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Fahndung nach Mädchenmord : Das Ermittlungsdebakel von Emden

dapd/ PolizeiEin Jugendlicher kommt nach dem Mord an einer Elfjährigen in Emden in Untersuchungshaft. Vor der Polizeiwache versammelt sich ein wütender Mob, im Internet gibt es Todesdrohungen gegen den vermeintlich Verdächtigen. Dabei ist er unschuldig. Jetzt stehen die Ermittler in der Kritik.

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  1. #60

    nachdenken?

    Zitat von oldrag Beitrag anzeigen
    Man sollte nicht übersehen, dass durch diese Überwachungsmechanismen nicht nur die Schuld bewiesen werden kann sondern auch die Unschuld. Mal drüber nachdenken.

    Überwachung beweist Unschuld???? Auf die Idee kam noch nicht mal Innenminister Friedrich. Und Schäuble damals auch nicht. Klasse Idee.... Verdächtig macht sich jeder, der den Ortungsdienst im Smartphone ausstellt.

    Mal Scherz beiseite - der Fall Emden zeigt ein Defizit in der Kapazität der Behörden auf. Niemand hat wohl damit rechnen können oder dran gedacht, dass in sozialen Medien so schnell so heftig reagiert werden würde. Forentrolle sind auch ausserhalb von Chats gefährlich.

    Ich denke, der Fall wird zu einem Umdenken führen. Nicht sofort, aber nachhaltig und das ist gut so.
  2. #61

    Zitat von Mephistodium36 Beitrag anzeigen
    Von einem Ermittlungsdebakel kann keine Rede sein. Die Festnahme des dringend Tatverdächtigen war geboten.
    Die Dringlichkeit des Tatverdachts sahen die Ermittler wodurch genau geboten? Das Bild dort oben, das den Täterkreis auf vielleicht 200.000 einengt, kann es ja wohl nicht gewesen sein.
  3. #62

    Zitat von Earendil77 Beitrag anzeigen
    ??? Waren "Gutmenschen" nicht immer die, die auf so Spasseken wie Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung pochten und "Kuscheljustiz" gut fanden? Ich bin verwirrt...
    Gutmenschen sind
    1) diejenigen, die aus ihrer Sicht gute Taten begehen, dabei aber nicht die eigene Moral teilen.
    2) Der Diskussionsgegner, der sich weigert, sich dem assozialen Verhalten anzuschließen.
  4. #63

    Kann ich nachvollziehen!

    Zitat von hugom23 Beitrag anzeigen
    auch genannt wurden bislang (widersprüchliche Alibis, ggf. Widerstand gegen Festnahme ("Geschrei bei Festnahme im Haus")

    Da hätte ich hier aber auch das ganze Haus zusammengebrüllt, wenn ich unschuldig bin und die Polizei mich verhaften und mitnehmen will !!!
  5. #64

    ?

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Es sollte sich jetzt ebenso eine Gruppe im Netz gründen die Satisfaktion für den unschuldigen jungen Mann fordert, die "Gutmenschen" welche ihm den Tod wünschten und zum Lynchen aufforderten benennen und deren Klarnahmen in das Netz stellen. Diese "Gutmenschen" sollten auch am Pranger stehen, vielleicht ist für die Zukunft hilfreich damit dieser Unsinn in Zukunft zu vermieden wird!
    Wenn ich so etwas lese bin ich auch für die Entanomysierung des Netzes.

    Erschießen? Foltern?

    Und dann kommt der Nächste, und fordert Ihren Kopf?

    Merken Sie eigentlich noch etwas?
  6. #65

    Frage + Hilfe

    Zitat von MünchenerKommentar Beitrag anzeigen
    ... warum gab es keinen Verteidiger, gab es überhaupt irgendeinen Haftgrund (nur ein Tatverdacht reicht dafür hinten und vorne nicht)?

    Allein die Mitteilung der Polizei der Verdächtige habe "kein Alibi" ist schon eine Zumutung, wenn dies in einem Tonfall geschieht, als ob jeder verpflichtet wäre, jederzeit und für alles ein Alibi haben zu müssen, weil er ansonsten praktisch sofort schuldig ist.
    1.) Wo stand eigentlich, dass ihm rechtlicher Beistand nach Gestetz verweigert wurde oder auch nur das es den nicht gab ?

    2.) Nochmals: Ja, es gab von der Staatsanwaltschaft bestätigte Haftgründe und nein, es lag nicht an "kein Alibi", was mehrfach durchgekaut wurde
  7. #66

    Zitat von Mephistodium36 Beitrag anzeigen
    Ideologisch verblendete Täterversteher und Gutmenschen tun ihr übriges.
    Ja, der "Gutmensch" hatte jetzt noch gefehlt. Hat diesmal lange gedauert. War diesmal aber natürlich auch etwas schwieriger, die Schuld an dem Lynchmob jetzt wieder den Vertretern der Rechtsstaatlichkeit in die Schuhe zu schieben.
  8. #67

    Zitat von funnyone2007 Beitrag anzeigen
    Nachtrag:

    Die Medien sollten mal vorsichtiger sein mit dem was sie schreiben, oder anders: gehören auf millionen verklagt.

    beispiel:
    Die Zeitung schrieb:

    Der miese Kindermörder von Emden (Niedersachsen): Er missbrauchte die kleine [...], tötete sie und ließ ihre Leiche in einer Blutlache im Parkhaus liegen! Die Kripo ist sicher:

    DER KILLER IST EIN SCHÜLER (17)!

    ___________
    Das liest sich so als stand es schon 100% fest, dass er es war und die Zeitung mit B war mal wieder dabei.. oder woher wiess sie etwas von einer Blutlache usw
    Da muss man wirklich fragen, wann diese widerlichen Hetzer, die sich als "Journalisten" tarnen, juristisch zur Verantwortung gezogen werden.

    Aber ich werde sowieso nie verstehen, wie man dieses Schmierblatt konsumiert (lesen kann man es nicht nennen) kann.
  9. #68

    Wiederholung

    Zitat von atzlan Beitrag anzeigen
    Das Bild dort oben, das den Täterkreis auf vielleicht 200.000 einengt, kann es ja wohl nicht gewesen sein.
    Nein, war es wie mehrfach dargelegt auch nicht ....
  10. #69

    Absolute NAchrichtensperre..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Jugendlicher kommt nach dem Mord an einer Elfjährigen in Emden in Untersuchungshaft. Vor der Polizeiwache versammelt sich ein wütender Mob, im Internet gibt es Todesdrohungen gegen den vermeintlich Verdächtigen. Dabei ist er unschuldig. Jetzt stehen die Ermittler in der Kritik.

    Fahndung nach Mädchenmord: Das Ermittlungsdebakel von Emden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    .. solange dem Verdächtigen das Verbrechen nicht nachgewiesen werden kann!

    Entfernen "undichter Stellen" aus dem Polizeidienst, und hohe Bußgelder für Medien, die sich nicht an das Verbot halten.

    Anders wird man Verdächtige etc.. nicht schützen können!








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