hat die Interessen seines Unternehmens zu vertreten. Und nicht,ob der Deal politisch vertretbar ist. Dafür gibt es andere Institutionen. Ansonsten könnte er bald von seinen Mitgesellschaftern wegen Untreue angeklagt werden.
DPAEin Gesellschafter des Rüstungskozerns Krauss-Maffei bemüht sich, die Debatte um mögliche Kampfpanzer-Lieferungen nach Saudi-Arabien zu entschärfen. In einem Interview spricht er sich gegen ein solches Geschäft seines Unternehmens aus. Es wäre "ein unmögliches Signal".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...839879,00.html
hat die Interessen seines Unternehmens zu vertreten. Und nicht,ob der Deal politisch vertretbar ist. Dafür gibt es andere Institutionen. Ansonsten könnte er bald von seinen Mitgesellschaftern wegen Untreue angeklagt werden.
... erst kommt das Fressen, dann die Moral ...
Oder, um es mit einem alten jüdischen Spruch sinngemäss darzustellen:
"Moishe, isses denn gut, nach Saudi Arabien Panzer zu liefern?"
"Im Prinzip nicht, aber wozu braucht a Mensch Prinzipien?"
"Christlich" heiß nun längst nicht menschenfreundlich, dafür gibt es viele Beweise. Geldgier treibt unsere Regierung an. Deshalb sollten wir nicht hoffen, daß keine Panzer geliefert werden. Die Regierung wird vielleicht K-M bestechen, damit sie liefern.
Denn es gibt Wichtigeres, als ein Recht auf Leben und Gesundheit: Geld.
Hoffentlich ist das eine taktische Finte um sich als die guten darzustellen die dann von den gewissenlosen restlichen Eigentümern überstimmt wurden
Ich arbeite selber in einem kleinen Familienunternehmen und wir versuchen wirklich alles, um gegenüber unseren Kunden und Mitarbeitern moralisch einwandfrei zu handeln. Immer geht es sowieso nicht und die meisten Kleinunternehmer und Familienbetriebe handeln schon richtig. Es kommt aber immer häufiger vor, dass auch in diesen Unternehmen amoralisch gehandelt wird und weil es sich oft bezahlt macht, wechseln die ihren Kurs auch nicht.
Krauss-Maffei-Wegmann hat nicht nur der arabischen Zivilbevölkerung gegenüber eine gewisse Verantwortung zu tragen, sondern auch mehreren tausend Beschäftigten. Gleiches gilt für das Wirtschaftsministerium. Wenn Sie in einer Meldung wie "KMW entlässt 1000 Mitarbeiter" auch noch die hohe Moral der Entscheider sehen könnten, dann wären Sie konsequent - aber wahrscheinlich auch ziemlich einsam.
Es ist eine Entscheidung zwischen Moral und Wohlstand (und zwar eben nur zu einem kleinen Teil dem Wohlstand der Bosse), große Geschäfte liegen zu lassen, die so hervorragend in den Hauptkompetenzbereich der deutschen Industrie (Rüstungstechnologie ist teure Spitzentechnologie) fallen. Die Betroffenen dieser Entscheidung können aber weit überwiegend nicht gefragt werden. Das macht die Entscheidung für die Manager und Anteilseigner einer solchen Firma, wie auch der genehmigenden Behörden, nicht gerade einfacher. Ein reiner archaischer Kampf zwischen Rückgrat und Gier ist es jedenfalls nicht.
ZU den Helden in Bahrein:
http://programm.ard.de/TV/arte/bahrain---verbotene-bilder/eid_287248147594187?list=now
Mit zunehmendem Alter erkennt man besser, daß es im leben noch andere Werte als Geld gibt. Ich nehme dem Herrn seine Empörung ab!
Auf arte ist noch kurze zeit ein sehenswerter Beitrag zu der ansonsten ja von der Presse fast völlig totgeschwiegenen zerschlagung der schönsten, weil gewaltfreien demokratiebewegung Arabiens:
http://videos.arte.tv/de/videos/bahrain_die_revolte_im_verbotenen_land-6627938.html
Die Demonstrationen in Bahrein sind übrigens absolut gewaltlfrei seitens der demokratischen Bewegung, das macht die Sache NOCH schlimmer für die Saudischen Diktatoren. denen versuchte Rösler noch vor 2 Tagen auch noch EUROFIGHTER zu verkaufen. Rösler ist eine gewissenloser Mensch. Dabei ist er selber seinerzeit durch eine Militärmacht, die hemmungslos massenweise Zivilisten umbrachte und das Land bis zum heutigen Tag chemisch verseuchte, zum Vollwaisen geworden. Das macht die Beurteilung seiner moralischen Verkommenheit nur eindeutiger.