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Ex-Diktator im Koma: Mubaraks Todeskampf verschärft Krise in Ägypten
APHusni Mubarak liegt im Koma, der Ex-Autokrat muss künstlich am Leben gehalten. Für Ägypten kommt diese Meldung zu einem kritischen Zeitpunkt - die Stimmung ist kurz nach den Präsidentschaftswahlen und den jüngsten Machtspielen des Militärs auf dem Siedepunkt.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...839869,00.html
- #1 20.06.2012 08:56 von
Es wird wohl noch viel Blut den Nil herunterfließen bevor Ägypten befriedet ist. Das edle Andenken an die Mubarak-Dynastie wird dann einer anderen Generation vorbehalten sein, und manifestiert sich wahrscheinlich in der späteren Einlagerung des einbalsamierten Torsos in der Mubarak-Pyramide.
- #2 20.06.2012 09:27 von
Jetzt wird es wirklich Ernst
Die Symbolfigur, gegen die sich all der Haß der rebellierenden Ägypter richtete und der den alten Machtapparat im Militärrat immer noch ein Festhalten der Macht unter seinem Leitbild garantierte, soll im Sterben liegen.
Bisher hieß das Motto, es ist egal, wer unter unserer Regentschaft Präsident wird, wir behalten die Fäden in der Hand.
Jetzt scheint wieder alles in der Schwebe zu sein und der Weg zur Demokratie kann sehr blutig oder durch ein Auseinanderbrechen des "Obristenregimes" auch friedlich verlaufen.
Beides scheint möglich zu sein und einen Unsicherheitsfaktor bedeuten die ausländischen Interessen, die längst in der Giftküche zubereitet sind und wahrscheinlich schon häppchenweise verabreicht werden. - #3 20.06.2012 10:46 von
Geheimdienst...
Bevor ich kein Bild der Leiche sehe glaube ich nichts, das ist doch einfach von der Abfolge der Zusammenhänge zu seltsam.
Auch wenn es spinnerei ist, das ganze klingt irgendwie nach Geheimoperation um Mubarak außer landes zu schaffen oder zumindest aus der Schußlinie. - #4 20.06.2012 11:05 von
Das Volk soll – wieder einmal – vor sich selbst gerettet werden, damit ein Haufen alter Säcke sich vor jeder Verantwortung drücken kann.
Jetzt fehlen nur noch Wahlmanipulation und ein Staatsbegräbnis für Mubarak. Dann sind wir wieder an dem Punkt angelangt, der Mubarak das Amt kostete: arrogante Herablassung und Verkennung (?) der tatsächlichen Stimmung im Land. Sollte es erneut zu Massendemonstrationen kommen, wird sich zeigen wie „verdammt stark“ die Armee (und ihr Rückhalt in der Bevölkerung) wirklich ist, oder ob damit nur die individuelle Feigheit vor ihrer Willkür geadelt werden sollte? - #5 20.06.2012 11:08 von
O Misr
Das fing doch alles an mit diesem unsäglichen Nasser mit seinem Putsch und danach propagierten "Panarabischen Sozialismus". Dann kam die Suez-Krise und später der Krieg von 1967. Hochgerüstet von der Sowjetunion ist der militärisch trotzdem gnadenlos untergegangen. Gernauso wie auch Syrien, dem Verbündeten, damals schon von diesen Baath-Verbrechern beherrscht (wie auch Iraq). Danach kam Sadat an die Macht, welcher zuerst auch eine Marionette der Sowjetunion war, und der wiederum einen Angriffskrieg, 1973, verlor (wie auch wieder Syrien). Danach wandte er sich radikal vom Sozialismus ab und schmiss die Sowjets aus dem Land. Im Gegensatz zu Syrien. Im Gegensatz zu Syrien hat er dann auch seinen Frieden mit Israel gemacht (vielleicht hätte er auch Ägypten wirklich demokratisieren können). Leider wurde er von dem Muslimbrüdern deswegen ermordet. Mubarrak (glücklicher Überlebender), als sein Nachfolger, hat damals seine Schlüsse daraus gezogen und diese Muslimbrüder trotzdem tiefhalten können. Das war anfänglich eine ziemlich liberale Ära, in welcher ich auch mal das Land kennenlernen durfte, wunderbar war das damals...
Nur, Mubarrak ist am Schluss leider dem Altersstarrsinn verfallen. Und niemand konnte oder wollte ihn zum Rücktritt bewegen. So kams dann zum "Arabischen Frühling" usw.
Manchmal frage ich mich, ob nicht dieser Nasser die größte Urkatastrophe Ägyptens in der Neuzeit war...
Ich sags nochmal. Ägypten war eines der großartigsten Länder, welches ich mal besuchen durfte, und ich hab schon viel von der Welt gesehen. Ich verfolge besorgt die weitere Entwicklung dort - #6 20.06.2012 19:05 von
Nasser
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Ich bin selbst Ägypter und stimme mit dir in einigen Punkten über NAsser überein, Ja es stimmt dass er der Ur-Vater der Millitärdiktato(u)ren ist . Aber er hat in den 1952-1970 mehr für das ägyptische Volk und den einfachen Mann gemacht(Suez Kanal verstaatlichen, Landesreformen,...) , als Mubarak und Saddat in ihren Amtszeiten zusammen. Unter Nasser gab es das Frauenwahlrecht, etwas was ich mir in dem damaligen Steinzeit-Orient nicht hätte vorstellen können, er führte die freie Medizinversorgung und die freie Bildung ein. Ich glaube, dass wenn er länger gelebt hätte, Ägypten schon lange demokratisiert wäre und wir nie hier darüber diskutieren würden.
* Entschuldigt mir bitte wenn ich irgendwo Fehler gemacht habe :)
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