Forum: Blogs
Ex-Stars Online: Wenn nichts mehr geht, ab ins Web
Von Boris Becker bis*Charlie Sheen: Wenn Stars und Sternchen den Karriere-Zenit überschritten haben, sind sie plötzlich im Internet aktiv. Das wird als fortschrittlich verkauft, ist aber oft nur peinlich - oder ein Zeichen schierer Verzweiflung.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...773159,00.html
- #1 09.07.2011 07:22 von
Oder werden ständig von SpOn (herbei-)bequatscht?!
Ausschliesslich saudumme Käseblätter 'kaufen' sowas ein; wollen Sie sich nun ein Eigenurteil erlauben? Oder besser/ lieber nicht?Das wird als fortschrittlich verkauft, ist aber oft nur peinlich - oder ein Zeichen schierer Verzweiflung. - #2 09.07.2011 07:30 von
Da fehlt etwas.
Die Erklärung für die Fehlschläge all dieser Prominenten unterschlägt uns der Autor des Artikels frech. Dabei liegt sie auf der Hand. Diese Prominenten können nichts von sich aus umsetzen, sie haben kein Talent auf diesem Gebiet. Ein mäßig begabter Schauspieler ist nur so gut wie seine letzte Rolle. Charlie Sheen ist nur komisch, wenn er die Gags auf den Leib geschneidert bekommt. Er selbst ist nur ruppig und ein Egomane. Brent Spiner geht den Weg jeder abgöttisch geliebten Serienfigur, die nie den Mut fand, radikal mit ihrer "Bürde" zu brechen. Data forever, sozusagen. Selbst Gina-Lisa fand irgendwer mal hübsch, aber alles andere an ihr ist eine Katastrophe. Brustvergrößerung und Lippenaufspritzung ändern daran gar nichts. Ventimiglia ist ein Gesicht ohne Wiedererkennungswert.
- #3 09.07.2011 08:03 von juerv1
.
So Leute wie Becker und Sheen werden nie darüber hinwegkommen, dass sie in der öffentlichen Wahrnehmung ins Bodenlose abgestürzt sind und nur noch als bizarrer Freak (Sheen) wahrgenommen werden oder eben so gut wie gar nicht mehr (Becker).
Es sind ganz offensichtlich Leute mit einer schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Sie hatten das Glück, dass sie früher durch ihre Erfolge als Sportler oder Schauspieler ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gerückt sind. Jetzt, wo sie ihren Zenit überschritten haben, tun sie alles, um erneut in dieses Zentrum zu kommen, können dies aber nicht mehr durch gute Leistungen schaffen, sondern - wenn überhaupt - nur noch durch peinliche Auftritte. So enden sie als tragische Gestalten, die bemitleidet werden.
Vermutlich sind 90 % der Leute, die in einem öffentlichkeitswirksamen Beruf arbeiten (Politik, Entertainment, Sport), Narzissten, die nach Applaus und Bestätigung gieren. Persönliche Begegnungen mit solchen Leuten deuten für mich sehr stark darauf hin. - #4 09.07.2011 08:49 von
Kein Problem
- #5 09.07.2011 08:53 von
Das immer noch unbekannte Phänomen
"... Plattform mit niederschwelligem Zugang ist: Eine Website oder YouTube-Show zu produzieren, kostet nur ein Taschengeld..."
Auch so ein Mythos. Wenn man sich das selbst bastelt, stimmt es natürlich. Wenn man aber sinnvollerweise Leute engagiert die Konzept, Text, Interface-Design, Video-Produktion, Programmierung, Sound/Musik, usw. auf hohem Niveau entwickeln, ist ein vierstelliger Betrag das Minimum.
Dass bei Millionen Web-Projekten nur ein kleiner Prozentsatz hohe Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann ist übrigens quasi physikalisch unvermeidlich. Insofern wird man keine Mühe haben viele Websites mit niedrigen Klickkraten zu finden. Dennoch ist eine Webpräsenz mittlerweile schlicht Standard und ein Muss. Nicht etwas Exotisches das man auch in Erwägung ziehen kann. - #6 09.07.2011 09:48 von SpieFo
Vermutlich sind 90 % der Leute, die
sich im Internet präsentieren, auf der Suche nach etwas ganz Rudimentärem in der menschlichen Psyche:
[b]!! Anerkennung !![/]
Ob das nun die Foristen in all den Internet-Foren sind, oder diejenigen, die ihr Privatleben
online stellen; ob die "Dackel-Homepage"-Betreiber oder die Urlaubs-Blogger, die Flickr-Fotoseiten-
Uploader, die Facebook-Posterer mit Hunderten von "Freunden",
es ist doch die ewige Suche nach einer "Position", einem "Rang" im sozialen Umfeld.
Nun, das Interagieren findet nicht mehr so häufig in Sportvereinen, Stammtischen oder
bei den Kaninchen- und Taubenzüchtern statt, sondern vermehrt eben im Internet.
Also nicht nur Boris Becker sucht Anerkennung (gemessen an Feedbacks wie Kommentaren,
"I-like"s, "Re-Tweets" und so),
sondern eben auch der zunehmend (frustrierte?) Otto Normalverbraucher, der sich so ein
positiv gestimmtes Umfeld zu schaffen versucht.
Wer hat die meisten Freunde, wer bekommt die häufigsten Feedbacks/Likes/Retweets/Views/Klicks,
wer schreibt die meisten "Wie geht es mir's".
Es ging schon immer um "Wer hat den Größten":
Wer schießt die meisten Tore, gewinnt die meisten Spiele, heimst die meisten Preise ein.
Wie oft wurden und werden Kinder zum Erfolg "geführt", durch die Eltern?
Selbst das Geigenspiel der Ältesten beim Familienjubiläum ist nichts anderes als ein
"seht her, was meine Tochter kann! Ist sie nicht gut? Ja(Stolz), das ist meine Tochter".
Also: Die einfache (oder verzweifelte?, nein) Suche nach Anerkennung.
Wäre mal wert, in einer Studie untersucht zu werden.
Betreibt jemand eine kommerzielle Seite, so sucht er - auch ganz einfach - den wirtschaftlichen Erfolg. - #7 09.07.2011 10:27 von
mal ehrlich
bis heute hat die Gesellschaft den Umbruch durch das WWW in seiner Ganzheit noch nicht verstanden und trotzdem maßt sich jemand an, diese Kommunikationsform als Verzweiflungstat abzustempeln. Ich sehe es eher als Versuchsraum, für ein Abtasten aller Möglichkeiten, ein Austoben und Austesten des Machbaren. Betrachtet nicht im engsten Kreis sondern als Ganzes. Die Welt entwickelt sich weiter, heute nur ein wenig schneller. Wieviele Formate waren in der Vergangenheit mehr oder weniger erfolgreich? Wieviele Formate haben ein Anrecht auf Dauererfolg?
Hier will einfach jemand nicht verstehen, dass das Kino und das Fernsehen nicht mehr die Monopolstellung haben. Auch geht es nicht mehr primär um Erfolg oder Selbstdarstellung mit Hilfe des Erfolges. Nein. Im Internet finden sich Communitymitglieder. Man fühlt sich frei. Man kann seine Kreativität fördern, ist im Grunde genommen von niemandem abhängig.
Klar wenn man Geld verdienen will ist diese Spielwiese eine Welt voller Risiken.
Aber deshalb zweifle ich nicht an den Existenzen in ihr.
Denn dann könnte ich den PC ausschalten und mich dieser Welt verschließen.
Brent Spiner ist ein cooler Typ, welcher wohl wirklich Aufmerksamkeit und eine neue Aufgabe und natürlich ein Einkommen sucht. Aber nur, weil sich die ersten Gehversuche als nicht so einfach gestalten.... man oh man...
Tatsache ist, dass jeder im Netz zu Wort kommen kann -- die Schlüsse die man daraus zieht liegen an einem persönlich :D :D :D :D - #8 09.07.2011 10:34 von
...
Gut, dass der Zenit bei Charlie Sheen überschritten ist, mag sein. Am Ende ist er deswegen noch lange nicht. Sollte sich das Gerücht bestätigen, dass bereits an einer neuen Sitcom mit ihm gearbeitet wird, wird er noch mal ne Menge Geld verdienen und auch wieder ins Rampenlicht zurückkehren. Im großen und ganzen aber recht sinnloser Artikel, muss ich zugeben.
- #9 09.07.2011 10:59 von
qwer
"ex-stars": schon schlimm, aber vorallem weil das konzept "star" oder "prominent" selbst schon so dümmlich ist (daher ja so erfolgreich). sieht man an becker: meingott, er konnte halt eine zeitlang sehr gut tennis spielen. ok, hat er gut mit verdient, aber warum dann der ganze hype, und bis heute? oder irgendein fussballer. oder lady gaga: eine völlig lächerliche trine, die halt immer noch einen draufsetzen muss, oder stefan raab, oder bohlen, usw. usf.
für mich sind nur prominent: meine freundin und meine besten freunde und meine eltern.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

