ddpDer Widerstand gegen den hohen Benzinpreis organisiert sich im Internet - dann verschwindet plötzlich die Protest-Seite. Die Nutzer verdächtigen Facebook, für das Löschen der Seite verantwortlich zu sein. Das Portal will davon nichts wissen.
Facebook-Protest: Aufruf*zum Tankverzicht*überraschend gelöscht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
...von 2002 bis heute!
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Ölweltmarkt - TECSON
Gewinne trotz genug "Stoff in diesem Jahrhundert".
Wo steht der Ölpreis in den nächsten 10 Jahren?
Dann heulen andere vor mir, besonders die, die heute schon heulen. Der Autotreibstoff, den ich hauptsächlich brauche, kostet derzeit etwa 0,76 € - da lache ich noch alle aus, die 1,66 € pro Liter bezahlen müssen. Boykottiert mal schön weiter für einen Tag in der Woche - damit belügt ihr euch nur selbst.
Ich übrigens auch nicht - es war einfach zu viel los an meiner Lieblingstankstelle, und ich hatte keine Lust, zu warten. Ich möchte die Boykotteure doch bitten, sich das nächste Mal besser zu organisieren. Ich hatte mich schon so auf die freien Tanstellen gefreut, und dann war gar nichts vom Boykott zu spüren.
...indem er für einen Tag nicht tankt. Das ist die absolute Brüllnummer. Sie werden nicht müde zu behaupten, sie seien auf das Auto "angewiesen". Was für eine Platitüde. "Angewiesen" ist die meistgebrauchte Vokabel, wenn es darum geht, den täglichen Irrsinn auf unseren Straßen zu rechtfertigen. "Der Autofahrer darf nicht zu Deutschlands Melkkuh werden" und ähnliche Standortbestimmungen dominieren die Internetforen.
Tja, wenn man sich selbst zur Melkkuh macht.....? Wer hat denn Otto und Elfriede Normalo befohlen, sich ein Auto zu kaufen und dann auch noch eines weit jenseits des technisch machbaren 3-Liter-Verbrauchs? Häuschen im Grünen ("ich will meine Kinder nicht in der Stadt aufwachsen sehen") und Arbeitsplatz in der City - super - das nenne ich einen gelungenen Lebensentwurf. Somit stehen dann alle morgens im Megastau und regen sich gemeinsam darüber auf, dass die Autobahn immer noch nicht achtspurig ausgebaut wurde. Würde man damit beginnen, wären die Baustellen Kondensationspunkt des Stöhnens.
Sind Paul und Alina dann erst mal 18, bekommen sie - na was wohl - ein Auto und reihen sich ein zum kollektiven Stauerlebnis. Zersiedelung der Landschaft, Schaffung vermeidbaren Verkehrsaufkommens, all das mit jahrzehntelanger Doppelsubventionierung aus Eigenheimzulage und Pendlerpauschale.
Ich betreibe schon 51 Jahre lang Tankboykott, weil ich nämlich kein Auto habe und auch keines haben will. Ab und zu mal einen Mietwagen für Transporte, das war's. ÖPNV ist billiger - weit billiger - aber selbst das glaubt die Bleifußfraktion nicht. Für den Kaufpreis eines PKW im unteren Preissegment kann ich 28 Jahre lang ÖPNV fahren. Und zum Kaufpreis, das wissen wir gut, kommen über die Lebenszeit des PKW noch -zigtausende hinzu für Sprit, Reparaturen, Reifen, TÜV, Versicherungen, Steuern.... und in 28 Jahren verschleißt man gar zwei bis drei von den Schüsseln, mindestens.
Seit -zig Jahren wissen wir um die Knappheit von Rohöl, die steigende Nachfrage, die daraus resultierenden steigenden Preise. Zieht daraus jemand Konsequenzen? Ja, aber dämliche: ein SUV muss es sein, und mit unter 100 PS ist man quasi "untermotorisiert", falls es doch mal "offroad" geht. Zahlt Ihr Euch doch dumm und dusselig. Mancher würde wohl lieber im Auto schlafen und dafür seine Wohnung aufgeben. Bitteschön! Ich klatsche in die Hände an jedem Tag mit steigenden Spritpreisen, denn nur mit Geld ist Vernunft zu erreichen.
Heute ist wieder ein guter Tag: die 125-USD-Marke wurde gerissen :-)