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Explosiver Ingenieurs-Job: Extrempendeln zwischen Ölplattformen

Kanada, Polen, Israel, Dubai - nur einige der Länder, in denen Björn Ziegner arbeitet. Als Messingenieur auf Dauer-Dienstreise fliegt er von einer Ölbohrung zur nächsten und hantiert auch mit Sprengstoff und Kanonen. Eine Wohnung hat er schon lange nicht mehr.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-872432.html
  1. #1

    Mher als 12 Stunden arbeiten???

    Nun, ich habe einen aehnlichen Job. Allerdings habe ich es noch nicht erlebt, dass man mehr als 12 Stunden pro Tag arbeitet. Dies ist ein Sicherheitsrisiko und muss unterbunden werden.

    Ich erinnere mich, dass ein Blowout (Herausschiessen der kilometerlangen Bohrgestaenge aufgrund Missachtung von Druecken im Bohrloch) in Australien geschah, da die Herren nicht konzentriert genug (muede) Aufgrund von Ueberstunden waren. Man erinnere sich: Diese Arbeit ist nicht mit der Arbeit in einem wohlklimatisiertem, O2 angereicherten Buero zu vergleichen.
  2. #2

    Zitat von gehmlich Beitrag anzeigen
    Man erinnere sich: Diese Arbeit ist nicht mit der Arbeit in einem wohlklimatisiertem, O2 angereicherten Buero zu vergleichen.
    Ich glaube bei dir fehlt ein 'C'. Vielpersonenräumlichkeiten - Büros und auch z.B. Klassenräume - sind mit CO2 angereichert, wie wir alle siche
    r eigenhändig aus unserer Schulzeit wissen ;-)
  3. #3

    ....

    Zitat von gehmlich Beitrag anzeigen
    Nun, ich habe einen aehnlichen Job. Allerdings habe ich es noch nicht erlebt, dass man mehr als 12 Stunden pro Tag arbeitet. Dies ist ein Sicherheitsrisiko und muss unterbunden werden.

    Ich erinnere mich, dass ein Blowout (Herausschiessen der kilometerlangen Bohrgestaenge aufgrund Missachtung von Druecken im Bohrloch) in Australien geschah, da die Herren nicht konzentriert genug (muede) Aufgrund von Ueberstunden waren. Man erinnere sich: Diese Arbeit ist nicht mit der Arbeit in einem wohlklimatisiertem, O2 angereicherten Buero zu vergleichen.
    Im Normalfall wird dort 6h on 6h off oder 8h on 8h off gearbeitet.
    Da gibt es auch keine Überstundenregelung. das ist der Vertrag!
    Die Standzeiten auf der Bohrinsel sind in der Regel so, das die "Mehrarbeit" über die Freizeitregelung kompensiert wird. Auch alles vertraglich nicht tariflich geregelt. Wenn man dort gute Leute haben will, müssen Sozialstandards schon so sein, das man überhaupt jemanden für diesen Knochenjob findet.
    Ich hatte mal ein Angebot im Südchinesischen Meer auf einem VLCC der als "floating storage" vor Anker lag einen Job für 6 Monate zu machen da war es so geregelt, 6 Wochen on, 3 Wochen off, mit 2x6h Schichten 7/24!
  4. #4

    uebliche Arbeitszeiten

    in europa sind 2wochen arbeiten und 2 wohen daheim ueblich. Eine deutsche Firma bittet sogar 1 week off/ on an. In Norwegen oder bei grossen energiefirmen sind 2 wochen arbeiten / 4 wochen daheim die regel. Dies alles bei max. 12 Atunden arbeiten pro Tag.
  5. #5

    warum...

    ...macht man das...?

    So offenkundig nahezu frei von geregeltem Privatleben?!

    Sind bei Ausübung eines solchen Jobs monetäre Anreize der Hauptgrund?

    Was nützt es, wenn man weder Zeit es auszugeben, noch die "Früchte" der Arbeit genießen kann...?

    Fragen über Fragen...
  6. #6

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Im Normalfall wird dort 6h on 6h off oder 8h on 8h off gearbeitet.
    Da gibt es auch keine Überstundenregelung. das ist der Vertrag!
    Die Standzeiten auf der Bohrinsel sind in der Regel so, das die "Mehrarbeit" über die Freizeitregelung kompensiert wird. Auch alles vertraglich nicht tariflich geregelt. Wenn man dort gute Leute haben will, müssen Sozialstandards schon so sein, das man überhaupt jemanden für diesen Knochenjob findet.
    Ich hatte mal ein Angebot im Südchinesischen Meer auf einem VLCC der als "floating storage" vor Anker lag einen Job für 6 Monate zu machen da war es so geregelt, 6 Wochen on, 3 Wochen off, mit 2x6h Schichten 7/24!
    Wir Ingenieure am gegenüberliegenden Extrem des Aufgabenspektrums, in der Forschung und Entwicklung, müssen dann ausbaden, dass die Ölmultis nicht zwischen beiden Extremen unterscheiden können und allen Contractors dieselben Schikanen aufs Auge drücken. If you decide to break the rules, you decide not to work with S*e*l. Das Personal der Contractors, auch wenn es forscht und entwickelt, wird behandelt als sei es on site an der Bohrung tätig. Es darf z.B. keine Drogen nehmen, d.h. also bei der Arbeit weder Kaffee noch Tee zu sich nehmen, rauchen sowieso nicht, und nach Feierabend weder Wein noch Bier trinken, wenn man den Quatsch wörtlich nimmt, und an einem Problem zu tüfteln bis man etwas erreicht hat ist wohl auch verboten wenn eine gewisse Stundenzahl überschritten wird. AFAIR hab ich schon einmal in so einem Kleingedruckten gelesen, dass die Bürogebäude der Auftragnehmer in den Treppenhäusern gefälligst auf jeder Seite einen Handlauf brauchen, einer reicht nicht.
  7. #7

    Waschlappen?

    Waschlappen sind sicher wichtig, wenn man so einem Extrem-Beruf ausübt. Aber gebraucht werden doch eher Leute, die auch mal ne Woche ohne auskommen. Kurz nach dem Studium hab ich mich ebenfalls für einen Job in der Ölbranche interessiert, doch fehlte mir der Mut zu solch einer weitreichenden Entscheidung, die sich auf Jahre festzementiert. Heute arbeite ich, eher mittelmäßig bezahlt, bei einem deutschen Bonbonhersteller, dafür aber mit geregelten Arbeitszeiten und "Homezone". Dennoch denke ich oft daran zurück, wie mein Leben wohl verlaufen wäre, wenn ich damals mehr Chuzpe gezeigt hätte. Den Männern der Müllabfuhr ist man dankbar für ihren Job, doch auch das Benzin muss in die Zapfsäule! Hut ab vor so einen Beruf.


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