AFPHochspringerin Ariane Friedrich hat es gereicht: Ein Mann hatte ihr bei Facebook eine obszöne Nachricht geschickt, sie veröffentlichte Namen und Wohnort des mutmaßlichen Täters. Durfte sie das? Drei Fragen, drei Antworten.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...829217,00.html
Frau Friedrich weiß wahrscheinlich sehr genau, was die Polizei in einem solchen Fall tun wird: nichts.
Das Internet ist segensreich, nur leider nicht immer!
Es verlangt einem auch eine Eigenverantwortung ab.
... scheint Fr. Friedrich plötzlich garnichts mehr zu sagen zu haben.
...ganz schön übel werden für Frau Friedrich...denn wenn der Account gehackt wurde, hat sie den Falschen beschuldigt...mit allen Konsequenzen...da kann man ja jeden an den Pranger stellen dessen Absender auf einem Brief ist den ein Dritter geschickt hat....nene...das ist übel
Der letzte Absatz des Artikels beschreibt genau das, was etliche Foristen gestern schon beschrieben haben. Es werden u.U. Menschen in die Sache hineingezogen, die außer einer zufälligen Gleichheit von Wohnort/Name absolut gar nichts mit der Angelegenheit zu tun haben. Das muss sich Frau Friedrich einfach vorwerfen lassen. Jeder, der die Aktion immer noch bedingungslos befürwortet, sollte sich evtl. mal versuchen vorzustellen, was man in den folgenden Tagen als Unschuldiger am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Uni oder sonstwo über sich ergehen lassen muss.
Ich kann das gut verstehen, was Friedrich da gemacht hat. Allerdings hat Sie mit der Aktion gezeigt, dass sie nicht die hellste deutsche Sportlerin ist. Was mir wirklich ein Rätsel ist, wie man auf Friedrich stehen kann? Aber das ist ja ein freies Land...
Nach meiner Erfahrung weigert sich die Justiz, in solchen Fällen etwas zu unternehmen. Dies mussten Bekannte und auch ich schon bei Körperverletzung, Hausfriedensbruch, schwerer Sachbeschädigung (sechsstelliger Eurobetrag Schaden) u. a. erleben - alles Fälle, in denen es bezüglich Täter und Schuld keinen Zweifel gab. Begründung der Staatsanwaltschaft: kein öffentliches Interesse. Bei Stalking ist das Interesse der Staatsanwaltschaft bekanntlich auch nicht besonders ausgeprägt. Frau Friedrich hat Recht, und ich werde in Zukunft genauso handeln, wenn der Staat sich verweigert.