Der Wirkungsgrad von Stromantrieben mag rechnerisch höher sein, aber ist er es auch praktisch? Unter realen Wetterbedingungen sind in der Regel Einbußen bis 100% möglich und zwischen 40% und 70% die Regel-jedenfalls bei Batteriemodellen.
Ich bin auch nicht sicher, ob direkt am Reifen betriebene E-Autos halten, was das Prospekt verspricht. Schon bei konventionellen Autos sind die Reifen bzw. deren Aufhängung die Verschleißteile Nummer 1, da kann ich mir nicht vorstellen, dass die Motoren in der Gegend lange halten werden. Da wirken Kräfte und Wettereinflüsse, die die filigrane Technik nicht überwinden kann.
Ich sehe eher die ideologische Scheuklappe, dass hinten nichts mehr dampfen oder rauchen, ja nichtmal rausgeblasen werden darf. Das gefällt der E-Auto-Klientel so gut, weil damit die Rückstände aus den Augen und somit aus dem Sinn sind.
Aber von der Ökobilanz sind E-Autos ein Rückschritt, das fängt nicht erst bei der Stromerzeugung an und endet auch nicht bei den Akkus. Die Idee mit Gas aus Abfällen und Abwässern zu fahren indes ist unschlagbar, Wirkungsgrad hin oder her. Denn wie im Artikel angedeutet, der CO2 Anteil beim Gas fällt auch dann an, wenn man es garnicht weiter nutzt.
Für E-Autos müsste aber zusätzliches CO2 ausgestoßen werden, was ja mit der Biogasmethode entfällt, somit die Umwelt garnicht erst belasten kann.



