DPAEntscheidung im Milliarden-Wettkampf der Hochschulen: In den Elite-Zirkel steigen die HU Berlin, die Unis Bremen, Köln, Tübingen und die TU Dresden auf. Zwei Baden-Württemberger Hochschulen verlieren den Exzellenz-Status, darunter das renommierte Karlsruher Institut für Technologie.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...839103,00.html
Deutschland hatte im den Vorteil, dass die Universitäten ein sehr hohes Niveau hielten. Dem Umstand keine weltweit als Elite eingestuften Universitäten zu haben stand gegenüber, dass alles unter Niveau auch keine Zulassung bekam. In den USA ist da deutlich grelles Licht neben tiefem Schatten. Während ein "er hat studiert" in Deutschland schon viel sagt, folgt in den USA erst mal die Frage: "Wo?".
Ich denke, dass international sich keiner so recht dafür interessiert, was in Deutschland von einer Art "Zentralkomitee" zur Elite erhoben wird. Elite-Universitäten entstehen durch Wettbewerb auf einem Markt, nicht durch buhlen bei einer bürokratischen Instanz.Aber ist ja wunderbar wie Deutschland versucht sich auf ein Level zu hieven, wo es nie hinkommen wird !
Googlen Sie MPI Bremen (MPG), AWI Bremerhaven (Helmholtz), MARUM Bremen (DFG Exzellenzcluster), und zmt Bremen(Leibniz), finden Sie den inhaltlichen Kontext, und denken Sie darüber nach, an welcher Uni die Wissenschaftler dieser Einrichtungen ihre Professur bekleiden, und welche Uni die Nachwuchswissenschaftler dieser Institute promoviert bzw. habilitiert.
In diesem Bereich finden Sie weltweit keinen Standort, der mit dieser Exzellenzdichte konkurrieren könnte.
Darüberhinaus befinden sich auf dem Campus der Uni Bremen unter anderem gleich zwei Fraunhofer-Institute, das ZARM, und die in Bremen ansässige Schwerindustrie wie EADS, Airbus, Daimler ist sehr gut vernetzt mit der Uni Bremen.
...das das BA/Masters nicht auf dem Level von Diplomen hier in Deutschland ist, brauchen die Deutschen jetzt nicht ihren Universitäten einen Elite-Stempel aufzusetzen. Wenn sie nähmlich jemand in London fragen würde, wo sie studiert haben, und dann sagen:"In der Elite-Universität Freie Universität Berlin" würden die Leute sie dort auslachen ! Wenn sie aber antworten:"Harward oder Stanford" würden ihnen nicht nur in der Wirtschaft überall Türen geöffnet ! Weil die Leute dort nicht einfach Stempel irgendwo aufdrücken, sondern diese Unis sich ihren Namen verdient haben.
Und "er hat studiert" sagt in Deutschland gar nichts aus. Im Moment studieren viele und haben viele studiert. Und trotzdem gibt es Leute mit BA und Masters ohne Job.
Eigentlich nur den Konzernen, die brauchen nur wenige, sehr gute Wissenschftler, die ihre Projekte befeuern, an das viele Füßvolk kann man delegieren. Nur die Gesellschaft wird weiter verarmen, da von flächendeckender Bildung nicht mehr die Rede sein wird. Offenbar haben sich die Bertelsmänner wieder mit ihren industriefreundlichen Gläubigen durchgesetzt, die schon Bologna verbrochen haben. Ist schade, wie Wissenschaft und Bildung von bildungsfernen Quislingen verkauft werden. "Ach, was reg' ich mich auf!" möchte man mit einem bekannten Kabarettisten rufen, "nur schade um die Jugend".
Was genau kritisieren Sie eigentlich? Möchten Sie dass mehr Menschen Informatik oder Ingenieurwissenschaften studieren? Das liegt aber doch nicht an den Unis, sondern dass das einfach nicht beliebt bei den Studenten ist oder zu schwer für die Bewerber ist. Oder möchten Sie dass weniger Menschen erlajubt wird "Laberfächer" zu studieren? Weil Sie entscheiden dürfen was die "richtigen" Fächer sind oder was? Sie selber haben ja anscheinend einen sehr guten Abschluss in einem der technischen Fächer und haben sich eingehend mit Sozialwissenschaften und ähnlichem beschäftigt, da sie so sicher darüber urteilen können wie nützlich welches Fach ist...
Sie haben also tatsächlich keine Ahnung was die Uni Dresden macht, sondern nur vom KIT (wenn überhaupt). Nur weil Sie von einer Uni nichts gehört haben, heißt das nicht dass sie nicht relevant ist. Solange man nicht mit Fakten, sondern nur mit der eigenen Weltanschauung diskutieren kann, sollte man lieber nix sagen.