Facebook-Gründer Zuckerberg trifft Wall Street: Geldsammler im Kapuzenpulli

REUTERSKommt er oder kommt er nicht? Hunderte Banker und Investoren warteten in New York gespannt darauf, ob Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zum Start der Werbetour für den Börsengang erscheinen würde. Zuckerberg kam - und begrüßte seine schlipstragenden Fans gewohnt lässig im Kapuzenpulli.

Facebook: Mark Zuckerberg wirbt für Börsengang um Investoren - SPIEGEL ONLINE
  1. #40

    Zitat von Joghurt Beitrag anzeigen
    Ich bin a) definitiv kein Facebook-Fan, ich verweigere mich nur diesem spekulativen Populismus, und b) wirst du mein Facebook-Profil nicht einmal finden (nein, auch wenn du noch so versiert bist nicht), und c) wenn du es findest, tob dich aus. Ich denke, mein soziales Umfeld und mein Facebook-Persönlichkeitsbild wäre recht zufriedenstellend...
    Ich kann dazu nur sagen, dass die "Probedossiers" über zwei Mitarbeiter unserer Firma, die ich unverlangt erhalten habe, einige Fotos enthalten haben, die von deren Bekannten hochgeladen und vermutlich auch getagged wurden und deshalb den Mitarbeitern zugeordnet wurden.
    Ich gebe zu, dass ich das öffentliche Profil der beiden niemals gefunden hätte und es steht vermutlich auch nichts Weltbewegendes drin.
    FB ist aber vor allem deshalb so wertvoll, weil man mit den Daten Geld verdienen kann, das ist eine Binsenweisheit. Und das Geld wird nicht mit den Daten verdient, die öffentlich sind und auch nicht mit den Daten, die man Dir bei Anfrage aushändigt.

    Für mich war z.B. schon interessant, dass auf zwei der Fotos auch Mitarbeiter von Wettbewerbern auftauchten. Vielleicht wars nur ein Werbegag der Analysefirma, vielleicht aber auch nicht...
  2. #41

    klick

    Die beiden Vorposter zeigen aber auch zwei Fälle auf, bei denen grundlegende Fehler gemacht wurden (Dossier über zwei Mitarbeiter, selber getagged werden):
    Zum einen kann man sowohl bei FB als auch bei StudiVZ einstellen, ob man überhaupt von Freunden oder Fremden getagged werden kann, und wenn man das zulässt bieten beide Portale auch zusätzlich die Option, dass man es selber erst für jedes Bild freigeben muss, bevor der link funktioniert.

    Zum anderen bieten beide Portale die Möglichkeit, sich Decknamen zu geben. Nirgendwo herrscht Klarnamenzwang, man darf sich sogar beliebig oft umbenennen.
    In beiden Beispielen wurden also vermeidbare Fehler gemacht, die mit ein paar Minuten herumklicken vermieden werden können.
    Klar gibts nun noch immer die Möglichkeit, dass jemand Bilder von mir hochläd, aber das kann ich auch nicht verhindern, wenn ich mir selber überhaupt keinen Facebookaccount erstelle. Außerdem ist das dann auch kein Facebookproblem an sich, sondern Problem des ganzen Internets (schließlich kann auch jeder eine eigene Homepage erstellen und dort ungefragt Bilder von mir veröffentlichen).

    Ein Facebookproblem wirds erst durch die Verlinkung und Klarnamen, und das ist, wie gesagt, beides vermeidbar. Ich möchte mal behaupten, wenn ich bei Facebook einen Decknamen benutze und die Verlinkungsoptionen richtig eingestellt habe, wird kein potentieller Arbeitgeber jemals Fotos unter meinem richtigen Namen sehen, von denen ich nicht möchte, dass sie gesehen werden.
  3. #42

    Fatal

    Zitat von bubamara80 Beitrag anzeigen
    Sicher, aber seien wir doch ehrlich: Die Werbeindustrie ist überall! Das hat nicht unbedingt, was mit FB zu tun.
    Wenn ich in einem Laden, den Jogurt A und nicht Jogurt B kaufe, wird das auch registriert. Und wenn ich mit Karte zahle, weiß man ja direkt, dass gerade ICH den Jogurt A gekauft habe. Irgendwelche Firmen nutzen auch diese Daten für sich.
    wie ich finde. Verbirgt sich dahinter eigentlich schon die Resignattion vor unkolltrollierbarer Datensammelwut ? Dann haben Sie sicher auch nichts dagegen, wenn jedes Ihrer Telefonate, Ihrer eMails usw. usw. demnächst auf Vorrat gespeichert würde.
    Schon klar, Sie haben sich nichts vorzuwerfen - nur bedenken Sie, dass bei FB amerik. Recht zu tragen kommt und aus welchen techn. Fehlern heraus auch immer, möglicherweise ein paar MIB vor Ihrer Türe stehen, um Sie prophylaktisch als langhaarigen Bombenleger aus dem Verkehr zu ziehen.
    Also ich möchte schon noch frei meiner Meinung Ausdruck verleihen können, ohne Gefahr zu laufen von wilden Auszählalgorithmen als “potentiell systemfeindlich“ gebrandmarkt zu werden.
    Möglicherweise werden Sie “im Vorbeigehen“ ja auch als Päderast vorgemerkt, weil aus Sicht eines entspr. Algorithmus die Kombination von Kondomkauf und Fotoabzugbestellung via Internet derartiges plausibel erscheinen ließe - dass es sich bei den Bildern um einige Ihrer letzten Urlaubsphotos Ihres Sohnes handelt, ist dem Link ja nicht zu entnehmen....
  4. #43

    Was ist Facebooks Nutzergemeinde Wert?

    Ist Facebook wirklich knappe 100 Mrd. wert? Im letzten Jahr konnte Facebook pro Nutzer einer durschnittlichen Gewinn von 1,2 Dollar erwirtschaften. Auf die gesamte Nutzerlebenszeit hochgerechnet ergibt das je nach Annahme für Nutzungsdauer und Kapitalkosten einen Wert von ca. 5 bis 8 Dollar. Für die Nutzerbasis bedeutet das einen Wert von weniger als 10 Mrd. Dollar.
    Selbst wenn es Facebook gelingt seine Nutzergemeinde auf 3 Mrd. zu erweitern und den Durschnittsgewinn pro Nutzer zu verdoppeln, klafft noch immer eine sehr große Lücke zwischen erwarteter Marktkapitalisierung und dem Wert der Nutzerbasis.

    Eine ausführlichere Übersicht dazu findet sich bspw. hier: Online Marketing Science: Was ist Facebooks Nutzergemeinde Wert?
  5. #44

    Schneeballsystem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kommt er oder kommt er nicht? Hunderte Banker und Investoren warteten in New York
    Es ist wie bei jedem Schneeballsystem. Früh einsteigen und wenn der Pöbel kommt und einzahlt mit maximalem Gewinn wieder aussteigen.

    Zuckerbergs Reich besteht aus ein paar Servern und angemieteten Leitungen und da man als ehemaliger Kunde seinen Account mit allen Inhalten nicht löschen sondern nur "inaktiv" schalten kann, steigt die virtuelle Kundenzahl ohne Bezug zur Wirklichkeit immer weiter an. So werden Seifenblasen gemacht.
  6. #45

    Genau das ist das Problem...

    Zitat von Joghurt Beitrag anzeigen
    Und wer keine Ahnung hat, der sollte sich nicht äußern. Dass da 30 Jahre im Spiel sind merkt man, denn die neue Generation empfindet die Welt "Internet" völlig anders. Da machen schon wenige Jahrgänge einen großen Unterschied. Soziale Netzwerke sind teil einer neuen sozialen Lebensqualität, und - wenn ich das mal anmerken darf - auch schwer zu verteufeln.
    Kommentare wie "Jeder der bei Facebook ist, ist selber doof" sind absolut unsachlich. Ich z.B. bin auch bei Facebook, und habe da nichts, was nicht kopiert oder geklaut werden dürfte. Dass man dort keine sensiblen Daten veröffentlicht ist doch jedem völlig klar. Das ganze ist doch eine rein "prinzipielle" Sache, wenn man sich gegen Facebook entscheidet, keine konkrete.
    es ist eben nicht so vordergründig zu erkennen wo das hinführt. Es ist viel subtiler, so wie es ein Kommentar anreisst...
    Zitat: "Mir macht Facebook Angst. Heute ist es noch freiwillig, ab wann wird es verpflichtend. Ab wann wird ein Unternehmen einen Facebook account verlangen, bevor man ein Bankkonto eröffnen darf oder Mitgliedschaft in einer Vereinigung erlangen darf. Anstatt den Trend zum gläsernem Unternehmen oder der transparenten Regierung wird es den Trend zum gläsernen Endkunden bzw. Bürger geben -> weniger Kreditrisiko für die Banken, bessere Plazierungsstrategien für Produkte und weniger Auswahlmöglichkeit für den Endkunden..." Zitat Ende

    Genau da liegt das Problem, wir wissen nicht in welche Richtung die Nutzung der Daten geht. Heute ist es schon so, dass Dokumente im Internet (die eigentlich nichts mit Facebook zu tun haben) nur noch heruntergeladen werden können wenn man einen Facebook Account hat. Würden Sie die Daten, Photos und Infos mit jedem den Sie auf der Strasse treffen und nicht kennen austauschen? Ich denke nicht. In Facebook läuft es genauso, auch wenn Sie Ihre Einstellungen noch so privat haben, Sie veröffentlichen diese Daten trotzdem für ein Klientel, dass sie nicht kennen und welches Facebook als Geldruckmaschine sieht.

    Zum Thema keine Ahnung: Ich unterrichte übrigens die innovative Nutzung von ICT, und bin "much more advanced" als die meisten Studentenwas die Internetnutzung angeht, ich habe nur noch nicht meinen Verstand über den "I like it" button abgegeben und darüber bin ich froh. Im übrigen haben wir gerade ein grosses EU-Projekt abgewickelt um Ansätze zu entwickeln wie der Nutzer komplette Kontrolle über seine Daten im Internet behalten kann. Soviel zum Thema ..."keine Ahnung..."

    Ach ja, glauben Sie im Ernst noch, dass Zuckerberg nur die Welt verbessern will mit seinem System? Und deshalb dafür an der Börse 9 Milliarden notiert sind? Lustig, und da frage ich mich doch wer wohl keine Ahnung hat von den Realitäten...
  7. #46

    Könnte es sein,

    Zitat von etheReal Beitrag anzeigen
    Erst kürzlich hörte ich einen sehr schlauen Satz von Sascha Lobo zum Thema "was veröffentliche ich im Internet". Er sagte sinngemäß, dass er nichts in Blogs oder sozialen Netzwerken schreibe und preisgebe, was er nicht im Ernstfall auch auf der Titelseite einer Zeitung sehen möchte. Das ist exakt die richtige Strategie, die ich bei Facebook auch verfolge: da steht nur das, was gerne jeder von mir wissen darf.

    Ob ich allerdings Milliarden in Facebook investieren würde, ich weiß es nicht... Myspace war auch mal richtig angesagt, aber wer heute dort noch einen Account hat, gilt schon als extrem uncool und veraltet. Die Zeiten ändern sich schnell, im Internet - da muss Facebook hart arbeiten, dass sie nicht irgendwann so schnell wieder in der Versenkung verschwinden, wie sie aufgetaucht sind...
    dass Sie und viele andere es niemals in die Schlagzeile einer Zeitung schaffen werden und deshalb für diese "five minutes of fame" um jeden Preis in Facebook posten? Eie gerade veröffentlichte Meldung besagt, dass viele User bei einem Eintrag in Facebook ähnliche Gefühle wie beim Sex haben...pfhhhh...da kann ich nur sagen, "hast Du noch Sex oder bist Du schon bei Facebook"...;-)
  8. #47

    Ich gebe meine Daten

    Zitat von tiktok2 Beitrag anzeigen
    Und wo ist jetzt der "Trade off" in Bezug auf die Piratenpartei? Sie vermengen da zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.
    gegen die freie Nutzung einer Social Community...Piraten insofern, dass das Internet Programm ist...sonst nix.
  9. #48

    Genau so ist es...

    Zitat von silenced Beitrag anzeigen
    'was man veröffentlicht sehen will', das mag ja stimmen, aber alle anderen Daten sind, soweit vorhanden, auch im System und somit auslesbar und analysierbar. Da ist es egal ob das Profil öffentlich ist oder Privat oder nur ganz bestimmte Teile eingesehen werden können, sowohl öffentlich als auch von bestimmten Personen. Die, mit Zugriff auf die Datenbank, die werden ihre Daten trotzdem nutzen. Auch wenn immer etwas anderes behauptet wird, sofern überhaupt etwas dahingehend gesagt wurde.
    mal auf einen kurzen Nenner gebracht. Alles andere zu denken ist naiv.
  10. #49

    Der Unterschied ist,

    Zitat von meinsenf1 Beitrag anzeigen
    Das gibt es schon: Personaler wollen Facebook-Profile checken
    Soziale Netzwerke: Personaler wollen Facebook-Profile checken - Beruf - Erfolg - Wirtschaftswoche

    Auf der anderen Seite wäre ich gelassener, denn es gab schon viele Unternehmen im IT-Bereich vor deren Marktmacht man in den letzten 25 Jahren gewarnt hat. Ich kann mich noch an Bill Gates-Kollagen mit Nazi-Uniform erinnern.
    dass uns Bill Gates OS und andere Software gebracht hat die uns geholfen hat produktiv zu sein (und die dazu auch noch offline verwendbar war). das ist eine ganz andere Richtung (das sich das auch gerade ändert, o.k., ist ja klar dass das nicht aufzuhalten war).