Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo*Weichert droht Facebook-Nutzern, die ganze Welt schaut auf das kleine Bundesland. Am Mittwoch bat die Landespolitik Weichert und Facebook zum klärenden Gespräch. Nun wollen sie endlich öfter miteinander reden.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...784969,00.html
Ist ihnen schon aufgefallen, dass es sich bei ihrem Link um ein deutsches Gesetz handelt. Facebook hat aber keinen Sitz in Deutschland und ist entsprechend nicht an deutsches Recht gebunden.
Wenn sie im Auslandsurlaub ein Geschäft betreten gelten dort auch keine deutschen Gesetze.
Sie verkennen und vertauschen Ursache und Wirkung: Natürlich wäre es möglich, sich im Alltag mit ner Knarre vor bösen Buben zu schützen, aber ich glaube, dass die Ansicht allgemein anerkannt ist, dass das Pferd damit vom falschen Ende her aufgezäumt würde. Und von welchem Naturgesetz könnte man die zwingende Kostenlosigkeit ableiten? Blendgranate ohne Aussage.
Wie jedem anderen "Verein" steht es den "armen sozialen Netzwerke" durchaus frei, Mitgliedsbeiträge zu erheben.
... das EU-Datenschutzrecht ist zu 99 % vereinheitlicht. Und Facebook hat einen Sitz in Irland.
Dennoch sind nach Datenschutzrecht die Webseitenbetreiber an vorderster Front verantwortlich, weil diese den Datentransport zur rechtswidrigen Speicherung in den USA (oder sonstwo! wir sollen es nicht wissen!) bewirken.
Und Ihre Aussage, soweit gehe nicht einmal Weichert, ist polemisch und falsch. Er hat klar geschrieben, warum er nicht gegen facebook direkt vorgeht. Und ich finde das plausibel und richtig.
Datenschutz ist Menschen- und Grundrecht. Ohne Datenschutz, keine Menschwürde. Die Diktatoren und sonstigen Datenausbeuter aller Länder bedanken sich bei facebook/Google+ für die Datensammlung.
Facebook ist die Fortführung von Big Brother auf globaler Basis und genauso stinkend langweilig. Dass der arabische Frühling versehentlich zu einer nützlichen Anwendung von Facebook geführt hat, wird mal eine ironische Fussnote der Geschichte werden. Wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen: der arabische Frühling hat sich des Werkzeugs Facebook mangels besserer Mittel bedient, aber mitnichten hat Facebook zum arabischen Frühling geführt.
Seitenbetreiber X hat den Button von Seitenbetreiber F auf seiner Seite eingebunden.
Besucher B besucht nun X's Seite, OHNE den Button zu betätigen, worauf der Button trotzdem entsprechende Informationen über B an Seitenbetreiber F sendet.
Jetzt wollen Sie mir sagen, der allerärmste Seitenbetreiber F kann sich nicht gegen den Empfang der Daten wehren?
Na, dem ärmsten kann mit dem Zwang zum Zweitklick abgeholfen werden. Ich als "mündiger Bürger" würde nämlich tatsächlich gerne entscheiden, wer meine Daten bekommt, und als ebenso mündiger Bürger finde ich die Automatismen unerträglich, die inzwischen überall Einzug gehalten haben.
Bitte ersparen Sie mir/uns jetzt wieder den Hinweis auf entsprechende Dienstprogramme:
Was Sie damit argumentativ veranstalten ist in Wirklichkeit wieder nur die alte "wer nix zu verbergen hat, hat auch nix zu befürchten"-Nummer.
Und auch Ihnen sei ins Poesiealbum geklebt, dass DAS was man zu verbergen hat, immer vom Suchenden festgelegt wird, niemals vom "Besuchten".
Selbstverständlich "reicht" gesetzlicher Zwang ....
Es reicht aber auch schon die Einwilligung des Betroffenen.
Und die hat facebook nicht.
Falsch. Das ULD speichert eben nicht die IP.
Falsch. Die Störerhaftung gibt es schon seit 100 Jahren.
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1004.html
Hinweis: Das BGB entstand vor der Wende vom 19. zum 20 Jahrhundert ...
Die haben Sie auch nicht und wir streiten ja nur darüber, wer sie haben müsste.
Ich habe nur das BDSG zitiert und das besagt klar, dass derjenige, der Daten speichert eine Einwilligung dazu haben muss. Und facebook behauptet ja noch nicht einmal, diese, insbesondere von Nichtmitgliedern, zu haben.
Es geht nicht um Schuld und Unschuld, es geht wie gesagt darum, dass man eine Einwilligung des Betroffenen in die Speicherung seiner Daten benötigt.
Das will er auch gar nicht.
Wie kommen Sie dazu?
Normalerweise wird datenschutzbesorgten Bürgern Paranoia unterstellt .... ;-)
Er will nur das europäisch vereinheitliche Datenschutzrecht durchsetzen.
Das ist wichtig und richtig.
Es geht um die Menschwürde, unsere Demokratie und unsere Gesellschaft, die mit einem gläsernen Bürger nicht funktionieren kann. Es geht um Freiheit.
Facebook kann sich nicht dagegen wehren, dass ein speziell für den facebook-Knopf erstelltes Code-Schnipsel Informationen sendet? ;o)
Entweder sie sind ein grössere Spassvogel als ich dachte oder haben immer noch nicht verstanden, dass durch die blosse Existenz des Buttons schon Daten gesendet werden - OHNE ihn zu benutzen.