Fahrbericht Renault Twizy: Ei für zwei

Spiegel / Maria GröhnKlein, leicht, simpel und mit einem Design wie ein Ufo - das ist Renaults neues Elektrovehikel Twizy. Sieht so die Elektromobilität der Zukunft aus? Wenn ja, wird sie lustig - aber auch ein wenig ungemütlich.

http://www.spiegel.de/auto/fahrberic...836539,00.html
  1. #110

    Zitat von gandhissandale Beitrag anzeigen
    weder Motorrad im Sommer noch Auto im Winter ... Spielzeug für Reiche?
    Weder Fisch, noch Fleisch... Sie essen Reis?

    *ommm*
  2. #111

    Zitat von j.vantast Beitrag anzeigen
    Es fehlen hier viel zu viel durchaus wichtige Daten. Die Reichweite von 80km wird verschwiegen. Ebenso, das beide mitfahrenden Personen höchstens je 64kg wiegen dürfen (etwas praxisfremd), denn ansonsten wird das zulässige Gesamtgewicht überschritten.
    Auch die schlechte Sicht nach hinten aufgrund der fehlenden Heckscheibe wird unterschlagen.
    Ein Fahrbericht ist das hier sicher nicht.
    naja das Gefährt sieht eigentlich nicht danach aus, dass hinten ein erwachsener Mensch Platz hätte. Sieht mehr nach Notsitz aus.
    Aber die schlechte Sicht in dem Ding sieht man auch im Video und das ist wirklich bescheiden.
  3. #112

    Zitat von ctwalt Beitrag anzeigen
    Auf der Kostenseite ist der Twizzy bei 50km pro Tag im Jahr um mehr als 50% billiger im Gesamtunterhalt als jeder 3L Lupo, Smart oder ähnliches
    Na, das bezweifle ich. Die Batteriemiete ist 50Euro/Monat bei einer Fahrleistung von 5000 km im Jahr, macht 12 Cent den km. Da können Sie 8 Liter Diesel brauchen...
  4. #113

    Türen! Türen! Türen!

    Das Hauptproblem des Twizy sind die fehlenden Türen mit Seitenscheiben. Scheiben und Lüftung - die 500€ sind wohl auch noch drin.

    Solange nicht ein vernünftiger Schutz vor Kälte und Regen gegeben ist, lohnt sich die Anschaffung nicht in unseren Breiten; vor allem gegenüber einem E-Roller.
  5. #114

    Zitat von radler2 Beitrag anzeigen
    Na, das bezweifle ich. Die Batteriemiete ist 50Euro/Monat bei einer Fahrleistung von 5000 km im Jahr, macht 12 Cent den km. Da können Sie 8 Liter Diesel brauchen...
    FALSCH:
    Ich zahle 58 EUR pro Monat für 12500 km. Das macht 5,5 Cent pro km.

    Das der Twizy an manchen Bereichen nicht ausgereift ist bezweifelt niemand:
    - Das Fahrwerk ist zu hart
    - Eine einfache Möglichkeit zum Schließen der halben Türen wäre nett gewesen
    - Das Plastik wirkt an manchen Stellen billig
    - Bei geringer Fahrleistung ist der Twizy-Betrieb durch Akku-Miete zu teuer

    Über das Design lässt sich auch streiten - ich mags aber!

    Man kann sich aber nicht vor den Fakten verschließen, dass unter bestimmten Umständen der Twizy eine echte Alternative darstellt.
    Ob ich nun meine 40 Pendelkilometer mit den Twizy oder meinem 7l/100km Super verbrennenden Peugeot zurücklege macht auch rechnerisch einen fetten Unterschied.

    Man darf auch nicht vergessen: der Twizy gehört zu den günstigsten Automobilen am Markt. Und das, obwohl er nicht in den gleichen Stückzahlen wie ein Sandero oder Twingo produziert wird. Obwohl es momentan direkt nach der Markteinführung kleine Sondermodelle oder -konditionen gibt. Obwohl es noch kaum nennenswerte Händlerrabatte gibt. Und obwohl es in Deuschland noch keinen Förderung für E-Mobilität gibt

    Um nun günstig und nachhaltig mobil zu sein, nehme ich gern in Kauf stets frische, aber auch manchmal kalte, Luft zu schnuppern und nach einem Regen einen nassen Sitz vorzufinden. Hauptsache ich bleibe beim Fahren trocken...

    Belohnt wird man, wenn man morgens bei völliger Stille an einer Ampel die Vögel zwitschern hört und durch das Gefühl hat, dass der Motor mit dem eigenen Sonnen-Strom irgendwie zufriedener schnurrt.
    Das war zugegebenerweise etwas pathetisch, aber irgendwie auch wieder nicht...
  6. #115

    Konzept nicht nur für Deutschland

    Viele der genannten Nachteile wie Kälte, Platzmangel, Sicherheit, Lademöglichkeiten wurden auch dem Twike, ein anderes Modell eines Elektrofahrzeuges, vorgeworfen. Ich fahre nun bereits seit über einem halben Jahr begeisternd das Twike, ebenfalls ein Nischenfahrzeug, und darf mich einigen Vorrednern nur anschliessen. Jeder muss seinen eigenen Bedürfnissen gerecht werden. Zum Thema Sicherheit wird das Twike ebenfalls wie der/das Twizzy oftmals mit einem Auto verwechselt, man sollte es, wie ebenfalls schon mehrmals erwähnt,aber eher mit einem Motorrad vergleichen. Auch das Klima wird oft als Nachteil erwähnt. Da gebe ich vielen Recht. Auch im Twike spielen beschlagene Scheiben im Winter eine negative Rolle. Seitdem ich jedoch in Marokko mit dem Twike angekommen bin, habe ich weder Kälteprobleme noch beschlagene Scheibenprobleme. Zusammengefasst will ich sagen, ElektroFAHRZEUGE nicht AUTOS wie der Twizzy und das Twike können vor allem für wärmere Gefilde sehr interessant sein. Ansonsten schliesse ich mich der Meinung an, dass man heutzutage was Fortbewegung angeht, sich von den fahrenden Sofas wegbewegen sollte. Fortbewegung soll ja schliesslich kein Zustand sein sondern eine endliche Bewegung.
  7. #116

    Zitat von Skarrin Beitrag anzeigen
    Fenster zum Nachrüsten sind bereits erhältlich, wenn auch nicht direkt von Renault:
    Lov'ioù écologie & technologie.com

    Natürlich viel zu schwierig zu montieren, und überhaupt geht das ja nicht, und das wird keiner kaufen, gaaanz sicher eine Totgeburt, etc. blafasel. ;-)

    Die Windschutzscheibe ist bei den Modellen, die ich bisher gesehen habe, elektrisch beheizt.

    Wie wintertauglich der Twizy ist, wird sich im nächsten Winter herausstellen. Allerdings nur bei denen, die einen fahren und nicht bei denen, die vorher schon ganz genau "wissen" dass es niemals funktionieren können sollen darf.
    Stabiler auf rutschigem Untergrund als ein Zweirad ist er auf jeden Fall.
    Hab 6 Jahre lang einen Jeep Commando Oldie auch im Winter offen gefahren. Dazu brauchts nicht mal warme Unterwäsche sondern normale Winterbekleidung und drüber kommt ein Fahrermantel wie aus den Dreissigern. Burberry und Oeljacke funktionieren herrvorragend. Handschuhe und Mütze mit Ohrenschutz. Krank wird man nicht - im Gegenteil... Regen ist vielleicht im Stillstand unangenehm, fährt man - kommen nur wenig Tropfen rein.

    Hat man allerdings eine halboffene Konstruktion wie den Twizzy fühlt`s sich sehr schnell klamm und kalt an.

    Insofern ist der Renault absolut alltagstauglich. Leider fehlt dem Ding die Dramatik eines Jeeps und das lange Kabel bindet einem an die Zivilisation.
    Zudem finde ich das ein Auto immer auch Transportaufgaben übernehmen können sollte - und hier fehlt die Ladefläche und Zuladung komplett. Das Auto hätte man auch komplett aus Blech machen können - 100% wiederverwertbar. Plastik ist da nicht die Lösung.

    http://img2.netcarshow.com/Jeep-CJ-2...llpaper_01.jpg

    Das ist genauso kurz, sortenrein, extrem haltbar, hat Ladefläche, grosse Zuladung, einfach zu reparieren. Im Rahmen hats extrem viel Platz für Batterien. Das Design ist dramatisch und zweckorientiert.

    Mir scheints als ob die Pflichtenhefte bewusst kastriert werden - wos gar nicht nötig ist.
  8. #117

    Immer wieder die gleiche Ente bei den Testern!

    Langsam wird es wirklich ärgerlich. Zwar ist der Bericht über weite Strecken auch in seinen kritischen Anmerkungen zutreffend, aber ich würde doch dringend jedem Tester empfehlen, nicht einfach zu behaupten, dass man bei Regen nass wird. Ich habe mehrere hundert Kilometer bei wenig und viel Nässe hinter mir und sage hier: Der Fahrer wird nicht nass!!!
  9. #118

    Zitat von j.vantast Beitrag anzeigen
    [...]
    Aber als Werbefahrzeug als Alternative zum Piaggio APE interessant.
    Wobei die Ape ("Hummel") in ihrem Herkunftsland als ganz normales Transportfahrzeug eingesetzt wird ...
  10. #119

    Zitat von j.vantast Beitrag anzeigen
    [...] Und sie Spassvogel können ja mal sehen, wie lange ein unbeaufsichtigtes Verlängerungskabel über Nacht da liegenbleibt.
    Und wer garantiert für die Sicherheit, wenn Kinder an dem Kabel rumspielen? [...]
    In Kanada hat jedes Auto einen Elektroanschluss fuer die Kuehlwasserheizung in den lange kalten Winternaechten. Da klaut keiner Kabel, da spielt kein Kind daran.

    In Freiburg hatten die zwei Notarzteinsatzfahrzeuge Elektroanschluesse mit Steckdose vor dem Krankenhaus, damit der Motor immer betriebswarm und die Batterie staendig voll aufgeladen war. Auch da klaute keiner das Kabel, auch da spielte kein Kind daran rum, obschon der diensthabende Notarzt das NEF abends sowie am Wochenende mit nach Hause nahm und dort an die eigene Kabeltrommel haengte.

    Man kann auch Probleme sehen, wo es keine gibt ...