Ex-HRE-Chef klagt: "Ich werde als schlimmster Gier-Banker beschimpft"

dapdEr war das Gesicht der Finanzkrise: Georg Funke führte die Hypo Real Estate in den Ruin, die Steuerzahler mussten die Bank mit Milliarden retten. Heute lebt der Ex-Manager als Immobilienmakler auf Mallorca - und versucht in einer Boulevard-Zeitung, seinen Ruf zu verteidigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...820504,00.html
  1. #130

    Zitat von chlorid Beitrag anzeigen
    Wenn ich jedem meiner Mitarbeiter, der Scheiße baut, für den Schaden haftbar machen würde, dann aber gute Nacht Deutschland. Dieses Prinzip fordert interessanterweise bei den "kleinen Leuten" keiner. Aber "denen da oben" muss man alles wegnehmen, wenn sie was falsch gemacht haben.
    Arbeitnehmerhaftung
  2. #131

    Ich brüll mit vor Lachen....

    Zitat von fiutare Beitrag anzeigen
    Aus der Vita des Herrn Funke auf dieser Seite:

    "Nach einer 36 jährigen Karriere mit vielen Positionen im Top Management im weltweiten Immobiliengeschäft entschied er sich 2008 für den Ruhestand. Als Eigentümer von mehreren Ferienimmobilien auf der Insel verlegte er 2010 seinen dauerhaften Wohnsitz nach Mallorca."

    Ich könnte brüllen vor Lachen.
    Das ist ja geil, eh schon doppelt und dreifach abgesichert und kann den Hals noch nicht voll genug bekommen....typisch Banker halt eben.

    Steuern in Spanien zahlen und hier in der Presse Heulen das er sein Geld nicht bekommt.

    Klasse das paart sich in der Tat hervorragend mit Gutenbergs, Kohls, Wulffs und sonstigen Möchtegerns die an einer gespaltenen Persönlichkeit zu leiden scheinen. Ich bekomme immer mehr den Eindruck diese Leute glauben in der Tat, das was sie da tun sei moralisch nicht verwerflich und das müsse der Rest der Bevölkerung doch verstehen.

    Mit Neid hat das wenig zu tun den wenn ein normaler AN geht wurden in der Neuzeit- findige juristische Tricks gefunden um die Abfindung so klein wie möglich zu halten.

    Ehrlich kann über solche Leute nur noch LACHEN.
    Was müssen das für Arme-Würstchen sein die mit dazu beitragen das die Gesellschaft sich immer mehr spaltet in Arm und Reich..... das früher in der BRD anders, da gab es noch die Idee das es allen gut gehen soll. Ein großer Verfechter dieser Idee war Ludwig Erhard.
  3. #132

    Rückinfo an DMenakker :

    DMenakker

    Kleiner Tip am Rande: Mit den aktuellen EZB Refinanzierungsrunden ( die es zu Zeiten des HRE Zusammenbruchs noch nicht gab ) wäre HRE / Depfa heute ein kerngesundes Institut mit ordentlichen Gewinnen.

    Aber das kommt halt davon, wenn einem bei Bankern nur noch Draufkloppen einfällt. Ein gaaaanz kleines bisschen mitdenken wäre manchmal auch von Vorteil. Ist zwar gerade nicht "In", aber dumm wäre es trotzdem nicht....

    -> Dieser Kommentar ist selbst mir als Banker zu abseitig !!!

    Der gute Herr Funke wollte expandieren um jeden Preis und hat bei Wertpapieren mitgemischt, die er nicht vestanden hat, bzw. andere Banken ( Depfa ) übernommen, die gerade den Bach runtergingen.

    Dummheit / Gier / Inkompetenz ? Wohl etwas von allem !

    Die HRE wäre auch heute ein Unterstützungskandidat und alles als kerngesund !
    Die Geschäfte die in D nicht möglich waren hat man ( Herr Funke auch ) einfach ins Ausland ausgelagert...

    Unabhängig von seinen rechtlichen Ansprüchen und der gerichtlichen Entscheidung über die ggfs. Zahlung, - dieser peinliche Herr hat kein öffentliches Forum mehr verdient !
  4. #133

    Pfeifen gibt es überall

    Zitat von chlorid Beitrag anzeigen
    Ach, gehen Sie mir doch weg mit diesem ewigen Gejammer über die unfähigen Leistungsträger. Pfeifen gibt´s oben und unten. Die unterscheiden sich nur der Höhe des Verdienstes und in der Höhe Schaden, den sie anrichten. Wenn ich jedem meiner Mitarbeiter, der Scheiße baut, für den Schaden haftbar machen würde, dann aber gute Nacht Deutschland. Dieses Prinzip fordert interessanterweise bei den "kleinen Leuten" keiner. Aber "denen da oben" muss man alles wegnehmen, wenn sie was falsch gemacht haben.
    Klar gibt es überall Pfeifen. Aber im Gegensatz zu den Pfeifen unter Ihren Mitarbeitern (von denen ich keiner sein möchte), verdienen die Pfeifen an den Unternehmensspitzen ein Vielfaches von dem, was die "normalen" Mitarbeiter (oder besser "human ressources?") verdienen. Und im Gegensatz zu diesen, verdienen sie schon während ihrer Tätigkeit genug, um im Falle grob fahrlässigen Verhaltens oder Dummheit/Unfähigkeit auch ohne Riesenabfindungen und Rentenzahlungen sehr gut überleben zu können. Leider erhalten sie diese Zahlungen trotzdem. Unter moralisch ethischen Gesichtspunkten für mich sehr fraglich, aber leider Standard.

    Selbstverständlich gibt es auch Leistungsträger, die es auch wirklich sind. Und zwar sowohl unter den Normalen als auch an den Unternehmensspitzen.
  5. #134

    Wenn

    ich als Grundschullehrer eine ähnliche Bilanz hätte: 90% meiner Schüler betreten die weiterführenden Schulen als Analphabeten, Dyskalkulanten und Benehmzombies, würde ich mich in Grund und Boden schämen. Das Stichwort ist Selbstverantwortung und was man tut, um trotz der desolaten Haushaltslage einen ansprechenden Unterricht zu gestalten.
    Ich verdiene gut und dafür arbeite ich auch zu Hause, JEDES Wochenende und teilweise in den Ferien.
    Die genannten Gehälter der "Nadelstreifennieten" stehen in keinem Bezug zur tatsächlichen Leistung, das muss man doch begriffen haben.
  6. #135

    ...

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    Sie wollen es nicht verstehen, oder? Beispiel. Die Bedford County Middle School ( ich habe dort zufällig 3 1/2 Jahre gelebt ) wurde von der Depfa finanziert. Im Rahmen der US Immobilienhysterie musste diese Finanzierung zu über 90 % als uneinbringbar abgeschrieben werden. Diese 90 % stehen laut deutschem Niederstwertprinzip als Verlust in den Büchern. Logisch sind die tiefrot. Ich kenne jetzt aber zufällig die Finanzen meines ehemaligen Wohnortes und kann ihnen versichern, dass die Finanzierung zu 100 % gezahlt wird. Sowas wird dann, wenn die Raten wie vereinbart ankommen, als ausserordentlicher Ertrag verbucht.

    D.h.de facto war weder HRS noch Depfa jemals pleite oder hätten gar Verluste geschrieben. Die Verluste sind entstanden durch eine von Hysterie geprägte erzwungen unnötige Abschreibung, welch aufgrund der daraus resultierenden Bilanztechnischen Überschuldug auch einen Liquiditätsengpass nach sich zog.

    Ich seh schon die Politiker in 10 Jahren, wenn die abgeschriebenen Darlehen tatsächlich zurückbezahlt sind, auf irgendeinem Podium stehen und der Welt erklären, wie toll sie das mit der HRE gemacht hätten, dass diese ehemalige Pleitbank jetzt so glänzend dasteht und dass das doch wohl ein Grund für die Wiederwahl sein müsste. Dabei haben sie nur von einem idiotischen Bilanzrecht profitiert.

    Profit is an opinion, cash is a fact.
    Die Dynamiken des Marktes müssen nicht rational sein und gesetzliche Vorschriften nicht immer vorteilhaft erscheinen.
    Derartige Unwägbarkeiten zu berücksichtigen gehört zum Job eines Managers. Dafür werden sie so außerordentlich gut bezahlt.

    Das strenge Niederstwertprinzip gibt es in Deutschland nicht erst seit gestern, dementsprechend hätte man auch damit rechnen können und müssen.
  7. #136

    Es geht.....

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Wenn Sie mir sagen, daß Sie kochen, glaube ich es Ihnen. Den objektiven Grund sehe ich nicht, auch dann nicht, wenn Sie lesen, daß andere Leute mehr Geld haben als Sie.

    Wie kommen Sie dazu, einen Menschen, den Sie kaum kommen, in strafrechtlich relevanter Weise zu beleidigen?
    mir um Verhältnismäßigkeit. Wieviel ein Mensch in seinem Leben verdient ist ganz allein seine Sache! Nur irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem dieser mit dem was er hat, zufrieden sein sollte. Nach einem Handgeld von 3,5 Mio €, dafür, das er dem Steuerzahler mal eben um ein paar Miiliardchen gebracht hat, und einen Job als Immobilienmakler auf Malle
    wage ich zu behaupten das dieser Mann ausgesorgt hat.

    Jetzt noch auf eine Pension von 47000€ zu pochen, völlig egal, ob dieser Anspruch rechtlich in Ordnung ist, oder nicht, ist in meinen Augen einfach nur asozial und gehört sich nicht, schon garnicht in unserer, vom gescheiterten Neo-Liberalismus geprägten Zeit.

    Und ich nehme mir das Recht raus ihn als Abschaum zu bezeichnen, dabei interessiert es mich nicht, ob dies strafrechtlich relevant ist, oder nicht.
  8. #137

    ......

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    Zusammengefasst: Funke ist für den Lehman crash verantwortlich und selbstverständlich hat er dafür auf alle ihm zustehenden Zahlungen zu verzichten. Haben Sie eigentlich noch alle? Ich meine, das ist das Grundprinzip von Bewegungen wie "occupy" etc. Von NICHTS eine Ahnung, aber halt moralisch empört und damit sowieso im Recht. Nennt man Arroganz der Dummheit!
    Occupy und Co. entstehen nicht, weil die Leute keine Ahnung haben und sich einfach nur empören wollen, sondern, weil es unter den Hardcorekapitalisten wohl zum guten Ton gehört, andere Menschen auszunehmen, wie Oma die Gans an Heilig Abend. Man nennt sowas auch fehlende Moral, die (wenn vorhanden) meist mit Höhe des Einkommens bzw der Erfolgsaussichten auf künftigen immensen Kapitalzuwachs auf dem eigenen Konto schwindet.

    Ihr Problem ist einfach, dass Sie nur eine Seite der Medaille betrachten - die Ihres Kontos. Dass das womöglich zu Ungunsten anderer Menschen geschieht (wie im Fall von Herrn Funke) ist Ihnen völlig wurstblinker. Wir wehren uns eben langsam dagegen, dass die Finanzspinner sich immer miesere Strategien ausdenken, die so undurchsichtig sind, dass kein Kleinanleger da auch nur ansatzweise durchsieht.

    Erwarten Sie doch nicht, dass die Welt erstmal BWL studiert, um in dieser Welt noch klarzukommen. Wir haben diesen Kaltblütern lange genug kampflos das Feld überlassen und was dabei rauskam sehen wir ja: Schulden, Schulden, Schulden und die Futzies von der Finanzdoktorei haben sogar noch den amoralischen Spleen dem Normalbürger diese Sch****** als Regen zu verkaufen.

    Occupy und Co. sind heutzutage einfach notwendig. Ob sie´s glauben oder nicht. Verlassen Sie ruhig mal Ihren Bankschalter, Schreibtisch, was auch immer. Gehen Sie mal raus und reden mit den Menschen - Sie werden sehen, dass die entweder nur noch Angst haben oder eben eine Stinkwut auf Leute, die sie ausnehmen wollen. Und sagen Sie jetzt bitte nicht, das Sie in Ihrem Job als Bankangestellter jeden Kunden einfach nur reich machen wollen. Was bleibt dann noch für Sie und Ihre Vorgesetzten?
  9. #138

    Funke der Gierichste

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er war das Gesicht der Finanzkrise: Georg Funke führte die Hypo Real Estate in den Ruin, die Steuerzahler mussten die Bank mit Milliarden retten. Heute lebt der Ex-Manager als Immobilienmakler auf Mallorca - und versucht in einer Boulevard-Zeitung, seinen Ruf zu verteidigen.

    Ex-HRE-Chef klagt: "Ich werde als schlimmster Gier-Banker beschimpft" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Der Funke ist der Gierichste aller Gierbänker.
    Er wird nicht beschimpft, es sind Tatsachen und er muß damit Leben.
    Welchen Ruf will er denn verteidigen ?
  10. #139

    Den letzten beissen die Hunde....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er war das Gesicht der Finanzkrise: Georg Funke führte die Hypo Real Estate in den Ruin, die Steuerzahler mussten die Bank mit Milliarden retten. Heute lebt der Ex-Manager als Immobilienmakler auf Mallorca - und versucht in einer Boulevard-Zeitung, seinen Ruf zu verteidigen.

    Ex-HRE-Chef klagt: "Ich werde als schlimmster Gier-Banker beschimpft" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ...natürlich ist es billig wenn die Journaille und der Mob Funke als Sündenbock benutzen.

    Da gehörten jede Menge Andere dazu, die einfach Glück gehabt haben (gehört eben zum Zocken dazu LOL), rechtzeitig abtauchten oder sogar schon wieder obendrauf sind und einfach weiter machen als sei nichts geschehen....Das übersieht die Journaille (warum eigentlich ?) geflissentlich und der Mob kommt an diese Kaliber schon gar nicht ran.

    Dass einer mit dem Wohlstand und Einkommen (und sogar MIT neuem Job) wie Funke in Selbstmitleid vergeht - und gleichzeitig masslose, wenn auch formaljuristisch bestehende (wie so oft wird der Rechtsstaat zur Durchsetzung billiger Privatinteressen auf Kosten der Gesellschaft missbraucht) Ansprüche geltend macht, bestätigt nachdrücklich erheblichen Realitätsverlust und fehlendes Verantwortungsbewusstsein - oder eben gehörige Chuzpe.
    Es zeigt die ganze Masslosigkeit einiger Spezies - nur steht da Funke nicht allein.

    In einem allerdings hat Funke recht: die Verstaatlichung der HRE war überflüssig. Sein Gezeter gegen diese staatliche Massnahme ist aber genauso schamlos, verlogen und scheinheilig, wie das elende Gejammer der damaligen HRE-Aktionäre über "Enteignung"....Keinen müden Euro hätten sie sehen dürfen - das war in Wahrheit ein Geschenk des Staates und der Steuerzahler (von MIR !!!) an Pleitiers und Versager im Management, im Aufsichtsrat, unter Aktionären auf der Hauptversammlung sowie bei der Bankenaufsicht.

    Richtig Pleite gehen hätte die HRE müssen - dann wäre zwar womöglich das Finanz- und Bankensystem kollabiert - aber der Sozialismus für Banken, Investoren, Spekulanten und Aktionäre hätte ein Ende. Ackermann und seine Kollegen würden keine großen Reden mehr schwingen und die demokratisch gewählten regierungen hätten endlich wieder was zu sagen....