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Ex-NDR-Fernsehspielchefin Heinze vor Gericht: "Ein irre großer Fehler"
DPASie habe die ganze Zeit über ein schlechtes Gewissen gehabt: Die ehemalige NDR-Fernsehspielchefin Doris J. Heinze hat im Prozess um den Drehbuch-Skandal eigene Fehler eingeräumt. Sie bedauere ihr Vorgehen, sei sich aber nicht bewusst gewesen, anderen zu schaden.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,844322,00.html
- #1 13.07.2012 21:03 von
Selbstbedienungsladen Öffentlich Rechtlicher Rundfunk
Hallo,
Gibt es bessere Argumente gegen die kommende "Fernsehsteuer", Entschuldigung, Haushaltsabgabe?
mfg Kioto - #2 14.07.2012 01:32 von
Rührend
>Die Verträge seien zudem so gestaltet worden, dass weder "Marie Funder" noch "Niklas Becker" je Wiederholungshonorare bekommen hätten.
Mir kommen die Tränen, einfach nur die guten Stoffe wollte sie produzieren, die arme Frau :) vielleicht wollte man auch nur vermeiden, dass später mal auffällt, dass es diese Leute gar nicht gibt, wenn die ARD bei jeder Wiederholung überweisen müsste? - #3 14.07.2012 04:37 von
Ein unkontrollierter Selbstbedienungsladen
Frau Heinze ist die Spitze eines Eisbergs. Zig Verstösse, zig Skandale. Ein führender Mitarbeiter des Kinderkanals verzockte mal eben 8 Millionen GEZ-Gebühren, über Jahre verteilt, bis es irgendwann auffiel. Vieles fällt überhaupt nicht auf. Merkwürdige Namensgleichheiten der Mitarbeiter von Sendern zeigen aber, dass dort komplette Familien beschäftigt sind. Seilschaften und unkontrollierte Macht. Jeder hatte Angst vor Frau Heinze, die wie ein Diktator geherrscht haben soll. Aber wir leben in einer Demokratie? Mag sein, aber nicht beim öffentlichen Rundfunk!
- #4 14.07.2012 10:16 von
Tschüss Kultur
"Aber wir leben in einer Demokratie? Mag sein, aber nicht beim öffentlichen Rundfunk!"
Drei (3) mal darf man raten, was ein Künstler tut, wenn man ihn ignoriert: Nix.
Aber ohne Kunst keine Kultur. Frau Heinze schadet dem Wettbewerb der Künstler, Autoren etc. indem Sie diesen verhinderte.
Der Mafia-Zirkel lässt nur Vetter mitmachen. Da geht´s nicht um Kunst, sondern um Kohle.
Mag sein, dass der Stoff ihres Mannes gut war, aber all die anderen ausser Acht lassen? Weiß da jemand einen besseren Ausdruck als Mafia?!
Deutschland-Land der Dichter und Denker? Schon, nur kennt diese niemand.
Nicht ein paar Menschen an Spitzenpositionen oder irgend ein Gremium sollte über Medienpräsenz entscheiden, sondern gerade die öffentlich-rechtlichen Sender sind verpflichtet, dem Gebührenzahler und Konsumenten einen Überblick, bzw. Querschnitt der Kulturlandschaft durch einen fairen, wenn möglich, demokratischen Auswahlprozess zu bieten, damit sowas ( http://www.amazon.de/Responding-Spirits-Part-One-michael-zeller-band/dp/B000RA8SYI/ref=pd_rhf_p_img_2 ) auch Gehör findet. - #5 14.07.2012 12:17 von
Schlechtes Gewissen?
Bestimmt nicht Frau Heinze. Es war in der Branche bekannt, dass man als Autor beim NDR so gut wie keine Chance hatte, wenn man nicht Bestandteil des Heinze'schen Netzwerks war. Und sie will mit der Produzentin wirklich keine Absprache getroffen haben? Wer's glaubt, wird selig. Es ist gut, dass diese Frau über ihre eigene Gier und Geltungssucht gestürzt ist.
- #6 14.07.2012 18:32 von
Die eisige Fürstin des Nordens
In der Drehbuchbranche war es hinlänglich bekannt, dass D.H. über Pseudos ihre eigenen Sachen raus gebracht hat.
Aber nicht nur das: Mein Script wurde von ihr und dem NDR in die Drehbuchförderung gebracht. Als ich mich dann aber weigerte meinen Stoff an sie und ihre Vasallen abzutreten, war ich ruckzuck aus ihrem System draußen. Aber die Kollegin war da nicht allein ! Da gab`s noch andere, heute sehr aktive Leute, die mit der Fürstin sehr eng waren und von ihrem Muster partizipiert haben. Allerdings glaube ich nicht, dass dies beim Prozess alles raus kommt. - #7 15.07.2012 10:45 von
Buy-Out-Drehbuch-Verträge beim NDR? Seit wann gibt es die denn? Und wenn, dann hätte mindestens die Honorarabteilung und der Produktionsleiter nach den Gründen gefragt und Heinze wäre in Erklärungsnot geraten.
Nein, es wird eben immer weiter gelogen, salamischeibchenweise, bis das Gericht und der Staatsanwalt mürbe sind und einem Vergleich zustimmen, bei dem Frau Heinze ganz selbstverständlich ihre satte Pension genießen und auf jeden Fall zukünftig regelmäßig Drehbücher an den NDR verkaufen darf.
Zweierlei Maß gilt zuverlässig für Banker, Vorstände, Politiker und natürlich auch die Hofberichterstatter, die Medien. Eine Kaufhaus-Verkäuferin, die eine Bluse mitgehen lässt, wird unweigerlich wegen Diebstahl verurteilt und im Wiederholungsfall eingebuchtet. Aber das kann man natürlich nicht mit einer quasi verbeamteten leitenden öffentlich-rechtlichen Redakteurin vergleichen, die ihren Arbeitgeber über Jahre systematisch um mehrere hunderttausend Euro prellt.
Das Perfide daran ist, dass unsereiner gesetzlich gezwungen wird, solche Betrügereien zu finanzieren, in Zukunft auch noch in Form einer allgemeinen Steuer. Die wird natürlich weitere 'Heinzes' ermutigen, Gebührengelder zu veruntreuen und Freunde und Seilschaften üppig zu versorgen. Das Risiko, entdeckt und angemessen bestraft zu werden, ist nur minimal.
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