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Existenzgründung: Frauenwirtschaft mit Wohlfühlfaktor

Deutschlands Wirtschaft braucht sie dringend - doch zu wenige Frauen machen sich selbständig und zu viele geben auf. Ein neues Gründerzentrum in Hamburg will das nun ändern: Es gibt günstige Büros, Kita-Plätze und viele Gleichgesinnte für die gemeinsame Problemlösung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...781284,00.html
  1. #40

    Fazit?

    So langsam kriege ich das Gefühl, ich muß die Frauen (und mich) auch mal in Schutz nehmen. Denn `es gibt sottiche und sottiche`.
    Es gab schon immer Frauen, die sich selbständig gemacht haben, auch ohne staatliche Förderung. Es gab welche, die es teilzeit praktiziert haben, oft aus den finanziellen Reserven ihrer Gatten. Es gab aber auch die, die es genau wie ihre männlichen Kollegen praktiziert haben - die haben keine Inselchen mit Wohlfühloasen eingerichtet, sondern richtig reingehauen.
    Und es gab auch die, die es nicht getan hatten.

    Dieses Förderprogramm hier hilft Frauen sich selbständig zu machen, die es sonst wohl nicht getan hätten, u.a. weil sie die durchaus existiertenden nicht-geschlechtsspezifischen Förderungen (kfW-Bank, etc.) nicht kennen. Wenn die nun aus den Fördergeldern Kuschelecken einrichten, werden sie nicht auf die eigenen Beine kommen können, dann gilt auch diese Summe als verbraten.

    Aber bitte meine Herren nicht alle Frauen als Parasiten abtun, ja?
  2. #41

    doch Diskriminierung

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Dass es jede Menge Selbstständige gibt, die weiblich sind und sich sehr gut behaupten können, ist sehr wenig dargestellt. Aber um die geht es ja eigentlich auch nicht, sondern um die, welche sich die Selbstständigkeit und das damit verbundene Risiko nicht ohne weiteres zutrauen.
    [...]
    Den immer wiederkehrende Schrei wg. Diskriminierung halte ich für gelinde gesagt zynisch, aber wahrscheinlich ist es nur wieder mal Dummheit und fehlende Bildung/Weitsicht...
    Wieso ist es keine Diskriminierung, wenn es solche Zentren speziell für Frauen gibt, Männer also ausgeschlossen sind (und gleichzeitig keine vergleichbaren Zentren speziell für Männer existieren)? Oder glauben Sie, dass es keine Männer gibt, die sich die Selbständigkeit nicht ohne weiteres zutrauen?

    Anders gefragt: Würden solche Einrichtungen nur für Männer geschaffen und Frauen ausdrücklich ausgeschlossen, würden Sie dann auch sagen, dass das keine Diskriminierung sei?
  3. #42

    Absurd

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Ich bin auch der Meinung dass der Artikel zu rührseelig geschrieben ist, aber das ist wahrscheinlich nunmal die Sichtweise des Verfassers.
    Dass es jede Menge Selbstständige gibt, die weiblich sind und sich sehr gut behaupten können, ist sehr wenig dargestellt. Aber um die .......
    Es ist durchaus sinnvoll, eine gute Geschäftsidee bis zur Selbständigkeit zu unterstützen. Das machen Banken, dafür gibt es Risikokapitalgeber und Business Angels, das sollte auch der Staat im Rahmen seiner Interessen tun.
    Von einer guten Geschäftsidee war im Artikel aber nirgendwo die Rede. Es geht eben nicht darum, gute Ideen (und damit brachliegende Potentiale) zu fördern. Es geht vielmehr darum Frauen zu fördern, selbst wenn die "Geschäftsidee" so lausig ist wie die Eröffnung ein Heilpraktikerpraxis.

    Das ist wirklich zynisch: Steuergeld in unbedeutende oder erfolglose Geschäftchen zu pumpen, während andernorts funktionierende und Unternehmen und ihre Mitarbeiter an Liquiditätsengpässen durch die Kreditklemme leiden.

    Glauben Sie wirklich, daß wir Steuergelder ausgeben sollten für den Berufswechsel einer Postbotin zur Heilpraktikerin? Warum nicht auch für den Berufswechsel des Maurers zum Kneipier? Absurd.
  4. #43

    Wiki...

    Zitat von tl-hd Beitrag anzeigen
    Wieso ist es keine Diskriminierung, wenn es solche Zentren speziell für Frauen gibt, Männer also ausgeschlossen sind (und gleichzeitig keine vergleichbaren Zentren speziell für Männer existieren)? Oder glauben Sie, dass es keine Männer gibt, die sich die Selbständigkeit nicht ohne weiteres zutrauen?

    Anders gefragt: Würden solche Einrichtungen nur für Männer geschaffen und Frauen ausdrücklich ausgeschlossen, würden Sie dann auch sagen, dass das keine Diskriminierung sei?
    Lieber Forist,

    ich mag Wikipedia eigentlich nicht so sehr, aber wenigstens für ein grobes Bild genügt es manchmal:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Diskriminierung

    Lesen sie sich das mal in Ruhe durch.

    Ich würde sagen, dass wenn Männer statistisch nachweisbar weniger verdienen würden als Frauen, weniger Lebensjahre arbeiten und damit Geld verdienen als Frauen und wenn auch noch ein Klima herrschte, indem die Kindererziehung einzig als Männersache angesehen würde um Geld für Kitas zu sparen, genau dann wäre es keine Diskriminierung.

    Die Welt ist leider nicht Schwarz - Weiß, und man muss das Organ zwischen den Ohren auch manchmal benutzen...

    Das geht auch an den Mitforisten Semonides: Neid ist ein Gefühl, keine rationale Angelegenheit....

    Grüße
  5. #44

    Hirn einschaltein ist eine gute Idee

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen, dass wenn Männer statistisch nachweisbar weniger verdienen würden als Frauen, weniger Lebensjahre arbeiten und damit Geld verdienen als Frauen und wenn auch noch ein Klima herrschte, indem die Kindererziehung einzig als Männersache angesehen würde um Geld für Kitas zu sparen, genau dann wäre es keine Diskriminierung.

    Die Welt ist leider nicht Schwarz - Weiß, und man muss das Organ zwischen den Ohren auch manchmal benutzen...
    Dann benutzen Sie das besagte Organ doch einmal und überlegen, inwiefern die von Ihnen genannten Punkte auf die Generation zutreffen, die von den aktuellen Frauenquoten und -förderprogrammen betroffen ist. Dass in der Vergangenheit in den allermeisten Familien der Mann das Geld direkt erarbeitet und somit auch mehr Lebensjahre für Geld gearbeitet hat, ist unbestritten (die Frauen haben aber auch von dem Geld, welches der Mann verdient hat, profitiert, es ist schließlich nicht so, dass die davon nichts abbekommen hätten). Aber das gleicht sich mehr und mehr an, und gegen KiTas habe ich mich ja auch gar nicht ausgesprochen. Unterschiedliche Einkommen sind auch oft darin begründet, dass die Frauen sich um die Kinder gekümmert und dadurch Karrieresprünge verpasst haben. Auch das gleicht sich weiter an. Und wenn Frauen tatsächlich für gleiche Arbeit weniger verdienen, dann kann das doch nur in Berufen mit verhandelbarem Lohn/Gehalt sein. Da müsste man dann aber auch nicht generell die Frauen fördern, sondern diejenigen, die schlechter verhandeln. Wenn das dann mehr Frauen sind, ist das ok, aber eine gut verhandelnde Frau noch weiter zu fördern und einen schlecht verhandelnden Mann nur wegen seines Geschlechtes gleichzeitig nicht zu fördern ist und bleibt Diskriminierung.

    Viele der genannten Unterschiede beruhen auf den gesellschaftlichen Vorgaben der Vergangenheit, die mittlerweile aber so nicht mehr gegeben sind. Wenn jetzt aber durch Frauenförderung auf allen Ebenen versucht wird, diese Unterschiede möglichst schnell auszugleichen, läuft das nur auf neue, entgegengesetzte Unterschiede in den jüngeren Generationen hinaus. Wenn ich allein sehe, wie viel leichter es zurzeit für Frauen ist, auf eine Professur berufen zu werden, weil krampfhaft versucht wird, die bei den älteren Professoren aus den oben genannten Gründen eher einseitige Geschlechterverteilung auszugleichen, dann läuft das darauf hinaus, dass man als männlicher Nachwuchswissenschaftler deutlich schlechtere Karten auf eine Dauerstelle hat als als Nachwuchswissenschaftlerin. Kurz gesagt: Diskriminierung aus der Vergangenheit kann man nicht mit entgegengesetzter Diskriminierung ausgleichen, sondern nur mit gleichen Chancen für alle.

    Was die Kindererziehung (insbesondere die Frage der allein Erziehenden) angeht, so muss man sich auch fragen, ob es nur deshalb mehr allein erziehende Frauen als Männer gibt, weil die bösen Richter in Sorgerechtsfragen mehr den Frauen das Sorgerecht und somit die Erziehungsarbeit aufdrücken, oder ob das von den Frauen nicht meistens so gewollt ist.

    Das geht auch an den Mitforisten Semonides: Neid ist ein Gefühl, keine rationale Angelegenheit....
    Dann wenden Sie diese Aussage doch mal auf Ihre Statistiken zum ungleichen Arbeitsverhalten an...








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