Ex-Präsident Wulff: Deutsche fordern Verzicht auf Ehrensold

dapdKnapp 200.000 Euro soll Christian Wulff nach seinem Rücktritt als Ehrensold erhalten. Doch auch nach der Bewilligung der Zahlung geht die Diskussion darüber weiter: 84 Prozent fordern laut einer Umfrage, der Ex-Bundespräsident müsse auf das Geld verzichten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...818753,00.html
  1. #340

    Was würde ein Beamter kriegen?

    Das bestechendste Argument an der ganzen Rücktrittsdebatte bildeten in meinen Augen die Beispiele, für welche Nichtigkeiten ganz normale Beamte ein Verfahren wegen Vorteilsnahme an den Hals gehängt bekommen ("Cheesburger"), während er hier sich ungestraft einen Luxusurlaub nach dem anderen sponsern lässt.

    Konsequent wäre da jetzt die Frage danach, was einem entsprechend belasteten Beamten blühen würde, wenn er wegen des Vorwurfs der Vorteilsnahme ausgeschieden wäre.

    Jedenfalls nicht seine volle Pension, möcht ich meinen. (Und von "Ehre" würde da sowieso keiner mehr reden, aber das nur nebenbei.)
  2. #341

    Gute Idee!

    Zitat von blubberdieblubb Beitrag anzeigen
    ...wäre doch einmal ein vernünftiger Ansatzpunkt, wenn sich die Herren Scheel, von Weizsäcker, Herzog und Köhler zusammentäten und gegen die Gewährung des Ehrensoldes an Wulff protestieren würden. Für diese angesehenen Persönlichkeiten muss es doch ein Schlag ins Gesicht sein, mit diesem dahergelaufenen Parvenü auf eine Stufe gestellt zu werden. Das kommt einer sozialen und gesellschaftlichen Degradierung gleich. Haben sich die Pfeifen im Bundespräsidialamt eigentlich darüber mal Gedanken gemacht, was sie diesen Herren antun?

    Aber eben das unterscheidet oben genannte Altpräsidenten von Wulff: der würde so etwas nämlich tatsächlich tun...
    In Analogie zu Herzogs "Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen!" lautet Wulffs Vermächtnis wohl eher "Ich muss einen kräftige Schluck aus Deutschland nehmen!
  3. #342

    ist doch Quatsch...

    Zitat von tumatsch Beitrag anzeigen
    Auch mit der Aufhebung seiner Immunität hätte Wulff im Amt bleiben können. So wie es Graf Lambsdorff damals gemacht hat. Erst als er verurteilt wurde ist er zurückgetreten. Das war dann persönlich.
    Wulff war nun so schlau nicht aus persönlichen Motiven.....
    ...Wulff hatte bis zuletzt die Rückendeckung der Kanzlerin, die ihm stets ausdrücklich das volle Vertrauen ausgesprochen hat. Wie man daraus einen politischen Rücktrittgrund kontruieren will ist mir schleierhaft. Das ist Salto, Spagat und Purzelbaum zugleich.
  4. #343

    Keine ehre, kein ehrensold!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Knapp 200.000 Euro soll Christian Wulff nach seinem Rücktritt als Ehrensold erhalten. Doch auch nach der Bewilligung der Zahlung geht die Diskussion darüber weiter: 84 Prozent fordern laut einer Umfrage, der Ex-Bundespräsident müsse auf das Geld verzichten.

    Ex-Präsident Wulff: Deutsche fordern Verzicht auf Ehrensold - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das nenne ich doch mal "SPÄTRÖMISCHE DEKADENZ" in Reinkultur. Ich nehme aber an, dass Wessterwelle diese Schmierenkomödie nicht damit gemeint hat.

    Ich finde es sehr gut und wichtig, dass gerade nach dieser empörenden Bewilligung der Zahlung, die Diskussion noch weiter geht und zwar solange bis sich der Lügner ins Ausland verpisst, oder Rückrat zeigt, (blöd von mir, wie kann Einer was zeigen, was er garnicht hat) und auf den "EHRENSOLD" verzichtet. (Schwarzer Humor) Deshalb macht weiter mit der "neverending story". Er darf nicht mehr zur Ruhe kommen, damit Wulff begreift, was für ein "ABGREIFER" er ist.
  5. #344

    Anders als Sie

    Zitat von Yukikaze Beitrag anzeigen
    Wenn es sein Recht ist, warum soll er drauf verzichten? Er ist kein Bundespräsident mehr und all den Leuten die ihn aus "moralischen Gründen" LOL aus dem Job gedrängt haben, wohl kaum was schuldig.

    Jetzt steht er alleine dar und da würde ich mitnehmen was ich bekommen kann.
    glaube ich, dass er uns schon noch etwas schuldig wäre:
    Die Wahrheit.
    Aber das kann man von ihm wohl weder verlangen noch erwarten.
    Wie jeder Beschuldigte hat er natürlich das Recht, die Aussage zu verweigern oder das Blaue vom Himmel zu lügen (soweit er nicht andere zu Unrecht belastet).

    Umgekehrt bin ich aber auch der Meinung, dass wir ihm nichts schulden, schon gar nicht die Zahlung des Ehrensolds.
  6. #345

    Zitat von turekat Beitrag anzeigen
    ... und lassen Sie die Ermittlungsbehörden ihre Arbeit tun, anstatt zu
    suggerieren, dass man ihn aus politischen Opportunitätsgründen wohl nie verurteilen werde.
    Gerade bei Spiegel Online wurde die Staatsanwaltschaft über Monate hinweg verteufelt mit der Behauptung, sie würde auf Weisung von ganz oben nicht ermitteln. Wie wir heute wissen stimmte das nicht. Während sich hier die Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaften überschlugen, taten diese nämlich ihre Pflicht: sie recherchierten und wälzten Aktenberge. Das war die Voraussetzung, um eine verantwortungsvolle Grundlage für den weiteren Entscheidungsprozess zu haben, anstatt den Kreuzigungsrufen des Mobs nachzugeben. Insoweit habe ich vollstes Vertrauen, dass hier nach Recht und Gesetz verfahren wird und vielleicht ergeben sich am Ende sogar juristische Anhaltspunkte für oder gegen einen Ehrensold des Herrn Wulff.
  7. #346

    Ach Gott,

    Zitat von wylly Beitrag anzeigen
    nachdem es der Presse gelungen ist, durch eine unsachliche Berichtserstattung, Herrn Wulf zum Rücktritt zu bringen ist es nun offensichtlich das man jetzt zum neuen Halali bläst und versucht ihm auch noch die Rente streitig zu machen
    der Arme.
    Es wird ihm wirklich übel mitgespielt.
    ;-)
  8. #347

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Knapp 200.000 Euro soll Christian Wulff nach seinem Rücktritt als Ehrensold erhalten. Doch auch nach der Bewilligung der Zahlung geht die Diskussion darüber weiter: 84 Prozent fordern laut einer Umfrage, der Ex-Bundespräsident müsse auf das Geld verzichten.

    Ex-Präsident Wulff: Deutsche fordern Verzicht auf Ehrensold - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wulff ist nicht aus politischen Gründen, sondern wegen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zurückgetreten, auch wenn er in seiner Rücktrittsrede zielorientiert das anders dargestellt hat. Ergo steht ihm auch kein Ehrensold zu. Ehre und Wulff sind Gegensätze, die sich ausschließen.
    Als Wulff wegen seiner Nierenprobleme in ein Berliner Krankenhaus kam, gab es dazu eine Verlautbarung des Bundespräsidialamtes. Was hatte das BPA nach Wulffs Rücktritt noch mit dem zu tun? Was führt Wulff, nach dem er nach Großburgwedel gefahren war, wieder nach Berlin.

    Es gibt für mich eine einfache Erklärung:

    Wulff war in Berlin beim BPA, um seinen alten buddy Hagebölling zu besuchen. Da wurden die Fäden gesponnen, um den Ehrensold sicherzustellen. Da wurde eine schnelle Entscheidung pro Wulff verabredet, bevor neue Leute mit Herrn Gauck da einziehen und zu entscheiden haben.

    "weil er weiß, dass gerade in der Krise auf Netzwerke, auf Verbindungen, auf Gespräche gesetzt wird"
    Originalton Wulff

    Für mich ist das ein Fall für die Staatsanwaltschaft.
  9. #348

    ...

    Meine Forderungen ist zwar radikal aber würde wohl den ein oder andern Staatshaushalt entlasten.
    1.Keine Penisonsansrüche für Politiker.Wieso sollen diese Personen mehr bekommen als ein AN in der freien Wirtschaft?

    2.Beamtentum ist ein Relikt der Vergangenheit oder können wir uns noch leisten das einige Wenige, die auch wirklich arbeiten in die Rentenkasse einzahlen und daraus dann die Pensionen bezahlt werden, während für die Einzahlenden fast nichts mehr übrig bleibt.
    Vllt. muss man nicht das komplette Beamtentum abschaffen, aber die Altersversorung gehört es.
  10. #349

    Keine ehre, kein ehrensold!

    Zitat von blubberdieblubb Beitrag anzeigen
    ...Wulff hatte bis zuletzt die Rückendeckung der Kanzlerin, die ihm stets ausdrücklich das volle Vertrauen ausgesprochen hat. Wie man daraus einen politischen Rücktrittgrund kontruieren will ist mir schleierhaft. Das ist Salto, Spagat und Purzelbaum zugleich.
    Rückendeckung der Kanzlerin, das kann für jeden sehr gefährlich werden.

    Wulff wusste genau, wenn die Staatsanwaltschaft ermittelt, kommen noch ganz andere Klopse und Verfehlungen heraus. Um dem vorzubeugen, hat er die Reissleine gezogen und war blitzschnell aus seinem von Ihm brutalst beschädigten Amt zurückgetreten. Sozusagen Rücktritt als Proyhlaxe. War bestimmt die Idee von Merkel.