Fahrbericht Nissan Leaf: Er braucht das Vertrauen

Nissan Elektroautos müssen nicht winzig klein und unkomfortabel sein. Der Beweis ist der Nissan Leaf. Das Auto überzeugt als geräumiges Stadtmobil und vollwertiger Kompaktwagen. Aber mit der Grundangst vor der Elektromobilität geht er nicht besonders sensibel um.

http://www.spiegel.de/auto/fahrberic...829713,00.html
  1. #1

    Reicht die Weite?

    Das ist eben das Problem. Bei benzingetriebenen Autos ist die Reichweite ja auch begrenzt. Aber man wird sie an einem Tag kaum ausreizen, außer auf Reisen. Wenigfahrer tanken vielleicht einmal im Monat.

    Beim E-Auto ist nach jeder oder nach jeder zweiten Fahrt erstmal Schluss. Und wenn bei Kälte die Reichweite nochmals zusammenschmilzt, dann muss man schon ein großer Idealist sein. Und ein reicher Idealist noch dazu.
  2. #2

    Wer rechnen kann ist klar im Vorteil

    Wenn die Reichweite in abhängig vom Fahrprofil schwankt ist das keine absichtliche Verunsicherung sondern der Hochrechnung durch den Bordcomputer geschuldet.
    Ist bei meinem Dieselfahrzeug auch so. Besonders bei vollem Tank und starken Schwankungen im aktuellen Durchschnittsverbrauch kann dies Schwankungen der Restreichweite von mehreren 100 (!!!) Kilometer verursachen. Angst bekomme ich deshalb trotzdem nicht. Der Bordcpomputer kann nicht in die Zukunft schauen und mit aktuell vorhandenen Daten rechnen...und darum kann auch die Restreichweite schnell schrumpfen, wenn bei leerem Tank/leerer Batterie der Durchschnittsverbrauch ansteigt. Wen solche Überlegungen überfordern, sollte spätestens bei halb leerem Tank eine Tankstelle aufsuchen.
  3. #3

    Plug-In-Hybride statt nur-E!

    Genau die fehlende Reichweite ist der Grund, warum reine E-Autos in diesem Jahrzehnt keinen nennenswerten Durchbruch erleben werden - es sei denn, wir sehen eine unerwartet rasante Entwicklung bei einem der zahlreichen Akku-Typen, die entwickelt werden.

    Falls nicht, dürfte zumindest dieses Jahrzehnt den Hybriden gehören, E-Autos mit Range Extendern.

    Damit meine ich nicht Schicki-Micki-Gefährte wie den Mercedes E 300 Hybrid o.ä., die man nicht an der Steckose aufladen kann, sondern einfach nur für ein paar Kilometer das ökologische Gewissen beruhigen sollen und ein anderes Fahrerlebnis vermitteln.

    Vielmehr Chancen auf dem Massenmarkt haben Pkw mit 3 Elementen:
    *Plug-In, d.h. Lademöglichkeit an einer 230-Volt-Steckdose (auch wenn's lange dauert)
    * Plug-In an Drei-Phasen-Strom (E-Ladestationen)
    * und, vor allem: Verbrennungsmotor zur Reichweitenverlängerung (Range Extender).

    Wobei das Prinzip des Opel Ampera (= Chevrolet Volt) zu viel Technik beinhaltet. Einfache Konzepte, also rein serielle oder rein parallele Plug-Ins mit Range Extendern, mit nicht allzu viel Akku-Kapazität (aus Kostengründen) haben die nächsten Jahre eine realistische Chance auf nennenswerte Stückzahlen.
  4. #4

    1. Eine schwankende Restkilometeranzeige
    2. das angeblich "gewöhnungsbedürftige" Design.

    1. Bei jedem Verbrenner genauso
    2. Geschmackssache

    Ich lese hier, dass der Leaf wohl vieles richig macht. Leider wird das zu dem Preis nichts (für mich), aber jede neue Technik ist anfangs teuer. Es bleibt spannend.
  5. #5

    Zitat von Mannheimer011 Beitrag anzeigen
    Angst bekomme ich deshalb trotzdem nicht.
    Weil Sie mit dem auch quasi überall und jedezeit binnen 5 Minuten wieder volltanken können.
    Zitat von Mannheimer011 Beitrag anzeigen
    wenn bei leerem Tank/leerer Batterie der Durchschnittsverbrauch ansteigt. Wen solche Überlegungen überfordern, sollte spätestens bei halb leerem Tank eine Tankstelle aufsuchen.
    Wenn es aber nur eine Hand voll Tankstellen in ganz Deutschland gibt und eine Betankung mehrere Stunden dauert, dann ist das nicht so einfach mit mal eben Tankstelle aufsuchen und halb voll machen.
  6. #6

    Uninteressante Info

    Mich interessiert nicht, wieviele Kilometer ich vielleicht noch mit der Batterieladung fahren kann, sondern wieviel Ladung noch drin ist. Danach habe ich dann eben meinen Fahrstil zu richten. Warum ist so eine Kapazitätsanzeige nicht vorhanden?
  7. #7

    l

    ? Der Ladezustand wird doch angezeigt...
  8. #8

    Rechenschieber

    Zitat von c54 Beitrag anzeigen
    Mich interessiert nicht, wieviele Kilometer ich vielleicht noch mit der Batterieladung fahren kann, sondern wieviel Ladung noch drin ist. Danach habe ich dann eben meinen Fahrstil zu richten. Warum ist so eine Kapazitätsanzeige nicht vorhanden?
    Sie benötigen eigentlich beides. Ladungsanzeige und Restkilometer. Es sei denn Sie können anhand des Ladezustandes die Ihnen verbleibende Reichweite im Kopf ausrechnen.

    Ich kann in meinem Auto die Werte umschalten. Reichweite - gefahrene Kilometer - Durchschnittsverbrauch - aktueller Verbrauch, usw. Beim E-Auto ist die Reichweite das Wichtigste, denn sie ist ja so klein.
  9. #9

    k

    Ich verstehe ehrlich gesagt den Unterschied nicht, den sie hier machen.