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Facebook-Studie: Gegensätze stoßen sich ab

Freunde teilen meist*viele Ansichten - doch warum das so ist, stellt Forscher vor Rätsel.*Sind Gemeinsamkeiten die Voraussetzung für eine Freundschaft, oder gleichen*sich Freunde*erst mit der Zeit einander an? Eine Facebook-Studie zeigt jetzt eine klare Tendenz. *

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...804806,00.html
  1. #1

    Warum ein Forschungsprojekt?

    "Die Ähnlichkeiten waren ein Grund dafür, dass sie überhaupt Freunde geworden sind."

    Wer hätte das gedacht ...
  2. #2

    Freunde???

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Freunde teilen meist*viele Ansichten - doch warum das so ist, stellt Forscher vor Rätsel.*Sind Gemeinsamkeiten die Voraussetzung für eine Freundschaft, oder gleichen*sich Freunde*erst mit der Zeit einander an? Eine Facebook-Studie zeigt jetzt eine klare Tendenz. *

    Facebook-Studie: Gegensätze stoßen sich ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Die Studie sagt _nichts_ über Freunde/Freundschaften aus. Zwar heissen die bestätigten Kontakte "Freunde", diese sind aber zu 99% nie wirklich mehr als Bekannte.
    Wie hieß es doch in einer Werbung für die Kompaktversion einer deutschen Tageszeitung?
    "Wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen."

    Insofern kann man die Studie von Facebook nur belächeln.
  3. #3

    sehr steril

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Freunde teilen meist*viele Ansichten - doch warum das so ist, stellt Forscher vor Rätsel.*Sind Gemeinsamkeiten die Voraussetzung für eine Freundschaft, oder gleichen*sich Freunde*erst mit der Zeit einander an? Eine Facebook-Studie zeigt jetzt eine klare Tendenz. *

    Facebook-Studie: Gegensätze stoßen sich ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    ob dies ein sinnviller Forschungsansatz ist?! Schließlich muss man Freundschaft doch erleben, um zu wissen was sie bedeutet. So von außen bleibt es Phrasendrescherei! M.E. hat Freundschaft nur bedingt etwas mit Ähnlichkeit zu tun. Klar gibt es die Unvereinbarkeit von Meinungen, die bis zum Bruch geht, doch tiefe Freundschaft zieht nach meiner Erfahrung ihre Tiefe auch daraus, das es Unterschiede gibt, die man nie ganz ausloten kann, die aber anregend sind. Will man wirklich nur von Leuten umgeben sein, die einem ähnlich sind?! Wie langweilig!
  4. #4

    ...

    Ob da eine Facebook-Studie so viel Aussagekraft hat? Wenn ein Facebook-Freund von mir einen anderen Musikgeschmack hat, dann berührt mich das ja nicht sonderlich - ich höre sie ja nicht. Wenn ich mich dagegen bei einem realen Freund aufhalte oder er bei mir, oder man gemeinsam auf ein Konzert geht oder dergleichen... DANN hat das ganze doch eher Gewicht.

    Soziale Netzwerke haben ihre eigenen Funktionsweisen, und das kann man eben nicht darauf übertragen, wie Menschen im Alltag funktionieren. Eine Buchverflimung ist ja auch etwas Anderes, als das Buch selbst. Liegt einfach am Medium.
  5. #5

    Man sollte annehmen...

    ...das sich Leute bei Facebook "kennen lernen", weil sie über gleiche Interessen verfügen - schließlich wird man selten auf jemanden aufmerksam, der einem nicht auffällt (klingt trivial, ist aber so). Und meiner Erfahrung nach reicht ein austausch von zwei bis zehn Nachrichten, um einander zu "Freunden" zu erklären - und danach möglicherweise nie mehr miteinander zu sprechen. Und dann ist da noch jenes Filtersystem, das andere Meinungen von vornherein aussortiert.

    Die große Frage wäre doch, wie könnte man überhaupt mit jemandem "Freundschaft schließen", wenn man nichts mit ihnen gemeinsam hat?
  6. #6

    Man sollte das Wort "Freunde" besser durch "Bekannte" ersetzen. Das Wort hat man einfach direkt aus der englischen Sprache übernommen, wo man ja mit dem Begriff etwas inflationärer umgeht als in der Deutschen.

    Aber ich sehe es schon kommen: Dieses, ich nenne es mal Missverständnis, werden einige hier wieder als Anlass nehmen, um fröhlich gegen facebook und dessen Benutzer zu wettern und den Verfall von "echten" Beziehungen durch soziale Netzwerke heraufzubeschwören. Ich mach mir schon mal eine Schüssel Popcorn.
  7. #7

    Aus dem Artikel:

    [...]Das hat zur Folge, dass man tendenziell nur noch Äußerungen zu sehen bekommt, mit denen man selbst übereinstimmt. So kann der falsche Eindruck entstehen, die ganze Welt sei der eigenen Meinung.
    Das ist fuer mich eigentlich die interessanteste Aussage. Die "Freunde" in sozialen Netzwerken schliessen praktisch eine Kritik aus, was zu einer sehr selektiven Wahrnehmung fuehren kann, wenn man diese sozialen Netzwerke (und die in den Beitraegen enthaltenen Verweise) als primaere Informationsquelle nutzt.
  8. #8

    Freundschaft ist ein rares Gut

    Ich habe nur ganz ganz ganz wenige echte Freunde.
    Das sind so Leute, denen ich auch intimste Geheimnisse verrate wie meinem zweiten Ich, die mir auch in den Arsch treten (duerfen) wenn ich aus dem Ruder zu laufen drohe. Selbst wenn ich sie nach Jahren erst wieder sehe.
    Natuerlich habe ich auch viele gute Freunde, vielleicht sogar von denen ich selber gar nicht weiss, dass es Freunde sind. Das entscheidet sich manchmal in ganz komischen Zufaellen, mit denen man nie gerechnet haette.
    Was ich habe ist ein grosser Bekanntenkreis, von ganz frueher von der Arbeit, von aktuell kennen gelernten Personen.
    Entscheident ist aber fuer mich das Gefuehl von Vertrautheit fuer eine Freundschaft. Weniger der gemeinsame Musikgeschmack oder sonstwas.
    Ganz sicher ist es nicht der Freunde Button von Facebook.
    Insofern, und ich glaube fuer die meisten Leser hier genauso, ist Freundschaft ein sehr wertvolles Gut und deshalb nicht per Umfrage oder Internetklick zu ermitteln, und das ist auch gut so.
    MfG Michael Krispin
  9. #9

    Klassik und Jazz

    Damit ist endlich wissenschaftlich bewiesen worden, dass diese beiden Musikrichtungen "anstecken". Prima-Nebeneffekt.








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