Forum: Blogs
Extreme Dürre: Uno warnt vor Jahrhundertnot in Somalia
Die Vereinten Nationen schlagen*Alarm: Die Dürre in*Somalia und anderen ostafrikanischen Ländern*sei die "schlimmste Katastrophe" weltweit. "Noch nie habe ich in einem Flüchtlingscamp so verzweifelte Menschen gesehen", sagt der UNHCR-Chef. Zwölf Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...773657,00.html
- #220 12.07.2011 08:59 von
Ich bin ein ganz mieser Konsument...
.... ich versuche so viel wie möglich an jene abzutreten, die es nötiger haben als ich.
Bewußter Konsum, möglichst sparsam mit Energie umgehen, Urlaub ohne Flugreise, sich informieren, wo man sinnvoll Spenden kann (oder auch in der eigenen Gemeinde mit Spenden an Selbsthilfegruppen oder durch aktive Mitarbeit z.B. in der Altenbetreuung), das sind Dinge die ich persönlich tun kann - und auch tue.
Keiner von uns kann alleine die Welt retten, aber ich kann mir das Recht nehmen uns auf unsere Unzlänglichkeit hier hinzuweisen, da ich guten Gewissens scheiben kann, mein Lebensstil entspricht wahrscheinlich einem Niveau, dass global für jeden Menschen darstellbar wäre - wahrscheinlich sogar etwas mehr an Verbrauch und "Luxus".
... und wenn jetzt wieder der dümmliche Spruch kommt, dass wir dann wirtschaftlich kollabieren, schüttle ich den Kopf und rate einmal kurz nachzudenken - unsere Produkitvität ist wichtig, ja, nur die Verteilungskompetenz fehlt durchgehend!
Für einen Porsche Cayenne (das Lieblingseinkaufauto unserer "gebildeten" Konsumchampions) könnte man ca. 100 m² Volopholtaikfläche produzieren, oder eine Wasseraufbertungsanlage die 10 m³ Wasser in der Stunde aufbereiten könnte, oder 10 Dorfschulen in einem Entwicklungsgebiet errichten und ausstatten (ja - dort sind eben erst einmal die Alphabetisierung und grundlegende Rechenkompetenzen zu vermitteln, das geht sehr sehr preiswert), oder, oder, oder......................
Wer einmal auf die Tatsache blickt, dass wir hier in Deutschland noch immer die Top-Autobauernation sind, dass unsere Ingenieure ihre Brainpower für das letzte Promille Komfortsteigerung und Effizienzoptimierung verbraten - alleine zum Nutzen einer winzigen Oberschicht, die dann extrem teure Produkte erwirbt....... anstatt diese geistigen Resourcen in andere Prozesse zu investieren, der kann kaum an eine Zukunft glauben.
Trotzdem verhalte ich mich persönlich nicht nach dem Motto, es ist ohnehin alles egal - wobei ich schon öfter nahe darann war.
Im Übrigen lebe ich jetzt gesünder, bewußter und vor allem wesentlich freier ........ ein bescheidener Lebensstil hebt die Lebensqualität ungemein! - #221 12.07.2011 11:48 von taiga
- #222 12.07.2011 14:09 von
Bevölkern ungleich bevölkern....
.... ich spezifizierte die Art des Bevölkerns.
Wir sind alle der Ambivalenz unserer Gefühle ausgeliefert, einerseits möchten wir das Bestmögliche für uns und unsere Kinder, andererseits würden wir niemals ohne Not - nur um eines kleinen Vorteils wegen, massenhaft Artgenossen maskarieren.
Wir akzeptieren allerdings, dass zur Wahrung unserer Bestizstände in weiter Ferne, oder im Schatten unserer Nachbarschaft Armut und Elendstod den Pulsschlag des Alltags bilden.
Was wir dabei übersehen, diese Verhältnisse dienen nicht uns, sie dienen einzig einer winzigen Minderheit, die das Leben als dekadentes Spiel begreift.
Würden wir uns diesem Treiben entgegenstemmen, die meisten von uns würden wohl kaum Einbußen bezüglich der notwendigen Versorgungsgüter, der Wohnqualität und der medizinischen, kulturellen zur Verfügung stehenden und bezahlbaren Angebote hinnehmen müssen.
Die ganzen Menschen, die jetzt gleich wieder aufschreien, ich würde die Freiheit des Einzelnen rauben wollen, die von Einheitsbrei und dumpfem Vegitieren sprechen, sei gesagt;
es gibt in den U.S.A. sehr viele Gefängnisse, dort sitzen jene, die man effektiv ausgrenzen möchte - es gibt dort aber auch jede Menge sogenannter "gated Communities", das sind Gefängnisse für Wohlhabende, die sich freiwillig einsperren, da vor dem Zaun der Mob lauert.
Ist das die Vorstellung von Freiheit nach der Euch dürstet? - #223 12.07.2011 14:21 von Betonia
- #224 13.07.2011 17:35 von PeteLustig
- #225 13.07.2011 18:18 von
- #226 15.07.2011 05:40 von
Wie auch Ihr Beitrag es zeigt
Sorry, trotz langem Text von Ihnen ist das eine verkuerzte Sichtweise.
Es ist fuer die afrikanische Mentalitaet irrelevant, ob wir hier in Europa die Zeit der Stammesfehden ueberwunden haben oder nicht. Haben wir die ueberhaupt ueberwunden? Ich denke da an Kosovo, Nordirland, Basken noch vor ein paar Jahren.
Irrelevant genauso, wie die afrikanische Mentalitaet umgekehrt auch uns irrelevant erscheint.
Und doch haengen wir enorm zusammen: unsere Reisetaetigkeiten bescherte uns AIDS, die sonst auf ein paar Gorillajaeger und deren Umfeld begrenzt geblieben waere.
Wohlgemerkt: wir reisten, nicht die Afrikaner und damit reimportierten wir AIDS zurueck und verteilten es dort ueber den Kontinent! Ueber UNO-Leute, Hilfsorganisatoren, "Dritte-Welt"-Aktivitaeten, damals wie heute.
Unser Ausstoss an einseitig gelegentlich ueberproduzierten, womoeglich genmanipulierten Anbaupflanzen ruinieren alle hoffnungsvollen Ansaetze zur landwirtschaftlichen Eigenproduktion.
Das foerdert die nackte Existenzangst in den Doerfen, die Kriminalitaet in den Staedten, die Moerderbandenbildung, die sich politisch verbraemen. Waere bei uns genauso unter vergleichbaren Umstaenden.
Statt eigener Kleidungsmanufakturen, die in Afrika noch logistischen Sinn machen wuerden, schmeissen wir die Systeme dort mit der Handelsware Altkleider zu (Rotes Kreuz, kirchliche Organisatoren).
Die verteilen dort nicht womoeglich nach humanitaeren Gesichtspunkten, sondern machen sich Grossisten als ihre Anschauungsagenten mit Pfennigverkauefen fuer ganze Ballen gefuegig, die damit ihrerseits viele oertliche Gewerbe und Auskommen vernichten und die Gesellschaft noch mehr abhaenging von unseren Almosen macht.
Diese Katastrophenliste ist endlos fortzufuehren: DDT, geschenkte Altcomputer, unverkauefliche Schrottautos dorthin, weil billiger als Verschrottung hier, was wiederum Vorstadtmafias und Zolldurchstechereien bis Auftragsmorde dort entstehen laesst.
Wuerde alles genauso auch bei uns so sein, denken Sie nur an die deutsche Weltkriegs-Folgezeit oder das arme Sizilien/Duisburg mit den Originalmafiosis oder die Kriminalitaet auf dem Balkan, welche bestimmte Szenen in St. Pauli in HH noch immer beherrschen.
Wir reden hier von einem grundlegenden gesellschaftlichen Strukturproblem, bei dem wir die Erben der Gewinnler sind und deren Mentalitaet weiterfuehren, die Afrikaner die Erben der Looser mit deren Mentalitaetsweiterfuehrung.
Und keiner kann aus seiner Haut.
Wie auch Ihr Beitrag es zeigt. - #227 15.07.2011 05:58 von
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

