Exzellenzinitiative der Unis: Bochum scheitert im Elite-Wettbewerb

DPAVorentscheidung im Exzellenz-Wettbewerb: Noch verhandeln Wissenschaft und Politik, doch nach Informationen von SPIEGEL ONLINE steht mindestens eine Verliererin bereits fest. Die Uni Bochum verpasst den Einzug in die Elite-Gruppe der Hochschulen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...838914,00.html
  1. #1

    Sein vs. Wollen

    Wurde MIT/Yale etc mit aehnlichen Mitteln zu einer Ivy League Uni?
  2. #2

    Alberner Begriff Elite

    "Exzellenz-Initiative" und die damit verbundenen Kriterien ist ja eine gute Sache. Aber das Siegel "Elite-Universität" spottet jeder Beschreibung. Vergleicht man diesen Begriff mit den angelsächsischen Top-Universitäten, die sich übrigens nicht Elite-Universitäten nennen, nach denen die deutsche Eitelkeit aber hinschielt, bleibt nur ein hohler Eindruck: ein wissenschaftliches und finanzielles Konstrukt, das irgendwie im Leeren schwebt.
  3. #3

    Richtig so. Ich war bis 2009 Studierender an der Ruhr-Uni Bochum (Matr-Nr. 108004218413) und habe an derselben nichts "Elitäres" feststellen können :-)
  4. #4

    Der wahre Grund des Niedergangs von Europa

    ..ist das man kaum mehr was die Bildung investiert. Es ist wichtiger, längst untergeganene Industrien zu subventionieren, anstatt in die Zukunft, in die Bildung, Forschung zu investieren.

    Man braucht sich ja nur die Gebäude anzusehen - dann weis man wie morsch das Bildungssystem ist.

    Ich habe in Deutschland studiert - aber auch schon Bildungseinrichtungen in der sogenannten 3. Welt gesehen.
    Nirgendswo war die Bausubstands derart abgef***t wie in Deutschland:

    -Ich sass in Deutschland in Hörsäälen, da waren die Wände mit Folie abgeklept - wegen der Asbestfaser.
    -andere Gebäude waren jahrelang eingerüstet, weil Schindeln sich von der Fassade lössten. Geld für eine Reperatur gab es nicht.
    -Über den Ammoniak-Gestank nicht gesäuberter Toiletten reden wir erstmal nicht
    .....
    Deutschland - das 3.Welt Land der Bildung!

    Weiter lesen kann man auch hier:
    Bildung: Im Kern verrottet - SPIEGEL ONLINE
    Morsch, porös, baufällig: Deutschlands Unis sind nicht mehr ganz dicht - SPIEGEL ONLINE
  5. #5

    Unis als Zirkusarena

    Es ist nicht Aufgabe eines steuerfinanzierten Staates, die Unis in irgendeinem Wettbewerb aufeinanderzuhetzen und dann die Gelder nur an 9 Unis zu verteilen. Die Studenten brauchen verlässliche und gute Studienbedingungen. Was ist, wenn man z.B. in Bochum anfängt, dann kriegen die kein Geld mehr oder machen den Studiengang mangels Exzellenz ganz zu ?
    Unis könnten Schwerpunkte setzen, wie es das beim Sportstudium gibt oder sich als behindertengerecht positionieren. Man könnte die Qualität auch dadurch erhöhen, dass man die Betreuung verbessert oder die Rentner raussetzt. Es muss auch nicht die halbe Welt hier umsonst studieren und die Unis verstopfen.
    Unis sind kein römischer Zirkus.
  6. #6

    Von gescheitert kann keine Rede sein!

    Die Ruhr-Universität hat in zwei von drei Förderlinien 52 Mio. Euro eingeworben. Da kann von "gescheitert" keine Rede sein. Bei einem Erfolg in allen drei Linien wären es etwa 100 Mio. Euro gewesen, klar ist das deutlich mehr. Aber schon nach der ersten Bewerbung (ebenfalls Erfolg in zwei von drei Linien) hat die RUB ihr Zukunftskonzept komplett umgesetzt und dafür auf anderen Wegen das fehlende Geld eingeworben. Das wird nun wieder geschehen. Das zeigt für mich die Leistungsstärke dieser jungen Universität und den unbedingten Willen noch weiter in die Gruppe der internationalen Spitzenuniversitäten vorzustoßen.