Italiens Lage ist schon kritisch -*nun zweifeln Anleger*auch an Frankreich und Belgien: Die Zinsen für*neue Schulden dieser Staaten steigen*auf*ein Rekordhoch, schlimm ist die Lage auch in Spanien.*Die Deutsche Bank fordert eine radikale Rettungsaktion der Europäischen Zentralbank.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...797960,00.html
"Deutsche Bank fordert Obergrenze für Schuldzinsen" oder anders ausgedrückt: "Deutsche Bank fordert Abschaffung der Marktwirtschaft" daraus folgt: "Die Deutsche Bank fordert ihre eigene Abschaffung" denn welches Geschäftsmodell oder Existensberechtigung hat ein solches Institut?
Absolut korrekt, was die Deutsche Bank hier sagt. Wenn sich der Käufer einer Staatsanleihe darauf verlassen kann, dass er bei dem aktuell hohen effektiven Zins keine weiteren Verluste erleiden muss, wird er sie kaufen. Zur Zeit passiert das Gegenteil: Populisten und Banker-Basher prügeln zusammen mit zahlreichen Medienvertretern auf die Käufer von Staatsanleihen ein und "drohen" ihnen sogar mit Totalverlust. Hier werden "Anleger" mit "Spekulanten" verwechselt! Was um alles in der Welt soll also jemanden dazu veranlassen, eine Staatsanleihe zu kaufen, wenn er "zum Dank" dafür sogar noch beschimpft und mit Totalverlust bedroht wird?
diese allemanische inflations-hysterie ist es doch erst,der die lage an den bond märkten potenziert-würde sich die EU zu einem klaren bekenntnis zum GELDDRUCKEN durchringen nach bernanke-vorbild,wäre ratzfatz ruhe im karton!
und wie ich bereits vor monaten gesagt habe;solange der dollar wechselkurs sich auch nur ansatzweise 1/1 gestaltet,haben wir nichts,aber auch rein gar ncihts zu befürchten.
Vor Einführung des Euro hatte Italien noch höhere Zinsen und konnte sie zahlen?
Geht es hier nicht eher darum, dass sich Banken billiges Geld von der EZB holen, dies zu hohen Zinsen ausleiht und sich die Rückzahlung vom Steuerzahler, in Fall EZB, garantieren lassen will?
Ihre Beschreibung gilt vor allem für alle Politiker weltweit, sowohl die in den Regierungen als auch die in den Parlamenten. Immerzu neue Schulden machen, ans Zurückzahlen denkt man nicht. Und wenn es dann eskaliert, dann beschimpft man die Geldgeber (Banken), die der Verschwendungssucht der Politiker nicht mehr nachgeben wollen. Wir werden von Schuldenmachern regiert, sowohl aus dem linken als auch aus dem rechten Lager. Von Lafontaine bis Merkel, von Linkspartei bis NPD: Alle können nur Schulden machen. Auf die Idee, mal einen Staatsüberschuss zu lassen und Schulden zu tilgen, ist von denen noch nie jemand gekommen. Nein, haut das Geld raus, nach mir die Sintflut.
Sorry, gerade unser Staat hat in den letzten 14 Jahren die Infrastruktur zugunsten hoher Beamten Pensionen und hoher Gehälter im ÖD oder Gehaltserhöhungen bei Ärtzten und Lokomotivführern (12 -20%) extrem zurückgefahren (Ca. 1,2 Billionen weniger Ausgaben in Infrastruktur in den letzten 14 Jahren!) Und nun soll gerade dieses Argument herhalten um an die Ersparnisse des Kleinen Mannes zu kommen (Inflation)
Quatsch, suchen Sie sich gefälligst ein anderes Argument, aber bitte keine Lügenmärchen!
Eine Obergrenze für Zinsen von Krisenstaaten hieße nichts anderes, als Deutschland und den wenigen anderen halbwegs solide wirtschaftenden Staaten neue Bürgschaften aufzuerlegen. Frankreich hätte bei einem solchen Plan endgültig sein AAA-Rating verloren, Deutschland mittelfristig auch. Die Banken wären dagegen schön raus - toll für den Bürger!
Zitat:
"Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hat sich dafür ausgesprochen, eine Art Obergrenze für die Zinsen festzulegen. "Um die Finanzmärkte zu beeindrucken, muss die EZB eine unbegrenzte Interventionsbereitschaft signalisieren", sagte Mayer der "Financial Times Deutschland"."
Es ist genau das eingetreten, was viele Ökonomen, die nicht der neoliberalen Doktrin huldigen und wiederholt die Rolle der EZB kritisiert haben, vorausgesehen haben:
Die EZB muss für alle Anleihen UNBEGRENZT garantieren, damit den Zockern das Wasser abgegraben wird.
Das das alles Käse ist, ist klar. Aber, wenn die Währungsunion denn bestehen bleiben soll, dann gibt es definitiv keine andere Möglichkeit. Ich selbst habe das hier im Forum des öfteren geschrieben.
Warum aber dieser Schritt erst jetzt, wo gar nichts mehr geht, in Erwägung gezogen wird, kann ich nicht nachvollziehen. Ich vermute, dass Merkel und CO die Staaten zunächst zu einer Austeritätspoltik zwingen wollte.
Wohin das führt, läßt sich gerade in Griechenland in extremo besichtigen. Einen dilettantischeren Umgang mit der Krise kann man sich kaum vorstellen. Aber ich bin sicher: sie werden weiter murkseln, und die Mainstreammedien laufen allem nur unkritisch hinterher anstatt mal Tacheles zu schreiben und dazu beizutragen, dass endlich wieder Vernunft einzieht.
Solange die Finanzoligarchie bei den Krisengipfeln mit am Tisch sitzt, wird sich gar nichts ändern, denn für diese Leute sind die Rettungsschirme das Geschäft des Jahrhunderts. Alle bisherigen Entscheidungen belasten nur die jeweiligen Bevölkerungen und bevorzugen die Kapitalelite.
Aber was rege ich mich auf ... ist ja schon alles gesagt ...