Fachkräfte: Bewerbersuche im Kindergarten

Foto: Christian O. Bruch; Illu: Sarah KnorrEine codierte Pizza, ein fertiger Arbeitsvertrag für einen Unbekannten: Die Menschenfischer in den Konzernen werden immer findiger, um begehrte Fachkräfte anzuheuern. Doch in diesem Kampf um die Talente wird es immer schwerer, überhaupt noch wahrgenommen zu werden.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...841297,00.html
  1. #1

    Wir habens kapiert

    Lieber Spiegel, wir habens kapiert! BWLer werden gesucht und und beworben. Und für Ingenieure gibts nen Fachkräftemangel. Komisch nur, dass letztere dann nicht umworben werden...
  2. #2

    Wer will schon zur Telekom

    Ist mir klar, dass der Personaler von der Telekom Kopfstände macht, um gute Leute zu bekommen. Telekom ist nun mal ein Unternehmen, da möchte ich noch nicht mal Kunde sein. Wer von einem Praktikum, vielleicht noch unbezahlt, von einen Erfolg spricht, der findet auch die Sklaverei als noch zu teuer. Es ist so einfach Leute zu bekommen, zahlt einen anständigen Lohn, faire Arbeitsverträge und schafft gut Arbeits- und Lebensbedingungen. Bei beiden liegt vieles in Argen, was die Erhöhung der Anzahl der Ausgebrannten und ps. Krankheiten zeigt.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Auf Anzeigen reagiert heute kaum noch jemand", erklärt Telekom-Personaler Marc-Stefan Brodbeck den spielerischen Erfolg. "Gerade die Young Professionals wollen keine Jobs suchen, sondern gefunden und angesprochen werden."
    Ja nee, is klar. In meinem Bereich (Naturwissenschaftler mit Promotion) läuft zur Zeit noch fast alles über Anzeigen oder über die homepages der Unternehmen. Was über die einschlägigen Portale (stepstone, monster, xing) an Angeboten reinkommt, z.B. über headhunter, kann man sich meist in die Haare schmieren. Hatte da bisher nur einen wirklich professionellen headhunter dabei, der sich wirklich Mühe gegeben hat. Vielleicht wird da noch was draus. Der Rest der Bande war eher nicht zu gebrauchen. Nein, ich möchte nicht für ein Jahr nach China und meine Frau hier allein sitzen lassen oder als Vertreter Leute nerven. Und nein, für über 10000 € brutto/a unter Wert verkauf ich mich auch nicht... Was denken sich die Leute? Von einem war for talents hab ich noch nichts gemerkt. Eher von einem Kampf um Leute, die miese Jobs für wenig Geld erledigen.
  4. #4

    Es ist schon immer spannend diese unglaublichen Artikel zu überfliegen.....Anstatt soviel Geld in das Bewerbermarketing etc.. zu setzen, sollten die Arbeitgeber anfangen angepasste Löhne zu bezahlen...Ferner ist eine grundsätzliche Risikoscheu von Personalabteilungen zu erkennen, finde ich nicht den optimalen Kandidaten, dann suche ich lieber nochmal Monate weiter, besetze am Ende die Stelle u. Umständen nicht anstatt ein kalkulierbares Risiko (Probezeit) einzugehen und vielleicht schlecht qualifiziertere Bewerber einzustellen die bei Erkennung dieser Chance eine deutlich bessere Arbeitsmentalität an den Tag legen würden (sicher nicht alle, aber ein Versuch ist es allemal wert). Ich bin mir sicher, dass wir bei den aktuellen realen Arbeitszlosenzahlen noch genügend Potential für den ach so hohen Fachkräftemangel finden kann....Im übrigen sollte man sich mal die Lohnentwicklung in den letzten 10 Jahren bei diesen Positionen ansehen, ich kenn noch keine Ingenieure die mit mehr als 40-60.000 Euro einsteigen, kenne eher viele die bei 60.000 Euro stehen bleiben....aber solange die Medien weiter Ihre Deinformationsstrategie und Hysterie weiter verfolgen wird sich wohl kaum etwas verändern.
  5. #5

    Selten ...

    ... so einen aufgeblasenen Artikel gelesen. Wer so viel heiße Luft absondert, hat immer was zu kaschieren.

    Motto: Laut drüber reden, wie toll man doch ist. Mehr Schein als Sein. Zeit, dass einige mal wieder auf dem Boden landen und eine bescheidene Bodenständigkeit zeigen. Das sind nämlich Eigenschaften, die wirklich seriöse Arbeitgeber zu schätzen wissen. Dass in bestimmten Branchen solche Heissturbinen gerne aufgenommen werden (z.B. so einige sehr große Unternehmensberatungen) glaub ich allerdings gerne.
  6. #6

    Ich kann jedem....

    ...der sich für eine qualifizierte Fachkraft hält und durch diese regelmässigen Artikel gebauchpinselt fühlt, einen ernstgemeinten Rat geben: berwerbe dich (gerne gleich ein dutzend Mal) bei den bekannten Unternehmen jeglicher Branche und warte mal auf die Rückmeldung. Soviel schon vorweg, viel zu tun wird nicht sein. Das sollte jeden wieder auf den Boden der Tatsachen holen bzgl. dem eigenen Marktwert.

    Gruß aus der Automobilindustrie
  7. #7

    Headhunter... aufdringliches Volk

    mir ist das mal passiert, daß ich (um nen Job zu kriegen) daß ein Headhunter meinen Lebenslauf frisiert hat.... 5 Jahre später, bei einer Firmenübernahme frägt mich denn mein Chef ob meinem Werdegang, der wäre doch etwas seltsam für einen Ingenieur... ich antwortete ich bin keiner, dann zeigten sie mir einen Lebenslauf, den ich so nicht geschrieben hab. Aber ein Headhunter in der Schweiz hatte den CV wohl "weiterverkauft", und nach zwei Interviews hatte ich den Job. Allerdings rufen mich diverse Schweizer immer noch an, nur will ich von einem der renommiertesten Unternehmen mit festem Verrtag und diversen Goodies eigentlich weg? Nein. Ich bin froh daß ich da bin, und die sind froh daß ich da arbeite zu echt anständigen Konditionen....
  8. #8

    Ich...

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Ist mir klar, dass der Personaler von der Telekom Kopfstände macht, um gute Leute zu bekommen. Telekom ist nun mal ein Unternehmen, da möchte ich noch nicht mal Kunde sein. Wer von einem Praktikum, vielleicht noch unbezahlt, von einen Erfolg spricht, der findet auch die Sklaverei als noch zu teuer. Es ist so einfach Leute zu bekommen, zahlt einen anständigen Lohn, faire Arbeitsverträge und schafft gut Arbeits- und Lebensbedingungen. Bei beiden liegt vieles in Argen, was die Erhöhung der Anzahl der Ausgebrannten und ps. Krankheiten zeigt.
    Was für eine plakative Antwort auf einen Artikel und ein Zeugnis dafür das man sich nicht über die Chancen in der Telekom informiert hat. Ich gebe es gleich zu; ja ich arbeite bei der Telekom und vor ein paar Jahren hab ich meine ersten Schritte als Praktikantin gemacht - übrigens bezahlt. Mittlerweile arbeite ich seit 7 Jahren in unterschiedlichen Funktionen dort und ich kann sagen ich fühle mich wohl. Zu den Themen die hier angeschnitten werden; die Telekom bezahlt Praktika sogar solche die als Vorpraktikum (vor Aufnahme eines Studium) bezeichnet werden. Noch besser ist als erstes Unternehmen bietet sie ein Flexikum an, ein vergütetes Praktikum das sich nach den zeitlichen Möglichkeiten der Studenten richtet. Faire Arbeits- und Lebensbedingungen sind Teil der verschiedenen Pakete die für die Mitarbeiter nutzbar sind nachzulesen hier: Deutsche Telekom: Warum Telekom? . Damit ist nicht nur der Begriff Work-life-Balance gemeint sondern ein ganzer Blumenstrauß an Themen. Sie merken schon, ich bin Stolz bei der Telekom zu sein und dazu stehe ich auch.