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Extrem hohe Zinsen: Spekulanten wetten gegen Spanien, Belgien, Frankreich

Italiens Lage ist schon kritisch -*nun zweifeln Anleger*auch an Frankreich und Belgien: Die Zinsen für*neue Schulden dieser Staaten steigen*auf*ein Rekordhoch, schlimm ist die Lage auch in Spanien.*Die Deutsche Bank fordert eine radikale Rettungsaktion der Europäischen Zentralbank.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...797960,00.html
  1. #60

    Halbwissen ist immer auch an der Grenze zu Nichtwissen.

    Zitat von derwodaso Beitrag anzeigen
    das ist doch totaler schwachsinn-
    ein blick nach japan genügt-weitaus höhere verschuldung und trotzdem kräht kein hahn nach deren kreditwürdigkeit.
    das im notfall sowieso die EZB einspringen wird,ist auf dem parkett absolut bekannt-man SPEKULIERT nur halt solange man darf und kann.
    Japan ist nach Innen verschuldet. Ein feiner, aber hier riesiger Unterschied.
  2. #61

    Die Banken schaffen sich ab

    "Deutsche Bank fordert Obergrenze für Schuldzinsen" oder anders ausgedrückt: "Deutsche Bank fordert Abschaffung der Marktwirtschaft" daraus folgt: "Die Deutsche Bank fordert ihre eigene Abschaffung" denn welches Geschäftsmodell oder Existensberechtigung hat ein solches Institut?
  3. #62

    Die Deutsche Bank hat recht

    Absolut korrekt, was die Deutsche Bank hier sagt. Wenn sich der Käufer einer Staatsanleihe darauf verlassen kann, dass er bei dem aktuell hohen effektiven Zins keine weiteren Verluste erleiden muss, wird er sie kaufen. Zur Zeit passiert das Gegenteil: Populisten und Banker-Basher prügeln zusammen mit zahlreichen Medienvertretern auf die Käufer von Staatsanleihen ein und "drohen" ihnen sogar mit Totalverlust. Hier werden "Anleger" mit "Spekulanten" verwechselt! Was um alles in der Welt soll also jemanden dazu veranlassen, eine Staatsanleihe zu kaufen, wenn er "zum Dank" dafür sogar noch beschimpft und mit Totalverlust bedroht wird?
  4. #63

    -

    Zitat von IvanIvanowitsch Beitrag anzeigen
    1)Nicht Spekulanten wetten gegen Länder sondern Anleger verkaufen Schuldpapiere weil sie ihnen zu riskant werden. Wir sind schon längst über den Punkt "ich mach mal schnell Kohle durch ne Short-Position" hinweg und beim "Rette sich wer kann" angekommen.

    2) Der Vorschlag die EZB unbegrenzt z.B. intalienische Bonds kaufen zu lassen ......
    diese allemanische inflations-hysterie ist es doch erst,der die lage an den bond märkten potenziert-würde sich die EU zu einem klaren bekenntnis zum GELDDRUCKEN durchringen nach bernanke-vorbild,wäre ratzfatz ruhe im karton!
    und wie ich bereits vor monaten gesagt habe;solange der dollar wechselkurs sich auch nur ansatzweise 1/1 gestaltet,haben wir nichts,aber auch rein gar ncihts zu befürchten.
  5. #64

    Leider!

    Zitat von Frank Zappa Beitrag anzeigen
    Sie sind einer der Wenigen, die kapiert haben, dass der Schröder schon damals erkannt hat, dass es nach 16 Jahre Kohl in Deutschland brennt. Die schmerzhaften Reformen haben ihn seine Kanzlerschaft gekostet. Jetzt zeigt sich, dass er ein guter Kanzler war. Die anderen Länder haben den ganzen schmetzhaften Mist noch vor sich. Aber leider 10 Jahre zu spät. Für manche wohl zu spät.
    Nur leider hat dieses Trauma in den Parteien genau das ausgelöst was uns nun die Zukunft verbaut, nämlich nicht mehr da anzupacken wo es weh tut.
  6. #65

    .

    Vor Einführung des Euro hatte Italien noch höhere Zinsen und konnte sie zahlen?

    Geht es hier nicht eher darum, dass sich Banken billiges Geld von der EZB holen, dies zu hohen Zinsen ausleiht und sich die Rückzahlung vom Steuerzahler, in Fall EZB, garantieren lassen will?
  7. #66

    Gut beschrieben

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    es sind die Staaten mit ihrer jahrzehntelangen Volksbeglueckungspolitik auf Pump, die fuer die Lage an den Bondmaerkten verantwortlich sind. Aber das geht den vulgaesozialistischen Bloggern hier im ....
    Ihre Beschreibung gilt vor allem für alle Politiker weltweit, sowohl die in den Regierungen als auch die in den Parlamenten. Immerzu neue Schulden machen, ans Zurückzahlen denkt man nicht. Und wenn es dann eskaliert, dann beschimpft man die Geldgeber (Banken), die der Verschwendungssucht der Politiker nicht mehr nachgeben wollen. Wir werden von Schuldenmachern regiert, sowohl aus dem linken als auch aus dem rechten Lager. Von Lafontaine bis Merkel, von Linkspartei bis NPD: Alle können nur Schulden machen. Auf die Idee, mal einen Staatsüberschuss zu lassen und Schulden zu tilgen, ist von denen noch nie jemand gekommen. Nein, haut das Geld raus, nach mir die Sintflut.
  8. #67

    Auf einmal sind Steuern für Infrastrukturen da?

    Zitat von nic Beitrag anzeigen
    ... als ich unser Haus kaufte hatte ich auch Schulden. Dank eines guten Einkommens konnte ich die recht schnell zurück zahlen. Ohne Schulden zu machen hätte ich mir kein Haus leisten können. Hätte natürlich auf das Haus verzichten können. Der Staat muss sich aber gewisse Dinge wie eine funktionierende Infrastruktur leisten können. Um die Schulden dafür zurück zahlen zu können braucht er eine gute Einnahmeseite. Leider wurde diese in den letzten Jahren zugunsten der Reichen und Superreichen zurück gefahren. Sie sehen also: wir können unsere Schulden nicht zurück zahlen weil wir einigen Schuldnern (Reiche und Superreiche) die Schulden geschenkt haben.
    Sorry, gerade unser Staat hat in den letzten 14 Jahren die Infrastruktur zugunsten hoher Beamten Pensionen und hoher Gehälter im ÖD oder Gehaltserhöhungen bei Ärtzten und Lokomotivführern (12 -20%) extrem zurückgefahren (Ca. 1,2 Billionen weniger Ausgaben in Infrastruktur in den letzten 14 Jahren!) Und nun soll gerade dieses Argument herhalten um an die Ersparnisse des Kleinen Mannes zu kommen (Inflation)

    Quatsch, suchen Sie sich gefälligst ein anderes Argument, aber bitte keine Lügenmärchen!
  9. #68

    Was für ein sinnentleerter Vorschlag!

    Eine Obergrenze für Zinsen von Krisenstaaten hieße nichts anderes, als Deutschland und den wenigen anderen halbwegs solide wirtschaftenden Staaten neue Bürgschaften aufzuerlegen. Frankreich hätte bei einem solchen Plan endgültig sein AAA-Rating verloren, Deutschland mittelfristig auch. Die Banken wären dagegen schön raus - toll für den Bürger!
  10. #69

    Ach ne,

    Zitat:
    "Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hat sich dafür ausgesprochen, eine Art Obergrenze für die Zinsen festzulegen. "Um die Finanzmärkte zu beeindrucken, muss die EZB eine unbegrenzte Interventionsbereitschaft signalisieren", sagte Mayer der "Financial Times Deutschland"."

    Es ist genau das eingetreten, was viele Ökonomen, die nicht der neoliberalen Doktrin huldigen und wiederholt die Rolle der EZB kritisiert haben, vorausgesehen haben:
    Die EZB muss für alle Anleihen UNBEGRENZT garantieren, damit den Zockern das Wasser abgegraben wird.
    Das das alles Käse ist, ist klar. Aber, wenn die Währungsunion denn bestehen bleiben soll, dann gibt es definitiv keine andere Möglichkeit. Ich selbst habe das hier im Forum des öfteren geschrieben.
    Warum aber dieser Schritt erst jetzt, wo gar nichts mehr geht, in Erwägung gezogen wird, kann ich nicht nachvollziehen. Ich vermute, dass Merkel und CO die Staaten zunächst zu einer Austeritätspoltik zwingen wollte.
    Wohin das führt, läßt sich gerade in Griechenland in extremo besichtigen. Einen dilettantischeren Umgang mit der Krise kann man sich kaum vorstellen. Aber ich bin sicher: sie werden weiter murkseln, und die Mainstreammedien laufen allem nur unkritisch hinterher anstatt mal Tacheles zu schreiben und dazu beizutragen, dass endlich wieder Vernunft einzieht.
    Solange die Finanzoligarchie bei den Krisengipfeln mit am Tisch sitzt, wird sich gar nichts ändern, denn für diese Leute sind die Rettungsschirme das Geschäft des Jahrhunderts. Alle bisherigen Entscheidungen belasten nur die jeweiligen Bevölkerungen und bevorzugen die Kapitalelite.
    Aber was rege ich mich auf ... ist ja schon alles gesagt ...








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