IT-Fachkräfte: Mangelware Nerd

CorbisJa, wo stecken sie denn? Computer-Experten sind in Deutschland eine seltene Spezies. Auch Finanzkrise und Rezession haben an diesem Fachkräftemangel nichts geändert. So kommt es, dass selbst Quereinsteiger auf dem IT-Jobmarkt gute Chancen haben. Ein Überblick.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...831872,00.html
  1. #200

    Zitat von die_kriese Beitrag anzeigen
    hallo wahrsager und sap_berater,

    nach 10 jahren im betrieb und mit 51 dachte ich: das sitze ich aus.
    Also da hätten sie noch 14 Jahre bis zur Rente gehabt. Mal Hand aufs Herz, wenn sie von heute mal 14 Jahre zurück rechnen, hat sich die Welt schon stark verändert, oder?

    Wenn ich überlege, dass damals der Backbone von manchem Provider 32 Mbit war und alle mächtig stolz darauf waren, bekommt man dies heutzutage für Privathaushalte zur Verfügung gestellt. Von Laptop und Smartphone will ich erst gar nicht reden.

    pustekuchen. mit dem outsourcing kamen dann die unfreundlichen gespräche: da ist ein falsches datum auf der checkliste, sie sind da 2 minuten zu spät gekommen - rausekeln der leute.
    Wie gehen sie mit Veränderung um und was machen sie daraus? Ich kenne Menschen, die haben sich verbittert zurück gezogen und andere haben probiert, das Beste aus der Situation zu machen.

    mein job macht jetzt ein inder.
    als angestellter wird man auch mit 45 rausgeekelt. ja man hätte beamter werden sollen.
    Das sehe ich anders, nur kenne ich einige Menschen, die es sich gemütlich gemacht haben auf ihrer Arbeit und wehe es gibt eine Änderung. Aber Änderungen gibt es immer wieder, und es wird sie auch zu jeder Zeit geben.

    oder am besten in's ausland gehen. dort sind mitarbeiter mit erfahrung eher willkommen als hier im land der zeitarbeit.
    Stimmt nicht ganz, ich kenne Menschen, die durchweg Vollzeit arbeiten gehen, aber die sich mit gewissen Dingen abgefunden haben, z.B. zu Reisen. Wenn sie das akzeptiert haben, dass dies für hochqualifizierte Berufe nicht mehr anders geht, dann sind sie einen Schritt weiter. Es ist einfach so, denn die Unternehmen wachsen vorwiegend im Ausland.

    Was machen sie denn jetzt die nächsten 14 Jahre? Sich darüber ärgern, dass sie nicht im kohlschen Sinn alles "aussitzen" konnten oder sind sie nochmal bereit, sich zu verändern?
  2. #201

    Nerds will aber keiner

    Google doch mal bitter zuerst jemand nach der Definition eines Nerd. Bei Wiki wird jemand wie ich beschrieben, der sich auch noch von Amtswegen als Schizophren (...heute gehts uns gut...) bezeichnen lassen muss. Gesucht werden vom und im System gebildete Facharbeiter, aber sicher keine Nerds oder Autodidakten. Entsprechend kriegen Typen wie ich nur looser jobs am untersten Ende (Apple CallCenter Cork, IBM Dublin IT Support HP Amsterdam), aber nie im Leben nen 40k job bei SAP (die ham auch nen callcenter in Irland).
  3. #202

    Kaum vorstellbar

    Der Beispiel-SAP-Berater scheint mir ein Selbstgebackener zu sein. Ehrlich gesagt kann ich mir kaum vorstellen, dass man nach nur 2 Jahren Berufserfahrung ein so gefragter Berater ist. Da ist wohl ein bisschen mehr an Berufserfahrung gefragt, ehe man mit seinem Profil zum gefragten Kandidaten wird. Der Mann wäre ja noch Junior-Berater. Prozesswissen ist übrigens nicht alles. Da gehört schon eine Menge mehr dazu ein gefragter Consultant zu werden.
  4. #203

    man stelle sich vor

    Jemand ist Dipl.-Ing und gehört mit 35 zum alten Eisen als SAP-Entwickler .. wie krank diese Gesellschaft doch ist
  5. #204

    man stelle sich vor

    Jemand ist Dipl.-Ing und gehört mit 35 zum alten Eisen als SAP-Entwickler .. wie krank diese Gesellschaft doch ist
  6. #205

    optional

    Bin selber IT-Fachkraft und auf Jobsuche. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass der IT-Fachkräftemangel ein Märchen ist. Egal wie viel Berufserfahrung oder ob man einen akademischen Abschluss hat: den Job kriegen nicht die Nerds, sondern Kandidaten mit "Soft Skills". Es nervt nur noch, dass man überall hört: aber in der IT gibt es so viele Jobs... Ich habe schon über 40 Bewerbungen geschrieben, 10 Vorstellungsgespräche und nur Absagen. Wenn es wirklich einen Fachkräftemangel gäbe, wäre es doch nicht so verdammt schwer, einen Job zu finden.