Forum


 

IT-Fachkräfte: Mangelware Nerd

CorbisJa, wo stecken sie denn? Computer-Experten sind in Deutschland eine seltene Spezies. Auch Finanzkrise und Rezession haben an diesem Fachkräftemangel nichts geändert. So kommt es, dass selbst Quereinsteiger auf dem IT-Jobmarkt gute Chancen haben. Ein Überblick.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...831872,00.html
  1. #30

    Geht mir genauso.

    Zitat von thehu2 Beitrag anzeigen
    Als studierter ITler und Freiberufler kann ich den Artikel zu 100% bestätigen. ....
    Natürlich gibt es große Unterschiede, so wird ein Linux/ Windows Administrator mit wesentlich weniger rechnen müssen, als ein SAP- Berater.
    ...
    Auch ich kann den Arikel bestätigen, gebe aber zu, dass die IT-Branche nun nicht durchgängig das gelobte Land ist. Doch kann man(und ich kenne eine ganze Reihe von Leute) ohne Probleme über Jahre hinweg deutlich 6-stellige Einkommen nach Hause tragen. Voraussetzungen sind: ein gefragtes Thema (SAP ist da sehr gut), Berufserfahrung, soziale Kompetenz und ein wenig Cleverness. Ich lebe selbst seit 14 Jahren von Themen rund um SAP-Basis, davon 6 als Freelancer. Und ich habe es noch nicht einen Tag bereut. Klar, manchmal ist es schon heftig mit der Arbeitsbelastung. Aber die Demotivierten um mich herum sind praktisch immer die Festangestellten.

    Und richtige Sorgen muss man sich auch nicht machen, denke ich, denn nach meiner Erfahrung hängen die meisten Firmen an ihrer IT wie die Junkies an der Nadel. Das deutsche Bildungssystem sorgt schon dafür, dass es nicht zuviel fähigen Nachwuchs gibt. Dass die Inder meinen Job übernehmen, sehe ich ebenfalls nicht. Schon die Tschechen schaffen es nicht wirklich.
  2. #31

    Von rosa Elefanten, fahrradfahrenden Fischen und Bitkom

    Seit 1998 gibt es das Berufsbild des Fachinformatikers mit den beiden Schwerpunkten Systemintegration und Anwendungsentwicklung und seit 1999 gibt es Bitkom.

    Seit der Gründung trägt dieser Verein regelmäßig das Märchen vom Fachkräftemangel in die Medien, welche es natürlich gerne weiterverbreiten.

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an und verweise auf die realitätsfremden Vorstellungen der Arbeitgeber bezüglich der Gehälter.

    Es ist idiotisch einen reell nicht existierenden Mangel zu beklagen bei den beschissenen Gehältern. Ich selbst verfüge über 10 Jahre Berufserfahrung als Anwendungsentwickler in mittelständischen Unternehmen mit Schwerpunkten Desktop- und Webapplikationen und Auslandserfahrung als Leiter der Entwicklungsabteilung bei einem quasimonopolistischen Verlag.

    Als ich bei einem Bewerbungsgespräch meinen Gehaltswunsch mit 45.000€ brutto beziffert habe, haben die Gesichter der beiden Entscheider ein fantastisches Wechselbad der Gefühle zwischen Irritation, Erstaunen und Ungläubigkeit für mich uraufgeführt.

    Wohlgemerkt in Frankfurt am Main und nicht irgendwo auf dem Land.

    Also nein, Bitkom ist bestenfalls eine Lobby für Arbeitgeber und ein sehr schlechter Realitätsindikator. Den Beruf des Informatikers kann ich auf garkeinen Fall mit gutem Gewissen Bekannten, Freunden oder Familie bzw. deren Kindern empfehlen.

    Wer in der IT glücklich werden und eine Familie gründen bzw. versorgen, für diese auch Zeit haben will, sollte sich eine Stelle im Ausland suchen und Deutschland hinter sich lassen; ganz ohne schlechtes Gewissen für mafiöse Lobbies und sklaventreibende Arbeitgeber.
  3. #32

    Schöne Bestätigung

    Zum Beitrag vom Meyer Klaus: Das klingt wie eine Bestätigung meiner These, dass sich die Unternehmen zu wenig an die Bewerber anpassen. Mal ein kleiner Tipp: Wenn Sie die guten Uni-Leute haben wollen, müssen Sie sie locken. Nicht mit Geld, sondern damit, dass Sie ihnen die Möglichkeit geben, ihre Vorlieben auszuleben. An der Uni hatten diese Leute nämlich ein Fachgebiet, in dem sie sich gut auskennen, und dessen Resultate sie gerne in die Unternehmen tragen würden. Die meisten Firmen sind leider nicht offen genug für solche Strategien. Ich habe da kein Mitleid.
  4. #33

    durchschnitt

    Zitat von fhmemo Beitrag anzeigen
    Solange der Bruttolohn unter dem Durchschnitt bleibt, solange herrscht kein Fachkräftemangel. Ich habe genug Kommilitonen, die als studierter IT-Fachkraft unter 35k€ verdienen. Da haben Elektroingenieure doch viel besser.
    Durchschnitt verdient auch nur Durchschnittsgehälter, das ist in der IT nicht anders.

    Nur weil man umgeschult hat oder ein Studium gewählt hat das "in" ist ein gutes Gehalt verspricht heißt das noch lange nicht dass man sofort ohne Beweiss seines praktischen könnens gleich richtig viel verdient.

    Es stimmt allerdings auch dass an der EDV gespart wird, da sind die falschen Berater im Vorstand die eher keine Ahnung haben was die IT können soll und was nicht. Vielfach sind auch die Stellenbeschreibungen völlig daneben, wie Gehalt eines 20 Jährigen, erfahrung wie ein 50 Jähriger und top Aussehen usw.
  5. #34

    Zitat von eigene_meinung Beitrag anzeigen
    Es gibt keinen Fachkräftemangel im IT-Bereich!
    Es gibt nur geldgierige (aber wenig qualifizierte) Vorstände, die nicht bereit sind, Fachkräfte angemessen zu bezahlen. Und es gibt aus Indien stammende Vorstände ("talentierte Manager") ehemals deutscher bzw. europäischer Firmen, die Fachkräfte massenhaft entlassen, um sie durch indische Programmierer zu "ersetzen".
    Fazit: Es gibt einen Mangel an IT-Fachkräften die unterbezahlt malochen wollen und sich von inkompetenten Projektmanagern zur S** machen lassen wollen.
  6. #35

    Zitat von Morgenstern064 Beitrag anzeigen
    Fazit: Es gibt einen Mangel an IT-Fachkräften die unterbezahlt malochen wollen und sich von inkompetenten Projektmanagern zur S** machen lassen wollen.
    Das ist völliger Schwachfug. Ich lebe und arbeite in Berlin und die Gehälter hier sind für Fachkräfte (also Dipl./Bachelor/Master mit relevanten Skills) traumhaft. Ebenso die Nachfrage, denn man wird schon seit langem "geheadhunted". Das zeugt definitiv von Fachkräftemangel. Ich kenne auch keinen halbwegs qualifizierten IT-ler, bei dem es anders ist.

    Vielleicht haben hier einfach ein paar Leute falsche Vorstellungen, was ein Fachkräftemangel ist. Ganz sicher fehlt es der IT nicht an "Irgendwas mit Medien"-Leuten. Die bekommt man überall in großen Mengen und dadurch eben günstig. Eine Fachkraft für Usability-Engineering oder Cloud-Computing ist dagegen schwer zu bekommen. Wir versuchen gerade, in Spanien und Italien zu rekrutieren (selbstverständlich zu deutschen Gehältern!). In Deutschland hingegen ist der Markt leergefegt. Erfahrene Fachkräfte können wenn überhaupt aus anderen Unternehmen teuer abgeworben werden. Und die Nachwuchskräfte von der Uni sind auch nicht einfach und günstig zu haben. Da muss man schon attraktive Angebote machen.
  7. #36

    BeepBeepBeep! Verbändepropaganda detected

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor ihnen rangieren lediglich IT-Administratoren, die für den reibungslosen Betrieb von Hard- und Software sorgen.
    Soll ich mal lachen? Sysadmins sind die mit Abstand am schlechtesten bezahlte Truppe unter den ITlern, selbst Zeitarbeit hat sich dort breit gemacht, das sagt eigentlich schon alles.

    Der Rest des Artikels ist auch so ein ausgemachter Schmarrn. Der gefragte SAP-Berater, jaja, und selbst Quereinsteiger (muss nur den Einschaltknopf finden) haben rieeesen Chancen. Die Realität sieht völlig anders aus. Wie wäre es mal mit Recherche und nicht einfach nur die vorgefertigten Presseartikel des Verbandes übernehmen?

    Das ist so jämmerlich schlechte Bitkompropaganda, war es mal wieder soweit eine Fachkräftemangelmeldung rauszuhauen Ist wieder ein Quartal um?
  8. #37

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    Das ist völliger Schwachfug. Ich lebe und arbeite in Berlin und die Gehälter hier sind für Fachkräfte (also Dipl./Bachelor/Master mit relevanten Skills) traumhaft.
    (...)
    Erfahrene Fachkräfte können wenn überhaupt aus anderen Unternehmen teuer abgeworben werden. Und die Nachwuchskräfte von der Uni sind auch nicht einfach und günstig zu haben. Da muss man schon attraktive Angebote machen.
    Erst sprechen Sie davon dass man angeblich traumhaft verdient, und dann geben Sie zwei Sätze später selbst zu dass beispielsweise Ihre Firma nicht bereit ist Mitarbeiter "teuer" abzuwerben und man Einsteigern nur "einfach und günstig" haben möchte.

    Das bestätigt ja das Bild - es gibt keinen massiven Mangel, es bleiben lediglich die Firmen auf der Strecke die billige Arbeitssklaven suchen!
  9. #38

    4-stelliges Gehalt

    Achtung: "Außerdem stimme das Gehalt: Als Angestellter bei einer mittelständischen IT-Beratung verdient er jährlich einen fünfstelligen Betrag mehr als früher. "

    Demnach verdiente er vorher ein 4-stelliges Jahresgehalt?
  10. #39

    Das Bild ist schonmal FAIL. Es gibt fast so gut wie keine weiblichen Nerds. Der Typ Nerd ist nämlich kein Modegag, sondern authentisch. Er ist auch viel seltener, als man üblicherweise denkt. Ein bisschen mit Computern herumfrickeln reicht da noch lange nicht aus.


TOP



TOP