Fahrgemeinschaften : Einer geht noch

dapdDie Straßen sind ausgelastet - im Gegensatz zu den Autos. Dabei helfen Fahrgemeinschaften Geld zu sparen, Staus zu vermeiden und die Umwelt zu schonen. Besetzte Beifahrer- und Rücksitze könnten die einfachsten Lösungen für die großen Verkehrsprobleme unserer Zeit bieten.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...833610,00.html
  1. #70

    Fahrgemeinschaften, leider nur in der Theorie

    Wer würde nicht seine monatlichen Kosten für den Weg zur Arbeit durch Fahrgemeinschaften drücken (und damit auch die CO2-Belastung minimal herunter schrauben) aber als Schichtarbeiter im 7x24 Stunden Dienst (wo auch gerne mal ein oder zwei Stunden länger gearbeitet werden muss) hat man da überhaupt keine Chance. Gerne würde ich auch den ÖNV benutzen aber damit würde sich meine tägliche Fahrzeit verdreifachen! Es ist jetzt nicht so, dass ich auf dem Deich oder in einer Höhle im Wald lebe, das ist halt das normale Bild im Großraum Hannover! Mit dem Auto fahre ich meine 52 km in 30 bis 40 Minuten, mit Öffis benötige ich im Idealfall 1,35 Stunden (wobei Wochenende und Feiertage überhaupt nicht vom Fahrplan abgedeckt werden), wir haben ja auch nur ca. 16 Mio Schichtarbeiter in Deutschland, warum sollte auf diese kleine Bevölkerungsschicht von den Städten und Kommunen auch eingegangen werden? Mit einem durchdachten und funktionierenden Nahverkehr würden mit Sicherheit viel mehr Arbeitnehmer das Auto liebend gerne stehen lassen (gerade bei den Benzinpreisen der letzten Jahre).
  2. #71

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Ich kann Ihnen garantieren, dass ein einziger Bei-/Mitfahrer, der ansonsten mit seinem eigenen Auto fahren würde, ein ganzes Auto weniger auf der Strasse rumfahren lässt.
    Der berühmte Tropfen auf dem heissen Stein.
    Ist Ihnen aufgefallen, das zB in der Bay Area die "Fahrgemeinschafts-Spur" immer schön leer ist, während sich in den 3 rechten Spuren der Verkehr staut? Also trotzdem alle letztendlich alleine fahren? Wir haben es im Urlaub natürlich genossen zu zweit. :-)

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Die LKW über 12 Tonnen zahlen schon heute mehr, als sie verschleissen und benutzen.
    Da haben Sie andere Infos als ich :-)

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Ja. Aber ich dachte, die müssten noch entwickelt werden und werden dann auch für andere Dinge gebraucht.
    Neue Netze mit Zwischenspeichern müssen so oder so für die Energiewende entwickelt werden, ist ja schon beschlossene Sache. Dazu könnte man eben das Schienennetz gleich mit ausbauen.
  3. #72

    Zitat von avolk11 Beitrag anzeigen
    Fahrgemeinschaften als Lösung der Verkehrs- und Energiekrise *gähn*
    Wie wäre es denn mal mit dem Ausbau des Schienennetzes, so das es den Namen verdient, solarenergiegespeist natürlich, und der Rückkehr zu Containern die sich leicht von LKW auf Güterwagen umladen lassen?
    in keinem Land ist die Bahn in der Lage qualitativ mit LKW Transport auch nur annähernd mitzuhalten. Daran kann auch ein Ausbau nichts ändern.
  4. #73

    Zitat von vantast64 Beitrag anzeigen
    Schade nur, daß diese individuelle Freiheit andere die Lebensgrundlagen kostet.
    Das dumme ist nur dass auch unterlassen vielen die Lebensgrundlage kostet. Das wird nur sehr gerne übersehen.
  5. #74

    unsinnige Totschlagargumente

    ich liebe es - "wenn die busse mal wieder streiken", "nicht jeder gleichzeitig von a nach b will" ... oder einem ein ufo auf den kopf fällt.

    Klar - dann braucht man natürlich ein eigenes Auto. Logisch! Und mit dem Rad ... will man auch nicht fahren, weil es immer regnet und überhaupt.
    Dabei sind die meisten Fahrten kürzer als 5 Km - aber selbst die kann man nicht mit dem Rad oder ÖPNV fahren. Nein - geht nicht!
    Stattdessen düst man mit seiner SUV Schleuder durch die Innenstädte - zum Arbeitsplatz. Denn nur für diese Fahrten braucht es regelmäßig ein Auto.

    Tja - bloß auf nichts verzichten - vor allem nicht auf Bequemlichkeit und dann noch motzen, wenn das Benzin durch die stetig zunehmende Nachfrage dann bald bei 2 Euro liegt ... vielleicht denken dann einige endlich mal nach?

    Vorher kauft man aber natürlich noch einen dieser nervtötenden Roller - denn der ist zumindest effizienter, verbraucht weniger Benzin.

    Leute - es ist nicht die Frage ob wir darüber nachdenken wollen - sondern wir werden über Mobilität nachdenken müssen. Viele werden sich schon in sehr naher Zukunft keine Autos mehr leisten können und dann?!
    Das wird auch den noch 2 Auto beistzenden Mittelstand treffen. Und dann!?

    Selbst schuld oder wie!

    ÖPNV, Rad und intelligente Mobilitätskonzepte können wir jetzt noch entwickeln und auch die Mitfahrzentralen gehören mit dazu.

    Warum auch nicht!

    Aber gut - man kann auch so tun, als gehe einen all das nichts an. Man macht einfach weiter - 50 Jahre Automobil als individuelles Massentransportmittel zeigen, dass es weitere 50 Jahre so nicht weiter gehen wird.

    Das kann man jetzt gut finden oder nicht ...
  6. #75

    Eine Fahrgemeinschaft...

    ... ist nur für eine Minderheit praktikabel. Wer keine festen Arbeitszeiten hat, kann mit Fahrgemeinschaften gar nichts anfangen.
  7. #76

    genau - alles egal!

    Genau:

    "Wenn wir das Öl nicht nachfragen, weil wir weniger verbrauchen, freuen sich andere, die diese Menge gerne abnehmen"

    Also was solls - dann machen wir einfach so weiter und gucken mal was passiert ... nach uns die Sinnflut.
    Herje - da kann man nur froh sein, dass es da draußen auch intelligentere Zeitgenossen gibt!

    Das Problem ist ... der Mensch ist faul und erstmal blöd.
    Das Auto steht für Flexibilität und individuelle Mobilität - was man sich damit erkauft ... sieht man ja. Neben dem Klimawandel - vor allem ausgelöst durch den Verkehr (und nicht durch "Loveparades" oder Bügeleisen), Dreck in den Städten (Feinstaub), zugeparkte Strassen, Lärm, weniger Raum zum Leben.

    Also ich finde die Vorstellung Parkanlagen statt Betonparkhäuser, Ruhe statt Dauerverkehr und saubere Luft durchaus besser!

    Je weniger Autos unterwegs sind - desto eher wird dieses Ziel erreicht. Dabei helfen auch die Mitfahrzentralen....

    Mehr Platz für Spielplätze, Bäume ... also menschenwürdige Umwelt ist doch toll. Aber nö - man will ja mit 50 km/h durch die Innenstadt fahren. Das braucht natürlich Strassen und man will auch nicht nach einem Parkplatz suchen - das braucht zubetonierte Flächen.

    Also - neben dem CO2 Argument... es gibt auch noch genügend andere Gründe, die viel lebensnaher sind, mal über das Auto nach zu denken.

    Aber auch das ist natürlich viel verlangt - denn offenbar gibt es ein Grundrecht auf ein Auto! Das Auto gehört zu einem aussterbenden Dinosaurier ... daran ändern weder das tolle Marketing noch die "Supersparsamen" Hybrid-SUV mit 7 LItern auf 100Km nichts.

    Wenn das Geld, das zum Ausbau des Strassenetzes verwendet wird für den Ausbau des ÖPNV genutzt werden würde ... hätte man ein Problem weniger!

    Aber nö .. macht man nicht .. lieber noch mehr Strassen und noch mehr Parkplätze ... das macht uns alle zufriedener, gesünder und sorgt für mehr Lebensqualität in den Städten ...

    verrückt!
  8. #77

    Zitat von gifmemore Beitrag anzeigen
    Genau:

    "Wenn wir das Öl nicht nachfragen, weil wir weniger verbrauchen, freuen sich andere, die diese Menge gerne abnehmen"

    Also was solls - dann machen wir einfach so weiter und gucken mal was passiert ... nach uns die Sinnflut.
    Welchen Sinn macht es wenn im Endeffekt fossile Brennstoffe so oder so verbraucht werden die Nachteile des Verzichts Einkauf zu nehmen.

    Ganz rational und unidelogisch betrachtet überhaupt keinen.
  9. #78

    Zitat von gifmemore Beitrag anzeigen
    Neben dem Klimawandel - vor allem ausgelöst durch den Verkehr
    Diese Aussage ist ohne jeden Nachweis.

    Zitat von gifmemore Beitrag anzeigen
    Dreck in den Städten (Feinstaub), zugeparkte Strassen, Lärm, weniger Raum zum Leben.
    Der Feinstaubanteil in den Städten durch den Verkehr beträgt 20%.

    Wer den Individualverkehr aus den Städten verbannt beschädigt deren Existenzgrundlage.
  10. #79

    dazu reichen keine halbherzigen Versuche

    die Vision für spontane Fahrgemeinschaften speziell für Pendler wurde bereits
    vor Jahren bei Nokia ausgebrütet:

    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...6h8xUg&cad=rja

    die technische Umsetzung ausführlich beschrieben:
    http://www.dynamic-ridesharing.de/

    und bereits vor über einem Jahr als Produkt realisiert:
    https://www.flinc.org/

    Das alles nutzt aber solange nichts, wie solch ein Angebot den interessierten Berufspandlern nicht mundgerecht serviert werden kann. Pendler erwarten zu Recht eine Knopfdrucklösung ohne langwierige Kommunikation, eine garantierte Verfügbarkeit, eine vollautomatische gemeinsame Navigation und eine verlässliche Preisstruktur. Daran mangelt es einfach noch. Dieses große Rad können für meine Begriffe nur wenige drehen - Google, Nokia, Tomtom, Navigon... Irgendwann wird wohl einer aufwachen ;-)