DPADer frühere Landeschef der Berliner Piraten, Gerhard Anger, übt scharfe Kritik an seiner Partei: Die Piraten hätten ihre Ideale verraten, von der Arbeit der Berliner Fraktion sei er enttäuscht, das Versprechen auf Transparenz habe man gebrochen. Er selbst stehe kurz vor dem Parteiaustritt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...841468,00.html
Tja - schade. Der Politikbetrieb ist durch das jahrelange Herummurksen an Regularien so komplex geworden, dass normale Leute wie du und ich und Herrr Anger nicht mehr mitkommen.
Der Job ansich ist easy, sobald man auf einem rundumversorgten Sesselchen Platz nimmt. Da muss man nichtmal wissen über was man gerade abstimmt. Wenn mans gut machen will kann es aber aufwändig werden.
Idealisten wie Anger haben aber ehrenamtlich neben dem Beruf her versucht das System offener für nicht Berufspolitiker zu machen.
Und sie haben auch erwartet, dass die Parlamentarier bei den Piraten den Idealismus nicht sofort an der Tür abgeben und nur noch über persönliche Eitelkeiten und Verfahrensfragen kabbeln.
einfach, bis man damit anfängt. In der Praxis ist Politik ein zähes Ringen mit den unterschiedlichen Interessen und Strömungen - auch innerhalb einer Partei. Das hat wenig mit dem Idealbild zu tun, das uns in der Schule vermittelt wird. Das war auch schon den Vätern der Demokratie klar. Offensichtlich müssen die Piraten das nun erstmal lernen.
Ja, und wenn mein Pferd eine Katze wäre, könnte ich den Baum hochreiten.
Menschen sind so, dass weiß jeder der schon mal in einem Verein mitgearbeitet hat und z.B. die Arbeitsdienste organisieren musste. Wer in die Politik geht und mit Idealismus und Selbstlosigkeit rechnet, der ist naiv und es zeigt, wie wenig diese Leute bisher vom Leben mitbekommen haben.