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EZB: Inflationshüter fordern Inflationsschutz für sich selbst
dapdDie Europäische Zentralbank soll die Euro-Zone vor einer zu hohen Teuerungsrate bewahren - jetzt rebellieren die EZB-Mitarbeiter in eigener Sache: Ausgerechnet aus Sorge vor Inflation fordern sie einen besseren Schutz ihrer Pensionen. Ein Mann soll sogar geklagt haben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827681,00.html
- #1 15.04.2012 19:39 von
Skandalös!
Das ist wirklich ein einziger Skandal!
Gerade wer die Aufgabe hat, das Geld vor der Entwertung zu schützen, darf sich auf keinen Fall dagegen absichern. Das ist einfach nur grotesk! - #2 15.04.2012 19:49 von
Die Mitarbeiter der EZB handeln logisch
Hieran ist nichts seltsam. Die Beamten der EZB waren auf Geldwertstabilität eingeschworen. Die Politik verlangt von Ihnen jetzt Handlungen, die gegen diese Maxime verstoßen. Niemand als diese Beamten erkennt klarer, welche schädlichen Folgen der Eingriff der Politik haben wird. Das sie versuchen, sich gegen diese Folgen abzusichern, ist deshalb völlig verständlich.
- #3 15.04.2012 19:53 von
Nicht grotesk sondern vernünftig
- #4 15.04.2012 20:03 von
- #5 15.04.2012 20:05 von JohnBlank
Skandal, aber total
Uns Steuerzahlern sagt man, alles ok, stellt dich nicht so an, aber die eigenen Mitarbeiter wollen das nicht ertragen.
Diese Meldung ist ein Skandal, zeigt es doch, wie wiederlich scheinbar in der EZB gearbeitet wird. Außerdem, wenn die eigenen Mitarbeiter der EZB nicht vertrauen, wie sollen wir Bürger das tun?
Ein riesen Imageschaden für die EZB, sorry, Schrott-EZB. - #6 15.04.2012 20:12 von
Inflation muß sein
Inflation muß sein, wie anders sollte der Staat (ja, auch unser) jemals seine Schulden abtragen können? Dies geht nur über die Inflation.
Wenn mich nicht alles täuscht, baut das kapitalistische System darauf auf.
Da müssen eben die kleinen Leute bluten. Die Bonzen können ihr Geld in Sachwerte anlegen. - #7 15.04.2012 20:40 von
- #8 15.04.2012 21:07 von
Titel
Nur logisch. Bedienstete der EZB haben in die Mechanismen sicher einen sehr guten Einblick.
Der Erhalt des EUR kann nur noch über hohe allgemeine Inflation erfolgen. Das ist politisch gewollt und wird von der Mehrheit der Bürger mitgetragen.
In der Wirtschaft ist das längst klar und mE werden internationale Kontrakte zunehmend auf USD Basis geschlossen.
Wer als Privatmann noch in EUR engagiert ist - dem ein herzliches "Glück auf". - #9 15.04.2012 21:15 von
Naja ...
Sagen wir mal so ... ohne Inflation könnte man den Kauf aller Dinge aufschieben, bis man sie wirklich braucht. Es machte auch keinen Sinn, z.B. in Immobilien zu investieren, da man das Geld auch einfach auf der Bank lassen könnte. Lohnerhöhungen sind ein anderes Thema - man muß sie machen, damit die Leute sich motiviert fühlen, aber ohne Inflation würden die immer mehr kosten. Dank Inflation bedient man das Bedürfnis auf Anerkennung ohne wirklich auf Dauer mehr zahlen zu müssen (relativ zur Arbeitsleistung). Ohne Inflation wären Preissteigerungen von Einzelprodukten auch viel auffälliger. Wenn z.B. in der DDR das Brötchen immer 5 Pfennige gekostet hat, fiel es doch ziemlich auf, als sich das plötzlich änderte. Der technische Fortschritt würde außerdem den gleichen Gegenstand immer billiger machen, d.h. man hätte noch einen Grund, mit der Anschaffung auf nächstes Jahr zu warten und das Bargeld zu behalten. Aber vielleicht der größte Bringer von allen ist die Rente. Wer mit 20 Jahren anfängt zu arbeiten und sich ausrechnet, was er mal an Rente kriegt, macht sich nicht klar, wie irre wenig die Piepen in 50 Jahren mal wert sein werden, selbst bei "nur" 2% Inflation. Also selbst wenn der Kapitalismus vielleicht auch ohne Inflation funktionieren würde ... er hat sie schon ganz gern. Jetzt kommt natürlich noch der von Ihnen genannte Punkt dazu, daß die Staaten ohne sie gar nicht mehr auskämen. Ich glaube aber, das ist etwas, was gar nicht übermäßig gewollt ist, denn ab und zu braucht man 'ne Hochzinsphase ... schau'mer mal :-).
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