Extrem-Angst vor Ehec: "Ich brachte nichts zu essen herunter"

Für die meisten Menschen ist die Ehec-Epidemie ein Störfaktor im Alltag, ein nerviges Intermezzo, das bald ein Ende haben wird. Für Menschen, die unter Zwangsstörungen leiden,*ist die Seuche eine Katastrophe. Besuch bei einer Frau, die panische Angst vor Krankheitserregern hat.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...768299,00.html
  1. #1

    Was

    für mich allerdings nur schwer nachvollziehbar ist, daß ich nach Marokko in Urlaub fahre, wenn ich einen Darmkeim als eine "existenzielle Bedrohung" ansehe. Schließlich ist es dort einfacher, sich einen Keim einzufangen (nicht immer hygienische Essenszubereitung, nicht abgekochtes Wasser,andere Hygienestandarts, u.ä.)
  2. #2

    .

    Zitat von calido46 Beitrag anzeigen
    für mich allerdings nur schwer nachvollziehbar ist, daß ich nach Marokko in Urlaub fahre, wenn ich einen Darmkeim als eine "existenzielle Bedrohung" ansehe. Schließlich ist es dort einfacher, sich einen Keim einzufangen (nicht immer hygienische Essenszubereitung, nicht abgekochtes Wasser,andere Hygienestandarts, u.ä.)
    Stimmt. Und wie man liest, war der Urlaub mit der Cholera-Infektion ja auch von Erfolg gekrönt. Ob jemand etwas daraus lernt? Ich schätze nicht.
  3. #3

    x

    Zitat von calido46 Beitrag anzeigen
    für mich allerdings nur schwer nachvollziehbar ist, daß ich nach Marokko in Urlaub fahre, wenn ich einen Darmkeim als eine "existenzielle Bedrohung" ansehe. Schließlich ist es dort einfacher, sich einen Keim einzufangen (nicht immer hygienische Essenszubereitung, nicht abgekochtes Wasser,andere Hygienestandarts, u.ä.)
    Das fand wohl in ihrer Kindheit statt bzw. vor Ausbruch ihrer Zwangsneurose, so habe ich das jedenfalls verstanden.
  4. #4

    Auslöser

    Ja sehe ich auch so, das das wohl einer der Auslöser dieser Störung war.

    Ich finde es allerdings immer wieder sehr befremdlich wenn erwachsene Menschen sich von ihren Gefühlen leiten lassen und logische Argumente ignoriere.

    Habe noch nie so gehandelt.
  5. #5

    Zitat von calido46 Beitrag anzeigen
    für mich allerdings nur schwer nachvollziehbar ist, daß ich nach Marokko in Urlaub fahre, wenn ich einen Darmkeim als eine "existenzielle Bedrohung" ansehe. Schließlich ist es dort einfacher, sich einen Keim einzufangen (nicht immer hygienische Essenszubereitung, nicht abgekochtes Wasser,andere Hygienestandarts, u.ä.)
    ist genau so glaubwürdig, wie die elektrosensiblen, die schon schäden erleiden, wenn sie nur einen handymast sehen, auch wenn der noch gar nicht in betrieb ist.
  6. #6

    das Merkwürdige dabei ist....

    ...., dass sie, wenn sie sich und ihr Kind so steril hält, noch mehr Gefahr läuft, sich etwas einzufangen.
    Der Therapeut müsste die Möglichkeit haben ihr sichtbar zu machen, dass Mikroben, Bakterien und anderes Geviech normalerweise in und um sie leben und ihr sogar helfen können, indem sie andere Keime abwehren und ihr Immunsystem stärken. Das müsste man in ein B i l d fassen....
    Dieses Selbst-Verständnis des °reinen° Körpers ist ja ein absolutes Trugbild, hat etwas mehr von Maschine, denn Organismus. Und es steht dahinter ein völliges Missverständnis von Leben, Gesundheit und Krankheit.
  7. #7

    klick

    Hmm...wenn tatsächlich eine Tatsache wie EHEC, die nunmal existiert, sämtliche Therapieversuche über den Haufen wirft, stellt sich mir als Laie die Frage, ob es eine gute Therapie ist.

    Ich selber weiß ja auch, dass hier und da tödliche Gefahren lauern - aber was mich von Zwangsneurotikern unterscheidet ist wohl die Tatsache, dass ich akzeptiert habe dass Leben ein gewisses Risiko mit sich bringt und wir eh alle irgendwann sterben. Man kann (und sollte) als Mensch lediglich versuchen, die Wahrscheinlichkeiten möglichst niedrig zu halten um auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 80 Jahren zu kommen.

    Vielleicht sollten Therapieansätze eher in diese Richtung gehen als in die Richtung, dem Patienten einzureden, dass es unmöglich ist dass was passiert. Denn wir können ja nicht aus Rücksicht auf kranke in Zukunft auf Warnungen in den Medien verzichten.

    Aber ich bin auch nur Laie, vielleicht wurde sowas ja schon ergebnislos versucht.
  8. #8

    "Aber ich habe Angst"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die meisten Menschen ist die Ehec-Epidemie ein Störfaktor im Alltag, ein nerviges Intermezzo, das bald ein Ende haben wird. Für Menschen, die unter Zwangsstörungen leiden,*ist die Seuche eine Katastrophe. Besuch bei einer Frau, die panische Angst vor Krankheitserregern hat.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...768299,00.html
    Rege Transponation von der Seuchen-Angst in Richtung Atom an.

    Da wäre das "Aber ich habe Angst" politisch korrekt und noch vielen anderen von Nütze... ^^
  9. #9

    Zweifel

    Zitat von hellcamper Beitrag anzeigen
    Ja sehe ich auch so, das das wohl einer der Auslöser dieser Störung war.

    Ich finde es allerdings immer wieder sehr befremdlich wenn erwachsene Menschen sich von ihren Gefühlen leiten lassen und logische Argumente ignoriere.

    Habe noch nie so gehandelt.
    Das bezweifle ich mal sehr.