Wenn man es sich genauer anschaut, wäre 1998 der Wendepunkt gewesen: Die Grünen sind an der Regierung und können ihre urgrünen Ziele umsetzen. Nach dem Frust über den Ex-Bundeskanzler Kohl und die schwarzgelbe Regierung wäre ein Wandel möglich gewesen.
Aber offensichtlich waren nur noch die Broschüren grün eingebunden, der Inhalt war ... irgendwie so wie bei allen anderen Parteien. Ein Atomausstieg, der ein Freibrief für die Betreiber ohne wesentliche zusätzliche Sicherheitsauflagen war. Ein unsinnig aufgeblasenes 1-Million-Dächer-Solarprogramm, 100000-Dächer wären o.k. gewesen.
Das wars. Kein Netzausbau, keine besonderen Aktivitäten in Sachen Stromspeicherung. Rot-Grün unterscheidet sich in nichts von Schwarz-Gelb.
D.h., doch: Schwarz-Gelb scheint mit Herrn Altmeier einen Minister zu haben, der in der Lage ist, überzogene Ziele zumindest einmal in Frage zu stellen. Das, was wir fordern, macht er. Und das muss man Trittin in diesem Interview auch zu Gute halten: Er honoriert es, wenigstens ein bisschen!

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