EZB: Inflationshüter fordern Inflationsschutz für sich selbst

dapdDie Europäische Zentralbank soll die Euro-Zone vor einer zu hohen Teuerungsrate bewahren - jetzt rebellieren die EZB-Mitarbeiter in eigener Sache: Ausgerechnet aus Sorge vor Inflation fordern sie einen besseren Schutz ihrer Pensionen. Ein Mann soll sogar geklagt haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827681,00.html
  1. #1

    Skandalös!

    Das ist wirklich ein einziger Skandal!

    Gerade wer die Aufgabe hat, das Geld vor der Entwertung zu schützen, darf sich auf keinen Fall dagegen absichern. Das ist einfach nur grotesk!
  2. #2

    Die Mitarbeiter der EZB handeln logisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank soll die Euro-Zone vor einer zu hohen Teuerungsrate bewahren - jetzt rebellieren die EZB-Mitarbeiter in eigener Sache: Ausgerechnet aus Sorge vor Inflation fordern sie einen besseren Schutz ihrer Pensionen. Ein Mann soll sogar geklagt haben.

    EZB: Inflationshüter fordern Inflationsschutz für sich selbst - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Hieran ist nichts seltsam. Die Beamten der EZB waren auf Geldwertstabilität eingeschworen. Die Politik verlangt von Ihnen jetzt Handlungen, die gegen diese Maxime verstoßen. Niemand als diese Beamten erkennt klarer, welche schädlichen Folgen der Eingriff der Politik haben wird. Das sie versuchen, sich gegen diese Folgen abzusichern, ist deshalb völlig verständlich.
  3. #3

    Nicht grotesk sondern vernünftig

    Zitat von qranqe Beitrag anzeigen
    Das ist wirklich ein einziger Skandal!
    Gerade wer die Aufgabe hat, das Geld vor der Entwertung zu schützen, darf sich auf keinen Fall dagegen absichern. Das ist einfach nur grotesk!
    Nein, das ist vollkommen normal. Diese Beamten handeln politisch weisungsgebunden. Das sie nun versuchen, sich persönlich abzusichern, zeigt nur, wie die EZB gegenwärtig missbraucht wird. Vielleicht sind die bekannt gewordenen Forderungen auch als Protest zu verstehen.
  4. #4

    Das ist der Unterschied zur ehemaligen Bundesbank

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank soll die Euro-Zone vor einer zu hohen Teuerungsrate bewahren - jetzt rebellieren die EZB-Mitarbeiter in eigener Sache: Ausgerechnet aus Sorge vor Inflation fordern sie einen besseren Schutz ihrer Pensionen. Ein Mann soll sogar geklagt haben.

    EZB: Inflationshüter fordern Inflationsschutz für sich selbst - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das ist der Unterschied zur ehemaligen Bundesbank.
    Die Bundesbank stand für Geldwertstabilität, die Draghibank für Inflation. Die EZB ist Europas größte Bad-Bank, und unter dem Goldman Sachs Bankster wird es auch so bleiben.
  5. #5

    Skandal, aber total

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank soll die Euro-Zone vor einer zu hohen Teuerungsrate bewahren - jetzt rebellieren die EZB-Mitarbeiter in eigener Sache: Ausgerechnet aus Sorge vor Inflation fordern sie einen besseren Schutz ihrer Pensionen. Ein Mann soll sogar geklagt haben.

    EZB: Inflationshüter fordern Inflationsschutz für sich selbst - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Uns Steuerzahlern sagt man, alles ok, stellt dich nicht so an, aber die eigenen Mitarbeiter wollen das nicht ertragen.

    Diese Meldung ist ein Skandal, zeigt es doch, wie wiederlich scheinbar in der EZB gearbeitet wird. Außerdem, wenn die eigenen Mitarbeiter der EZB nicht vertrauen, wie sollen wir Bürger das tun?

    Ein riesen Imageschaden für die EZB, sorry, Schrott-EZB.
  6. #6

    Inflation muß sein

    Inflation muß sein, wie anders sollte der Staat (ja, auch unser) jemals seine Schulden abtragen können? Dies geht nur über die Inflation.
    Wenn mich nicht alles täuscht, baut das kapitalistische System darauf auf.

    Da müssen eben die kleinen Leute bluten. Die Bonzen können ihr Geld in Sachwerte anlegen.
  7. #7

    *

    Zitat von 4qfghei3pers Beitrag anzeigen
    Inflation muß sein [...] Wenn mich nicht alles täuscht, baut das kapitalistische System darauf auf
    Tut es definitiv nicht - das staatliche manipulierte fiat money und die aus ihm fließende Inflation ist vielmehr eine riesige staatssozialistische Exklave innerhalb der Marktwirtschaft.
  8. #8

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank soll die Euro-Zone vor einer zu hohen Teuerungsrate bewahren - jetzt rebellieren die EZB-Mitarbeiter in eigener Sache: Ausgerechnet aus Sorge vor Inflation fordern sie einen besseren Schutz ihrer Pensionen. Ein Mann soll sogar geklagt haben.

    EZB: Inflationshüter fordern Inflationsschutz für sich selbst - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Nur logisch. Bedienstete der EZB haben in die Mechanismen sicher einen sehr guten Einblick.
    Der Erhalt des EUR kann nur noch über hohe allgemeine Inflation erfolgen. Das ist politisch gewollt und wird von der Mehrheit der Bürger mitgetragen.

    In der Wirtschaft ist das längst klar und mE werden internationale Kontrakte zunehmend auf USD Basis geschlossen.

    Wer als Privatmann noch in EUR engagiert ist - dem ein herzliches "Glück auf".
  9. #9

    Naja ...

    Zitat von geroi.truda Beitrag anzeigen
    Tut es definitiv nicht - das staatliche manipulierte fiat money und die aus ihm fließende Inflation ist vielmehr eine riesige staatssozialistische Exklave innerhalb der Marktwirtschaft.
    Sagen wir mal so ... ohne Inflation könnte man den Kauf aller Dinge aufschieben, bis man sie wirklich braucht. Es machte auch keinen Sinn, z.B. in Immobilien zu investieren, da man das Geld auch einfach auf der Bank lassen könnte. Lohnerhöhungen sind ein anderes Thema - man muß sie machen, damit die Leute sich motiviert fühlen, aber ohne Inflation würden die immer mehr kosten. Dank Inflation bedient man das Bedürfnis auf Anerkennung ohne wirklich auf Dauer mehr zahlen zu müssen (relativ zur Arbeitsleistung). Ohne Inflation wären Preissteigerungen von Einzelprodukten auch viel auffälliger. Wenn z.B. in der DDR das Brötchen immer 5 Pfennige gekostet hat, fiel es doch ziemlich auf, als sich das plötzlich änderte. Der technische Fortschritt würde außerdem den gleichen Gegenstand immer billiger machen, d.h. man hätte noch einen Grund, mit der Anschaffung auf nächstes Jahr zu warten und das Bargeld zu behalten. Aber vielleicht der größte Bringer von allen ist die Rente. Wer mit 20 Jahren anfängt zu arbeiten und sich ausrechnet, was er mal an Rente kriegt, macht sich nicht klar, wie irre wenig die Piepen in 50 Jahren mal wert sein werden, selbst bei "nur" 2% Inflation. Also selbst wenn der Kapitalismus vielleicht auch ohne Inflation funktionieren würde ... er hat sie schon ganz gern. Jetzt kommt natürlich noch der von Ihnen genannte Punkt dazu, daß die Staaten ohne sie gar nicht mehr auskämen. Ich glaube aber, das ist etwas, was gar nicht übermäßig gewollt ist, denn ab und zu braucht man 'ne Hochzinsphase ... schau'mer mal :-).