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Facebook-Parodie auf Ho Chi Minh: 14-Jährige muss zur Kommunismus-Schulung
REUTERSEin Witz auf Facebook sollte eine vietnamesische Schülerin zunächst ein Jahr Unterricht kosten. Sie hatte eine Parodie auf den Revolutionsführer Ho Chi Minh ins Netz gestellt. Doch statt Schulverbot blüht dem Mädchen jetzt Erziehung durch eine kommunistische Jugendgruppe.
Schülerin in Vietnam: Ärger wegen Post über Ho Chi Minh auf Facebook - SPIEGEL ONLINE
- #20 16.01.2013 08:13 von
...schuld an einer Millionen Tote!
Aus seinem Wikipediaeintrag:
"Ho Chi Minh wird auch kritisch in seiner Person und der Schuld an Todesopfern in Vietnam hinterfragt. So wird im Schwarzbuch des Kommunismus die Anzahl der Ermordeten in Vietnam, die seinem Verschulden zuzurechnen seien, auf eine Million Menschen geschätzt"!
Ich kann mich auch an andere Quellen erinnern, die ähnliche Zahlen nennnen! Sollte nur ein Bruchteil wahr sein, verbietet sich jeder Personenkult! - #21 16.01.2013 08:18 von
Also...
wer meint, die Menschrechte würden für einen Diktator irgendeine Rolle spielen hält wahrscheinlich Grimms Märchen für Tatsachenberichte.
Nur weil jemand den berechtigten Freiheitswunsch eines Volkes zu vertreten vorgibt, macht ihn das nicht zum Freiheitskämpfer. Onkel Ho hatte sicher nicht das Kaliber eines Mao oder Hitler, aber das liegt nicht an seiner Einstellung sondern eher daran, daß Vietnam ein eher kleines Land ist.
Sofern ihr Beitrag nicht Sarkastisch gemeint war, hört er sich danach an, daß sie damals auch seinen Namen skandiert haben und jetzt nicht zugeben wollen, einen Mörder angehimmelt zu haben... - #22 16.01.2013 08:39 von
- #23 16.01.2013 09:16 von
Leute - geht arbeiten !
und, liebe Schulbehörde in Vietnam - ein Kind aus der Schule zu werfen, weil es seinen Grips nutzt ?
- #24 16.01.2013 09:48 von
Was verstehen Sie unter einer "Republik"?
Soso, - dann hat sich Onkel Ho also auf Menschen- und Bürgerrechte berufen. Warum kommen Sie eigentlich nicht selber auf die Idee, sich zu fragen, warum er diese nicht respektiert hat? Und unter einer Republik verstehe ich freie und geheim Wahlen und Meinungs- & Parteienvielfalt: erklären Sie mir bitte, wie sie darauf kommen, in Nordvietnam eine Republik zu sehen!
Den Kampf um die nationale Unabhängigkeit kann man Ho durchaus anerkennen, - aber mußte er deshalb Hundertausende oppositioneller einsperren und massakrieren und die Gesellschaft gleichschalten? Hat Ghandi/Indien hier nicht ungleich besser gehandelt?
1) 1964 herrschte in Vietnam schon Krieg, - begonnen vom Norden zur Unterwerfung des Südens: wenn Sie den USA ihre Kriegsbeteiligung vorwerfen, - warum nicht dem Norden!
2) 1945 verweigerten die USA Frankreich noch die Unterstützung im gegen den von Ihnen proklamierten Kampf gegen den Kommunismus bzw. Ho Chi Minh (…im Kampf gegen Japan hatten die USA mit ihm zusammengearbeitet!!!) und riet ihnen, Vietnam in die Unabhängigkeit zu entlassen, - bei den Philippinen ging man selbst mit gutem Beispiel voran! In den 50ern aber trugen die USA dann die Hauptlast der Waffenlieferungen an Frankreich. Den Sinneswandel brachte der von komm. Lager vom Zaun gebrochen Kalte Krieg (Irankriese, China, Koreakrieg). - #25 16.01.2013 09:49 von
Kleinreden, Wegducken, Marginalisieren und Verleugnen
In meiner Jugend stand ich einst selbst dem Guevara-Lager nahe! Als ich nach 1990 die ersten Berichte über die Opferzahlen unter Stalin las, konnte ich sie nicht glauben, hätten doch bestimmt Menschenrechtler, Humanisten und Aktivisten schon früher darüber berichtet. Das „Schwarzbuch des Kommunismus“ war 1999 dann ein Schock und ich beschäftigte mich ausführlicher mit den Opferzahlen Maos, Lenins, Ho Chi Minhs,…! Bei manchen Zahlen kann man zugegebenermaßen streiten, - aber eins ist sicher: die Idole der 68er, Linken & Grünen haben Zigmillionen auf dem Gewissen, - sie stehen für Mord, Krieg, Arbeitslager, Umerziehung und Repression!
Und seither warte ich vergeblich darauf, dass sich die Idole, „Menschenrechtler“ und Autoritäten meiner Jugend (...denen ich einst vertraute und dich ich für Vorbilder hielt) mit ihren einstigen Thesen aus Aussagen kritisch auseinandersetzen und aufarbeiten. Ich werde wohl stattdessen weiterhin ein Kleinreden, Wegducken, Marginalisieren und Verleugnen erleben! - #26 16.01.2013 10:02 von
Exilanten Propaganda ??
Der zitierte Beitrag wurde von mir wegen der Laenge gekuerzt.!!
Der Inhalt dieses Beitrags wurde mir weitgehend bereits durch
Exilanten = Auslandsvietnamesen = Việt Kiều bekannt, bevor ich ab
1984 fuer laengere Zeit in S.R. Vietnam eingesetzt wurde.
Die erzaehlten damals noch zusaetzlich, dass in Saigon taeglich Menschen
auf offener Strasse von Sicherheitskraeften erschossen wuerden.
Das alles stellte sich dann vor Ort als "maerchenhafte Vision" zu gut dtsch.
als propagandistische Verblendung heraus.
So stellt sich auch der Beitrag dar.
Interessant dabei ist, wenn man den Namen Hồ Chí Minh durch
Franzoesische Koloniale Administration ersetzt, dann kommt man
der Wahrheit wesentlich naeher.
Die Franzoesischen Kolonialisten haben die Vietnamesische Bevoelkerung
bis aufs Blut ausgebeutet und waren an Grausamkeiten kaum zu ueberbieten.
Da wurden u.a. die Koepfe enthaupteter Vietnamesen zusammengelegt, abgelichtet und die Fotos als Postkarten in die Franzoesische Heimat geschickt. Sind auch im Internet zu finden. !!
Vom sog. "Massaker von Huế" habe ich erst hier in Vietnam erfahren.
In den 80iger Jahren hatte die Regierung Historiker etc. beauftragt, die Angelegenheit zu klaeren.
Bekannt ist, dass waehrend der Tet-Offensive des Việt cộng es den battleground Huế gab.
Dabei wurden durch US-Bombardierungen ganze Doerfer ausradiert.
Die dabei getoeteten Zivilisten wurden vom damaligen Saigon-Regime und vom Pentagon zum Massaker durch den Việt cộng umgeschrieben.
Dazu schickte das Pentagon den Mitarbeiter Douglas Pike der US Information Agency im November 1969 ins damalige Saigon. In seinem Buch beschreibt er die Existenz einer Exekutionsliste als "Hypothese" der Politik der NLF = Nationale Befreiungsfront.
Siehe: Douglas Pike: The Viet-Cong Strategy of Terror, (Saigon: U.S. Mission, Vietnam 1970) pp 33 – 39.
Diese "Hypothese" wurde dann von den administrationsfreundlichen US-Medien etc. in die Realitaet eines "Massakers" umgeschrieben.
Soweit in aller Kuerze zum Hintergrund der Propaganda.
Zur "Parodie" der Schuelerin kann man nur sagen, andere Laender – andere Sitten.
Auch bzw. schon mit 14 Jahren sollte man in Vietnam wissen, was machbar ist und wovon man besser seine Finger lassen sollte.
Mittlerweile wird von offizieller Seite die Angelegenheit weniger hoch gehaengt.
Es war wohl eher als Warnng fuer Nachahmer bzw. Trittbrettfahrer gedacht und da ist die offizielle Reaktion durchaus zu verstehen.
Gruss aus Saigon, George
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