Experiment: Meeresdüngung könnte Klimawandel doch bremsen

dapdLässt sich der Klimawandel dämpfen, indem man das Algenwachstum in den Meeren künstlich ankurbelt? Bisherige Versuche verliefen wenig erfolgreich. Jetzt aber zeigt die Auswertung eines Experiments, dass die Düngung der Meere vielleicht doch hilfreich sein könnte.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...845292,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lässt sich der Klimawandel dämpfen, indem man das Algenwachstum in den Meeren künstlich ankurbelt? Bisherige Versuche verliefen wenig erfolgreich. Jetzt aber zeigt die Auswertung eines Experiments, dass die Düngung der Meere vielleicht doch hilfreich sein könnte.

    "Eifex"-Experiment: Meeresdüngung könnte Klimawandel bremsen - SPIEGEL ONLINE
    Ja klar, haut ruhig zig Millionen Tonnen Eisen in die Meere, damit Milliarden tonnen Algen entstehen, vermutlich ist das 3-4 Cent pro Tonne billiger, als den CO2 Ausstoß zu senken. Wen interessiert schon, was mit den Meeren passiert, Cash ist alles was zählt!

    Manchmal zweifel ich echt daran ob es intelligentes Leben gibt, auf diesem Planeten.
  2. #2

    Realismus

    In der Tat, die Menschheit wird die CO2-Emissionen nicht senken, zumindest nicht in dem erforderlichen Maße. In den USA ist mittels Fracking jetzt soviel Erdgas verfügbar, dass sein Preis dort, in Heizwert umgerechnet, einem Ölpreis von $16/Barrel entspricht. Da wird keiner Solarmodule installieren, und sparen ist ökonomisch gar nicht so nötig. Des Weiteren warten Ölsände in Kanada. Kohle gibt's auch noch reichlich. China investiert zwar in regenerative Energien, das ist aber kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Afrika braucht auch immer mehr Energie. Indien - wo Platz sehr kostbar ist - möchte auch gerne Klimaanlagen, und wer kann es den Indern verdenken. Und wir machen mit durch die Abschaltung unserer Atomkraftwerke.

    Die notwendige CO2-Reduktion wird global einfach nicht passieren, egal, was wir davon halten und wie wir hier mit ein paar Solarpaneelen auf den Dächern herumzappeln.

    Wer Geo-Engineering, dessen Risiken unbezweifelbar sind, grundsätzlich ablehnt, lebt in einer Welt des Wunschdenkens. Wir wissen nicht, was damit möglich ist, wir müssen es aber erforschen.
  3. #3

    Keine Panik und keine überzogenen Maßnahmen!

    Das Klima wird sich selbst regulieren. Hauptauslöser von Klimaveränderungen sind Sonnenwinde, die sind nicht menschengemacht. Der Anteil an menschengemachtem CO2 ist verschwindend gering an der Klimaveränderung beteiligt. Lassen wir doch die Natur walten!
  4. #4

    Gute Idee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lässt sich der Klimawandel dämpfen, indem man das Algenwachstum in den Meeren künstlich ankurbelt? Bisherige Versuche verliefen wenig erfolgreich. Jetzt aber zeigt die Auswertung eines Experiments, dass die Düngung der Meere vielleicht doch hilfreich sein könnte.

    "Eifex"-Experiment: Meeresdüngung könnte Klimawandel bremsen - SPIEGEL ONLINE
    Ich halte die Düngung für eine sehr gute Idee. Schließlich waren alle bisherigen Versuche mit möglichst großem Effekt in biologische Systeme einzugreifen nur von mässigen Erfolgen gekrönt und liessen sich mehr oder weniger gut kontrollieren. So blieb der Effekt von Kaninchen und Aga-Kröten auf Australien beschränkt und auch die Wollhandhandkrabe oder der Kartoffelkäfer werden hierzulande mehr und mehr akzeptiert. Es wird Zeit für etwas richtig Großes - und wäre nur zu Schade wenn dieses weltbewegende Ereigenis z.B. einem privaten Saatgutunternehmen zuzuschreiben wäre. Die Idee die gemeinnützige Forschung an dieser möglicherweise tiefgreifenden und ggf. sogar unumkehrbaren Veränderung unseres Planeten in einem einzigartigen Feldversuch teilhaben zu lassen ist doch gefällig. Weiter so - Forschungen in diese Richtung haben Zukunft, möglicherweise generieren wir etwas, was zu noch größeren Herausfroderungen führt!
    p.s. Parallel macht die Neubesiedellung des Mars vielleicht doch mehr Sinn als man vor einigen Jahren noch gedacht hätte - bitte auch gleich parellel mit beforschen.
  5. #5

    und wenns dann doch nicht funktioniert....

    ....ist alles kaputt, wobei es ja doch auch eigentlich nur darum geht, das bisherige umweltzerstörende Machtgebaren der weltgrößten Profitinteressensverbände beizubehalten, auf tödliche Kosten Aller, versteht sich...
  6. #6

    Unterm Teppich ist noch Platz...

    Mich erinnert das ganze an Teenager, die ihr Zimmer aufräumen und einfach alles unter den Teppich kehren, anstatt einfach ihren Müll gleich zu beseitigen...
    Anstatt also Nägel mit Köpfen zu machen und weltweit für die Eindämmung des CO2 Ausstoßes zu sorgen, sucht man eine Lösung und versucht das CO2 nun gebündelt im Meer zu versenken.. *kopfschüttel* Wie mein Chemielehrer immer sagte: Auf Aktion erfolgt Reaktion.
    Irgendwann schaffen wir es schon noch diesen Planeten für Menschen unbewohnbar zu machen. Naja, ist ja eigentlich auch nicht so dramatisch, denn bis dahin haben wir vielleicht ja auch schon die Technik neuen Lebensraum zu erobern, anstatt uns um den Erhalt dieses zu kümmern...
    So ist das eben.. Wenn der Schmutz unterm Teppich zu viel wird, zieht man eben um... :-(
  7. #7

    Diese Forschung ist wichtig

    Diese zusätzliche Möglichkeit, den Klimawandel zu bekämpfen ist immens wichtig. Vielleicht ist es die einzige Chance, gegen diesen Wandel effektiv anzugehen.
    Der Mensch hat die Welt verändert. Vielleicht gehört es dazu, dass Teile des Meeres in der Zukunft mithelfen müssen das CO2 zu binden.

    Den CO2 Aussstoß zu reduzieren ist derzeit illusorisch. Natürlich hoffe auch ich auf eine Welt in der Zukunft, in der Strom Umweltfreundlich nur noch aus Sonne, Wind und Wasserkraft erzeugt wird und Wüsten mit Solarthermie-Kraftwerken ausgestattet sind.
    Doch derzeit und wohl auch in Zukunft ist Sparen und investieren in die Zukunft nicht angesagt, der ständige Konkurrenzkampf der Wirtschaft lässt keine andere Möglichkeit.
    So wird es das Meer richten müssen, oder die Natur richtet es ohne uns.
  8. #8

    Grössenwahn

    Meint den dieses armselige Menschlein, Gottes Spitze der Schöpfung, immer noch er beherrsche etwas in der Natur ?
    Nichts beherrscht er, überhaupt nichts. Wenn eine Gattung es verdient auszusterben, dann ist es der Mensch. Das dies geschehen wird ist absolut sicher und es geht nur noch um das Wann.
    Zu hoffen ist dann nur noch dass die ganzen Irren mit ihren Reagenzgläsern, möglichst lange unter den von ihnen angerichteten Lebensumständen leiden müssen.
  9. #9

    Auch eine Möglichkeit...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lässt sich der Klimawandel dämpfen, indem man das Algenwachstum in den Meeren künstlich ankurbelt? Bisherige Versuche verliefen wenig erfolgreich. Jetzt aber zeigt die Auswertung eines Experiments, dass die Düngung der Meere vielleicht doch hilfreich sein könnte.

    "Eifex"-Experiment: Meeresdüngung könnte Klimawandel bremsen - SPIEGEL ONLINE
    ...ist wohl einige Cent billiger, als CO2 zu senken.