen
    ... wenn es um die Rente geht, dann ist man bis 67 voll arbeitsfähig. Es wird aber bezweifelt, ob man mit 65 noch Auto fahren kann.

    Wie groß ist dann die Chance als 67 jähriger Kraftfahrer noch Arbeit zu haben?
    Die meisten Berufstätigen werden vor dem 65sten Lebensjahr berufsunfähig. Niemand will Rentnern den Führerschein weg nehmen. Es geht nur um den kleinen Teil, der erhebliche Ausfälle hat.
  6. #405

    Das...

    Zitat von spiegel_135 Beitrag anzeigen
    Wir haben ein Verursacherprinzip. Sie wollen fahren? Dann weisen Sie zu Ihren Kosten Ihre Fahrtüchtigkeit nach. Oder wollen Sie für freie Bürger freie Fahrt, also gar keinen Führerschein mehr?
    ...sollte dann aber bitteschön für alle gelten. Jeder sollte dann seine Fahrtüchtigkeit alle X Jahre nachweisen. Also auch Sie sollten Ihre Fahrtüchtigkeit nachweisen, natürlich auf Ihre Kosten.

    Man sollte sich mal vor Augen führen das ein 70 jähriger Autofahrer bei Bild die Schlagzeile bekommt wenn er bei einer Geisterfahrt verunfallt aber die bekifften und besoffenen Jungspunte es nur bis ins lokale Blättchen schaffen. Das Kreuzchen am Strassenrand - alles junge Leute!
  7. #406

    Jeder?

    Zitat von glaubblosnix Beitrag anzeigen
    ...sollte dann aber bitteschön für alle gelten. Jeder sollte dann seine Fahrtüchtigkeit alle X Jahre nachweisen. Also auch Sie sollten Ihre Fahrtüchtigkeit nachweisen, natürlich auf Ihre Kosten.

    Man sollte sich mal vor Augen führen das ein 70 jähriger Autofahrer bei Bild die Schlagzeile bekommt wenn er bei einer Geisterfahrt verunfallt aber die bekifften und besoffenen Jungspunte es nur bis ins lokale Blättchen schaffen. Das Kreuzchen am Strassenrand - alles junge Leute!
    Alle werden nach denselben Regeln behandelt. Es gibt bis 40 keine signifikante Veränderung der Wahrnehmung. Ab 55 beginnen die dramatischen Sachen, wie Gesichtsfeldeinschränkung etc.

    Warum wollen Sie in Ihrem Wahn jeden Dreißigjährigen vollständig untersuchen lassen? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in naher Zukunft von einem älteren Mitbürger verletzt werden ist erheblich größer, als durch einen jugendlichen. Um letztere wird sich intensiv gekümmert, nur die Alten können schalten und walten wie sie wollen.
  8. #407

    Gesundheits-TÜV

    Die Regeln der HU wurden set Juli dieses Jahres drastisch verschärft (mir wurde die Plakette wegen eines "unzulässigen Lichbildes" eines Nebelscheinwerfers verweigert, das als erheblicher Mangel eingestuft wurde), die EU denkt über einen jährlichen TÜV für Pkw nach, die älter sind als 5 Jahre - und der neben dem technischen Zustand eines Fahrzeugs zweite entscheidende Faktor für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr - die geistige und körperliche Eignung des Fahrers - soll nicht regelmäßig überprüft werden dürfen? Ähnlich der Diskussion über das Alter eines Fahrzeugs, ab dem die Zeitabstände der HU verkürzt werden sollten, kann man sicher darüber diskutieren, ab welchem Alter und wie häufig ein Gesundheits-TÜV Pflicht sein sollte - aber doch wohl nicht über dessen grundsätzliche Notwendigkeit! Bei allem Vertrauen in das Verantwortungsbewußtsein des mündigen Bürgers, setzen wir doch auch sonst in allen Bereichen und auch im Straßenverkehr zusätzlich auf Kontrolle. Alle Bürger sollen so lange als Fahrer am Straßenverkehr teilnehmen können, wie sie wollen - solange sie dazu körperlich und geistig in der Lage sind und nicht "durch den TÜV fallen".
  9. #408

    Zitat von JHPL Beitrag anzeigen
    Die Regeln der HU wurden set Juli dieses Jahres drastisch verschärft (mir wurde die Plakette wegen eines "unzulässigen Lichbildes" eines Nebelscheinwerfers verweigert, das als erheblicher Mangel eingestuft wurde), die EU denkt über einen jährlichen TÜV für Pkw nach, die älter sind als 5 Jahre - und der neben dem technischen Zustand eines Fahrzeugs zweite entscheidende Faktor für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr - die geistige und körperliche Eignung des Fahrers - soll nicht regelmäßig überprüft werden dürfen? ....
    Der eine Quatsch kann ja nicht der Grund sein, nen andern Quatsch einzuführen.

    Der TÜV soll sich um alltägliche Mängel, die tatsächlich was mit Verkehrssicherheit zu tun haben, kümmern. An dieser Nebelscheinwerferaktion sehen Sie doch genau, wohin die Reise geht - Drangsalierung und Willkürliche Verschärfung aller Vorschriften bis hin zur Lächerlichkeit.
    Aber Hauptsache Umsatz.

    Mal abgesehen DAVON, daß es praktisch keine Unfälle gibt, die auf technische Mängel zurückzuführen sind - für eine Verschärfung gibt es also ÜBERHAUPT keinen Anlaß. Aber wahrscheinlich merken die, dass das mit der Untersuchung jedes Jahr nicht gut angekommen ist - da muß der Umsatz eben mit Nachuntersuchung gemacht werden.

    Was macht Sie meinen, daß es mit der Altersuntersuchung irgendwie anders laufen wird? Da gehts nicht um das Aussieben von halbblinden, fahruntüchtigen alten Menschen - DAS wäre ja noch ok. Das ist aber kein Massenmarkt. Also möglichst früh einsetzen (warum eigentlich nicht mit 55 - ich weiß nicht, ob ich dann besser autofahre als mit 60..)möglichst bei Spezialisten (der TÜV böte sich an :) ) und wenn der erhoffte Umsatz nicht zu erreichen ist, dann werden eben die Anforderungen hochgesetzt ( "die Anforderungen im Verkehr wachsen ja auch immer :) " ) und mit Nachuntersuchungen Kasse gemacht.

    Vom Feigenblatt "Verkehrssicherheit" glaub ich denen kein Wort. Schön wärs zwar, aber da muß man sich bloß andere Sachen angucken, um das Gegenteil zu erkennen.
  10. #409

    Tempolimit 130 km/h und stressfrei fahren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf deutschen Straßen fahren immer mehr alte Menschen Auto, und sie bauen immer mehr Unfälle. Helfen könnte ein Gesundheitscheck für Senioren, doch Regierung und Verkehrclubs sträuben sich - aus teilweise bizarren Gründen. Warum eigentlich?

    Senioren-TÜV: Gesundheitscheck für Senioren könnte Unfälle verhindern - SPIEGEL ONLINE

    Verkehrsmittel dienen dazu, um sicher und stressfrei von A nach B zu kommen. Autorennen brauchen Gewinner, "The Right to win(Ayrton Senna)"
    Nun Senna ist tot und wir wollen dieses Schicksal nicht fuer unsere Verkehrsteilnehmer.
    Aggresive Fahrweise erfordert Reaktion eines 20-jaehrigen. Wenn man defensiv und entspannt faehrt, kommt man aucn nicht in Stressituationen. Ich lasse Draengler prinzipiell vorbeifahren, kein Problem.
    Frueher war ich auch anders. Zu meiner Zeit in Brasilien musste ich oft nach Nova Friburgo im Kuestengebirge. Dort warteten im Tal bereits einige tiefergelegte VW-Kaefer zum Bergrennen nach Friburgo. Natuerlich habe ich auch mitgemacht.
    Aber die Einstellung aendert sich, wenn man reifer wird.

    Unterm Strich: Bei weniger aggresivem Fahrverhalten fallen die Unfallzahlen, das ist unumstritten und hier sollte angestzt werden, bevor man sich einen Kleinkrieg der Generationen liefert, wie in diesem Forum.

    Schoen Tag und kommen Sie alle gesund heim.


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