Die Partei ist alarmiert: Ein Comeback von Karl-Theodor zu Guttenberg kann nur gelingen, wenn er die Plagiatsaffäre hinter sich bringt. Dass er sich nun gegen den Untersuchungsbericht wehrt, sorgt für Irritationen. Ein deutlicher Rüffel kommt von Ex-CSU-Chef Erwin Huber.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...756536,00.html
Ich glaube, dass war subtiler gemeint. Was könnten die Beiden unter dem Stichwort "Plagiat" wohl gemein haben?
Kleiner Denkanstoß:
Die Legitimation, Lena auch diesjährig zum Songcontest antreten zu lassen hat man ihr dadurch verschafft, in dem man ihr im Vorfeld noch die Goldene Kamera und den Echo verlieh.
Aber auf welcher Grundlage? Für Gesang kann es ja nun wirklich nicht sein!?
Ich frage mich, warum immer nach den Gründen für das Handeln des Gutti-Wikis und dem der Guttenberg-Kritiker gefragt wird. Wenn mich ein Polizist besoffen am Steuer erwischt, frage ich doch auch nicht warum er zur Polizei gegangen ist. Vielleicht wollte er einfach nur Beamter werden.
Wenn Hr. von und zu Guttenberg realistisch in die Politik zurückwollte, dann hätte er schon lange angefangen diesen Weg zu ebnen. Dafür sind einige grundsätzliche Schritte erforderlich:
1. Es nutzt nichts weiter zu bestreiten, was jedermann sehen und lesen kann.
2. Es bedarf der Einsicht, dass man in kapitalem Maße *chei**e gebaut hat.
3. Hr. Guttenberg muss zu seinen "Fehlern", zu seinem Betrug stehen. Er muss es öffentlich zugeben. (Wird natürlich zusehens schwieriger, ohne "Gesichtsverlust" kaum noch möglich - trotzdem notwendig.)
4. Ehrliche Reue.
5. Ehrliche Selbstkritik
6. Entschuldigung
7. sich als Mensch, als auch fehlerhaftes Wesen wahrnehmen (Eigenwahrnehmung)
Dann ist ein devoter Neubeginn vielleicht möglich (ein steiniger Weg, bei dem er die Kritik positiv ertragen muss, als Teil eines Wachstumprozeßes). Das geht vermutlich nicht ohne provesionelle Hilfe.
[QUOTE=holger_muc;7626882]Wenn Hr. von und zu Guttenberg realistisch in die Politik zurückwollte, dann hätte er schon lange angefangen diesen Weg zu ebnen. Dafür sind einige grundsätzliche Schritte erforderlich:
1. Es nutzt nichts weiter zu bestreiten, was jedermann sehen und lesen kann.
2. Es bedarf der Einsicht, dass man in kapitalem Maße *chei**e gebaut hat.
3. Hr. Guttenberg muss zu seinen "Fehlern", zu seinem Betrug stehen. Er muss es öffentlich zugeben. (Wird natürlich zusehens schwieriger, ohne "Gesichtsverlust" kaum noch möglich - trotzdem notwendig.)
[QUOTE=holger_muc;7626882]
Wenn Hr. von und zu Guttenberg
realistisch in die Politik zurückwollte,
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Dafür sind einige grundsätzliche Schritte erforderlich:
1. Es nutzt nichts weiter zu bestreiten, was jedermann sehen und lesen kann.
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3. Hr. Guttenberg muss zu seinen "Fehlern", zu seinem Betrug stehen.
Er muss es öffentlich zugeben.
(Wird natürlich zusehens schwieriger,
ohne "Gesichtsverlust" kaum noch möglich - trotzdem notwendig.)
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Lieber holger_muc,
- Können Sie das bitte noch konkreter ausführen?
- Was würden Sie an seiner Stelle sagen und tun?
- so:
"Leute, tut mir leid, ich habe Euch alle belogen,
mit Täuschungsvorsatz von Anfang an habe ich ......
Verzeiht mir bitte!"
- oder wie?
MfG wibo2
genau naemlich: in den USA hatten wir ja den Fall von Junior, der die Formulierung der Energiepolitik den Oelfirmen (mit Wegweisung von Vize Cheney) und die der Aussenpolitik den Likud-lierten Neokonservativen ueberlassen hat. In dem Fall war mehr Dummheit als materielles persoenliches Selbstinteresse das Leitmotif; interessant dass Dubya ja immer ein zurueckhaltender Mitmacher war bei den Universumsmeistern Machinationen seines Vaters und dessen Bande, er wollte eigentlich hauptsaechlich sich gut unterhalten auf Texanische Weise, mit Zusatz von Koks und genug Geld, Baseballmannschaften kaufen zu koennen.
KTG im Kontrast, als wohlerzogener Spross der ehemaligen-Bande, weiss genau wie man sich benimmt, um die Kultur der Gruppe zu foerdern. Also kraeftig mitmachen, inklusive sich schoen 'stark' praesentieren mit vorgeschobenem Kinn. Ein nuetzliches Werkzeug (oder ein nuetzlicher Idiot, abhaengig von der politischen Orientierung...).
Da kommt in dem Fall aber eine mehr stoerende Frage - wenn KTG ein Geraet sein sollte, und sich emsig daran gemacht hat, seine Rolle in diesem (nicht ungefaehrlichen) Kasperltheater zu spielen, wer hat sich faehig gedacht, seine Strippen zu ziehen und daher Macht auf der Nationalebene in Deutschland von hinter den Kulissen zu kontrollieren ? Wenn eine Gola auf der Szene ist, muss man ja immer fragen, wer ihr das Leben einhaucht.
Sind es die ueblichen Verdaechtigten, also die alte Machtschicht die schon den Nationalsozialisten zum Leben geholfen haben ? Oder die neuen Meister des Universums, entweder transnational, oder womoeglich ganz ohne deutsche Verbindungen, wo dann verschiedene Moeglichkeiten erscheinen - Russen, Chinesen oder Amis, die alle auf ihre eigene Weise die Westeuropaer daran verhindern wollen, mit ihrer mehr evolvierten Kultur die Stammeskulturen und dessen Dreckfressertum (wo ja auch die Europaeischen Machtschichten dann und wann angehoerige waren/sind) zu benachteiligen.
Wem sollte KTG als Gola dienen ?
Eine interessante These: Identifikation mit dem, dem es durch Blenderei gelingt, übers Wasser zu laufen und damit die eigenen infantilen Wünsche zu realisieren scheint. Die Faszination des "perfekten Betrügers" auf die Zuschauer, weil er die Gesetze der Natur und des lästigen Alltags außer Kraft zu setzen scheint. Da war ja auch immer - ganz und gar mystisch - von der "Lichtgestalt" die Rede. Das mag wohl sein.
Vielleicht erklärt sich der Aufstieg zum Idol (neudeutsch: Pop-Star) aber auch über einen schlichten Trick, den er spontan zu nutzen wusste:
► In den lokalen Parteigremien hatte er schnell gelernt, dass er sich als Spross des dort noch immer verehrten Großvaters abheben konnte vom eher miefigen Tross der Politakteure.
► Im nahen Bayreuth, wo er sich mit dem erschwindelten Dr.jur. akademisch adeln ließ (auch das hat ja Dank Herkunft problemlos geklappt!), wird jährlich der "Lohengrin" mit der Gralslegende aufgeführt, die bei Wagner für die deutsche Seele schwülstig so erzählt wird und selbst das intellektuelle, aber dennoch heilssüchtige Publikum zu Tränen rührt:
► In dieser Maskerade hat er die politische Bühne betreten und sein getünchter Lebenslauf lehnt sich daran an.Zitat von Richard Wagner
► Danach kam die Erkenntnis seiner Partei, dass der Trick funktioniert und man mit der Lohengrin-Imitation Stimmen gewinnen konnte und aus dem Umfragetief heraus kann.
► Da wurde dann die Propaganadamaschine angeworfen (BILD und Co.) und die Akteure fielen alsbald selbst auf ihre eigenen Trugbilder herein.
► Die Symbiose des Narziss mit seinen Profiteuren nahm so ihren verhängnisvollen Lauf.