Expertin für Burschenschaften: "Das ist blanker Rassismus"

In der Deutschen Burschenschaft tobt ein heftiger Streit über das Deutschsein - dem ältesten Dachverband der Studentenverbindungen droht die Spaltung. Im Interview erklärt die Gießener Politologin Alexandra Kurth, weshalb die Rechtsextremen immer stärker werden.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...767787,00.html
  1. #30

    Diskussionskultur

    Ich bin sowas von entsetzt über das Niveau der Diskussionsbeiträge hier....seit wann muss man direkt und persönlich von etwas betroffen sein, um als Fachfrau auf einem Gebiet anerkannt zu sein??? Viele gute Beispiel genau dagegen wurden hier schon genannt und es herrscht eigtl. eher dien umgekehrte Meinung, dass eine persönliche Involvierung die rationale Perspektive auf bestimmte Problemlagen eher unterminiert, weil emotionalisiert als befördert.Absolut unverschämt, dass die Kompetenz von Personen angezweifelt wird, offensichtlich nur, weil man deren Meinung nicht teilt...konstruktive Diskussionskultur sieht wahrlich anders aus. Eine andere Meinung haben ist eine Sache, die Gegensprecherin zu diskreditieren, anstatt ihren Standpunkt sachlich zu kritisieren mit stichfesten Argumenten ist niveaulos und zeugt nur von der eigenen mangelnden Kompetenz. Echt peinlich...
  2. #31

    Entschuldigung mit einem "Aber"

    Zitat von mcn Beitrag anzeigen
    Ich bin sowas von entsetzt über das Niveau der Diskussionsbeiträge hier....seit wann muss man direkt und persönlich von etwas betroffen sein, um als Fachfrau auf einem Gebiet anerkannt zu sein??? Viele gute Beispiel genau dagegen wurden hier schon genannt und es herrscht eigtl. eher dien umgekehrte Meinung, dass eine persönliche Involvierung die rationale Perspektive auf bestimmte Problemlagen eher unterminiert, weil emotionalisiert als befördert.Absolut unverschämt, dass die Kompetenz von Personen angezweifelt wird, offensichtlich nur, weil man deren Meinung nicht teilt...konstruktive Diskussionskultur sieht wahrlich anders aus. Eine andere Meinung haben ist eine Sache, die Gegensprecherin zu diskreditieren, anstatt ihren Standpunkt sachlich zu kritisieren mit stichfesten Argumenten ist niveaulos und zeugt nur von der eigenen mangelnden Kompetenz. Echt peinlich...
    Ist ja schon gut - Ich entschuldige mich für meine "Frustbeiträge" (was eigens drunter steht).

    Allerdings nicht ohne die notwendige Relativierung - im Allgemeinen.

    Für mich sind - und da entschuldigen Sie mich bitte - so genannte "Experten" prinzipiell wenig glaubwürdig, insbesondere, wenn ich selbst auf dem Gebiet einiges an Faktenwissen vorbringen kann. In dem Fall "Burschenschaften" ist das nun gerade nicht so, mit den Gesetzestexten dagegen kenne ich mich gut genug aus, auch ohne Jurist zu sein.

    Aber wo haben wir überall "Experten"? Wirtschaftsexperten, die wie die Wahrsager Wirtschaftswachstum prophezeien - und am Ende die drohende Blase übersehen haben, welche die nächste Krise auslöst mit "Minuswachstum" & co.
    Wir haben "Internetexperten", welche für die Regierung arbeiten, für die das Internet nur aus dem WWW besteht und die meinen, mit der Löschung des Websitenamens in den DNS-Verzeichnissen sei eine Website gelöscht oder unzugänglich gesperrt.
    Wir haben "Experten" für Atomkraftwerke, welche Alarm schlagen, dass bald der Blackout droht und solche "Experten", die glauben mit regenerativen Energiequellen ließe sich jedes fossile Kraftwerk bis zum Letzten ersetzen.

    Also worauf ich hinausmöchte: man muss als Experte nicht zwangsläufig involviert sein, da haben Sie recht. Ich entschuldige mich auch nochmal für meinen "Ausfall" - tut mir leid, wenn man im anderen Forenzweig als "Rassist" bezeichnet wird, nur weil man deutsches Recht korrekt auslegt, brennt einem dann doch der Hut.
    Aber: Experten sollten wenigstens Ahnung von dem Thema haben, über das sie reden - und da ist die Regel offenkundig jene, dass der "Experte" weniger weiß als der "Laie".
  3. #32

    Who is Who der ExpertInnen

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen

    Also worauf ich hinausmöchte: man muss als Experte nicht zwangsläufig involviert sein, da haben Sie recht. Ich entschuldige mich auch nochmal für meinen "Ausfall" - tut mir leid, wenn man im anderen Forenzweig als "Rassist" bezeichnet wird, nur weil man deutsches Recht korrekt auslegt, brennt einem dann doch der Hut.
    Aber: Experten sollten wenigstens Ahnung von dem Thema haben, über das sie reden - und da ist die Regel offenkundig jene, dass der "Experte" weniger weiß als der "Laie".
    Und wie kommen Sie darauf, dass Frau Kurth keine Ahnung hat? Haben Sie sich mal ihre Vita angesehen? Wieso sollte ihre jahrelange Auseinandersetzung mit dem Thema sie weniger qualifizieren als andere kompetente Laien?
  4. #33

    Merkwürdige Diskussion

    Seltsam, wie hier Diskutiert wird.
    Zum Einen wird die Interviewte direkt und persönlich angegriffen und zu diskreditieren versucht. Das ist schlechter Diskussionsstil und darüberhinaus für jeden intelligenten Menschen hochnotpeinlich! Wie kann denn ein Mensch Expertenstatus in der Bakteriologie oder Frühgeschichte erlangen?!
    Zum Anderen die Verweise darauf, dass es sich doch nur um eine Minderheit von Verwirrten handelt. Was sich da abspielt, liegt weit außerhalb des Grundgesetzes und kann durchaus als Angriff auf die bundesrepublikanische Ordnung verstanden werden. Wenn es da noch Turner, Sänger und andere Vereinigungen gibt, dann distanziert euch und tretet laut auf! Aber wo ist er denn der Aufstand der Anständigen?
  5. #34

    Yohh

    Studentenverbindungen, sollte man annehmen das die geistig was drauf haben und wissen, dass es auch andere Menschen auf derErde gibt die eine Lebensberechtigung (auch in Deutschland) haben.
    Überfremdung, klingt wie beim Kleinkind, das fremdelt. Man weiß nicht warum, aber man ist immer gegen diese Ausländer.
    Die Geschichte zeigte, dass die Kolonialmächte sich gerne als überlegene Rasse angesehen hatte. Bis auf den Standort scheint sich nicht viel geändert zu haben. Oder?
  6. #35

    Erwiderung

    Zitat von mcn Beitrag anzeigen
    ....seit wann muss man direkt und persönlich von etwas betroffen sein, um als Fachfrau auf einem Gebiet anerkannt zu sein??? ...
    Diese Frau lügt gnadenlos oder sie ist völlig unwissend. Sie weiß nichts über die Geschichte der Burschenschaften bzw. verschweigt die demokratischen Wurzeln der Burschenschaften. Sie weiß nichts oder verschweigt die Prinzipien, nach denen Burschenschaften organisiert sind und für und gegen was sie stehen.
    Und sie benutzt eine Rassismusdefinition, die diffamierend und anmaßend ist. "Rassismus" ist zwar eine wirksame Wortkeule, sie ist jedoch in dem Fall fehl am Platz. Rassist ist einer, der an die Überlegenheit der eigenen Ethnie oder der in ihr vertretenen dominanten Rasse glaubt und daraus das Recht ableitet, andere zu dominieren, ja diese sogar zu verdrängen. Wer sich jedoch für die ethnische Vielfalt einsetzt und dabei auch für die Erhaltung der eigenen Identität, darf nicht so genannt werden. Es fördert auch nicht die äußerst notwendige sachliche Diskussion. Er ist auch kein "Ausländerfeind", sondern ein Gegner des Aufbaus multikultureller Immigrationsgesellschaften.
    Wer sich für den Erhalt des deutschen Volkes (nicht zu verwechseln mit der deutschen Staaatsbürgerschaft!) einsetzt ist das Gegenteil eines Rassisten. Man könnte schon fragen, ob nicht die "Multikulturalisten" die eigentlichen Rassisten in Deutschland sind, weil sie das deutsche Volk verdrängen wollen .....
  7. #36

    Muss so pauschalisiert werden?

    „Neu ist, dass es zum ersten Mal um einen konkreten Fall geht - es gab zuvor schlicht keinen Burschen, der dem optischen Klischee des Deutschen nicht entsprach.“ Dies ist schlichtweg völlig falsch!!! Ich persönlich (nebenbei bemerkt kein Mitglied der DB) kenne mehrere DBler die einen auf den ersten Blick erkennbaren Migrationshintergrund haben und muss mich folglich fragen woher eine „Expertin“ der dies nicht auffällt ihre Expertise hat!
    „(…) den Liberal-Konservativen gelingt es nicht, sich vom Rassismus öffentlich zu distanzieren.“ Dies ist zweifelsohne richtig! Allerdings sollte/muss auch hinterfragt werden woran dies liegt. Würde z.B. Spiegel-Online je eine Pressemitteilung einer Korporation veröffentlichen? Wohl kaum. Es gibt wohl kaum ein Thema bei dem so massiv verallgemeinert und pauschalisiert wird wie bei Korporationen. I.a.R. sind Korporation gleich Burschenschaften gleich DB, diesbezüglich ein Kompliment an Spiegel-Online für die heutigen Artikel. Bei einer objektiven Berichtserstattung sollte/muss aber dennoch, zumindest in einem Nebensatz, erwähnt werden, dass die absolut überwältigende Mehrheit der Korporationen, auch der DB, in der Tradition des Wartburg-, Hammbacher- Festes und der Paulskirche stehen. Wer Organisation die für Werte wie Demokratie, Liberalismus, die Freiheit der Lehre, etc. einstehen kritisieren möchte darf dies gerne tun, fairer Weise sollte er/sie aber erwähnen, dass das Recht zur Meinungsfreiheit maßgeblich durch Korporierte Erstritten wurde!
  8. #37

    "Die" Studendenverbindung gab und gibt es nicht ...

    Zitat von geotie Beitrag anzeigen
    Studentenverbindungen, sollte man annehmen das die geistig was drauf haben und wissen, dass es auch andere Menschen auf derErde gibt die eine Lebensberechtigung (auch in Deutschland) haben.
    Überfremdung, klingt wie beim Kleinkind, das fremdelt. Man weiß nicht warum, aber man ist immer gegen diese Ausländer.
    Die Geschichte zeigte, dass die Kolonialmächte sich gerne als überlegene Rasse angesehen hatte. Bis auf den Standort scheint sich nicht viel geändert zu haben. Oder?
    Es ist nicht hilfreich, alle Verbindungen in einen Topf zu schmeißen. Im Schnelldurchgang kann man sich z.B. in der Wikipedia zu den Stichworten "Studentenverbindung" und "Burschenschaft" informieren. Burschenschaften sind nur eine Teilmenge der Studentenverbindungen. Burschenschaften gehören zur Minderheit der studentischen Verbindungen, die politische Ziele in ihrer Satzung haben. Vor '89 u.a. das Eintreten für die Wiedervereinigung, gerne auch schon mal in den Grenzen von '37.

    Traditionell bieten die unter dem Dachverband der Deutschen Burschenschaft versammelten Verbindungen teils auch Rechtsradikalen eine Heimat. Was ich schon in den 70ern an meiner Uni beobachten konnte. Es gab dort eine Burschenschaft, in denen bei den Aktiven ein NPD-Parteibuch zum guten Ton gehörte, beim Bier von der Etsch bis an den Belt gememelt und gelegentlich den Bombenanschlägen in Südtirol hinterhergetrauert wurde. Es gab aber auch Burschenschaften, deren (studierenden) Aktiven die Außenpolitik Willy Brandts nicht automatisch als bewusste Schädigung Deutschlands ansahen.

    In den 1970ern gab es selbst unter den schlagenden Verbindungen etliche, die sich ausdrücklich aufs Grundgesetz beriefen, Kriegsdienstverweigerer aufnahmen und weder den deutschen Pass noch weiße Haut und/oder deutsche Vorfahren zur Eintrittsvoraussetzung machten. Verbindungen, deren Aktivitas mehrheitlich sozialliberal eingestellt war, waren nicht so selten.

    Der Artikel liegt korrekt, wenn er sich ausdrücklich auf Burschenschaften und nicht auf Verbindungen allgemein bezieht, wenn auch der Autorin keine vollständig saubere Trennung gelingt.
    An Verbindungen allgemein lassen sich sicher einige Kritikpunkte finden, aber eine durchgängig extremistische politische Einstellung gehört nicht dazu.
  9. #38

    Zweifelhafte Rassismusdefinition

    Zitat von hausmeister hempel Beitrag anzeigen
    Diese Frau lügt gnadenlos oder sie ist völlig unwissend. Sie weiß nichts über die Geschichte der Burschenschaften bzw. verschweigt die demokratischen Wurzeln der........
    Habe selten in neuester Zeit so einen Nonsens gelesen, der so offensichtlich von Rassismus durchsetzt ist und dann auch noch über pseudowissenschaftliche Aussagen, sich von eben diesem abzugrenzen: Erhalt des deutschen Volkes? Wer definiert denn wie, wer zum sog. deutschen Volk gehört? Welche Kriterien muss man erfüllen, um dazu zu gehören? In einer globalisierten Welt ist es einfach nur realtitätsfern und anachronistisch, sich für den Erhalt einer Identität einzusetzen, die es längstens in einer wie auch immer gearteten (arischen) Reinform nicht (mehr) gibt, sofern es sie jemals gegeben hat...und ich bin auch froh darüber, denn andere Kulturen bereichern unsere eigene Perspektive auf das Leben...wer denn so engstirnig sein mag, auf deutsch pur zu setzen, bitte schön. Ich fände das, und das ist das schlagende Argument, stinkend LANGWEILIG.
  10. #39

    geschichte der Burschenschaften

    Zitat von hausmeister hempel Beitrag anzeigen
    Diese Frau lügt gnadenlos oder sie ist völlig unwissend. Sie weiß nichts über die Geschichte der Burschenschaften bzw. verschweigt die demokratischen Wurzeln der Burschenschaften. Sie weiß nichts oder verschweigt die Prinzipien, nach denen Burschenschaften organisiert sind und für und gegen was sie stehen.
    Übrigens: Mir ist es TOTAL egal, wie die Geschichte der Burschenschaften geprägt war, mag ja sein, dass sie durchaus demokratisch orientiert war, ABER inwiefern schützt das vor undemokratischen Fehlentwicklungen??? Und: Wieso lese ich in ihrem hausmeisterlichen Beitrag nicht ein Wort dazu, wie Sie Ihr so wundervolles Burschenschaftsbild mit dem aktuellen Thema des Versuchs der "Arisierung" der Deutschen Burschenschaft in Einklang bringen können? Fakt ist, dass das, was gerade in Eisenach initiert wird nichts anderes ist als Arisierung, nennen Sie es meiner Meinung nach Ethnisierung, wenn Ihnen das besser gefällt, aber hier Geborene und sich mit Deutschland identifzierende Menschen nur deshalb ausschließen zu wollen, weil sie etwas anders aussehen...das ist RASSISMUS und nichts anderes!