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EZB-Vorstoß: Wundertüte Wachstumspakt

REUTERSWachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829930,00.html
  1. #1

    Wachstum = Ausweitung der monetären Basis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

    Vorstoß von EZB-Chef Draghi: Wundertüte Wachstumspakt - SPIEGEL ONLINE
    Mit "Wachstum" , so wie es Hollande, Monti etc. verstehen, wird Geld gedruckt, mit dem Konsumgüter gekauft werden. Das ist nichts anderes als Konsum auf Pump - nach Ablauf der Bemessungsperiode bleibt vom Konsum nichts, aber die Schulden bleiben als Verbindlichkeit gegenüber der Zentralbank (Bilanzaufweitung). Die aufgeblasene Bilanz der Zentralbank ist buchstäblich "nichts wert".
    Sehr lesenswert, leider in Englisch, ist :

    Translating "Growth" Into European | ZeroHedge

    Zitat: Consequently “growth” does not mean “growth” and the correct translation is “Inflation.” I have long said it would come to this in Europe and here we go. The troubled countries are going to beg and plead for Inflation and Germany, Austria, the Netherlands and Finland are going to resist.(...)

    Und, in Anspielung auf die Frankreich-Wahl

    The governance of Europe on May 5 will not be what is found on May 6 and preparation for this should be high upon everyone’s list.
  2. #2

    Vorstoß? Plötzlich?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

    Vorstoß von EZB-Chef Draghi: Wundertüte Wachstumspakt - SPIEGEL ONLINE
    Dass Eurogelder aus irgendwelchen Fonds für "Wachstumspakete" genommen werden sollen, wurde doch vor einiger Zeit schon diskutiert und darüber geschrieben. Warum also "Wundertüte, Vorstoß, Plötzlich"? Das bedeutet ja nicht, dass nicht mehr gespart werden muss. Das Geld muss nur für die richtigen Dinge ausgegeben werden.
  3. #3

    Ja Leute...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

    Vorstoß von EZB-Chef Draghi: Wundertüte Wachstumspakt - SPIEGEL ONLINE
    hört auf die Wundertüte Draghi - bei Goldmann Sachs lernen heißt siegen lernen....für die Euro-Abzocker
    PS ich habe meinen treu doof schauenden Dackel Draghi genannt - er klaut auch immer die Wurst der anderen vom Teller....
  4. #4

    Wachstum, Wachstum, Wachstum, wann wollen wir endlich lernen auch ohne Wachstum auszukommen ?
    Diese Spirale mit mehr mehr mehr wird so doch nicht ewig funktionieren.
  5. #5

    Alles nur neoliberale Rhetorik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

    Vorstoß von EZB-Chef Draghi: Wundertüte Wachstumspakt - SPIEGEL ONLINE
    Draghi hat nichts anderes gesagt, als das, was Merkel und Sarkozy bereits im Januar verkündet haben: Dass man sich künftig, ergänzend zum eingeschlagenen Sparkurs, um das Wachstum in Euroland kümmern müsse, und dass dafür vor allem Strukturreformen nötig seien.

    Draghi setzt sich also keineswegs vom deutschen Spardiktat ab, er passt nur seine Rhetorik an den absehbaren Wahlsieg Hollandes an. Genau wie die EU-Kommission, die auch immer öfter von "wachstumsfreundlicher Konsolidierung" oder "ungenutzten Wachstumspotentialen des Binnenmarkts" redet - und neoliberale Reformen wie Liberalisierung und Privatisierung meint. Dragollande oder was? - Lost in EUrope
  6. #6

    Pakt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

    Vorstoß von EZB-Chef Draghi: Wundertüte Wachstumspakt - SPIEGEL ONLINE
    Ich glaube aber, dass sich alle einig sind und durchaus das gleiche verstehen:
    Inflation und Deutschland als Zahlmeister.
    Toller Pakt.
  7. #7

    Mir sind die ganzen Vorstösse und Pakte inzwischen egal, am Ende zahlt Deutschland, entweder mit schlechterer Bonität oder direkt durch Transferzahlungen oder mit dem xten Versuch der Eurobonds.

    Bei Wahlen stimme ich nur noch für EU feindliche Parteien, solange bis wir aus dem Blutegelbad aussteigen.
  8. #8

    Nur jeder Zehnte

    Wenn nur jeder zehnte EUR bei einem Unternehmen der REALWIRTSCHAFT ankäme, dann hätten wir alle gewonnen.
  9. #9

    Folterwerkzeuge aus dem neoliberalen Horrorkabinett, das bedeutet Strukturreform!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jörg Asmussen, nannte laut "Financial Times Deutschland" denn
    auch gleich die Agenda 2010 als leuchtendes Beispiel.
    Aber auch ein gelockerter Kündigungsschutz,
    niedrigere Bürokratiehürden für Firmengründungen,
    ein höheres Renteneintrittsalter oder niedrigere Lohnnebenkosten
    sind typische Beispiele für Strukturreformen.
    Gibt es denn keine Läuterung?
    Der Ruin der Gesellschaft droht uns,
    wenn die Kräfte einer kranken Ideologie am Ruder bleiben!


    Unser Bildungssystem macht eine unsoziale und egoistische Jugend
    ohne Fähigkeit des zusammenhängenden Denkens.
    Für zwei Drittel macht die Schule keinen Spaß.
    Die Regierung ist mit den Neoliberalen im Bett:

    "Man kann eine Schuldenkrise nicht dadurch bewältigen,
    indem man das Schuldenmachen erleichtert,
    sondern nur durch Haushaltsdisziplin und durch Strukturreformen,
    damit es mehr Wettbewerbsfähigkeit gibt und so neues Wachstum",
    sagte Außenminister Westerwelle.

    siehe
    Auswärtiges Amt - RfAA - Haushaltsdisziplin und Strukturreformen








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