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EZB-Vorstoß: Wundertüte Wachstumspakt

REUTERSWachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829930,00.html
  1. #20

    Abendessen

    Zitat von Quagmyre Beitrag anzeigen
    Ich glaube aber, dass sich alle einig sind und durchaus das gleiche verstehen:
    Inflation und Deutschland als Zahlmeister.
    Toller Pakt.
    Zwanzig Kannibalen und ein Vegetarier beraten, was es zum Abendessen gibt.
  2. #21

    Lächerlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wachstum ist prima, und ein Pakt sowieso. Deshalb stimmen plötzlich alle Politiker dem Vorschlag von EZB-Präsident Mario Draghi zu, die im Fiskalpakt festgezurrte Sparpolitik durch einen Wachstumspakt zu ergänzen. Das Problem: Jeder versteht darunter, was er will.

    Vorstoß von EZB-Chef Draghi: Wundertüte Wachstumspakt - SPIEGEL ONLINE
    Dieses Jahr ist die Euro Träumerei zu Ende. Der deutsche Staatsbürger sollte sich fragen inwieweit die politischen Entscheider finanziell haftbar gemacht werden können. Die volle EU-DE-Pension bei Totalversagen wird sicherlich "Unmut" bei der zahlenden Bevölkerung hervorrufen.
  3. #22

    Das aber geht nicht..

    Zitat von geronimo49 Beitrag anzeigen

    Ich bin mir mittlerweile sicher, die Aufgabe der Kunstwaehrung €, wuerde Kraefte frei setzen die bis jetzt unter Rettungschirmen verschwinden, die werden hierdurch nicht besser.
    .. weil "die Politik" sich und den Wählern eingestehen müßte, eben nicht jene aufopferungsvolle, den Wählern zugeneigte Veranstaltung zu sein als die sie sich selbst sieht und aus der sie ihre Berechtigung zieht, über eine Parteiendiktatur gesellschaftliche Prozesse steuern zu können und zu wollen. Außerdem hätten die Hintersassen unserer lieben Parteifunktionäre nicht mehr die Möglichkeit durch eine innere Abwertung die Verteilung des Volkseinkommens zugunsten des Kapitals - also sich selbst - zu steuern. Der Euro ist ein neoliberales Instrument und wird solange bleiben bis alles zusammengebrochen ist.
  4. #23

    Zitat von Quagmyre Beitrag anzeigen
    Ich glaube aber, dass sich alle einig sind und durchaus das gleiche verstehen:
    Inflation und Deutschland als Zahlmeister.
    Toller Pakt.
    Das ist eben der Preis für Merkels "Führung" - Großmacht spielen war schon immer etwas teurer.
  5. #24

    lest Schumpeter, Feyerabend und Drucker, dann werdet Ihr es vielleicht begreifen.

    Das Problem ist, das scheinbar keiner den Charakter der Krise versteht und vor allem wie sie weiter geht.
    Das eine was man klar sehen muss, jeder Wirtschaftsakteur hat in einer Krise die Möglichkeiten seine Kosten zu senken, das kann jeder, die daneben stehende weitere Kunst besteht darin die Einnahmeseite zu verbessern, das ist schwierig, ein Unternehmer muss neue Produkte auf den Markt bringen die wie Raketen einschlagen, nur ist nicht jeder Steve Jobs, der Mensch hat 24 Stunden Zeit am Tag und ein bestimmtes Qualifikationsniveau und wenn er nicht durch Zufall im gerade aufsteigenden Bereich arbeitet, wo jeder mehr Geld verdient, wird es schwierig mehr Geld zu verdienen, wenn der Staat mehr Geld verdienen will kommt er an die Grenzen der selbst auferlegten Denkverbote, in soweit nutzt er seine Möglichkeiten nicht aus.

    Wenn dem Privatmenschen die Kosten der Lebensführung über den Kopf wachsen, dann kann er seine Kosten herunter fahren bis zum unmittelbar lebensnotwendigen, wenn er dann immer noch eine Verschuldung in Höhe seiner nächsten 20 Jahreseinkommen hat, kann er nur noch Insolvenz anmelden oder er findet einen lukrativen Arbeitsplatz.

    Die Grundfrage ist wie kommt jemand zu einer zu hohen Verschuldung, ganz einfach es wird im Rahmen einer Verleugnung der wirtschaftlichen Wirklichkeit zu viel Geld an nicht solvente Gläubiger verliehen. Das ganz gekoppelt mit Blasen ohne Ende, dann kommt man dahin wo wir jetzt sind. Ob man Griechenland oder Schrotthypotheken Nehmer nimmt, ein ehrbarer hanseatischer Kaufmann würde beiden kein Geld leihen, kein Kredit, kein Problem.
    Das billige Geld ist zum Fluch geworden, die Folge ist bekannt, Japan nach dem Boom der 90 Jahre , Rezession über Rezession, Deflation und alles, die Politik der Liberalisierung der Märkte hat in diese Krise geführt, wie es alle Menschen die Ökonomie wirklich verstehen immer gesagt haben, um das ganze zu verdeutlichen, wir haben hier den Fall des reichen Erbens der nicht nur die Rente seines Reichtums verbraucht sondern gleich den Kapitalstock mit, das sollte jetzt jeden vor Augen führen wo das Problem liegt und was die Folge ist, wir werden 20 Jahre mit geringen Wachstum leben, Geld muss wieder durch arbeit verdient werden, der Kapitalstock durch sparen neu geschaffen werden, die Zeiten des verbrassen des angehäuften ist vorbei.

    Wir werden ein riesige Sachgüterdeflation erleben auch bedingt durch den Rückgang der Bevölkerung, der genauso zu einem Nachlassen der Nachfrage in Europa führt und zu immer größeren Überkapazitäten, wie wir sie im Bereich der Massenautomobil Hersteller erleben, es werden noch ein paar Anbieter sterben.

    Der erste wichtige Schritt ist die europäische Regierung und die Reduzierung der Nationalstaaten in Europa auf das Niveau von Bundesstaaten, ansonsten gilt, adieu €.

    Und zum Schluss lest Schumpeter, Feyerabend und Drucker, dann werdet Ihr es vielleicht begreifen.
  6. #25

    Strukturreform hin, Strukturreform her

    Zitat von Apologet Beitrag anzeigen
    Zwanzig Kannibalen und ein Vegetarier beraten, was es zum Abendessen gibt.
    Mit oder ohne Strukturreform:
    Jedes System, das mit Zins und Zinseszins arbeitet (auf Geld und privatem Grund & Boden), ist zum Scheitern verurteilt, spaltet in wenige Superreiche und Massenarmut, führt zum Aufruhr, Bürgerkrieg, Krieg und Untergang der Zivilisation und Kultur.
    Also beste Aussichten für uns alle.
  7. #26

    vernünftig

    Zitat von johannesmapro Beitrag anzeigen
    ....
    Der erste wichtige Schritt ist die europäische Regierung und die Reduzierung der Nationalstaaten in Europa auf das Niveau von Bundesstaaten, ansonsten gilt, adieu €.

    Und zum Schluss lest Schumpeter, Feyerabend und Drucker, dann werdet Ihr es vielleicht begreifen.
    Ihr Vorschlag ist vernünftig und entspricht der alten Volksweisheit:

    <b>Schmeiss das gute Geld dem schlechten hinterher, dann wird alles gut </b>
  8. #27

    warum nicht?

    Zitat von paix Beitrag anzeigen
    Wachstum, Wachstum, Wachstum, wann wollen wir endlich lernen auch ohne Wachstum auszukommen ?
    Diese Spirale mit mehr mehr mehr wird so doch nicht ewig funktionieren.
    was die letzten 2000 Jahre funktioniert hat, wird nach aller Voraussicht auch noch ein paar hunert Jahre länger funktionieren, warum auch nicht?
  9. #28

    Vorschläge gebe es ja

    Zitat von zins-bürger Beitrag anzeigen
    Mit oder ohne Strukturreform:
    Jedes System, das mit Zins und Zinseszins arbeitet (auf Geld und privatem Grund & Boden), ist zum Scheitern verurteilt, spaltet in wenige Superreiche und Massenarmut, führt zum Aufruhr, Bürgerkrieg, Krieg und Untergang der Zivilisation und Kultur.
    Also beste Aussichten für uns alle.
    Vorschläge gebe es ja, aber Kirchhof wird verteufelt. Wir brauchen endlich eine wirkliche Demokratie wie in der Schweiz, sonst kann man sich auch in der Zukunft 2.000 Mio Steuererleichterung für 2 Mio Einsatz kaufen.
  10. #29

    1 x das übliche bitte

    Na also. Ein anderes Verständnis von Wachstumspakt hätte mich bei Herrn Draghi auch gewundert. Natürlich spendet Herr Asmussen pflichtschuldig Applaus. Gemeint sind (natürlich) Reformen des Arbeitsmarktes was nichts anderes bedeutet als die systematische weitere Entrechtung der Arbeitnehmer. Dahinter steckt wie immer das Dogma, das alles gut ist was irgendwie einen Arbeitsplatz schafft und sei er noch so schlecht bezahlt, unsicher oder sonstwie nahe der Grenze des zumutbaren oder am besten noch weit darüber hinaus, bis jeder unabhängig von Alter und Ausbildung für jede Arbeit zwangsverpflichtet werden kann. Wieso führen wir nicht gleich offiziell die Sklaverei wieder ein? Das wäre ehrlicher.

    Dies alles vor dem Hintergrund das keine Regierung in Europa so schnell die Ausgaben kürzen kann wie ihr die Einnahmen wegbrechen und sich allerorten das Staatsdefizit erhöht.

    Das kann noch heiter werden im guten alten Europa.


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