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Facebook-Betriebsprüfung: Irischer Datenschützer verteidigt Klarnamenzwang

Das gefällt Facebook: Die irische Datenschutzaufsicht veröffentlicht einen recht positiven Prüfbericht über die Aktivitäten der Europa-Zentrale des Konzerns. Die Aufpasser nennen den Klarnamenzwang gerechtfertigt, größere Probleme bei der Datenauswertung haben sie auch nicht entdeckt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...805121,00.html
  1. #1

    Merkwürdige Datenschutzsaufsicht haben die da..

    Unter Datenschutzaufsicht versteht man in Irland wohl die Daten bei Facebook zu schützen, anstatt die der Kunden.. ein recht merkwürdiges Verständnis für eine Aufsichtsbehörde.. vielleicht arbeitet er ja schon nächstes Jahr bei Facebook .. wen würde es wundern.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das gefällt Facebook: Die irische Datenschutzaufsicht veröffentlicht einen recht positiven Prüfbericht über die Aktivitäten der Europa-Zentrale des Konzerns. Die Aufpasser nennen den Klarnamenzwang gerechtfertigt, größere Probleme bei der Datenauswertung haben sie auch nicht entdeckt.

    Facebook-Betriebsprüfung: Irischer Datenschützer verteidigt Klarnamenzwang - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Wenn Facebook anfängt, die vermeintlichen Klarnamen seiner User zu überprüfen (etwa durch Vorlage von Ausweisen o.ä.) kann es den Börsengang vergessen und wird zu der Bedeutungslosigkeit zusammenschrumpfen, die ihm zukommt.

    Wenn Zuckerberg sagt, er wolle "dass jeder alles von jedem weiß", dann sind das die Maximen einer Sekte.
  3. #3

    Egal wie man auch immer zu Facebook stehen mag - warum sollte ein Anbieter (hier: Facebook) denn nicht eine Web-Community anbieten, die darauf beruht, daß sich die User nur mit Klarnamen und korrekten Namens- und Adressangaben anmelden können?

    Es muß sich niemand bei Facebook anmelden, dem das nicht gefällt.

    Jedes Unternehmen kann seinen Kunden sagen: ich gehe nur eine Vertragsbeziehung mit Euch ein, wenn ich Euren Namen und Eure Anschrift kenne.

    Seit wann sollte es denn einen Rechtsanspruch geben, anonym Verträge abschließen zu können?
  4. #4

    Ein kleiner Witz zum Wochenende:
    Klarnamen Zwang | Facebook

    Es lohnt sich, die Seite aufmerksam zu studieren.

    Herr bzw. Frau Klarnamen Zwang ist Mitglied bei Facebook.
  5. #5

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Egal wie man auch immer zu Facebook stehen mag - warum sollte ein Anbieter (hier: Facebook) denn nicht eine Web-Community anbieten, die darauf beruht, daß sich die User nur mit Klarnamen und korrekten Namens- und Adressangaben anmelden können?

    Es muß sich niemand bei Facebook anmelden, dem das nicht gefällt.
    Und so wird es dann auch kommen: Viele werden dann die Sekte verlassen, auch ich. Aus der Masse seiner User aber bezieht Facebook seinen Wert.
  6. #6

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Egal wie man auch immer zu Facebook stehen mag - warum sollte ein Anbieter (hier: Facebook) denn nicht eine Web-Community anbieten, die darauf beruht, daß sich die User nur mit Klarnamen und korrekten Namens- und Adressangaben anmelden können?
    Weil jedem seine Anonymität zusteht. Wenn jemand nicht will das seine gesamten persönlichen Daten veröffentlicht werden so muss dies ihm auch zugestanden werden. Was wenn die Facebook Datenbank "abhanden" kommt? Zudem - da melden sich auch minderjährige, also nicht Geschäftsfähige, an und deren Daten sind dann ebenso für jeden abrufbar.
    [/QUOTE]
    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Es muß sich niemand bei Facebook anmelden, dem das nicht gefällt.
    Da gebe ich ihnen recht aber es melden sich wie gesagt auch "nicht geschäftsfähige" an. Problematisch ist es außerdem wenn Facebook (oder andere Anbieter) plötzlich ihre AGBs ändern - das ließt sich höchstwahrscheinlich weniger als 50% der Nutzer durch.

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Jedes Unternehmen kann seinen Kunden sagen: ich gehe nur eine Vertragsbeziehung mit Euch ein, wenn ich Euren Namen und Eure Anschrift kenne.
    Das kann jedes Unternehmen sagen - muss es aber nicht. Zumal wenn es sich um Datenkraken handelt sollte man sehr vorsichtig sein mit dem was man veröffentlicht.

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Seit wann sollte es denn einen Rechtsanspruch geben, anonym Verträge abschließen zu können?
    Warum sollte es das nicht geben? Verträge beruhen auf die Zustimmung mindestens zweier Partner. Ob es für das jeweilige Unternehmen vorteilhaft ist steht auf einem anderen Blatt. Es muss diese Art der Verträge aber auch nicht anbieten.
    Bei Facebook ist es allerdings so das der wirkliche Name nicht Geschäftsrelevant ist da sie sich über Bannerwerbung finanzieren. Wenn sicher ist das die Namen alle echt sind weckt das bei Firmen und Geheimdienste noch größere Begehrlichkeiten an die Daten zu kommen als (wahrscheinlich) jetzt schon.
  7. #7

    Mich persönlich tangiert es nicht, dass facebook wieder auf die Idee "Klarnamenzwang" kommt. Ich bin nicht bei facebook und mich erheitert es ständig, wie manche Leute ihr Leben ins Netz stellen.

    Allerdings muss man sich da fragen, ob das nicht nur der Anfang ist. Dann müssen die "World of Warcraft"-Suchties ihre richtigen Namen angeben, im Forum zum Thema "Hefepilz" kann man den Max Schmidt entdecken und schwupp schon sind wir in China angelangt. Und dann kann der Punk im Internet nicht mehr "Nazis raus" schreiben, ohne, dass ihn am nächste Tag Nazis besuchen. Es zerstört einfach mehr, als es an Sicherheit bringt.

    "Wir sind überzeugt, dass Facebook ausreichend gute Gründe - etwa Kinderschutz - für die Ablehnung von Pseudonymen hat."

    Toll, soll man jetzt auch den Straßenverkehr abschaffen, um unsere Kinder vor Autos zu schützen?!
  8. #8

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Egal wie man auch immer zu Facebook stehen mag - warum sollte ein Anbieter (hier: Facebook) denn nicht eine Web-Community anbieten, die darauf beruht, daß sich die User nur mit Klarnamen und korrekten Namens- und Adressangaben anmelden können?

    Es muß sich niemand bei Facebook anmelden, dem das nicht gefällt.

    Jedes Unternehmen kann seinen Kunden sagen: ich gehe nur eine Vertragsbeziehung mit Euch ein, wenn ich Euren Namen und Eure Anschrift kenne.

    Seit wann sollte es denn einen Rechtsanspruch geben, anonym Verträge abschließen zu können?
    Nach deutschem Recht hat der Nutzer tatsächlich einen Anspruch auf anonyme Nutzung von Telemedien: § 13 Abs. 6 TMG, natürlich unter der Prämisse der Zumutbarkeit (hier wird anscheinend mit dem Schutz von Minderjährigen argumentiert) und technischen Möglichkeit (dass Pseudonyme technisch möglich sind, steht wohl außer Frage).
  9. #9

    Der SChutz ist nicht gewährleistet!

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    Egal wie man auch immer zu Facebook stehen mag - warum sollte ein Anbieter (hier: Facebook) denn nicht eine Web-Community anbieten, die darauf beruht, daß sich die User nur mit Klarnamen und korrekten Namens- und Adressangaben anmelden können?

    Es muß sich niemand bei Facebook anmelden, dem das nicht gefällt.

    Jedes Unternehmen kann seinen Kunden sagen: ich gehe nur eine Vertragsbeziehung mit Euch ein, wenn ich Euren Namen und Eure Anschrift kenne.

    Seit wann sollte es denn einen Rechtsanspruch geben, anonym Verträge abschließen zu können?
    Mit den Verträgen mögen Sie durchaus Recht haben. Das Problem bei den Kommunikationsplattformen ist jedoch, dass sämtliche Daten frei für jedermann runterladbar sind. Wenn ich also falsche Dokumente erstellen möchte, habe ich auf solchen Seiten eine breite Auswahl. Den Schaden tragen bei Missbrauch letztlich die Nutzer, die bei Missbrauch in der Beweispflicht sind. Ich gehe mal von mir aus...ich arbeite beruflich mit Chemikalien. Was ist, wenn jemand meine Identität stiehlt und telefonisch Bestellungen vornimmt?


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