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EZB-Vorstoß: Wundertüte Wachstumspakt

REUTERSWachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829930,00.html
  1. #70

    ein Zins-Fest

    Zitat von Frankfurter87 Beitrag anzeigen
    Klar, dass unter einem "Wachstumspakt" jemand, der zu traege ist Reformen seines Beamtenapparates einzuleiten, oder den Arbeitsmarkt etwas flexibler zu gestalten (und dabei kein Geld hat) etwas anderes versteht, als jemand der schon einiges an Reformen durchgezogen hat.
    Monsieur Hollande geht eben vermutlich den traegen, braesigen, traditionellen Weg: Es gibt ein Problem mit Wachstum, daher muessen wir einfach auf Pump mehr ausgeben, so entsteht Nachfrage, es werden Leute geheuert, um diese Nachfrage zu befriedigen. Schoene Welt der 70er Jahre!
    Das Problem ist, dass Frankreich - sobald irgendwelche "Konjunkturprogramme" dieser Art auflegt - sofort hoehere Zinsen zahlen muss, da die resultierende Schuldenproblematik negativ am Markt beurteilt wird.
    Spaetestens dann wird Hollande umdenken muessen (wie uebrigens seinerzeit Gerhard Schroeder), und mit strukturellen Reformen beginnen muessen: Warum hat zB Frankreich hunderttausende Beamte mehr als Deutschland, und dass bei ueber 20 mio weniger Einwohnern;? und und und...
    Also: Natuerlich macht er vor der Wahl Getoese, um die Menschen zu begeistern: Motto: Keiner zusaetzlichen Einschraenkungen mehr! MEhr Ausgaben!, keine Reformen und Unsicherheiten!
    Aber wenn er erst mal regiert, wird er merken, dass er das gar nicht so durchziehen kann... Oder will Frankreich vielleicht den Weg zum ESM antreten und um Hilfe fuer sein "armes" Land bitten, wenn die Zinsen auf Hoehen ansteigen, die dann andere Staaten dazu gezwungen haben?
    Das wird ein schönes Zins-Fest für die Gläubiger, heissa.
    Wer hat eigentlich die vielen Euros für die feinen Zinsen gedruckt ?
    So oder so, das System so intelligent, dass jede Schimpansen-Gesellschaft darüber nur noch lachen würde, so sie es könnte.
  2. #71

    Kapitalismus ohne Wachstum

    gibt es nicht kann es nicht geben.


    Zitat von paix Beitrag anzeigen
    Wachstum, Wachstum, Wachstum, wann wollen wir endlich lernen auch ohne Wachstum auszukommen ?
    Diese Spirale mit mehr mehr mehr wird so doch nicht ewig funktionieren.
  3. #72

    Was für den EZB - Päsidenten grenzloses Wachstum ist, nenne ich Krebs!
  4. #73

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    wenn Sie sich mal meine Beiträge ansehen, dann können Sie Vorschläge ohne Ende lesen. Aber egal ...
    Dass wir uns immer im Kreis drehen liegt daran, dass wir eine Politelite und Menschen wie Sie haben, die einfach nicht mal zurücktreten und auf das GANZE schauen können.
    Stattdessen polemisieren Sie und verbreiten geballte "Nichtahnung".
    Aber wenn für Sie alles so einfach und klar ist, dann lehnen Sie sich zurück und genießen das Leben, solange man Ihnen noch die Gelegenheit dazu gibt. Sie werden aufwachen, wenn man Ihnen den Boden unter den Füßen wegzieht ...
    Aber noch einmal: DIE SCHULDEN SIND NICHT DAS PROBLEM!!
    Oder sehen Sie vielleicht, dass die USA, außer ihrer grenzenlosen Dummheit, ein Problem mit Schulden haben?
    Es ist eine Bankenkrise, war es immer!
    Soweit ich mich erinnere, habe ich Ihnen schon bei diversen Gelegenheiten im Forum links zu Informationen geschickt, die Ihre Thesen widerlegen. Aber was rege ich mich auf ...
    Ja, Sie haben mir mal Herrn Flassbeck nahe gelgt.

    Toller Typ der u.a. das gemacht hat (Wiki):
    "....Er beriet den damaligen Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine bei dessen Vorhaben, gemeinsam mit dem französischen Finanzminister Dominique Strauss-Kahn eine keynesianische Finanz- und Währungspolitik auf europäischer Ebene zu etablieren ....."

    Der Frauenheld DSK und "Wendehals" Oskar sind von ihm supi beraten worden, das Zauberwort heißt "Schulden machen".
    Wow.
    Endlich wird mal klar Kante geredet, mit einem total zukunftsweisenden Konzept.
    Geld leihen von irgendeinem Finanzisvestor und dann Kohle raushauen bis der Arzt kommt...

    Gehts noch?
  5. #74

    Vive la France war gestern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

    Vorstoß von EZB-Chef Draghi: Wundertüte Wachstumspakt - SPIEGEL ONLINE
    Die Agenda 2010 als Allheilmittel für Europa - der Banker Draghi weiss, wovon er spricht. Das renitente Arbeitsvolk vor allem beim Club-Med soll auf deutschen Vordermann gebracht werden. Aber auch Frankreich und seine Gewerkschaften sind gemeint. Nur wenn dem Kapital der goldene Teppich ausgerollt wird und die Werktätigen spuren, ist Wachstum wie in Deutschland möglich, auch wenn nur die Profite der Unternehmen wachsen. Vive l'agenda 2010!
  6. #75

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    ...
    Aber noch einmal: DIE SCHULDEN SIND NICHT DAS PROBLEM!!
    Oder sehen Sie vielleicht, dass die USA, außer ihrer grenzenlosen Dummheit, ein Problem mit Schulden haben?
    Es ist eine Bankenkrise, war es immer!......
    Ach eins ist noch nett, Sie finden ja den Keynesfreund Flassbeck toll, der so gerne Schulden machen möchte ....
    Da ist es natürlich nur logisch, dass Sie dann auch Banken doof finden und da den Kern des Problems sehen - wollen die unverschämten Typen doch später tatsächlich die geliehene Kohle zurück.
    Nein, wie böse und ungerecht und der Gipfel ist, dass die auch noch Zinsen wollen... die bösen bösen Banken.....
  7. #76

    Vor 2000 Jahren gab es keinen Kapitalismus

    .
    Die Ökonomie beruhte auf Sklavenarbeit und nicht auf Kapitalvermehrung über Lohnarbeit und Konkurrenz. Ein freier Mann arbeitet nicht, hieß es damals und selbst die Sklaven im alten Rom hatten kürzere Arbeitszeiten als ein heutiger Working Poor der mit 3 Jobs täglich nicht mal seine Existenz sichern kann. Selbst im Mittelater betrug das Maß der fremdbestimmten Arbeit lediglich ein Bruchteil dessen, das dem heutigen Marktteilnehmer so selbstverständlich vorkommt. Ich stelle fest, Sie wissen nicht wovon Sie schreiben. Im Übrigen hat der vorige Forist völlig Recht, die Menschheit kann keine 200 ja sogar keine 100 Jahre mehr so weiter machen wie in den letzten 200 Jahren, ohne sich der natürlichen Ressourcen die nun einmal die Grundlage allen Lebens sind zu berauben.



    Zitat von CommonSense2006 Beitrag anzeigen
    was die letzten 2000 Jahre funktioniert hat, wird nach aller Voraussicht auch noch ein paar hunert Jahre länger funktionieren, warum auch nicht?
  8. #77

    Entwicklung

    Zitat von CommonSense2006 Beitrag anzeigen
    Das Wirtschaftswachstum fand immer statt durch Weiterentwicklung von Technik und Technologie, das haben die Bauern im Mittelalter genauso gemacht wie die Erfinder des Gründerzeitalters. Politik , Militär und Krieg sind keine natürlichen Funktionen von wirtschaftlicher Entwicklung, eher im gegenteil. Natürlich "beuten" wir die Natur aus, indem wir den Boden bearbeiten, Bodenschätze ausgraben, Häuser und Straßen darauf bauen und vieles mehr. Gerade die letzten 30 Jahre aber haben gezeigt, dass dies nicht mit Zerstörung und Verschmutzung einhergehen muss und dass andere Wege machbar und wirtschaftlich sinnvoll sind.
    Wie Sie unschwer an unseren Krisen erkennen können (nur EIN Beispiel: die Summe der Derivate auf unserer Erde, mehr als 60 Billionen Dollar, werden auf die Menschen losgelassen), kommen sie mit ihrer Weiterentwicklung von Technik und Technologie, das die Bauern im Mittelalter auch schon so gemacht haben,
    keinen Schritt mehr weiter.
    Ja, es schaut der globale Desaster (Armageddon) schon um die Ecke.
    Beste Aussichten für unser ZinsesZins und Schulden System.
  9. #78

    Selbst ein Wachstum mit Hunger und Elend

    ist zeitlich begrenzt. Wachstum soweit dies überhaupt noch möglich sein wird, ist nur noch unter der Vorraussetzung zu haben, dass 99% der Europäer am Bettelstab gehen. Dieses System ist nicht alternativlos es ist pervers. Menschen aller Länder macht Schluss.



    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Die Agenda 2010 als Allheilmittel für Europa - der Banker Draghi weiss, wovon er spricht. Das renitente Arbeitsvolk vor allem beim Club-Med soll auf deutschen Vordermann gebracht werden. Aber auch Frankreich und seine Gewerkschaften sind gemeint. Nur wenn dem Kapital der goldene Teppich ausgerollt wird und die Werktätigen spuren, ist Wachstum wie in Deutschland möglich, auch wenn nur die Profite der Unternehmen wachsen. Vive l'agenda 2010!
  10. #79

    natürlich zahlt deutschland!

    Zitat von peter234 Beitrag anzeigen
    Mir sind die ganzen Vorstösse und Pakte inzwischen egal, am Ende zahlt Deutschland, entweder mit schlechterer Bonität oder direkt durch Transferzahlungen oder mit dem xten Versuch der Eurobonds.

    Bei Wahlen stimme ich nur noch für EU feindliche Parteien, solange bis wir aus dem Blutegelbad aussteigen.
    die anderen staaten können sich nicht mal mehr konsum auf pump leisten - weil ihnen keiner mehr was leiht!

    wachstumspakt - eine neue schöpfung, um unter anderem namen in UNSERE taschen zu packen!


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