Extreme Dürre: Uno warnt vor Jahrhundertnot in Somalia

Die Vereinten Nationen schlagen*Alarm: Die Dürre in*Somalia und anderen ostafrikanischen Ländern*sei die "schlimmste Katastrophe" weltweit. "Noch nie habe ich in einem Flüchtlingscamp so verzweifelte Menschen gesehen", sagt der UNHCR-Chef. Zwölf Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...773657,00.html
  1. #220

    Ich bin ein ganz mieser Konsument...

    Zitat von bidebotchi Beitrag anzeigen
    und was genau TUN sie, um IHREN Beitrag zu leisten?
    .... ich versuche so viel wie möglich an jene abzutreten, die es nötiger haben als ich.

    Bewußter Konsum, möglichst sparsam mit Energie umgehen, Urlaub ohne Flugreise, sich informieren, wo man sinnvoll Spenden kann (oder auch in der eigenen Gemeinde mit Spenden an Selbsthilfegruppen oder durch aktive Mitarbeit z.B. in der Altenbetreuung), das sind Dinge die ich persönlich tun kann - und auch tue.

    Keiner von uns kann alleine die Welt retten, aber ich kann mir das Recht nehmen uns auf unsere Unzlänglichkeit hier hinzuweisen, da ich guten Gewissens scheiben kann, mein Lebensstil entspricht wahrscheinlich einem Niveau, dass global für jeden Menschen darstellbar wäre - wahrscheinlich sogar etwas mehr an Verbrauch und "Luxus".

    ... und wenn jetzt wieder der dümmliche Spruch kommt, dass wir dann wirtschaftlich kollabieren, schüttle ich den Kopf und rate einmal kurz nachzudenken - unsere Produkitvität ist wichtig, ja, nur die Verteilungskompetenz fehlt durchgehend!

    Für einen Porsche Cayenne (das Lieblingseinkaufauto unserer "gebildeten" Konsumchampions) könnte man ca. 100 m² Volopholtaikfläche produzieren, oder eine Wasseraufbertungsanlage die 10 m³ Wasser in der Stunde aufbereiten könnte, oder 10 Dorfschulen in einem Entwicklungsgebiet errichten und ausstatten (ja - dort sind eben erst einmal die Alphabetisierung und grundlegende Rechenkompetenzen zu vermitteln, das geht sehr sehr preiswert), oder, oder, oder......................

    Wer einmal auf die Tatsache blickt, dass wir hier in Deutschland noch immer die Top-Autobauernation sind, dass unsere Ingenieure ihre Brainpower für das letzte Promille Komfortsteigerung und Effizienzoptimierung verbraten - alleine zum Nutzen einer winzigen Oberschicht, die dann extrem teure Produkte erwirbt....... anstatt diese geistigen Resourcen in andere Prozesse zu investieren, der kann kaum an eine Zukunft glauben.

    Trotzdem verhalte ich mich persönlich nicht nach dem Motto, es ist ohnehin alles egal - wobei ich schon öfter nahe darann war.

    Im Übrigen lebe ich jetzt gesünder, bewußter und vor allem wesentlich freier ........ ein bescheidener Lebensstil hebt die Lebensqualität ungemein!
  2. #221

    gggg

    Zitat von steuerzahlerin Beitrag anzeigen
    Textilien, die in Deutschland als Altkleider gesammelt werden, werden aufbereitet und nach Afrika vertickt. Und natürlich muss der Afrikaner die kaufen.
    ...
    Vorher erkundigen, bevor man seinen ach so allwissenden Zynismus versprüht.
    So, und diese Textilien, die wir runterschicken, wurden vorher ... BINGO! Na, was? – Gespendet!!!
    Das ist das Thema dieses Threads, oder?
    Vorher nachdenken, dann evtl. schimpfen oder bleiben lassen.
  3. #222

    Bevölkern ungleich bevölkern....

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Der Mensch ist schon fähig diesen Planeten zu bevölkern. Er ist dabei so "erfolgreich", dass er von etwa 1 Mrd. Menschen vor etwas über 100 Jahren auf nunmehr 7 Mrd. Menschen gebracht hat.
    Ein Großteil dieser Entwicklung ist gerade aufgrund .....
    .... ich spezifizierte die Art des Bevölkerns.

    Wir sind alle der Ambivalenz unserer Gefühle ausgeliefert, einerseits möchten wir das Bestmögliche für uns und unsere Kinder, andererseits würden wir niemals ohne Not - nur um eines kleinen Vorteils wegen, massenhaft Artgenossen maskarieren.

    Wir akzeptieren allerdings, dass zur Wahrung unserer Bestizstände in weiter Ferne, oder im Schatten unserer Nachbarschaft Armut und Elendstod den Pulsschlag des Alltags bilden.

    Was wir dabei übersehen, diese Verhältnisse dienen nicht uns, sie dienen einzig einer winzigen Minderheit, die das Leben als dekadentes Spiel begreift.

    Würden wir uns diesem Treiben entgegenstemmen, die meisten von uns würden wohl kaum Einbußen bezüglich der notwendigen Versorgungsgüter, der Wohnqualität und der medizinischen, kulturellen zur Verfügung stehenden und bezahlbaren Angebote hinnehmen müssen.

    Die ganzen Menschen, die jetzt gleich wieder aufschreien, ich würde die Freiheit des Einzelnen rauben wollen, die von Einheitsbrei und dumpfem Vegitieren sprechen, sei gesagt;
    es gibt in den U.S.A. sehr viele Gefängnisse, dort sitzen jene, die man effektiv ausgrenzen möchte - es gibt dort aber auch jede Menge sogenannter "gated Communities", das sind Gefängnisse für Wohlhabende, die sich freiwillig einsperren, da vor dem Zaun der Mob lauert.

    Ist das die Vorstellung von Freiheit nach der Euch dürstet?
  4. #223

    x

    Zitat von Lueder Beitrag anzeigen
    Sie haben vollkommen recht! Hier ein guter Artikel für alle Realitätsverweigerer, also ganz besonders die Personen, die hier nichts besseres zu tun haben als "Betroffenheit" zu heucheln:

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...773207,00.html
    Im Gegensatz dazu haben sich die Japaner z.B. selbst hingestellt und angefangen, den Schutt und Dreck nach der letzten Katastrophe weg zu räumen.
  5. #224

    .

    Zitat von FXRichter Beitrag anzeigen
    Als im alten Germanien Hungersnöte ausbrachen, begann die Völkerwanderung und die "Barbaren" machte den fetten Römern den Garaus - auch wenn diese bis zu den Zähnen bewaffnet waren.

    Das wird jetzt - im weiteren Verlauf des Klimawandels - auch wieder so sein, nur werden es Millionen sein, die kommen. Zyniker, zieht euch warm an.
    Die von Ihnen wohl zitierte Völkerwanderung, die zum Untergang Westroms führte, war nichts anderes als eine unkontrollierte Fluchtbewegung vor Attilas Hunnenkrieger
  6. #225

    ...

    Zitat von Lueder Beitrag anzeigen
    Sie haben vollkommen recht! Hier ein guter Artikel für alle Realitätsverweigerer, also ganz besonders die Personen, die hier nichts besseres zu tun haben als "Betroffenheit" zu heucheln:

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...773207,00.html
    Ich hab noch ein weiteres Beispiel dafür, wie schief es laufen kann mit Hilfe: Thailand nach dem Tsunami.
    Der WDR brachte vor zwei, drei Jahren einen deprimierenden Bericht darüber, was aus den vielen Millionen Spenden geworden ist.
  7. #226

    Wie auch Ihr Beitrag es zeigt

    Zitat von almeo Beitrag anzeigen
    Sehe ich vollkommen anders! Man kann die westliche Konsumgesellschaft natürlich immer gerne mit althergebrachten Schlagworten verdammen, trotzd....

    pel über den Kopf. Diese Länder müssen ihre Probleme einfach selbst lösen. Der Westen ist da weder dran Schuld, noch kann er da helfen!
    Sorry, trotz langem Text von Ihnen ist das eine verkuerzte Sichtweise.
    Es ist fuer die afrikanische Mentalitaet irrelevant, ob wir hier in Europa die Zeit der Stammesfehden ueberwunden haben oder nicht. Haben wir die ueberhaupt ueberwunden? Ich denke da an Kosovo, Nordirland, Basken noch vor ein paar Jahren.
    Irrelevant genauso, wie die afrikanische Mentalitaet umgekehrt auch uns irrelevant erscheint.
    Und doch haengen wir enorm zusammen: unsere Reisetaetigkeiten bescherte uns AIDS, die sonst auf ein paar Gorillajaeger und deren Umfeld begrenzt geblieben waere.
    Wohlgemerkt: wir reisten, nicht die Afrikaner und damit reimportierten wir AIDS zurueck und verteilten es dort ueber den Kontinent! Ueber UNO-Leute, Hilfsorganisatoren, "Dritte-Welt"-Aktivitaeten, damals wie heute.
    Unser Ausstoss an einseitig gelegentlich ueberproduzierten, womoeglich genmanipulierten Anbaupflanzen ruinieren alle hoffnungsvollen Ansaetze zur landwirtschaftlichen Eigenproduktion.
    Das foerdert die nackte Existenzangst in den Doerfen, die Kriminalitaet in den Staedten, die Moerderbandenbildung, die sich politisch verbraemen. Waere bei uns genauso unter vergleichbaren Umstaenden.
    Statt eigener Kleidungsmanufakturen, die in Afrika noch logistischen Sinn machen wuerden, schmeissen wir die Systeme dort mit der Handelsware Altkleider zu (Rotes Kreuz, kirchliche Organisatoren).
    Die verteilen dort nicht womoeglich nach humanitaeren Gesichtspunkten, sondern machen sich Grossisten als ihre Anschauungsagenten mit Pfennigverkauefen fuer ganze Ballen gefuegig, die damit ihrerseits viele oertliche Gewerbe und Auskommen vernichten und die Gesellschaft noch mehr abhaenging von unseren Almosen macht.
    Diese Katastrophenliste ist endlos fortzufuehren: DDT, geschenkte Altcomputer, unverkauefliche Schrottautos dorthin, weil billiger als Verschrottung hier, was wiederum Vorstadtmafias und Zolldurchstechereien bis Auftragsmorde dort entstehen laesst.
    Wuerde alles genauso auch bei uns so sein, denken Sie nur an die deutsche Weltkriegs-Folgezeit oder das arme Sizilien/Duisburg mit den Originalmafiosis oder die Kriminalitaet auf dem Balkan, welche bestimmte Szenen in St. Pauli in HH noch immer beherrschen.
    Wir reden hier von einem grundlegenden gesellschaftlichen Strukturproblem, bei dem wir die Erben der Gewinnler sind und deren Mentalitaet weiterfuehren, die Afrikaner die Erben der Looser mit deren Mentalitaetsweiterfuehrung.
    Und keiner kann aus seiner Haut.
    Wie auch Ihr Beitrag es zeigt.
  8. #227

    Attila und das schlechte Wetter

    Zitat von PeteLustig Beitrag anzeigen
    Die von Ihnen wohl zitierte Völkerwanderung, die zum Untergang Westroms führte, war nichts anderes als eine unkontrollierte Fluchtbewegung vor Attilas Hunnenkrieger
    Das ist unrichtig, besser: Attila selber war nicht der Ausloeser.
    Das war hingegen eine Klimaverschlechterung in Europa, zu deren Opfer auch Attila und seine Mannen gehoerten.