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Facebook vs. Datenschützer: Showdown in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo*Weichert droht Facebook-Nutzern, die ganze Welt schaut auf das kleine Bundesland. Am Mittwoch bat die Landespolitik Weichert und Facebook zum klärenden Gespräch. Nun wollen sie endlich öfter miteinander reden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...784969,00.html
  1. #100

    Vorteil: Facebook erspart uns Folter

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Facebook statt Folter
    Früher hätte man einen Verdächtigen foltern müssen, um an seine Kontaktpersonen zu kommen. Heute reiche da manchmal schon ein Blick auf Facebook.
    Ich finde, Sie haben es auf den Punkt gebracht.
    Besser als ich es hätte können.
    Vorteil: Facebook erspart uns Folter
    Und erstmals in diesem Thread bin ich Ihrer Meinung.
    Ich finde das prima, dass Menschenrechtler nun nicht mehr gefoltert werden müssen, um die Namen ihrer Mitstreiter zu erfahren.

    Ich würde jetzt gern hier irgendwo einen Like-it-Button drücken ... so positiv habe ich das noch nicht gesehen. Aber Sie haben Recht.
    Und Assange (wikileaks) hat das auch schon so wie Sie gesehen, indem er sagte:

    "Facebook ist eine fürchterliche Bespitzelungsmaschine"

    http://www.golem.de/1105/83192.html

    Diesmal stimmt der Link?
  2. #101

    Google gibt Blogger-IP an Gericht

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Erstens kann man ganz einfach Suchanfragen bei Google völlig anonym durchführen und zweitens ist mir nicht klar wie ich jemanden durch eine Websuche beleidigen könnte. Haben sie nähre Informationen zu diesem „Fall“?
    http://www.heise.de/newsticker/meldu...ht-200200.html

    Hier mit dem Komfort von Kommentaren, zumeist juristisch vorgebildeter ...
    http://www.lawblog.de/index.php/arch...ip-an-gericht/
    Und dass das Alltag ist lesen Sie hier:
    https://www.google.com/transparencyr...nmentrequests/
  3. #102

    Datenaggregation ....

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Damit widersprechen sie ihrer früheren Aussage von der totalen Kontrolle durch Facebook und Google.
    ... nein, nein. Sie halten doch Google und facebook nicht für so dumm, wie mich?
    Die haben ganz andere Möglichkeiten.
    Ich muss das hier nebenbei machen, habe nur meinen PC und Google/facebook hat davon geschätzte 1.000.000.000.
    Ich habe auch keine tausende auf diese Fragen geschulte Mitarbeiter.
    Und vor allem habe ich nicht diesen immensen Datenbrei, dessen Größe mit dem normalen Zahlensystem nicht mehr beschreibbar ist.
    Und mit Hilfe geschulter tausender Mitarbeiter und einfacher oder, wenn eh schon vorhanden, hochintelligenter Filtertechniken kann man aus diesem Brei in Sekunden ein Persönlichkeitsdossier machen.

    Also das könnte ich ja doch beinah selbst ... ;-)
    Und Sie halten die doch nicht für dumm?
  4. #103

    ...

    wenn google "kein interesse" mehr an schleswig-holstein, oder deutschland algemein hat, dann stellt sich mir die frage, warum ich vor ein paar wochen erst einem google street view auto in einer stadt in schleswig-holstein begegnet bin?!?

    ich wünsche herrn weichert alles gute.
    bestimmt kein leichter job, die meisten menschen kapieren sein ansinnen nicht und kapieren die ausmaße der datensammelei ebenfalls nicht.
  5. #104

    Schadensmeldungen

    Zitat von zimmermannrobert Beitrag anzeigen
    Und mit Hilfe geschulter tausender Mitarbeiter und einfacher oder, wenn eh schon vorhanden, hochintelligenter Filtertechniken kann man aus diesem Brei in Sekunden ein Persönlichkeitsdossier machen.
    Der wichtige Punkt ist das : kann.

    Die bloße Möglichkeit eine Straftat zu begehen ist selbst noch nicht zu verbieten.

    Die einzigen Ausnahmen sind Möglichkeiten den Rechtsstaat als solches zu Schaden oder in Falle der physischen Gefährdung von Personen.

    Beides ist hier nicht der Fall und daher ist die bloße Möglichkeit ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen selbst gar kein Problem.

    In dem Moment in dem es für eine Person schädigende Maßnahmen eingesetzt wird , dann kann man wegen genau diesem schädigenden Einsatz rechtlich gegen den Verursacher vorgehen.

    Außerdem verwechseln hier die Kommentatoren auch immer den Datenschutz gegenüber einem Staat und dem Datenschutz gegenüber einem Unternehmen.
    Der Staat darf natürlich nicht die Möglichkeit bekommen verdachtsunabhängig Profile zu erstellen, da eben dieses die Rechtsstaatlichkeit bedroht. Für ein Unternehmen besteht dieses eben gerade nicht.
  6. #105

    Durchstoßen einer hauchdünnen Membran ...

    Zitat von pax Beitrag anzeigen
    Der wichtige Punkt ist das : kann.
    Die bloße Möglichkeit eine Straftat zu begehen ist selbst noch nicht zu verbieten.
    Die einzigen Ausnahmen sind Möglichkeiten den Rechtsstaat als solches zu Schaden oder in Falle der physischen.....
    Ich verstehe Ihren Ansatz, aber das BDSG gilt auch für private Unternehmen.
    Und ihr erster Gedanke ("kann"), der ist auch interessant. Den findet man etwa so im Gesetz, dort Absatz 1:
    (1) Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener).

    http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__3.html

    Und darauf bezieht sich der Titel meines Beitrags, genauer auf die Bestimmbarkeit der Person, deren Daten verarbeitet werden.

    Ab wann ist es lächerlich, wenn eine Datenkrake sagt: Aber ich ordne doch die Daten gar keiner natürlichen Person zu?

    Wenn sie dafür 0,2 Sekunden oder 3 Sekunden benötigt?
  7. #106

    Möglichkeiten

    Zitat von zimmermannrobert Beitrag anzeigen
    Ab wann ist es lächerlich, wenn eine Datenkrake sagt: Aber ich ordne doch die Daten gar keiner natürlichen Person zu?

    Wenn sie dafür 0,2 Sekunden oder 3 Sekunden benötigt?
    Von mir aus kann sie das sogar in 0.0001 Sek machen KÖNNEN, solange sie es aber nicht macht, macht sie es eben nicht.

    Mit einem schnelle Auto KANN ich auch wenn ich am Geschindigkeitslimit fahre innerhalb von 2 Sekunden dieses Limit überschreiten. Einfach so , technisch möglich, aber das bedeutet noch lange nicht, dass Autos so konstruiert werden müssen dass es grundsätzlich nicht möglich ist.
  8. #107

    .

    Zitat von pax Beitrag anzeigen
    Von mir aus kann sie das sogar in 0.0001 Sek machen KÖNNEN, solange sie es aber nicht macht, macht sie es eben nicht.

    Mit einem schnelle Auto KANN ich auch wenn ich am Geschindigkeitslimit fahre innerhalb von 2 Sekunden dieses Limit überschreiten. Einfach so , technisch möglich, aber das bedeutet noch lange nicht, dass Autos so konstruiert werden müssen dass es grundsätzlich nicht möglich ist.
    Das hier Unsicherheit herrscht, liegt letztlich nur daran, dass die Definition der personenbezogenen Daten nicht entgültig ist. Ob das gewollt ist, weiß ich nicht. Aber es ist nicht einfach, wenn nicht unmöglich, hier alle unter einen Hut zu bringen. Datenschutz ist wichtig und vor allem diskussionswürdig, gerade im Hinblick auf Datenkraken wie Facebook oder Google.

    Richtig interessant wird die ganze Problematik aber sowieso erst, wenn der politische Wind wieder rauer wird. Im Kuschelkabinett der Demokratie ist das schlimmste eben die prsonifizierte Werbung, der Dreck, der mit verschnittenen Daten schon heute angerichtet werden kann (bekanntes Schlagwort: Scoring), kommt nur in guten Abständen nach oben. Dann interessiert mich auch, wie der geneigte "Selbstverantwortliche" plötzlich da steht, weil seine krumme Nase mit drei Klicks auffindbar ist, wo sonst schon noch ein bisschen Einsatz dazugehört hätte...
  9. #108

    null

    Zitat von Moewi Beitrag anzeigen
    Sie verkennen und vertauschen Ursache und Wirkung: Natürlich wäre es möglich, sich im Alltag mit ner Knarre vor bösen Buben zu schützen, aber ich glaube, dass die Ansicht allgemein anerkannt ist, dass das Pferd damit vom falschen Ende her aufgezäumt würde.Und von welchem Naturgesetz könnte man die zwingende Kostenlosigkeit ableiten?Blendgranate ohne Aussage.
    Wie jedem anderen "Verein" steht es den "armen sozialen Netzwerke" durchaus frei, Mitgliedsbeiträge zu erheben.
    Aber man kann dem 'bösen Buben' auch nicht verbieten, irgendwo herumzulaufen, wenn er gar nichts gemacht hat, bzw. mit seiner Pistole nur als Jäger(mit Jagdlizenz) jagt.

    Zitat von kumiori Beitrag anzeigen
    … ABER … haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht was Tracking seitens der Werbewirtschaft eigentlich bedeutet?

    Der Sinn hinter dem Tracking ist, dass Ihnen Werbeanzeigen gezeigt werden, die für Sie möglichst relevant und interessant sind. Das heißt das derjenige der die Anzeigen schaltet möglichst wenig Streuverlust hat und dadurch seinen Marketingetat möglichst effektiv einsetzt.

    Anderseits hat auch derjenige der die Anzeigen ausliefert (z.B. SPON) ein großes Interesse daran, möglichst nur Anzeigen auszuliefern die auf den jeweiligen Seitenbesucher passen. Klar, damit der Seitenbesucher möglichst viele Anzeigen anklickt und dadurch möglichst viel Geld in die eigene Kasse kommt.

    Aber hallo! Wir nutzen alle ganz selbstverständlich kostenlose Angebote wie SPON, Facebook, XING, Browsergames, Routenplaner, Online-Lexias, Kartendienste, Wettervorhersagen, Singelportale und Pornoseiten. Und wie wird das alles finanziert? Na? Genau, durch Werbung. Und je effektiver die Werbung ist, desto höher sind die Etats der Anbieter dieser kostenlosen Angebote und desto besser sind auch die Angebote.

    Die Währung für diese kostenlosen Angebote sind IHRE Daten, damit die Werbung eben möglichst exakt und effektiv ausgeliefert werden kann.

    Wenn Sie möglichst wenig oder gar kein Tracking wünschen, empfehle ich Ihnen einfach nur noch kostenpflichtige, werbefrei Angebot zu nutzen. Rufen Sie Internetseiten nur noch direkt über die URL in der Adresszeile auf und verzichten Sie auf eine Suche bei Google oder andren kostenlosen Suchmaschinen. Verzichten Sie auf Facebook und melden sie sich z.B. mit einem kostenpflichtigen und werbefreien Accout bei XING an, hören Sie die Wettervorhersage im Radio (schließlich bezahlen Sie GEZ-Gebühren) und kaufen Sie sich einen Stadtplan oder eine Landkarte bevor Sie Google-Maps oder den kostenlosen Routenplaner auf Ihrem Handy nutzen. Sie werden sehen, Ihr Cookie-Verzeichnis wird sich rapide leeren.

    Nochmal … die Währung für kostenlose Angebote im Internet sind Ihre Daten. Aktionismus und Angstgetue ist kontraproduktiv! Denken Sie daran, wenn Sie sich nachher noch kurz informieren wie das Wetter am Wochenende an Ihrem Urlaubsort ist oder wenn Sie mal noch kurz bei Youporn vorbeisurfen.
    Es gibt die nicht kostenlosen Netzwerke schon, und wer etwas gegen die Werbungsmacherei hat, soll sich wie in dem Beitrag verhalten.

    Und wenn Facebook auf einmal Mitgliedsbeiträge erheben würde, wäre ein Großteil nicht mehr dort sondern vielleicht bei Google+ und auf einmal würden sich alle darüber beschweren, wie Google bloß +1 Buttons anbieten kann.
    Dass diese die kostenlosen Dienste erst ermöglichen, erkennen nur die wenigsten.

    Gruß
    vanGoss
  10. #109

    null

    Zitat von nordschaf Beitrag anzeigen
    Facebook ist die Fortführung von Big Brother auf globaler Basis und genauso stinkend langweilig. Dass der arabische Frühling versehentlich zu einer nützlichen Anwendung von Facebook geführt hat, wird mal eine ironische Fussnote der Geschichte werden. Wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen: der arabische Frühling hat sich des Werkzeugs Facebook mangels besserer Mittel bedient, aber mitnichten hat Facebook zum arabischen Frühling geführt.
    Aber der arabische Frühling brauchte durchaus ein kostenloses Netzwerk, und Facebook hat vor allem deshalb so gut gedient, weil es die Werbeeinnahmen sinnvoll zu neuen Technologien führte.
    Und von wegen kostenlos verweise ich noch einmal auf den Beitrag mit Xing








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