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Exportboom: Bundesregierung verteidigt deutschen Handelsüberschuss
dapdNirgendwo übertreffen die Exporte so stark die Importe wie in Deutschland. International stößt das auf viel Kritik, doch die Bundesregierung bleibt bei ihrer Meinung: Der Handelsüberschuss sei "sehr positiv".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...849804,00.html
- #1 13.08.2012 15:46 von
Fatal kurzsichtig!
Dauerhafte Exportüberschüsse sind nicht nachhaltig, sondern auf Dauer unhaltbar und unfriedlich und vor allem nicht stabil und zukunftsfähig.
Wohlstand, der auf Exportüberschüssen beruht, kann aus prinzipiellen Gründen nicht global vorbildlich sein, da nicht alle Volkswirtschaften Exportüberschüsse erzielen können. Wenn eine Gesellschaft mehr exportiert als importiert, muss eine andere Gesellschaft mehr importieren als exportieren.
Ein Wohlstand, der dauerhaft auf Exportüberschüssen beruhen will, will dauerhaft auf Kosten derjenigen, die ein Exportdefizit ausweisen, beruhen. Das ist nicht übertragbar, nicht zukunftsfähig und inhärent unfriedlich.
Eine Politik, die zum Ziel hat, auf der Basis eines bereits bestehenden Exportüberschusses die Exportfähigkeit der Wirtschaft zu stärken ist nicht nachhaltig. Eine solche Politik ist aggressiv und bedroht andere und wird zunehmend von anderen - in Europa und inder Welt - als Bedrohung empfunden.
Wohlstand, der auf Exportberschuss beruht, ist nicht zukunftsfhig - Am besten, Sie dchten auf der Stelle selber nach - #2 13.08.2012 15:51 von
Weiter Produktivitätssteigerung sind möglich...
...wenn nicht nur Mutter und Vater und bald (Ur-)Oma und (Ur-) Opa zur Arbeit geschickt werden, sondern auch das riesige Potential abgerufen wird, dass in der Kinderarbeit steckt. Damit wäre auch die Betreuungsproblematik gelöst.
- #3 13.08.2012 15:57 von
Typisch...
... wenn D gut wirtschaftet, dann sind nicht die anderen Europäer zu schlecht, sondern wir zu böse.
Wenn ich mir ansehe, was ich mir in den letzten paar Jahren so gekauft habe:
- Auto: Made in Germany
- Wohnzimmersofa: Made in Germany
- Tablet/Handy: Beides Made in Korea
- Notebook: Made in China
- Fernseher: Made in Japan
- Receiver: Made in Japan
- Lautsprecher: Made in Germany
Aus Frankreich kommt vielleicht mal ein Camenbert oder ein Wein, aus Italien auch mal ein Wein oder Olivenöl, aus Griechenland mal Olivenöl oder Käse, aus Spanien vielleicht ein paar Tomaten und Gurken.
Vielleicht sollten die europäischen Nationen, die so jammern, mal ihre Wirtschaft auf Vordermann bringen und etwas herstellen, was ich auch kaufen will. Dann klappts auch mit den Importen nach D! - #4 13.08.2012 15:58 von
Von diesem Wohlstand profitieren zudem nur wenige. Die Masse der Deutschen "zahlt" diesen Exportboom mit Dumpinglöhnen, die zudem noch die Sozialsysteme in den Abgrund reißen. Sämtliche "Reformen" bei Rente, Arbeitslosen- und Krankenversicherung beruhen schließlich darauf, daß man die Basis, nämlich angemessene Einkommen, sabotiert hat!
- #5 13.08.2012 16:04 von
Ist auch einfacher, Klischees zu pflegen, als sich die Zahlen anzusehen.
Noch kurz nach der Euroeinführung wiesen Frankreich Italien einen Leistungsbilanzüberschuß auf, Spanien wies bis Ende der 90er eine ausgeglichene Leistungsbilanz auf, Deutschland hingegen einen negativen Saldo. Bis zum Beginn der Krise stiegen zudem die Exporte durchaus kräftig an, die Importe seit Euroeinführung jedoch stärker. Offenbar hatten/haben diese Länder durchaus nachgefragte Produkte, haben aber innerhalb der letzten 10 Jahre an preislicher Wettbewerbsfähigkeit verloren.Vielleicht sollten die europäischen Nationen, die so jammern, mal ihre Wirtschaft auf Vordermann bringen und etwas herstellen, was ich auch kaufen will. Dann klappts auch mit den Importen nach D!
Hätten sich also Ihrer Meinung nach alle wie Deutschland verhalten sollten und die Lohnstückkosten konstant halten müssen? - #6 13.08.2012 16:04 von
?
Wenn unsere Regierung meint, Handelsüberschuss sei auf Dauer
'sehr positiv' hat sie keine Ahnung von Volkswirtschaft. Dann hat sie noch nie was von ausgeglichener Handelsbilanz gehört, welche jede Nation anstreben sollte.
Ein dauerhafter, hoher Handelsüberschuß bringt Probleme, die wir z.B. in der Eurozone haben. - #7 13.08.2012 16:07 von
Das ist doch erfreulich
Handelsüberschüsse sind das Ziel jeden unternehmerischen Handelns. Was mit dem Überschuss geschieht, ist interessant, wo hinein der investiert wird. Da sind wir allerdings schlecht aufgestellt. Und wer profitiert von dem Handelsüberschuss noch kräftig mit? Der ausländische Investor, der kräftig in deutsche Firmen investiert hat, der ausländische Immobilienfond, der von ertragsstarken dt. Unternehmen gesicherte Miete erhält. Der ausländische Staat, der auf die Ausschüttung der ausländischen Firmen, die auf den Erträgen dt. Firmen herrühren Steuern erhält.
Wenn ich diesen Dummquatsch à Lagrande und Co lese, gehen mit die Notstromaggregate an.
Warum bieten man diesem betriebswirtschaftlichen Nonsens noch eine Plattform. Poltische Zündelei, Taktieren ist etwas schönes, nur sollte es seriös herübergekommen. - #8 13.08.2012 16:09 von
Dummdeutsch
Ich hoffe die Deutschen mit den seit 10 Jahren stagnierenden Netto-Löhnen und dem größten Billiglohnsektor der EU freuen sich mit der Bundesregierung.
- #9 13.08.2012 16:11 von
Mann sind die Blauäugig
unsere Politiker.
Sind die wirklich der Meinung der Rest der EU sieht zu wie wir Überschüsse wie die Wilden ansammeln????
Da sollte die Regierung aber auch bedenken, das zu sehr ungleiche Überschüsse in einer Währungunion auf Dauer gar nicht funktionieren können.
Auf der anderen Seite wird die EU schon sehr bald unsere *Überschüsse zur Euro-Rettung abschöpfen wollen.
D bleibt eigentlich nur seine Wettbewerbsfähigkeit zu verschlechtern, da die Länder um uns herum scheinbar nicht in der Lage sind Ihre zu verbessern.
Also müsste Deutschland seine Löhne massiv erhöhen, damit der Export teurer wird und gleichzeitig die Binnennachfrage angekurbelt wird.
Machen wir das nicht dann wird uns die Währungsunion zumindest dazu zwingen die Überschüsse in Brüssel abzuliefern damit diese dann an den Club-Med weitergeleitet werden. In diesem Fall haben wir unsere Exporte sozusagen verschenkt.
Für Deutschland ist dieser doofe Euro viel zu schwach, was für den Bürger bedeutet er bekommt für seine Arbeit viel zu wenig Geld gemessen an seiner Produktivität, für Unternehmer ist das schön wenn man Exportiert denn so sind die Preise Künstlich niedrig gehalten im Weltvergleich.
Achja den chinesen werfen wir Ihren niedrigen Wechselkurs vor, aber Deutschland macht in Prinzip nichts anderes als China und exportiert lustig.
Und es wird nicht so weitergehen können auf Dauer, das wird die Währungsunion an Ihre Grenzen bringen. In einer Währungsunion kann es nicht funktionieren das ein Land alle Überschüsse erwirtschaftet und für sich behält, damit macht man alle Länder rundherum zu Allmosenempfänger. Das Geld aus den Überschüssen bleibt in D, die anderen können ja kein Geld herzaubern, und irgendwann haben die gar kein Geld mehr, dann müssen wir alles verschenken damit wir überhaupt noch was exportieren.
Aber wie unsere Eliten kenne werden massive Lohnerhöhungen ablehen und lieber die Überschüsse in Brüssel abliefern damit der Club-Med über Wasser gehalten werden kann.
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