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Fahren mit Fäkalien: Mist-Käfer tankt an der Toilette

Seit Elektromobilität als die große Zukunftsoption gilt, werden andere Alternativen oft ausgeblendet. Jetzt aber sorgt ein VW New Beetle aus England für Furore: Das Auto fährt mit Methangas, gewonnen aus menschlichen Exkrementen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...710858,00.html
  1. #10

    Reale Bedingungen

    Zitat von schäng Beitrag anzeigen
    Tatsache ist, dass der Wirkungsgrad dieser Kette recht tief liegt (unter 30%) und die CO2-Abtrennung auch nicht billig ist.
    Man kann Exkremente und Grünmüll mittels Vergärung und anschliessender Verbrennung des Gases in einem Schwachgasmotor direkt zu Strom umwandeln.
    Der Wirkungsgrad von Stromantrieben mag rechnerisch höher sein, aber ist er es auch praktisch? Unter realen Wetterbedingungen sind in der Regel Einbußen bis 100% möglich und zwischen 40% und 70% die Regel-jedenfalls bei Batteriemodellen.

    Ich bin auch nicht sicher, ob direkt am Reifen betriebene E-Autos halten, was das Prospekt verspricht. Schon bei konventionellen Autos sind die Reifen bzw. deren Aufhängung die Verschleißteile Nummer 1, da kann ich mir nicht vorstellen, dass die Motoren in der Gegend lange halten werden. Da wirken Kräfte und Wettereinflüsse, die die filigrane Technik nicht überwinden kann.

    Ich sehe eher die ideologische Scheuklappe, dass hinten nichts mehr dampfen oder rauchen, ja nichtmal rausgeblasen werden darf. Das gefällt der E-Auto-Klientel so gut, weil damit die Rückstände aus den Augen und somit aus dem Sinn sind.

    Aber von der Ökobilanz sind E-Autos ein Rückschritt, das fängt nicht erst bei der Stromerzeugung an und endet auch nicht bei den Akkus. Die Idee mit Gas aus Abfällen und Abwässern zu fahren indes ist unschlagbar, Wirkungsgrad hin oder her. Denn wie im Artikel angedeutet, der CO2 Anteil beim Gas fällt auch dann an, wenn man es garnicht weiter nutzt.

    Für E-Autos müsste aber zusätzliches CO2 ausgestoßen werden, was ja mit der Biogasmethode entfällt, somit die Umwelt garnicht erst belasten kann.
  2. #11

    Elektro-Mist ;)

    Zitat von klaus1201 Beitrag anzeigen
    ...Beitrag wäre doch wohl besser unter SPAM erschienen.
    Was ist denn da "Furore". Ist doch egal aus was das Methangas gemacht wird.
    SPON verkommt immer mehr zum BILD-Abklatsch.
    Ja, das Gefühl habe ich auch schon seit längerem. ...War das nicht der Grund gewesen, weshalb Stefan Aust gehen musste? Er wollte dies doch verhindern, meine ich mich zu erinnern...

    Naja, jedenfalls könnte man für die ersten paar Kilometer, bis der Motor warm ist, vielleicht ja auch einen Elektroantrieb verwenden. Das wäre dann quasi ein grüner Hybrid-Wagen. Er führe dann quasi mit Elektro-Mist ;)
  3. #12

    e-autos, erdgas-autos

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Der Wirkungsgrad von Stromantrieben mag rechnerisch höher sein, aber ist er es auch praktisch? ....
    da gebe ich dir absolut recht. wenn du bedenkst das ein wärmekraftwerk zur stromerzeugung nur mit etwa 25% wirkungsgrad betrieben wird, weitere verluste durch die übertragung (leitungen) sowie akkus multipliziert werden müssen kann man von glück reden wenn ein elektroauto überhaupt auf 10prozent wirkungsgrad kommt.
    das geht gar nicht, nicht umsonst hat sich vor hundert jahren dann doch der ölmotor gegen den zuvor verbreiteteren elektromotor durchgesetzt.

    e-autos machen nur sinn wenn man unbedingt die akws weiterlaufen lassen will und deshalb den aktuell oft auftretenden stromüberschuss irgendwie verbraten muss.
    es gibt tage an denen die stromanbieter an der strombörse geld bekommen wenn sie strom abnehmen - einfach weil zuviel produziert wird - man müsste kraftwerke abschalten. aber einfacher und gewinnmaximierender ist den leuten einzureden mehr strom zu verbrauchen, z.b. mit nem an sich unökonomischen und unökologischen elektroauto. das elektroauto ist der schlüssel zu laufzeitverlängerung!

    das methanauto - ist ja im prinzip das gleiche wie ein erdgasauto. hier wird teils auch biogas nach gaswäsche ins erdgasnetz eingespeist und das kann auch ein erdgasauto tanken. find ich gut. ist nur nicht neu.
  4. #13

    welche Einbußen

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Der Wirkungsgrad von Stromantrieben mag rechnerisch höher sein, aber ist er es auch praktisch? Unter realen Wetterbedingungen sind in der Regel Einbußen bis 100% mögliAnsatzpunkte für die Forschung würden sich dabei im Nordburgenland und im Wiener Becken bieten. Der Kloaschitzwald .....
    Einbußen von 100% halte ich für reichlich übertrieben. Auch wüsste ich gerne, wie diese Verluste entstehen sollen.
    Ausserdem weise ich darauf hin dass sich die ganze Technologie erst in ihren Kinderschuhen befindet und es m.E. kein ernsthaftes Problem gibt, für das keine technologische Lösung möglich ist. Moderne Akkus bestehen heutzutage aus Lithium und sind sehr langlebig, wodurch kein Entsorgungsproblem entsteht, allenfalls ein Problem durch zu geringen Rohstoffnachschub.
  5. #14

    Naja, Sommerloch

    Zitat von Poisen82 Beitrag anzeigen
    Es ist ein Simples Erdgasfahrzeug, mehr nicht.

    Erdgas = 75-99% Methan, ob das Methan nun aus der Erde oder aus dem Klo kommt ist dem PKW vollkommen egal.
    Richtig, dieser Artikel ist eine wahre Sensation.

    "Neuigkeit aus Frankreich - Ein französischer Ingenieur hat ein revolutionäres Fahrzeug entwickelt, welches sich auf zwei Rädern mit Muskelkraft fortbewegt. Der Clou an der Sache ist die variable Übersetzung zwischen Tretlager und Hinterrad, welche sich an der vorderen Steuer- und Bedieneinheit umstellen lässt. Diese dient der optimalen Anpassung des Drehmoments für das Fahren bei verschiedenen Geschwindigkeiten und Neigungen.
    Da diese Art der Fortbewegung keine fossilen Brennstoffe benötigt wird sie als äusserst nachhaltig eingestuft."

    Ernsthaft, Erdgas-Fahrzeuge (oder Methan oder CNG - alles dasselbe) gibt es schon seit langem serienmässig von vielen namhaften Herstellern. Soweit ich weiss, ist eine Vorwärmung nicht nötig. Diese Fahrzeuge können im übrigen auch mit Ottokraftstoff (Benzin) fahren, was die Unabhängigkeit vom derzeit noch nicht so dichtem Erdgas-Tankstellennetz erlaubt.
    Ich glaube, man sollte dieser Technologie im Gegensatz zur Elektromobilität mittelfristig ein hohes Potential zurechnen - vor allem wegen des verhältnismässig geringen Infrastruturbedarfs, einer marktreifen Technologie und nicht zuletzt der unproblematischen Substutuierbarkeit der fossilen (Erdgas) und erneuerbaren Moleküle (Biogas/Biomethan) sowohl im Tank als auch in der ganzen vorgelagerten Versorgungskette.

    Und bitte an die Redaktion: aus dem Biogas muss CO2 entfernt werden, weil es ein Gemisch aus (hauptsächlich) Methan und Kohlendioxid ist.
    Zu schreiben, dass dem Methangas das CO2 entzogen werden muss ist daher falsch. Was anderes ist dann natürlich die Druckverflüssigung, welche notwendig ist.
  6. #15

    Fahrbereit oder nicht

    Zitat von flummiflu Beitrag anzeigen
    Einbußen von 100% halte ich für reichlich übertrieben. Auch wüsste ich gerne, wie diese Verluste entstehen sollen.
    Kälte und Hitze! In einem normalen Winter kann man E-Autos in Deutschland nicht benutzen und im Sommer wirds auch eng.

    Letzlich ist damit eben gemeint, ob ich mit dem Antrieb unter allen Bedingungen fahren kann-und das geht eben nicht. Es bringt einem ein theoretischer Wirkungsgrad nichts, wenn er in der Praxis nicht erreicht werden kann. Dann lieber weniger Wirkungsgrad, diesen dafür aber konstant.

    Das ist ja ein weiteres Problem, dass bei E-Mobilen nie genau feststeht, wie weit man damit noch kommt. Andere Antriebsarten "verlieren" durch rumstehen keine Energie, E-Autos tun das.
  7. #16

    70 Haushalte ?

    Hallo!

    Da wird es aber ziemlich viel Zank unter den
    70 Haushalten geben, wer und wie die 15 000 Kilometer
    verfahren darf, die ja aus der eigenen Exkrementen
    produziert wurden.
    Dürfen die dicken Nachbarn dann mehr fahren, weil sie
    auch mehr Kalorien umschlagen, oder nicht, weil das Auto
    auch mehr verbraucht, wenn sie es fahren.

    In der BRD gibt es 40 Mill. Haushalte, 47 Mill. PKW.
    Die Fahrleistung beträgt pro PKW ca. 11 000 Kilometer
    im Jahr.
    Die 70 Haushalte verfahren im Jahr also ca.
    900 000 Kilometer. Da sind 15 000 Kilometer aus den
    eigenen Exkrementen nicht einmal 1.7 Prozent.
    Ein Tropfen auf den heissen Stein, solange wir unsere
    Nutzung des Autos nicht überdenken ...
  8. #17

    sorry Leute, zu früh gefreut!

    dass in Kläranlagen Methangas gewonnen wird ist eine Uralte Geschichte, und das gewonnene Gas wird normalerweise in den Kläranlagen selbst zur Energiegewinnung genutzt, die dabei entsehende Abwärme zum heitzen des Faulturms genutzt. Somit wird die Energieausbeute deutlich erhöht. Im Umkehrschluss bedeutet das für den Beatle dass er ein Energieverschwender ist!
    Aber PR ist in unserer Zeit halt alles. viel Spass damit
  9. #18

    einfach schnell selbst herstellen...?

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Und das Beste: Monopole bilden ist nicht. Kläranlagen sind schnell gebaut und wenn die Bürger wollen, dann machen sie ihren Treibstoff schnell selbst. Da kann auch die Politik nichts machen, denn das "scheißen" kann man nicht verbieten, auch nicht erschweren!
    Na, das zeigen Sie mir mal bitte, wie schnell Sie eine eigene Hinterhof-Kläranlage mitsamt Infrastruktur bauen, um zur Arbeit fahren zu können!
    Es besteht AnschlussZWANG an das Abwasser- und Kanalnetz. Warum? Damit nicht jeder in einen Kübel k*ckt und den nachher im Garten verteilt. Würde das jeder machen, könnten Sie sich ja die Folgen für die Umwelt, den Boden und Trinkwasser ausmalen. Und damit das nahezu ausgeschlossen werden kann, müssen eben alle an das Kanalnetz angeschlossen sein.
  10. #19

    E-Auto-Mythen

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Kälte und Hitze! In einem normalen Winter kann man E-Autos in Deutschland nicht benutzen und im Sommer wirds auch eng.
    Wer soll Ihnen denn solche Märchen glauben?

    Mit den NiCd-Akkus in meinem Renault Express electrique gab es auch bei -16°C keine Probleme, im Gegensatz zu den Blei-Starterakkus etlicher Verbrenner.
    Und für die Wärme im Innenraum sorgte die programmierbare Benzinheizung (Verbrauch 25l in 6 Monaten).

    Dieses Jahr haben wir zwar keinen wirklich normalen Sommer, aber trotzdem gab es auf der gerade beendeten e-miglia nur auf dem Kaiserjägerweg bei einigen wenigen Fahrzeugen Temperaturprobleme.
    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Letzlich ist damit eben gemeint, ob ich mit dem Antrieb unter allen Bedingungen fahren kann-und das geht eben nicht.
    Solche Behauptungen werden gerne von Leuten aufgestellt, die noch nie ein E-Auto gesehen haben, geschweige denn mal wirklich im Alltag gefahren sind.
    Aber wer dem Urteil von Blinden über Farben vertraut, ist selber schuld.
    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Das ist ja ein weiteres Problem, dass bei E-Mobilen nie genau feststeht, wie weit man damit noch kommt.
    Das können Sie beim Verbrennerauto ebenfalls nicht feststellen. Genau wie beim E-Auto berechnet der Bordcomputer die angezeigte Restreichweite der Tank/Akkufüllung nämlich aus dem bisherigen Verbrauch, aber weiß nicht was voraus liegt.

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Andere Antriebsarten "verlieren" durch rumstehen keine Energie, E-Autos tun das.
    Aha, und wie stark tun sie das?

    Gruß Skarrin








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