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Exzellenz-Uni-Gutachter im Interview: "Das Niveau ist bemerkenswert hoch"

DPADie Elite-Kronen wurden an elf Universitäten verteilt, dreien wurde sie entrissen. Der französische Spitzenforscher Pierre Braunstein war dafür mit verantwortlich. Ein Gespräch über Lust und Last bei der Vergabe von 2,4 Milliarden Euro an die Besten der Besten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...841304,00.html
  1. #1

    spätestens

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Elite-Kronen wurden an elf Universitäten verteilt, dreien wurde sie entrissen. Der französische Spitzenforscher Pierre Braunstein war dafür mit verantwortlich. Ein Gespräch über Lust und Last bei der Vergabe von 2,4 Milliarden Euro an die Besten der Besten.

    Exzellenzinitiative: Gutachter Pierre Braunstein im Interview - SPIEGEL ONLINE
    seit die Uni Bremen "elite" ist und die TU Darmstadt nicht, wissen wir, was wir von diesen "Eliten" zu halten haben.
  2. #2

    xxx

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    seit die Uni Bremen "elite" ist und die TU Darmstadt nicht, wissen wir, was wir von diesen "Eliten" zu halten haben.
    Das geht nach dem Prinzip "Wer hat, dem wird gegeben". Die Eliteunis erhalten nämlich nicht nur deutlich mehr Geld aus diesen speziellen Fördertöpfen, sie werden auch bei der Verteilung aus Landesmitteln bevorzugt. Besser wäre ja gewesen, man hätte einfach mal die gesamten Bildungsbudgets erhöht, aber nein konservative Ignoranz hat in Deutschland immer Vorfahrt.
  3. #3

    Einfach mitgeschleppt

    Hat mal jemand sich Gedanken gemacht, wo dieses ganze Konstrukt eigentlich herkommt? Der Bund darf nach (Grund-)Gesetz keine Hochschulen dauerhaft alimentieren. Die Länder sind dermeist pleite, und können das auch nicht. Was aber geht, ist temporär speziellen Hochschulen, besser: deren Programmen, unter die Arme zu greifen. Und wer zahlt bestimmt auch wofür. Also ist dieses ganze Geschlonze eingentlich nur eine halb-legale Umgehung des Grundgesetzes, die vollkommen überkommene Kulturhohheit der Länder zu umgehen.

    Blablabla kann man da sagen. Warum hat das überhaupt eine Bedeutung? Es hat eine Bedeutung wegen der (Personal-)finanzierung der Unis. In der jetzigen Situation können alle Stellen aus Bundesmitteln nur zeitlich befristet sein. Nur die Länder können aus eigenen, meist nicht vorhandenen Mitteln Dauerstellen schaffen. Das ist aber wichtig, denn der Grossteil der Akademiker ist mit Aufgaben beschäftigt, die über eine zeitlich befristete Forschungsarbeit hinausgehen. Und die müssen dann nach einigen Jahren "ausgewechselt" werden, was der Qualität nicht unbedingt hilft.
  4. #4

    Auf den Punkt gebracht

    Hat mal jemand sich Gedanken gemacht, wo dieses ganze Konstrukt eigentlich herkommt? Der Bund darf nach (Grund-)Gesetz keine Hochschulen dauerhaft alimentieren. Die Länder sind dermeist pleite, und können das auch nicht. Was aber geht, ist temporär speziellen Hochschulen, besser: deren Programmen, unter die Arme zu greifen. Und wer zahlt bestimmt auch wofür. Also ist dieses ganze Geschlonze eingentlich nur eine halb-legale Umgehung des Grundgesetzes, die vollkommen überkommene Kulturhohheit der Länder zu umgehen. Blablabla kann man da sagen. Warum hat das überhaupt eine Bedeutung? Es hat eine Bedeutung wegen der (Personal-)finanzierung der Unis. In der jetzigen Situation können alle Stellen aus Bundesmitteln nur zeitlich befristet sein. Nur die Länder können aus eigenen, meist nicht vorhandenen Mitteln Dauerstellen schaffen. Das ist aber wichtig, denn der Grossteil der Akademiker ist mit Aufgaben beschäftigt, die über eine zeitlich befristete Forschungsarbeit hinausgehen. Und die müssen dann nach einigen Jahren "ausgewechselt" werden, was der Qualität nicht unbedingt hilft.

    Das ist genau der Punkt. ..... Und unser großes Problem in D. Wir brauchen unbefristete Hochschulstellen, aber die Länder können nicht, weil sie mehr oder weniger pleite sind. In NRW kommt dann noch eine Landesregierung und will an den Hochschulen Kettenverträge abschaffen, einerseits löblich, aber ohne Verstetigung katastrophal. Bleibt also nur der Bund, der könnte, darf aber nicht wg. Föderalismusreform. Also was bleibt dann ...
  5. #5

    ...

    Man betreibt Kosmetik. Glaube mal keiner, daß bei den Anträgen nicht aufgehübscht wird, wo es geht. Und die Gutachter entstammen einem Inzuchtsystem. Die sind alle so alt und betriebsblind, die stellen nichts mehr in Frage, die bewahren vor allem das, was sie kennen. Wo da Innovation herkommen soll, bleibt fraglich. Professoren zählen meiner Erfahrung nach zu den größten Opportunisten, die es gibt. Passt aber gut zu Politikern. Die sind da auch gut drin, aber nicht ganz so gut. Am Ende bespaßen sich alle gegenseitig, jeder fühlt sich gut, und am System hat sich nichts geändert, außer daß man echte Forschung durch das ganze Antragsschreiben und Evaluieren behindert hat. Aber echte Forschung hat auch keine Priorität.








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