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IT-Fachkräfte: Mangelware Nerd

CorbisJa, wo stecken sie denn? Computer-Experten sind in Deutschland eine seltene Spezies. Auch Finanzkrise und Rezession haben an diesem Fachkräftemangel nichts geändert. So kommt es, dass selbst Quereinsteiger auf dem IT-Jobmarkt gute Chancen haben. Ein Überblick.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...831872,00.html
  1. #20

    Zersplitterter Markt

    Meine Erfahrungen sind ganz anders. Ich bin seit 2005 selbständiger Informatiker, und habe fast nur Aufträge aus dem Ausland angenommen. Nicht des Geldes wegen, sondern weil meine Spezialisierungen in Deutschland schwierig an die Firma zu bringen sind (funktionale Programmierung, big data mit NoSQL) - in Deutschland gibt es schlicht zu wenige Firmen, die sich ganz nach vorne an die technologische Front wagen.

    Wenn ich mir die Anzeigen durchlese, werden immer nur Spezialisten und Experten gesucht. Der sogenannte Fachkräftemangel erscheint damit in ganz anderem Licht - in Wirklichkeit ist es ein Anpassungsproblem seitens der Unternehmen, die Probleme haben, sich selber so zu verändern, dass sie die Positionen besetzen können.
  2. #21

    Da liegt sie aber falsch ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ja, wo stecken sie denn? Computer-Experten sind in Deutschland eine seltene Spezies. Auch Finanzkrise und Rezession haben an diesem Fachkräftemangel nichts geändert. So kommt es, dass selbst Quereinsteiger auf dem IT-Jobmarkt gute Chancen haben. Ein Überblick.

    IT-Fachkräfte: Nerds sind Mangelware auf dem Arbeitsmarkt - SPIEGEL ONLINE
    Nun ja, wenn man "Nerds" sucht, wird man eben nicht leicht fündig. Diese Spezies ist ja noch ziemlich neu. Erfahrung hat sie auch noch nicht, allerdings ist sie wohl billig. Die Qualitätsprobleme der aktuellen Softwareentwicklung kann man im SPON-Forum selbst testen; sogar die Piraten berichten von massiven Praxisproblemen ihrer zentralen Kommunikationssoftware. Man sucht und findet schon seit Jahren die Falschen ( Maut, Elena, was Sie wollen ... )

    Bieten Sie dagegen fundiertes Wissen, locker 30 Jahre Erfahrung in der Weitergabe von Wissen, in der Entwicklung und Wartung von Anwendungen auf Mainframes, PCs und Midrangesystemen, exzellente Datenbankkentnisse, von diesen 25 Jahren ca. 15 Jahre SAP-Beratung ( Softwareentwicklung, betriebsinterne Anpassungen ), Datenbankdesign, kommunikative Kompetenz, hochgelobte Qualitäten in der Entwicklung von Oberflächen, betriebswirtschaftliches Spezialknowhow usw, dann sehen Sie alt aus. Ich muß sicher nicht hinzufügen, daß Wissen auch bezahlt werden muß - wohlgemerkt, kein Ehrensold.

    Hier wird die Werbetrommel für den Bitkom gerührt, der seit Jahren erfolgreich versucht, IT-Experten aus Drittländern zu Dumpingpreisen anzuwerben.
  3. #22

    Hm. Hier sind die Gehälter und Randbedingungen super und dennoch gibt es einen IT-Fachkräftemangel. Einfach weil alle bisherigen Interessenten total die Nulpen sind.

    Entweder sind es sozial nicht tragbare Vollnerds oder Quereinsteiger deren Softwareentwicklungen jedesmal neu gemacht werden muss weil die zu dämlich sind.

    Mittlerweile nimmt man lieber Spezialisten aus anderen Bereichen die dann nur noch Formeln etc. abliefern die von erfahrenen IT-Spezis umgesetzt werden. Ist einfach sicherer als einen weitereren selbsternannten Gott anzustellen.

    Der Mangel hier besteht aber auch da die wenigen fähigen Uniabsolventen (die meisten lassen sich ja ohne Eigenleistung durchschleifen) von den Uni nahen Firman abgeworben werden, bevor sie je auf dem Arbeitsmarkt sind. Übrig bleibt der Schund.
  4. #23

    Fachkräftemangel?

    Da lache ich aber.

    Ich suche seit Jahresanfang einen neuen Job (mein alter Arbeitgeber hat den Betrieb geschlossen).
    Bei mehr als 50 Bewerbungen bislang nur Absagen.
    Ich habe Frau und zwei Kinder, wer ein Angebot hat: Vancouverona@arcor.de.

    Danke.
  5. #24

    Solche Artikel (Titel: Nerd, richtig bescheuertes Bild) sind sehr hilfreich wenn es darum geht, insbesondere Frauen für den IT-Bereich zu begeistern. In meinem Arbeitsumfeld gibt es niemanden, der auch nur annähernd als Nerd durchgehen würde.
  6. #25

    Sicherheit des Angestellten-Daseins?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Doch ein vergleichsweise gutes Gehalt reicht vielen IT-Profis nicht aus. Immer mehr von ihnen tauschen die Sicherheit des Angestellten-Daseins gegen die Ungebundenheit eines Freiberuflers ein. Pfisterer schätzt, dass es in Deutschland bis zu 80.000 Freelancer gibt. Ihre Zahl steige kontinuierlich,
    Sicherheit des Angestellten Daseins? Der Artikel ist wohl aus dem Archiv hervorgeholt worden? Wer wird denn bei Outsourcing Maßnahmen zuerst berücksichtigt? Richtig! Die IT Abteilung. Von guter Bezahlung kann auch keine Rede sein. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass viele ihr Glück als Freelancer versuchen.
  7. #26

    Also als SAP/IT-Berater lässt sich wohl schon gutes Geld machen. Mein Bruder fing vor 3-4 Jahren mit ca. 40k an inkl. Firmenwagen (als Bachelor). Inzwischen ist er bei über 70k und deutlich besserem Dienstwagen.
    Dafür lebt er unter der Woche aber auch nur im Hotel.

    Als normaler Entwickler/Programmierer werden die Sprünge vermutlich nicht so ausschauen.
    Einstiegsgehalt für Uni-Absolventen aber auch hier ~40k.
  8. #27

    Naja

    Zitat von eigene_meinung Beitrag anzeigen
    Es gibt keinen Fachkräftemangel im IT-Bereich!
    Es gibt nur geldgierige (aber wenig qualifizierte) Vorstände, die nicht bereit sind, Fachkräfte angemessen zu bezahlen. Und es gibt aus Indien stammende Vorstände ("talentierte Manager") ehemals deutscher bzw. europäischer Firmen, die Fachkräfte massenhaft entlassen, um sie durch indische Programmierer zu "ersetzen".
    Jain. Das Problem ist, wie man IT-Fachkraft oder Experte definiert.

    Im Web-Bereich ist man als Geschäftsführer fast schon dumm, wenn man für simple Dinge, wie z.B. zum HTML- oder CSS-Coden, irgendeinen westlich studierten IT-Menschen mit Abschluss beschäftigt. Der Kostendruck ist dafür einfach zu hoch. Derartiges wird natürlich nach Indien ausgelagert, wo man selbst für ausgebildete Software-Ingenieure mit 10 Jahren Berufserfahrung maximal 15€/Std. zahlen muss, von einfachen "Code-Sklaven" ganz zu schweigen. Benötigt man jedoch jemanden, der sich z.B. mit Ajax richtig gut auskennt und Erfahrungen hat wird es schon schwieriger und teurer.
  9. #28

    IT lohnt sich

    Ich studiere Informatik an der Universität und habe jetzt im 4ten Semester einen Werkstudentenjob bekommen mit 13€ Stundenlohn. Das ist mehr als die meisten anderen Studenten aus anderen Bereichen in ihren Nebenjobs verdienen
  10. #29

    gefält mir...

    ... das gendergerechte Bild, des so typischen Nerds im Artikel. Finde ich klasse!








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