Die Pleite der Investmentbank Lehman*löste 2008 einen weltweiten Schock aus. Jetzt schlägt die EZB Alarm: Nach ihrer Einschätzung ist die Finanzstabilität im Euroraum so stark gefährdet wie seit damals nicht mehr. Die Probleme haben*sich demnach zu einer systemischen Krise ausgeweitet.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...804721,00.html
2008 ist uns das Dach von der Bude geflogen. Statt neu zu decken, hat man die Heizung aufgedreht. Nun bringen uns die Heizkosten um.
Das klingt recht interessant. Ich muss mal vorweg schicken, dass ich zu den Menschen gehören, die diese ganzen Nachrichten über die Krise nur fressen, ohne viel davon zu verstehen. Wirtschaft und Geld und die komplexen Zusammenhänge haben mich noch nie sonderlich interessiert und nach wie vor bevorzuge ich das Thema zu ignorieren, da ich (vl. scheinbar) davon nicht betroffen bin (oder nocht nicht direkt).
Wie auch immer, was sich absolut nie in mein Begreifen vordrängen konnte ist die einfache Tatsache, dass Geld sich aus sich selbst erzeugen kann, wenn es denn nur in ausreichender Menge vorhanden ist, ohne dass der Eigentümer etwas dazu tun muss (Stichwort Zinsen). Was allerdings noch viel merkwürdiger ist, ist die Tatsache, dass unser Staat so ziemlich jede Transaktion zwischen Geld und Dienstleistungen oder Geld und Gütern besteuert, während er keinen Vorteil daraus zieht, wenn Geld irgendwo rumliegt und sich munter vermehrt. Sollte es nicht eigentlich genau anders herum sein? Vielleicht ne dumme Frage eines Menschen, der sich wenig Mühe macht dies alles zu verstehen, aber nur aus meinem Bauchgefühl heraus finde ich, dass Steuern besonders dort erhoben werden sollten, wo Geld nichts "tut", wohingegen immer dort, wo es in dem Kreislauf eingesetzt wird um etwas zu erschaffen (sei es nun ein Gut oder eine Dienstleistung) eigentlich keine Besteuerung stattfinden sollte. Aber ja, vielleicht auch nur ne dumme Idee, mir bleibt zu dem ganzen Thema eigentlich nicht mehr als ein Schulterzucken.
Frohes Fest.
erinnert sich doch nicht einmal mehr Frau Merkel, an diese ach so schönen Zeiten, als in der CDU noch Folgendes galt:
„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden......."
Jawoll liebe Leute, das war die Einleitung des Ahlener Programms der CDU 1947.
Gegen die CDU von damals kann man die Linke fast schon als konservativ bezeichnen.
Und heute?
Absolut nix aus der Geschichte gelernt.....
Versuchen Sie sich doch einfach vorzustellen, dass wenn das System gerecht gestaltet wäre, sie überhaupt keinen Kredit aufnehmen müssten um ein Haus zu kaufen, sondern dieses Vermögen innerhalb von 10 Jahren angespart hätten und dann relativ unabhängig vom System an sich wären, was, welch Wunder, nicht im Sinne des Kapitalismus ist. Unabhängigkeit und Freiheit, genau das soll der Kapitalismus verhindern. Wer soll dann noch dem Geldadel die monotone Drecksarbeit erledigen?
Das Umlagesystem ist krisenresistent und insoweit Gold wert. Natürlich müssen die Faktoren immer wieder nachjustiert werden, ein Kinderfaktor wäre nicht schlecht.
Was mit privat gemanagten Pensionsfonds passieren kann, hat man ja in Irland und Island gesehen. Da ist das Umlagesystem doch deutlich besser, mit all den kleinen Nachteilen, die in fetten Zeiten groß herausgestellt werden.
Komisch: Die USA haben es nicht geschafft, die D-Mark niederzumachen. Im Gegenteil: Der Dollar hat in 40 Jahren deutlich gegenüber der D-Mark verloren, von einst 4,20 Mark auf 1,70 Mark. Der allmächtige Euro steht inzwischen bei plusminus 1.30 Dollar und er wankt bedenklich. Nicht wegen der Whrungsreltion, sondern weil Staaten mit dem Euro agieren dürfen, die aufgrund ihrer schwachen Wirtschaft und ihrer hohen Verschuldung längst hätten abwerten müssen. Doch der Euro verhindert dies, weil sich alle Euro-Staaten in Sippenhaft befinden. Diese Sippenhaft muss beendet werden, soll die Finanz- und Währungskrise gelöst werden. Leider gibt es keine Anzeichen, dass dieser Weg genommen wird. Man hat den Eindruck als wollten alle 17 Euro-Staaten wie Lemminge gemeinsam untergehen.
Ist das wirklich so schwer zu verstehen, warum es Zinsen gibt und wie diese entstehen?
Mal ganz einfach und simpelst runtergebrochen. Ich leihe jemandem Geld, damit er sich Maschinen kauft, Arbeiter anstellt usw, damit er Geld verdient. An diesem Gewinn lasse ich mich dann beteiligen (Zinsen). Oder ich gebe jemandem durch mein Geld einen Vorteil, z.B. auch einen frühzeitigeren Konsum (Finanzierung Auto), eine Urlaubsreise, die er sich eigentlich nicht leisten kann. Und dafür gibt er mir dann halt einen gewissen Anteil (Zinsen) seiner künftigen Einkünfte.
Daher ist die Besteuerung solcher Zins-Einkünfte auch für einen Wirtschaftskreislauf recht schwierig, da das Geld scheu ist wie ein Reh (wie abgedroschen). Aber mittlerweile gibt es doch eine Abgeltungssteuer...und seit Jahren Quellensteuer. Also, gibt es ja insoweit kein wirkliches steuerliches Problem, sondern nur ein ideologisches.
Nun, gegen diese Art von *Bürgerprotest* hat der EU-Reformvertrag ja vorgesorgt.
Im Kleingedruckten.
"Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet,"
wenn es erforderlich ist,
"einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen".
(Erläuterung zu Art.2 der Grundrechte-Charta, Todesstrafe)
Banken sind systemrelevant, und eine Bank oder mehrere zu sprengen im Sinne von *wir heben alle unser Geld ab und packen es unter die Matratze* wäre vielleicht schon ein Aufruhr, den es rechtmäßig niederzuschlagen gilt?
Man braucht die Banken nicht mal anzünden, es würde reichen, wenn alle Menschen ihre Girokonten leerräumen.
Girokonto braucht man, aber mit Gehaltseingang kann man ja zur Bank traben und dieses sofort und in bar abheben. Kleines Plus reicht.
Noch kann man überall mit Bargeld bezahlen.
Auflösung der Wertpapierdepots, Festgeldkonten etc. - so man welche hat - und ab unter die Matratze damit. Die Zinsen lohnen ohnehin nicht.
Es geht natürlich so nicht ganz problemlos - denn - Otto Normalbürger hat i.d.R. Kredite laufen.
Also geht man einen Tag vor dem Ratentermin wieder zur Bank und zahlt diese in bar wieder ein.
Was meinen Sie, wie die Banken da gestresst sind, schon alleine durch die Schaltertätigkeiten :)
Denn womit spielen Banken in der Nacht nach Schalterschluß? Mit dem unverzinsten Geld von unseren Girokonten, die anderen Spielzeuge und Spekulatius laß ich lieber weg.
Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen - auf Giro-Guthaben gibt es normal keine Zinsen, rutscht man ins Dispo, sind ca.11% Zinsen fällig, von der geduldeten Überziehung red ich gar nicht, die liegt wohl bei 14%.
Und dafür, daß wir auf unser Giro-Guthaben keine Zinsen bekommen, dürfen wir bei den meisten großen Banken noch Gebühren bezahlen.
Wir sind bequem geworden, und das wird brutalstmöglich ausgenutzt.
Kreditkarten, bargeldlose Zahlungen, dünnes Portemonaie (physisch, real sowieso).
Die putzigen Öffnungszeiten der Banken tun ihr übriges, um uns zu erklären, time wäre money.
Stimmt ja auch. Unsere time ist das money der Banken.
Die Banken verlassen sich darauf, daß wir Ratenzahlungen, Strom, Wasser, Telefon brav abbuchen lassen.
Und da diese Termine lustig um den Monat rum verteilt sind - soll also auch immer genug Geld auf dem unverzinsten Girokonto sein. Oder wir zahlen die mindestens 11% Dispo-Zinsen.
Mein Vorschlag für *brennende* Banken wäre wie oben:
1. Zahlungstermine der Abbuchungen koordinieren, daß sie in ein Zeitfenster von 2 Tagen fallen, ich denke, das sollte gehn
2. mit Gehaltseingang das Giro leerräumen bis auf ein Miniplus
3. überall wieder in bar bezahlen
4. unmittelbar vor den monatlichen Abbuchungen das Geld wieder in bar aufs Konto zahlen
Das würde erstmal ohne Ende Zeit und Nerven kosten - aber:
Wir würden uns angewöhnen, nur noch DAS Geld auszugeben, was wir tatsächlich haben.
Und vielleicht gäbe es dann mal wieder Zinsen für Giro-Guthaben und ordentliche Schalterzeiten.
(Es soll ja Länder geben, da haben die Banken samstags am Vormittag auf.)
Das klingt nun alles wie: zurück in die Steinzeit :)
Ist es aber nicht, denn in die Steinzeit haben wir uns servicetechnisch bereits zurückkatapultieren lassen.
Es kann also nur noch besser werden.
Nein, die Idee ist nicht neu und auch nicht vollständig von mir.
LG
InesH